Erweiterung des Sichtfeldes


Als ich vor einem Jahr in den USA war, kramte ich bei Randomhouse ein Buch heraus, das mich sofort anlächelte: „Jesus, Life Coach: Learn from the best!“ von Laurie Beth Jones. Ich war sehr gespannt darauf mir das Buch zu erarbeiten. So perfekt ist mein Englisch nun auch wieder nicht. Aber ich komme klar. In einem Kapitel beschrieb sie wie Sherlock Holmes und Dr. Watson aus irgendeinem Grund zelteten. Wahrscheinlich hatten sie sich den Pfadfindern angeschlossen. ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls bauten sie in der Dämmerung ihr Zelt auf und legten sich schlafen. Nachdem sie lange geredet hatten und nicht schlafen konnten, weil es unbequem war, waren sie irgendwann nach Mitternacht fest eingeschlafen. Stunden später weckte Holmes seinen Freund und stellte ihm in aller Ruhe eine einzige Frage: „Watson, was sehen Sie?“ Watson wunderte sich nicht im Geringsten über seinen Freund. Er hatte schon viel mit Holmes erlebt. Also begann er zu beschreiben was er sah. Er redete über die funkelnden Sterne und über die Majestät der Natur. Watson beschrieb alles was er sehen konnte. Es war ein wundervoller Anblick! Watson war begeistert! Holmes hörte sich das eine Weile gelangweilt an und zischte dann:

„Watson! Sie Idiot! Jemand hat unser Zelt gestohlen!“

Womit wir wieder beim Coaching wären. Wenn wir unvermittelt unser schützendes Zelt verlieren, muss das kein Unglück sein. Wir sehen die Welt mit anderen Augen und wir erkennen möglicherweise größere Zusammenhänge. Also mein Tipp: Learn from the best! Laurie Beth Jones.

Und: Lassen Sie sich einfach mal ihr Zelt stehlen! Es könnte sich lohnen!

IT Coach?


Ich habe oft darüber nachgedacht, was meine Stärken und Schwächen sind. Schwächen erkennen, kann übrigens auch eine außerordentliche Stärke sein, aber dazu vielleicht später mehr.

Wer seine Schwächen kennt, konzentriert sich besser auf seine Stärken.

Fokussierung, ein anderes Thema. Ich will heute eigentlich ein wenig über das Thema IT Coach reden. Warum IT Coach? Was ist das Besondere, das Alleinstellungsmerkmal? Die Antwort liegt auf der Hand. Ich komme aus dieser Richtung. Ich war viele Jahre im IT-Management tätig und nun habe ich mal eben die Seiten gewechselt. Ich arbeite als Unternehmensberater mit und für Unternehmer und ich weiß genau „wo der Hase lang läuft“, wie man so schön sagt. Man sollte niemals versuchen, Dinge zu tun, von denen man keine Ahnung hat. Als ich zum ersten Mal mit Coaching zu tun hatte, dachte ich an Gurus, die den Leuten irgendwelchen Unfug verkaufen wollen. Mir standen Wochenendseminare für Selbsterkenntnis mit Klangschalen, Duftkerzen und glühenden Kohlen vor Augen. Esoterik mag ja ganz nett sein. Aber meine Sache war das nie. Ich will ganz genau wissen, wohin die Reise geht, was es kostet und was es bringt. Für mich wurde das Thema Coaching erst interessant, als ich es mit einem ganz anderen Thema in Verbindung brachte. es geht um die Entwicklung von Führungskräften. Als mit klar wurde, dass ich jahrelang instinktiv als Coach unterwegs war, indem ich genau die Kommunikationsprozesse angeschoben habe, um die es auch beim Coaching geht, begann ich ein professioneller Coach zu werden. Ich dachte, ich wäre bereits ein guter Coach und dann wurde ich eines Besseren belehrt. In meiner Hausarbeit bei der X-Group von Daniel Schäfer habe ich das bereits erläutert. Wer will, kann ja in diesem Kapitel weiter unten nachlesen. Fazit: Ein Coach braucht eine Ausbildung und Praxis. Es ist wichtig, dass ein Coaching auch ab und an von einem Supervisor begleitet wird. Thema Feedback.

Als mir klar war woher ich komme und wo meine Stärken liegen, wusste ich auch, was ich auf gar keinen Fall mehr machen werde. Ich werde keine Software mehr schreiben und ich werde mit Sicherheit kein Systemadministrator mehr sein. Das muss ich mir nicht mehr antun. Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Sie IT Spezialist sind. Ich bin es auch, aber auf einem anderen Level. Ich bin der Typ, der ein Team von Nerds führen kann. Wer sich ein wenig auskennt, weiß, dass es schwierig ist Leute zu führen, die alle einen eigenen Kopf haben. Ich betrachte es als Privileg so etwas zu tun. Ein Sack Flöhe hüten ist leichter! Aber wenn es einfach wäre…..Sie kennen den Spruch. Übrigens wußte ich auch wo meine Schwächen liegen. Das ist wichtig. ich wusste irgendwann, dass ich nicht der beste Systemadministrator oder Programmierer sein würde. Das können andere viel besser erledigen als ich. Indem ich meine Schwächen erkannt hatte, wurden meine Stärken deutlicher.

Und darum bin ein Coach, ein ausgebildeter Life Coach mit starkem IT Hintergrund und der Fähigkeit Führungskräfte zu entwickeln und auf dieser Ebene zu kommunizieren. Genau das ist es, was ein IT Coach macht. Und nun wissen Sie, was IT Coaching bedeutet.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben: Ich bin bereit! Zögern Sie nicht mich anzuschreiben. Ich bin auch dankbar für jede Form von Kritik. Achtsames Feeback wäre schön! Aber das ist wieder ein anderes Thema!

Deutschland im Coaching Wahn


Sonntag, 6.Januar 2013 auf RTL

Die Große Reportage: Deutschland im Coaching Wahn

Nie gab es mehr Coaches, jeder kann „becoached“ und alles kann gecoached werden, so scheint es. Sind wir zu verzettelt um in einer immer unübersichtlicheren Welt den Überblick zu bewahren?

Es werden beispielhaft drei Coaches vorgestellt. Ein Verkaufstrainer, eine Dame die Kindern gutes Benehmen bei Tisch beibringt und ein echter Life Coach, der auf Grund seiner starken Sehbehinderung zum Coaching gefunden hat. Die Reportage zeigt vor allem wie verwirrend der Begriff Coaching heute benutzt wird. Das man vor allem dann einen Coach braucht, wenn man „in der Scheiße sitzt“, darf bezweifelt werden.

Was ist also Coaching genau? Wer braucht das? Was bringt das?

Ein Blick auf die großen Coachingverbände ist sicher keine schlechte Idee. Training, Mentoring und Beratung sind definitiv kein Coaching, sondern schlicht andere verwandte Beratungsformate der psychologischen Beratung. Es gibt dann auch noch Seelsorge, Supervision und Mediation…..

Tipp: http://www.coachfederation.de/ und speziell die Kernkompetenzen http://www.coachfederation.de/icf-d/icf-kernkompetenzen.html