Arschloch-Faktor


Wenn du regieren willst, darfst du die Menschen nicht vor dir herjagen, du musst sie dazu bringen, dir zu folgen. (Charles de Montesquieu)

Es gibt Führungskräfte, die tatsächlich meinen, ihre Untergebenen müssten sie hassen um zu funktionieren. Dabei offenbaren sie mit ihrem Verhalten nur sehr deutlich, dass sie vollkommen ahnungslos oder total überfordert sind. Berater und Coaches erkennen sehr schnell, mit welchem Führungstyp sie es zu tun haben. Ein Arschloch-Chef ist niemand, mit dem wir uns frontal anlegen würden. Es hat keinen Sinn. Solche Leute ändern wir nicht. Das ist auch gar nicht unsere Aufgabe. Man muss die Menschen da abholen wo sie sind. Wir beobachten das und können gut damit umgehen. Wir geben keine Ratschläge, aber wir beobachten natürlich, was dieser Führungsstil anrichtet. Erfolgreiche Unternehmer sehen anders aus. Ein Fiesling hat noch nie ein erfolgreiches Unternehmen angeführt. Ausnahmen bestätigen die Regeln, aber dann ist oft die zweite Führungsebene sehr gut. Meist setzt man solche Leute ein, um ein Unternehmen gegen die Wand zu fahren. Auch das ist eine oft beobachtete Tatsache. Egal ob Sie auf der einen oder anderen Seite stehen, schauen Sie sich um. Sind Sie als Chef tatsächlich der Meinung dass nur die Peitsche hilft? Haben Sie als Mitarbeiter das Gefühl, dass es sich um einen guten Führungsstil handelt? Das Gegenteil ist der Fall. Gute Führung, Leadership ist eine Kunst, die eine gute Kinderstube voraussetzt. Natürlich gibt es Chefs vor denen die Mitarbeiter Respekt und eine gewisse Furcht haben. Sie haben es nicht nötig Mitarbeiter zu beleidigen, vor anderen bloß zustellen oder sie anzubrüllen. Gute Chefs werden nicht nur gefürchtet, sie werden bewundert. Sie achten sehr sorgfältig darauf nicht in den Arschloch-Modus zu fallen. Denn das ist weit unter ihren Möglichkeiten. Nur Verlierer verhalten sich die Axt im Walde. Gewinner haben sich und den Prozess jederzeit unter Kontrolle.

Ich rasple kein Süßholz, sondern rede Klartext!

Das ist ein beliebtes Argument, von forsch auftretenden Chefs. Sie hassen Weicheier, die sich nicht trauen, Dinge offen anzusprechen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Es kommt immer darauf an wie man Dinge anspricht. Wer Mitarbeiter beleidigt, herumbrüllt und alle verdächtigt kleine faule Lumpen zu sein, ist kein Klartextredner, sondern einfach nur ein Arschloch. Diese Leute sind definitiv nicht coachbar. Aber das ist auch gut so. 

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