Motivationsmangel ist Chefsache


Wenn Angestellte keine Freude bei ihrer Arbeit haben, liegt das meist an den Vorgesetzten. Einer Gallup-Studie zufolge fühlen sich oft ältere Mitarbeiter vom Chef vernachlässigt. Das kostet in deutschen Unternehmen Milliarden.
Unternehmer, die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln, tun sich keinen Gefallen. Das Klima im Unternehmen wird schlechter und die Produktivität der Firma sinkt. Die emotionale Bindung von Mitarbeitern zu ihren Arbeitgebern spielt eine sehr große Rolle. Wer das nicht berücksichtigt, hat ein Problem. Die Gruppe der Mitarbeiter, die innerlich längst gekündigt hat und Dienst nach Vorschrift macht, ist größer als angenommen. Sie sind eine echte Bedrohung für Unternehmen und sie wirken ansteckend auf ihre Kollegen. Dabei handelt es sich oft um Mitarbeiter auf die man dringend angewiesen ist. Es lohnt sich diese Mitarbeiter abzuholen und mitzunehmen. Der Motivationsmangel von Mitarbeitern kann vermindert, wenn nicht sogar vollständig beseitigt werden. Persönliche Zuwendung und die Aufmerksamkeit für die Mitarbeiter ist Chefsache. Gerade die erfahrenen Mitarbeiter in einem Unternehmen können ein Motor für Veränderungen und Fortschritt sein. Das Einarbeiten von jungen Mitarbeitern dauert lange und ist aufwändiger als es auf den ersten Blick erscheint. Gerade die älteren Mitarbeiter können als Mentoren dienen und so in notwendige Veränderungsprozesse eingebunden werden.
Die Hauptverantwortung für innere Kündigung liegt eindeutig beim Management. Viele Chefs sind fachlich hervorragend aufgestellt, haben aber deutliche Defizite bei der Personalführung. Besonders im Mittelstand geht es vordergründig um praktische technische Fähigkeiten. Die Kunst Mitarbeiter zu führen wird oft völlig unterschätzt. Erfahrene Manager wissen, dass konstruktive Zusammenarbeit und Kritik gut für das Geschäft sind. Sie schätzen es, wenn Mitarbeiter offen sind und ihnen auch mal den Spiegel vorhalten. Erwachsene Kommunikation und fundierte Kenntnisse in der Kommunikationspsychologie sind unverzichtbar für den geschäftlichen Erfolg. Transaktionsanalyse – “Ich bin OK – Du bist OK” ist ein möglicher Einstieg.

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