DER COACH – ROMAN – Berufung


Berufung

„Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast,
umso besser wird sie bezahlt!“
(Mark Twain)

Es gibt Berufe, die als Synonym für eine erfolgreiche Karriere gelten. Ärzte und Rechtsanwälte, Finanzmanager und Ingenieure. Künstler, Schriftsteller und Journalisten haben es “per se” schwerer Anerkennung zu gewinnen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein erfolgreicher Künstler ist etwas völlig anderes als eben ein x-beliebiger Künstler, der von der Hand im Mund lebt. Schriftsteller gehören so lange zu den Verlierern bis ihnen der große Wurf gelingt. Künstler gelten vor allem als Überlebenskünstler, bis sie Erfolg haben. Viele warten ihr ganzes Leben auf kommerziellen Erfolg.
Coach ist ein Beruf, den es eigentlich gar nicht gibt. Es gibt ihn noch nicht wirklich, aber er ist notwendig und sinnvoll. Ein Coach ist ein Begleiter, ein Motivator und Fragensteller. Mir gefällt die Idee, durch Coaching andere Menschen voranbringen zu können. Ich liebe diesen Gedanken und ich habe mir vorgenommen, aktiv dazu beitragen, dass Coaching die Bedeutung bekommt, die es verdient.

Der Unterschied zwischen einem professionellen Coach und einem der gerne als Coach arbeiten würde, ist einzig und allein das Geld, das er damit verdient. Am Ende entscheidet immer der Kunde, ob er seinen Coach weiterempfehlen will oder nicht. Referenzen und Zertifikate nützen überhaupt nichts. Das ist eine klare Erfahrung. Es geht um das gewisse Etwas. Es geht um den Geruch des Erfolges.

Irgendwann hatte ich mir abgewöhnt, mich nach immer neuen Zertifizierungen und Mitgliedschaften bei Coaching-Verbänden umzusehen. Ich hatte einfach keine Lust mehr darauf immer mehr Zeit und Geld aus dem Fenster zu werden für immer mehr ähnliche Seminare und Kurse, an deren Ende immer ein mehr oder weniger wertloses Zertifikat winkte. Ich hatte eine mehrjährige Ausbildung zum Life Coach absolviert und nun war klar, dass ich praktizieren musste um mein erworbenes Wissen anzuwenden. Es war klar zu erkennen, dass sich die sogenannte Coaching-Industrie zu einem unübersichtlichen System entwickelt hatte. Ich beschloss erst einmal, mit meinem erworbenen Wissen und meinen Erfahrungen direkt an den Markt zu gehen und Geld zu verdienen. Also ging ich zurück zu meinen Wurzeln und kümmerte mich vordergründig um IT-Themen. Der Rest kam dann ganz von alleine. Informationstechnologie rückt immer mehr in den Hintergrund und wird für den Normalverbraucher unsichtbar. Wir kaufen bereits heute keine Server und Software mehr ein, sondern Services in Form von funktionierenden Strukturen in denen wir unsere Daten ablegen und von denen wir ausgehen, dass sie einfach zur Verfügung stehen. Die Konfiguration und Wartung von IT-Strukturen verschwindet zur Zeit in der sogenannten Cloud und spätestens in drei oder vier Jahren werden wird uns nicht mehr für Server und Software interessieren. Gerade verschwindet Microsoft aus unserem Bewusstsein. Es ist inzwischen vollkommen egal, mit welchem Betriebssystem ein PC oder ein Tablet ausgestattet ist. Es kommt ganz alleine auf Geschwindigkeit, klare Bedienung und den sicheren Zugriff auf Ressourcen an.

Der Job als Coach passt in diese verwirrende Zeit. Ein Coach kann uns aus alten Denkmustern, Teufelskreisen und Vorurteilen befreien. Ein Coach ist ein Begleiter auf Zeit. Ein Coach ist kein Psychiater, sondern eher ein Freund. Allerdings muss dieser Freund bezahlt werden. Alles hat seinen Preis, vor allem der Erfolg.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s