Was würde eigentlich Google tun?


Vielleicht haben Sie das Buch: “Was würde Google tun?” von Jeff Jarvis gelesen. Der Autor beschreibt anhand von Beispielen, dass der Erfolg von Google nicht zufällig ist, sondern auf neuen und originellen Unternehmensprinzipien beruht. Google hat eine Marketingstrategie mit völlig neuen Ansätzen zu bieten. Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen, obwohl nicht jeder Ansatz zu Ende gedacht werden konnte.
Google ist den meisten Menschen auf dem Planeten als Suchmaschine bekannt, die durch gezielte Werbung inzwischen Milliardengewinne generiert. Viel interessanter ist ein Blick in den Maschinenraum von Google.
Wer das Google Prinzip verstanden hat, wird sich in Zukunft nicht mehr auf herkömmliche Geschäftsmodelle verlassen, sondern ganz gezielt nach Lücken und Nischen suchen um Erfolg zu haben. Wir erinnern uns. In den vergangenen 40 Jahren waren es immer ganz kleine und originelle Unternehmen, die heute zu den großen Playern zählen. Bill Gates hatte die Vision von einem PC an jedem Arbeitsplatz und Steve Jobs brachte den Nutzer-freundlichen Computer mit einer grafischen Oberfläche an den Start. Heute trägt jeder Schüler einen leistungsfähigen PC in Form eines Smartphones mit sich herum. Die Leistungsfähigkeit dieser kleinen Geräte ist sehr viel höher, als es sich die Gründer jemals hatten vorstellen können. PC sind längst Relikte aus einer vergangenen Zeit geworden. Viel wichtiger sind die Dinge, die wir nicht sehen können. Leistungsfähige Netzwerke und enorm wachsenden Rechenzentren übernehmen längst Aufgaben, die bislang auf hoch komplexen EDV-Systemen von großen Industrieunternehmen beschränkt waren. Selbst Anwendungen wie Facebook basieren auf dieser neuen weltweiten Infrastruktur. Jeder kann bereits heute mehr Rechenpower nutzen, als große Konzerne noch vor wenigen Jahren zur Verfügung hatten. Die Kosten fallen und die Leistungsfähigkeit steigt. Der Begriff CloudComputing ist ein Synonym für eine Revolution, wie wir sie noch lange nicht begriffen haben. In wenigen Jahren werden wir tatsächlich keine eigenen Server und Speichersysteme mehr nutzen, sondern alle Dienste direkt aus dem Netz erhalten. Man mag das skeptisch sehen, aber es kommt! Was kann man dagegen tun? Eigentlich nichts. Die Entwicklung ist unaufhaltbar und es hat keinen Sinn dagegen anzukämpfen. Wichtiger ist es die Lehren aus dieser Entwicklung zu ziehen.
Ein Blick in die mögliche Zukunft von Geschäftsmodellen und Unternehmen ist nie verkehrt. In einer immer stärker vernetzten Welt werden Informationen verfügbar sein, von denen wir heute nicht einmal träumen können.
Medizinische Netzwerke werden es ermöglichen, für jede Krankheit eine individuelle Diagnose und spezielle Medikamente und Behandlungen zu entwickeln. Die Arbeitswelt wird sich immer stärker auf Netzwerke stützen. Der Einzelhandel muss sich auf andere Aufgaben konzentrieren, als es bisher der Fall war. Kunst und Kultur werden sich verändern.
Es kommt vor allem darauf an unter welchen Rahmenbedingungen diese digitale Revolution stattfindet und wie die Menschen mitgenommen werden. Die Politik hat eine große Aufgabe, die Gesellschaft mitzunehmen.
Ein unangenehmer Nebeneffekt der digitalen Revolution ist die Entfremdung der Menschen untereinander. Wir müssen lernen uns auf das zu konzentrieren, worauf es wirklich ankommt. Beziehungen zu realen Menschen und individuelle wertschätzende Gespräche untereinander. Nicht nur die Cloud ist ein nicht greifbarer Begriff sondern gerade das, was wir am meisten brauchen. Soziale Sicherheit und Geborgenheit gepaart mit einem optimistischen Blick in die Zukunft. Wenn wir die technologischen Möglichkeiten richtig nutzen, dann wird die Zukunft ein angenehmer und lebenswerter Ort. Wenn wir aus Angst vor Veränderungen gelähmt werden, haben wir keine Chance. Wir brauchen einen tatkräftigen Optimismus. Wir können unsere Zukunft aus unserer Sicht einer positiven Zukunft heraus bauen. Es gibt sehr viele Gründe um optimistisch zu sein, auch und gerade wenn sich alles verändert. Der Mensch muss der Dreh- und Angelpunkt unserer Überlegungen sein und bleiben.

Programmierer wissen etwas mit dem Begriff Trial-and-Error anzufangen. Nicht stehenbleiben und sich von Misserfolgen lähmen lassen, sondern es nochmal versuchen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

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