Der EURO und der Coach


12. April 2013

Die Anti-Euro-Partei ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND ist nicht ganz so abwegig, wie es auf den ersten Blick erscheint. Es ist gut Alternativen zu denken und auch zu formulieren. So wie es im Moment läuft, geht es nicht. Die Verwerfungen im EURO-Raum sind viel zu groß und die Zeche zahlen längst wir. Was nützt ein starker EURO, wenn die Wirtschaft gegen die Wand läuft? Überall wohin man schaut, wachsen die Probleme. Das ist auch eine Form von Wachstum. Ich habe mich in den vergangenen Wochen mit sehr vielen Unternehmern unterhalten, die unter den Folgen der Wirtschaftskrise leiden. Die Geschäfte gehen schlecht. Mitarbeiter müssen entlassen werden. Die Reserven schwinden. Die Unsicherheit ist zuerst bei den Unternehmen zu spüren. Die sinkenden Verkäufe bei PKW sind ein ganz deutliches Zeichen für die Situation. Unternehmen schränken sich ein und sparen an allen Stellen. Sie müssen Mitarbeiter entlassen. Was das bedeutet, bekommen wir alle zu spüren. Die Alternative fehlt und das ist alles andere als alternativlos. Klaus Olaf Henkel sagte gerade im Morgenmagazin: Es ist wie ein Fall aus dem 20. Stockwerk. Wenn man am 10. Stockwerk angekommen ist, dann ist noch alles scheinbar in Ordnung, aber der Aufprall wird heftig werden. Die Wahrheit über den EURO ist: Viele der Länder, die heute Probleme mit dem EURO haben, haben von der Einführung außerordentlich profitiert. Sie haben sich überschuldet und Blasen gebildet. Für viele clevere Unternehmer und Privatpersonen war der EURO ein Segen. Ich habe mich schon immer gewundert, wie gut es den Menschen in Europa geht. Große Jachthäfen am Mittelmeer, Villen in Italien. Unübersehbarer Wohlstand. Der Eindruck täuscht nicht, wie aktuelle Zahlen aus Europa belegen. Deutschland, so heißt es, ist Gewinner des EURO. Wir sind immer noch einer der größten Exporteure von Waren in alle Welt. Wir? Viele spüren dieses Wir nicht mehr. Wenn man genau hinschaut, dann muss man erkennen, dass wir bereits heute die Zeche zahlen. Es geht uns nicht mehr so gut, wie es sein könnte. Die Spaltung der Gesellschaft ist unübersehbar. Was nützt ein starker Euro, wenn die Binnenwirtschaft abgewürgt wird und niemand mehr optimistisch in die Zukunft schaut? Die Kürzungen und Einschränkungen in mittelständischen Unternehmen werden zunehmen. Das ist kein optimistischer Blick in die Zukunft. Was das mit Coaching zu tun hat? Eine Menge. Es hat vor allem mit Perspektivwechsel und Blick in die Zukunft zu tun. Es wird sehr schwer in eine positive Zukunft zu schauen, wenn man seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Was nützt eine tolle Währung, wenn jeder in Erwartung schlechter Zeiten den letzten Cent spart? Der Euro muss rollen, sonst geht hier Einiges schief. Die Säge klemmt. Das ist der Eindruck, der sich in diesen Tagen aufdrängt. Das höre ich jeden Tag. „Wir würden ja gerne und wir wissen auch, das wir was tun müssen! Aber wir können nicht! Tut uns leid!“ Das würgt meinen Optimismus erheblich ab. Wir brauchen Alternativen zur Alternativlosigkeit. Dann können wir auch wieder positiv in die Zukunft sehen. Und dann können wir auch wieder anpacken und etwas tun. So einfach ist das.

…….das war eine Sicht aus der Vergangenheit. Inzwischen hat sich die AfD von ihrem positiv kritischen intellektuellen Kern getrennt und meint mit plumpen Populismus am rechten Rand fischen zu müssen. Das ist eine Entwicklung, die nicht weiter kommentiert werden muss. Es hat sich erledigt……/07.03.2017/

 

Advertisements

Ein Kommentar zu “Der EURO und der Coach

  1. der interessante Ansatz der AfD aus dem Anfang ist inzwischen völlig in der rechten Ecke verschwunden. Pupulismus. Uninteressant und gefährlich…..

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s