Verkaufen geht im Moment gar nicht – Oder?


Week of the Sun - Woche der Sonne

Week of the Sun – Woche der Sonne (Photo credit: gynti_46)

Wenn Sie in diesen Tagen als Verkäufer unterwegs sind, dann brauchen Sie starke Nerven. Egal, mit wem wir ins Gespräch kommen. Jeder schimpft und meckert über die Finanzkrise, die jetzt ihren Höhepunkt zu erreichen scheint. Jeder hält sein Geld fest und spart, “wie Schäubele”. Ich muss lachen! Das könnte doch glatt zu einem geflügelten Wort werden. SPAREN WIE MERKEL UND SCHÄUBELE. Das bedeutet vor allem, dass die braven deutschen Steuerzahler und Kleinunternehmer langsam auf dem Zahnfleisch gehen, die Hartz IV Empfänger nie wieder aus der Alimentierung durch den Staat herausfinden und die wackeren Steuerhinterzieher im südlichen Europa immer reicher werden. Das muss man sich mal vorstellen: Wenn die wohlhabenden Griechen tatsächlich erst ihr ganzes Vermögen ausgeben müssten um dann irgendwann einmal Hartz IV zu bekommen. Aber vermutlich würden die ihr Vermögen behalten und doch Geld vom Staat bekommen.
Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, bei der Wirtschaftskrise. Niemand scheint mehr Geld ausgeben zu wollen. Das trifft besonders den Einzelhandel und Dienstleistungsunternehmen, deren erklärte Aufgabe es ist, den Mittelstand voranzubringen. Der Mittelstand hat zur Zeit Anderes im Sinn als vorangebracht, beraten oder gecoacht zu werden. Im Moment geht es um Schadensbegrenzung und manch einer wird schon längst in Richtung Insolvenzverschleppung unterwegs sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wer konnte denn auch ahnen, dass im Moment niemand mehr hochwertige Möbel, Computer und Autos kaufen will? Urlaubsreisen müssen sein, um der Tristesse “bon jour!” zu sagen und ab und zu hilft auch ein wenig Kultur für die kleine Flucht aus der grauen deutschen Wirklichkeit.
Hoffentlich wird es nun richtig Frühling und hoffentlich scheint die Sonne in den nächsten Wochen. Vielleicht hellt das die trübe Stimmung auf.
Das Sparen muss endlich aufhören. Das macht die ganze Wirtschaft kaputt! Haben Sie andere Erfahrungen? Echt? Also ich bin ja nun wirklich nicht als Jammerer bekannt. Aber das würde mich mal interessieren! Schreiben Sie mir einen Kommentar und strafen Sie mich als Miesepeter ab! Das würde mich wirklich sehr aufbauen und auch meine Klienten, die ich dann gerne aus dem Jammertal herausführen werde! “Sieh her! Ein positives Beispiel! Es ist viel besser als Ihr alle immer denkt!”

Gaselan Rettung


http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2013_04/Protest_gegen_geplante_Schliessung_von_RMG_Gaselan.html

 

The car-free zone in front of the town hall of...

The car-free zone in front of the town hall of Fürstenwalde/Spree, Brandenburg, Germany. (Photo credit: Wikipedia)

 

Ich persönlich würde es begrüßen, wenn ein Traditionsunternehmen wie Gaselan in Fürstenwalde überleben würde. Die Weichen scheinen aber bereits gestellt zu sein. Das Mutterunternehmen braucht Gaselan offensichtlich nicht mehr. Weder als Technologieträger noch als Zulieferer. Die einzige Alternative wäre ein Management-Buy-Out. Und dann stellt sich die Frage, wer die laufenden Kosten und die Löhne und Gehälter zahlen kann und will. Die nächste Frage betrifft den Kundenstamm. Wem gehören die Kunden von RMG? Klare und eindeutige Antwort: RMG und Honeywell. Das ist ja ein wichtiger Grund, warum man Unternehmen übernimmt und in Konzerne eingliedert. Oft genug ist das der einzige Grund.
Also, was ist die Alternative? Neugründung mit einer kleinen Kernmannschaft und Konzentration auf das Wesentliche. Anlagenbau und Flammensperren. Aber auch das wird kein Spaziergang, weil sämtliche Werkzeuge und Zertifikate neu angeschafft werden müssen. Und das kann dauern. Das kostet sehr viel Zeit und Geld. Wenn die Politik einem Startup hier unter die Arme greifen würde, hätte sie meine ganze Sympathie. Aber das wird vermutlich nicht funktionieren. Es müssen Investoren her, die an das Projekt glauben. Mein Tipp: macht das! Es lohnt sich! Das sind gute Leute und gute Produkte! Qualität, die man woanders lange suchen muss!