Licht und Schatten


Kein Licht ohne Schatten – Kein Schatten ohne Licht

 

 

 

Deutsch: Nr. 7 der Fotoserie "Malendes Li...

Deutsch: Nr. 7 der Fotoserie „Malendes Licht, Lebende Schatten“, 84 x 59,4 cm (Photo credit: Wikipedia)

 

„Ich bin so einsam, allein und unglücklich!“ „Wunderbar! Dann weißt Du ja auch wie es ist, glücklich und gemeinsam zu sein!“ Mein Gesprächspartner schaut mich völlig überrascht an und in diesem Augenblick verlässt er seine Rolle als Opfer eines unabwendbaren Schicksals.

 

Ich frage nach. „Wann warst Du zum letzten Mal richtig glücklich? Kannst du Dich erinnern?“
Er schaut in die Luft und denkt kurz nach. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Ich hätte vor einer Minute nicht für möglich gehalten, wie schnell dieser Wandel sich bei ihm vollziehen würde. Ich muss sehr sorgfältig darauf achten bei meinen Gesprächspartnern nicht den Eindruck zu vermitteln, dass mir alles leicht fallen würde und ich überhaupt keine Probleme zu bewältigen hätte.
Das habe ich auch schon erlebt. Ein Klient, der gerade in Selbstmitleid zu ertrinken drohte und gerade sein ganzes Schicksal in Gottes Hand legte, meinte nur, dass mir ja offensichtlich alles leicht fallen würde und ich ihn nicht verstehen würde.
Ganz klar: Ich hatte den Rapport verloren. Es ist jedes Mal eine Gratwanderung. Einerseits war ich wirklich versucht, ihm Recht zu geben und den Blues mit ihm gemeinsam zu singen. Zwei gestrandete Seelen an einer Bar, die ihren Kummer in Alkohol ertränken. Der Barkeeper als Seelentröster. Miles Davis als Soundtrack. Ich natürlich mittendrin, als verständnisvoller, einsamer Detektiv Archer aus der Schwarzen Serie.
Andererseits musste er da schnell wieder raus. Ich merkte sehr schnell, dass das nicht einfach werden würde. Und tatsächlich gelingt es mir nicht immer, diesen speziellen Kontakt herzustellen, der es meinen Gesprächspartnern erlaubt, sich zu öffnen sich einfach gut zu fühlen.
Auch Rheinische Frohnaturen können zu einem Problem werden. Sie kommen völlig überdreht daher und wollen nur mal eben testen, was ich für sie tun kann. Hinter ihrer lustigen Fassade lauert oft etwas ganz Anderes, Dunkles. Hinter dem Lachen des Clowns steckt immer auch ein weinendes Gesicht. Das gehört zusammen. Immer.
Ich werde vorsichtig, wenn ich auf Menschen treffe, die angeblich nur gute Laune haben. Da stimmt was nicht.
Allerdings bin ich selbst auch jemand, der durchaus positiv und optimistisch herüberkommt. Es ist eine Frage der Einstellung zum Leben und zu anderen Menschen. Ich nehme an, dass jeder einen positiven Kern in sich hat.
Selbst das größte Ekelpaket hat etwas in sich, vor dem ich Respekt haben kann. Es ist manchmal ganz eigenartig. Ich erinnere mich an einen Mitarbeiter, der respektlos, vorlaut und extrem unangenehm wirkte. Das war nicht nur meine Wahrnehmung. Ich konnte es jeden Tag beobachten und ich wunderte mich immer wieder mit welch traumwandlerischer Sicherheit der Mensch in jedes Fettnapf trat und sich völlig respektlos gegen jedermann verhielt. Nicht einmal Vorgesetzte und Kunden waren vor seinen Zoten sicher. Ich bin ehrlich. Spätestens an diesem Punkt hat mein Verständnis ein Ende. Wie kann man sich nur so verhalten? Was trieb diesen Kerl eigentlich an? Hatte der denn überhaupt keinen Anstand? Er war ein Zyniker vor dem Herrn. Intelligent, brutal und anzüglich. Eine gefährliche Mischung.

 

Forever Miles Davis

Forever Miles Davis (Photo credit: Wikipedia)

 
Eines Tages traf ich ihn am Strand. Es war ein heißer Tag und ich war mit dem Rad an den See gefahren um ins Wasser zu springen. Ein Vater spielte mit seiner Tochter. Ich hatte ihn nicht gleich erkannt. Er hatte eine völlig andere Körperhaltung, ohne jede Aggressivität. Er fühlte sich unbeobachtet und hatte seinen harten Panzer abgelegt. Ich blieb unentdeckt und beobachtete die Beiden. Das war ein interessanter Einblick. Seine Frau kam dazu und setzte sich zu ihnen. Er war in Sicherheit. Ich sah ihn von diesem Augenblick an in einem völlig anderen Licht. Seine ganze zur Schau gestellte Überheblichkeit war in Wirklichkeit nur eine Abwehrhaltung. Mir wurde schlagartig klar, dass er sich damit instinktiv schützte. Er wollte keine Schwäche zeigen.

 

Licht und Schatten. Auch dieser Kerl hatte eine verletzliche Seite.
Immer wenn ich auf solche Charaktere treffe, muss ich daran denken. Jeder Mensch ist nicht nur gut oder nur schlecht.
Um das Gute in einem Menschen richtig würdigen zu können, muss man auch seine dunklen Seiten kennen.

 

Wie heißt es doch in diesem Rocksong? „Es gibt kein gut und kein böse. Es gibt kein arm und kein reich….“ Ich weiß nicht genau, aber das könnte von Grönemeyer sein.

 

Unfrisierte Gedanken


English: Stanisław Jerzy Lec, Polish writer

English: Stanisław Jerzy Lec, Polish writer (Photo credit: Wikipedia)

Sonntag, 30.Juni 2013 –  unfrisierte Gedanken
Unruhen in Ägypten und der Türkei. Obama jagt einen jungen Mann, der enthüllt hat, was viele von uns längst ahnten. Demokratische Staaten spionieren ihre Freunde aus. Na so was! Und nun kommen auch noch zynische Banker aus Irland hinzu, die so dumm waren das auszusprechen, was viele Banker glauben. Dumm ist das alles! Was ist das nur für eine böse Welt?
Die Welt ist in Wahrheit nicht böser, als sie es noch vor einem, vor zehn oder vor fünfzig Jahren war. Die Wahrheit liegt immer im Auge des Betrachters. Fangen wir bei den Kommentaren zu den Unruhen in der Türkei an. Die Unruhen zeigen deutlich, dass die Türkei reif ist für Demokratie. Erinnerungen an den Herbst 1989 kommen hoch. Auch damals war Osteuropa reif für demokratische Entwicklungen. Die Tatsache, dass in der DDR nicht geschossen wurde, ist längst nicht angemessen gewertet worden. Fakt ist, dass selbst die Machtelite in der zweiten Reihe keine Gewalt wollte und bereit war für demokratische Entwicklungen. Wenn es die einfache Lösung, den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland nicht gegeben hätte, dann hätte es einen langen aber nachhaltigen Weg in die Demokratie gegeben.

Tondokumente bringen ans Licht, mit welcher Gier, Verachtung und Ignoranz irische Banker zur Zeit der Finanzkrise agierten. Politiker sind empört – nach Angela Merkel äußert auch Wolfgang Schäuble Verachtung.
Wer weiß, wie viele zynische Bemerkungen Politiker und Wirtschaftslenker von sich geben, wenn sie sich einmal unbeobachtet fühlen oder einfach nur gestreßt sind?
Manchmal ist es durchaus befreiend, aus seinem Herzen keine Mördergrube zu machen und Luft abzulassen. Psychologen raten sogar dazu das innere Team zu einem Meeting einzuberufen und kontrovers diskutieren zu lassen. Was, wenn man widerstrebende Rollen und Gedanken aufschreibt und speichert? Was passiert mit einem Auszug unserer Gedanken, wenn sie in falsche Hände geraten? Psychologen raten dazu Tagebuch zu schreiben und Erlebnisse und Ereignisse zu reflektieren. Dabei kann und soll jeder frei nach dem Motto: “Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?”, alles aufschreiben, was er gerade denkt und fühlt.
Mir geht es gut, wenn ich schreibe. Dann und nur dann befinde ich mich im Flow. Meine Gedanken finden ihren Weg in den Computer und es ist meine ganz persönliche Entscheidung, ob ich sie frei lasse und veröffentliche. Veröffentlichen geht heute ganz einfach. Man braucht nicht mal mehr einen Verlag.
Kennen Sie den polnischen Schriftsteller Stanisław Jerzy Lec? (* 6. März 1909 als de Tusch-Letz in Lemberg; † 7. Mai 1966 in Warschau) war ein polnischer Lyriker und Aphoristiker. Lec ist mir besonders bekannt durch seine “Unfrisierten Gedanken”. Unfrisierte Gedanken sind das Fundament der Demokratie, wie ich sie verstehe. Erstaunlich, dass diese unfrisierten Gedanken eines Stanislaw Lech in der Zeit des Stalinismus in Polen erscheinen konnten. Aber nichts ist nur schwarz oder weiß. es gibt immer Grautöne und manchmal schiebt die Sonne auch graue Wolken auseinander und blendet uns mit ihren Strahlen. Das ist zu jeder Zeit so gewesen. Auch heute ist nicht alles hoffnungslos und verloren.
Die Enthüllungen eines Edward Snowden und dessen Verfolgung durch die amerikanischen Behörden gehört zur Demokratie dazu. Diktaturen würden nicht lange fackeln und die unangenehme Angelegenheit anders erledigen.

Vor kurzem war ich Zeuge einer handfesten Auseinandersetzung über den Blog einer guten Freundin. Marie setzt sich kritisch mit ihrer eigenen Rolle im DDR Sport auseinander. Eine  privilegierte Spitzensportlerin, die ihre Vergangenheit aufarbeitet. Auch hier lese ich unfrisierte Gedanken. Die Antwort auf einen Artikel überraschte mich sehr. Eine anonym auftretende Posamunde schrieb folgende Zeilen:
“Was ist das denn: “…Gewitter mit Platzreben…” Hagelte es geplatze Weintrauben? Wie kann man nur so engstirnig sein? Nicht alles in der DDR war Verdammnis, Lüge oder Einschränkung. Die Schulbildung – tausendmal besser als heute. Kindergärten – gab es wenigstens für alle, so dass Mütter weiterarbeiten konnten. Ausländer – gab es, waren aber angepasst und integriert, ansonsten bekamen sie schneller ein Rückflugticket, als ihnen lieb war. Sie berachten die ehemalige DDR viel zu einseitig und aus Ihrer SIcht. Ich bin auch in der DDR groß geworden, mir hat weder Kinderkrippe noch Kindergarten noch Fahnenappell geschadet, lernte ich doch Begriffe wie Respekt, Rücksicht und Anstand. SIe sind nicht nur in Zimmer 16 eine Fehlbesetzung – Sie sind eine komplette Fehlbesetzung im Leben.”

Ich dachte, ich lese nicht richtig und las mir den zugrundeliegenden Artikel noch einmal durch. Ich fand nichts, was eine derartige Reaktion provozieren würde. Frau Posamunde hatte sich nicht nur im Ton vergriffen, sondern sämtliche Grenzen des guten Geschmacks überschritten. Das wird ihr persönlich nicht einmal klar sein. Ich finde es dennoch interessant, hatte ich doch fast vergessen, dass derartige Meinungen immer noch an der Tagesordnung sind.
Die DDR wäre nicht so schlimm gewesen, heute wäre es auch nicht besser und ein wenig mehr Respekt und Anstand stünde Jedem gut. Ausländer hätten damals schneller ein Rückflugticket bekommen. Ich schäume! Das ist doch nicht zu fassen! Und dann noch die Bemerkung mit der Fehlbesetzung im Leben. Das kann doch nicht wahr sein! So etwas kann ich nicht dulden. Da muss ich etwas sagen! Ich muss es sehr laut und eindeutig sagen und möglicherweise schreien. Ich SCHREIbE es! Diese Bemerkung ist vollkommen unakzeptabel und unreif. In so einem Land bin ich aufgewachsen? Solche Nachbarn hatte ich? Unglaublich! Die Krönung an Frau Posamunde war dann dieses Pseudoraushaltegequatsche. Das hörte sich fast an wie Opposition. Sie war niemals in der Partei oder in der FDJ gewesen und hätte doch studieren können. Ich kenne eine Reihe von SED Leuten, die kritischer mit der Geschichte umgegangen sind als diese besagte Posamunde. Mehr will ich dazu nicht schreiben. Das ist es nicht wert.

Wie ein Coaching abläuft – Chunking


ContactingContractingClearingChunking – Concepting – Changing – Controlling
Chunking – Zerlegen und (neu) zusammenfügen

Ziele – META – Probleme – Maßstäbe und Relationen – Skala – Glaubenssätze und Vorannahmen – Teilziele und Meilensteine – Erfüllungsbedingungen – Wunderfrage

Chunking fühlt sich in einem CoachingProzess für den Klienten so ähnlich an wie SmallTalk. Der Coach wechselt scheinbar das Thema und beleuchtet andere Aspekte, die zunächst einmal wenig mit dem Thema zu tun haben. Mit Hilfe von Chunking wechselt der Coach die Abstraktionsebene. Chunking-Up ist das Wechseln von einer niedrigen Abstraktionsebene in eine höhere. Chunking-Down bedeutet das Gegenteil. Der Coach führt das Gespräch auf eine niedere Abstraktionsebene.
Ein Beispiel ist die Klassifizierung von Gegenständen. Auf der höchsten Abstraktionsebene befindet sich der Begriff Transportmittel.
Nun gehen wie Schritt für Schritt auf niedrigere Ebenen der Abstraktion und gehen immer weiter in Details.

Transportmittel:

Schiff, Flugzeug, Raumschiff, Fahrzeug, Pipeline

Fahrzeug:

Bus – Bahn – LKW – PKW

PKW:

Limousine, Kombi, KompaktKlasse, Cabrio, Coupe, SUV, Van

Limousine:Antrieb

Elektroantrieb, Brennstoffzelle, Gas, Diesel, Benziner

Limousine:weitere Merkmale

Hersteller, Lackierung und Farbe, Ausstattungsmerkmale

Chunking bedeutet die Abstraktionsebenen zu wechseln und die Informationen in weitere Teile zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen. Chunking-Up bewegt sich auf die höchste Abstraktionsebene zu und Chunking-Down geht ins Detail. Beim Chunking stellt der Coach gewohnte Zusammenhänge in Frage und ermöglicht es dem Coachee Vorannahmen und Glaubenssätze neu aufzustellen. Der Coach nimmt dem Coachee nichts weg. Beim Coaching geht es immer um einer Erweiterung des Bewusstseins und um Lernen. Das Ziel ist immer eine Weiterentwicklung des Klienten.
Der Coach sucht nach Meta-Zielen und Meta-Problemen, also versteckten Problemen und Zielen, die der Klient zunächst für sich behalten hat. Ein guter Coach wird Meta-Probleme und Meta-Ziele zunächst feststellen und so lange für sich behalten, bis er sich ganz sicher ist. Selbst dann wird der Coach nicht zwingend die erkannten Probleme und versteckten Ziele auf die Tagesordnung bringen, sondern das Gespräch in eine Richtung lenken in der der Klient das ganz von alleine erkennt. Ein interessanter Nebeneffekt beim Coaching ist hier immer wieder zu beobachten. Der Coach glaubt die Meta-Probleme erkannt zu haben und führt den Prozess weiter und der Coachee hat ein völlig anderes Aha-Erlebnis. Auch das ist Coaching. Der Coach muss sehr aufpassen, dass er dem Klienten nicht seine Welt überstülpt und so in eine völlig falsche Richtung läuft. Auch wenn es manchmal ganz offensichtlich scheint, wie der Coachee tickt und was seine Beweggründe und Ziele sind, kann das der falsche Ansatz sein. Es bleibt auf jeden Fall eine spannende Angelegenheit.
Beim Coaching geht es immer um das Herausarbeiten des Meta-Zieles. Das ist das Ziel, das auch nach dem Erreichen des aktuellen Zieles aktuell wird. Das Meta-Ziel ermöglicht es dem Klienten nach diesem Coaching ein neues Coaching anzustreben. Dabei kann er sich Zeit lassen und versuchen das Ziel selbst zu erreichen, einen anderen Coach zu finden oder mit dem jetzigen Coach weiterzuarbeiten. Viele Klienten, die einmal ein Coaching erlebt haben, wissen wo sie ansetzen müssen und wie Coaching funktioniert. Auch das ist ein Ziel für Coaching. Der Klient lernt die Prozesse bewusst zu steuern und sich selbst zu coachen.
Der Coach findet die Meta-Ziele heraus, indem er Fragen stellt. „Wenn Sie dieses Ziel erreicht haben, was wird Ihnen dann möglich?“ „Was werden Sie tun, wenn Sie dieses Problem gelöst haben?“
Jeder Mensch lebt nach ethischen Grundlagen und hat seine Prägungen und Glaubenssätze. Glaubenssätze sind zunächst einmal nicht gut oder schlecht. Sie schränken aber die Handlungsfreiheit von Menschen ein. Glaubenssätze aus der Kindheit dienen zunächst dem Schutz des Kindes. Erwachsene halten oft immer noch an Glaubenssätzen der Kindheit fest. Sie geben ihnen Halt und Sicherheit. Allerdings sind Glaubenssätze oft auch die Ursache für falschen Scham und Hemmungen.
Der Satz: „Was Hänschen nicht gelernt hat, lernt Hans nimmer mehr!“, ist so ein Glaubenssatz. Er bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Handlungsfreiheit des Erwachsenen. Wenn er nicht schon als Kind eine Sprache oder ein Instrument erlernt hat, wird es ihm als Erwachsenen unmöglich sein. Dieser Glaubenssatz muss zuerst in Frage gestellt, unterhöhlt und zerstört werden, um es dem Erwachsenen zu ermöglichen eine Sprache oder ein Instrument zu erlernen.
Auch beim Chunking kann jederzeit die Wunderfrage gestellt werden. Was wäre, wenn alle diese Probleme plötzlich und unerwartet durch eine Fee gelöst worden sind? Was ist, wenn das Ziel erreicht ist und alle negativen Vorannahmen sich in Rauch aufgelöst haben?
Chunking zerlegt Probleme und Ziele in kleine Teile und setzt sie neu zusammen. Auch das ist ein Perspektivwechsel. Coaching schafft neue Zusammenhänge und andere Ansichten auf scheinbar unlösbare Probleme.

Sichere EMails – ganz einfach!


English: Hybrid Cloud Solution based on group ...

English: Hybrid Cloud Solution based on group size (cropped Egnyte banner) (Photo credit: Wikipedia)

EMails sind nicht sicher, jedenfalls nicht so, wie wir sie nutzen. Sichere EMails sind im Grunde ganz einfach zu realisieren. Leider sind verschlüsselte EMails für die meisten Nutzer zu kompliziert zu handhaben, besonders wenn die Mails zu verschiedenen Providern gesendet werden. Die einfachste Variante ist das deutsche WEB.DE. WEB.DE bietet eine sehr einfache Möglichkeit für das Versenden und Empfangen von verschlüsselten EMails an.
Nutzer A@web.de und Nutzer B@web.de wollen ab sofort verschlüsselte EMails miteinander austauschen. A@web.de schreibt B@web.de eine unverschlüsselte EMail und teilt B@web.de mit, dass er in Zukunft nur verschlüsselte EMails mit B@web.de austauschen will. Dazu hängt er eine sogenannte Digitale Unterschrift an seine Mail an. Das ist ganz einfach unter dem Punkt Optionen möglich. Unter dem gleichen Punkt kann ab sofort die Verschlüsselung gewählt werden. Alle Nachrichten zwischen A@web.de und B@web.de können von nun an mit einer Verschlüsselung versendet werden. Das ist die einfachste Möglichkeit verschlüsselte EMails auszutauschen. Andere Möglichkeiten sind wesentlich komplizierter und spätestens wenn der Empfänger keine verschlüsselten EMails empfangen und senden kann, werden die EMails wieder völlig ungeschützt über das Internet verteilt.
Im Grunde könnte heute schon jede EMail in Deutschland eine verschlüsselte EMail sein, wenn es geeignete Regeln geben würde.
Die Zukunft der EMail wird aber vermutlich anders aussehen. Eine mögliche Variante ist das Speichern von Nachrichten auf einem sicheren Cloud-System. Nutzer A hat ein Konto auf einem sicheren Cloud-System und meldet sich dort an. Er legt seine Dateien auf dem System ab und teilt Nutzer B mit, dass Daten für ihn auf diesem System bereitstehen. Nutzer B legt sich ebenfalls ein Konto auf dem sicheren Cloud-System an. Dazu kann er zum Beispiel seinen neuen elektronischen Personalausweis nutzen. Sobald er sich auf dem sicheren Cloud-System angemeldet hat, erhält er die Mitteilung, dass Nutzer A ihm Nachrichten hinterlegt hat. Er kann sich diese bereitstehenden Nachrichten unverzüglich ansehen, ohne dass ihm jemand über die Schulter schaut. Der Nachrichtenstrom  zum sicheren Cloud-Server ist hochverschlüsselt und damit schwerer durch Dritte auszuwerten. Allerdings können diese Daten immer noch von Unbefugten zwischengespeichert und später ausgewertet werden. Aber das ist ein anderes Thema.

Sicherer Datenverkehr ist im Grunde ganz einfach realisierbar. Vereinfacht müssen wir uns nur eine Art Social Media System wie Facebook vorstellen. Wobei dieser Vergleich nun wirklich hinkt. Aber stellen wir uns einfach mal ein sicheres GeschäftsBuch vor in dem wir so ähnlich kommunizieren wie in Facebook. Alles ganz ähnlich aber auf hohem deutschen Datenschutzniveau. Mit einem deutschen Cloud-Angebot für Businesskunden wäre so etwas möglich. Zusätzlich könnten elektronische Angebote, Lieferscheine und Rechnungen problemlos versendet werden. Ausländische Kunden könnten sich in das deutsche System einwählen und von nun an sichere Geschäftsinformationen austauschen. Das ganze Projekt kann teilweise staatlich und privatwirtschaftlich finanziert und beaufsichtigt werden.  Der Vorteil für alle Beteiligten liegt auf der Hand. Nicht zuletzt würde der deutsche Datenschutz greifen, der uns bei allen anderen Kommunikationsformen fehlt. Es ist ganz einfach, wenn man es nur will. Alles was wir brauchen ist der Wille und etwas Kapital. Was hindert uns eigentlich daran?

P.S. DE-Mail ist ganz nahe dran. Eine Businessplattform mit Kommunikation, Dokumentenmanagement, Kalender, Projektmanagement, Angebot, Lieferscheine, Rechnungen, Bestellungen geht ein wenig weiter. Das Ganze sollte für Einsteiger bis 10 Nutzer kostenlos bereitgestellt werden.
Warum macht das eigentlich noch Niemand?

Aktuelle Informationen zum Thema (09.08.2013) http://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Mail-Made-in-Germany-SSL-Verschluesselung-fuer-fast-alle-1932962.html

Geheimnisse der Körpersprache – Die Bauchnabelregel


Belly Button Innie

Belly Button Innie (Photo credit: StarAlex1)

Unsere Körpersprache verrät viel mehr, als uns bewusst ist. Ein Moderator kann sein Publikum gewinnen, ohne ein einziges Wort zu sagen. Offene Gesten, ein gewinnendes Lächeln, Körperhaltung, die Stellung der Beine und Hände sind so wichtig, dass der Inhalt einer Rede in den Hintergrund gerät. Das wichtigste Geheimnis eines Redners oder Moderators liegt in dem einfachen Rat: “Liebe dein Publikum!” Manch ein Politiker sollte seine Körpersprache trainieren um erfolgreichere Reden zu halten. Der Gesichtsausdruck, die Haltung und kleine Gesten verraten mehr, als wir glauben. Managementberater bieten verstärkt Seminare zum Thema Körpersprache an. Erfolgreiche Menschen gewinnen allein durch ihre Körpersprache. Ein wichtiger und weitgehend unbekannter Punkt ist die so genannte Bauchnabelregel. Achten Sie einmal darauf, wie Menschen miteinander kommunizieren und wie sie Rapport herstellen. Menschen, die die einfache Bauchnabelregel kennen, haben einen entscheidenden Vorteil.  Stellen Sie sich vor, aus Ihrem Bauchnabel und dem Bauchnabel eines Gesprächspartners würde ein Laserstrahl leuchten. Wenn Sie diesen Strahl auf Ihren Gegenüber richten, dann wird es Ihnen viel schneller gelingen einen guten Kontakt herzustellen. Wenn der Gesprächspartner seinen Bauchnabel aus der Schusslinie nimmt und sich wegwindet, dann stimmt etwas nicht. Probieren Sie es einfach aus. Richten Sie Ihren Bauchnabel aktiv Ihren Gesprächspartnern zu und beobachten Sie wie Rapport entsteht. Probieren Sie das Gegenteil. Nehmen Sie ihren Bauchnabel aus der Linie weg, werden Sie den Kontakt verlieren.
Die Bauchnabelregel beruht auf Untersuchungen, die W.T.James in den 1930er Jahren in den USA durchführte. James stellte fest, dass die Körperstellung eine große Rolle bei der Kommunikation spielt und er filterte heraus, dass die Stellung der Bauchnabel zueinander ein besonderes Gewicht hat. Die Richtung in die unser Nabel zeigt, verrät Interesse und Desinteresse. Die Bauchnabelregel zeigt deutlich, ob der Kontakt gesucht wird oder nicht.
Schauen Sie sich Stummfilme an. Charly Chaplin, Buster Keaton, Laurel und Hardy sind Meister der Körpersprache. Das ist die beste Möglichkeit etwas über Körpersprache zu erfahren. Konzentrieren Sie sich demnächst auf die Bauchnabelregel und verinnerlichen die Mechanismen, die dahinter stecken. Sie werden sich wundern, was Ihnen nur damit möglich wird. Sie werden schnell erkennen, ob Sie Kontakt hergestellt haben oder ob Sie ihn verlieren. Lügner vermeiden nicht nur einen offenen Blick in die Augen, sondern wenden ihren Bauchnabel unwillkürlich ab. Sie winden sich aus der Situation heraus. Probieren Sie es! Sie werden staunen, wie einfach das ist.
Es drängt sich ganz unwillkürlich das Bild eines Schwertkampfes auf. Ganz speziell ein Duell zwischen Jedi-Rittern aus dem Star Wars Universum. Auch beim Fechten gilt die ganze Aufmerksamkeit dem Gegner. Wegdrehen und ein Minimum an Unaufmerksamkeit entscheiden, wer den Kampf gewinnt und wer verliert. Fernöstliche Kampfkunst und moderner Fechtsport sind mit Sicherheit eine sehr gute Managementübung. Wer den Rapport verliert oder Desinteresse signalisiert, hat den Kampf verloren.

Sword

Sword (Photo credit: griangrafanna)

Gute Seiten, schlechte Seiten


Deutsch: Scribble für eine Webseite

Deutsch: Scribble für eine Webseite (Photo credit: Wikipedia)

Internetseiten sagen sehr viel über ein Unternehmen aus. Eine Webseite ist wie die Empfangshalle einer Firma. Was wirkt auf Sie anziehend und was hindert Sie daran, eine Lobby zu betreten? Finden Sie das Angebot das zu Ihnen passt und die Beratung, die Sie erwarten? Finden Sie den Eingang, oder müssen Sie sich auf Zehenspitzen durch einen dunklen, stinkenden Hinterhof schleichen? “Wenn jetzt nur kein Gauner mich auflauert und mich beraubt!” Oder steht am Eingang ein arroganter Türsteher, der uns aufhält? “Du kommst hier nicht rein!” Sekretariate wirken heute oft wie schwer bewaffnete Abwehrstellungen. Manche Unternehmen sind tatsächlich der festen Überzeugung, dass sie keine Webseite brauchen. Sie planen ihren vorhandenen, selbstgebastelten Internetauftritt abzuschalten, “weil das ja sowieso nichts bringt!” Ich weiß, wovon ich rede. Ich spreche zur Zeit jeden Tag mit Firmen, die keinen Wert auf diese Form von Marketing legen. Sie ahnen nicht einmal, dass heute fast jeder neue Kundenkontakt sich zuerst die Webseiten eines Unternehmens anschaut und bereits dann eine Entscheidung trifft. Beim Erstkontakt kann man jede Menge Fehler machen. Kommunikationspsychologen wissen um die Macht des ersten Eindrucks. Körpersprache und Aussehen spielen eine große Rolle. Der Auftritt im Internet ist eine Visitenkarte für jedes ernst zu nehmende Unternehmen. Schlampig gemachte, selbst gebastelte Internetauftritte zeigen sehr deutlich, was man von einem Unternehmen erwarten kann. Vielleicht ist es ja tatsächlich besser, keine Seite, als eine schlechte Seite zu betreiben. Aber das wäre fast so, als ob man seinen Kunden sagen würde: “Bitte nicht stören! Ich habe keine Lust auf euch! Bleibt mir bloß vom Hals! CLOSED!” Es gibt keine zweite Chance für einen schlechten ersten Kontakt. Wer den Hauch einer Ahnung von Marketing hat, läßt seinen Internetauftritt von einem Unternehmen erstellen das genau drei Kompetenzen aufzuweisen hat. Diese drei Kompetenzen sind Marketing, Design und IT Know How. Wenn sie das alles selbst machen können, dann ist das völlig in Ordnung. Aber warum sieht dann Ihre Webseite so schlimm und abweisend aus? Ach ja! Eine Antwort auf diese Frage, höre ich auch immer wieder: “Das ist unser Stil! Etwas ganz Besonderes! Das ist so gewollt!” Ich bin sprachlos. Aber auch mein Schweigen spricht manchmal Bände…..

Die sechs Führungsstile


Die sechs Führungsstile  Im Management werden heute folgende Führungsstile genutzt. Viele Manager nutzen nur einen einzigen dieser Führungsstile. Der direktive Stil ist heute am weitesten verbreitet, während der coachende Stil noch in den Startlöchern steckt. Der Chef als Coach ist der Chef der Zukunft.

Direktiv: Der Vorgesetzte erwartet, dass der Mitarbeiter seine Anweisungen uneingeschränkt befolgt.
Visionär: Der Vorgesetzte entwickelt den Mitarbeiter langfristig und zeigt ihm Perspektiven auf.
Zusammenhalt fördernd: Der Vorgesetzte legt viel Wert auf ein harmonisches Miteinander.
Partizipativ: Der Vorgesetzte legt Wert auf das gemeinsame Entwickeln von Ideen.
Perfektionistisch: Der Vorgesetzte erwartet Aufgabenerfüllung auf höchstem Niveau.
Coachend: Der Vorgesetzte legt Wert auf die berufliche Entwicklung der Angestellten.

Im Grunde gibt es nur drei grundlegende Führungsstile.
1.) Den autoritären Führungsstil,
2.) den laissez faire Führungsstil und
3.) den kooperativen Führungsstil.
Die oben genannten Stile sind nur Spielarten davon. .

(Update 4.07.2013 Ralf Zöbisch) P.S. Schauen Sie immer mal wieder vorbei!

 

Leadership Lektion von Nelson Mandela


Leadership Lektion von Nelson Mandela.

Webseitenmarketing


Flag of UNICEF

Flag of UNICEF (Photo credit: Wikipedia)

NEUER BULLSHIT-Test
Was halten Sie von diesem Text? Schreiben Sie einfach einen Kommentar! Für wertvolle Hinweise bin ich jederzeit offen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben bereits miteinander telefoniert. Ich wende mich nochmals persönlich an Sie, weil mir Ihre Webseiten aufgefallen sind. Wir sind ein Unternehmen, das sich auf die Optimierung von geschäftlichen Webseiten spezialisiert hat. Wir optimieren Ihre Internetseiten so, dass Ihre Kunden garantiert auf Sie aufmerksam werden. Wir sorgen mit einer intelligenten Gestaltung dafür, dass Ihre Kunden sich angesprochen fühlen und Ihre Produkte und Dienstleistungen denen Ihrer Mitbewerber vorziehen werden. Wenn Sie im Augenblick nicht erkennen, dass ein perfekter Internetauftritt wichtig für Sie ist, denken Sie bitte daran, das es für den ersten Eindruck keine zweite Chance gibt. Der erste Eindruck ist entscheidend. Wir kennen heute keine Branche mehr bei der nicht zuerst die Webseite eines Unternehmens aufgesucht wird, bevor es zu einem persönlichen Kontakt kommt. Wir bieten Ihnen nicht nur eine einfache Neugestaltung Ihrer Webseiten an. Die ODERMEDIA GmbH arbeitet vollkommen anders als vergleichbare Unternehmen. Unsere Marketingspezialisten erarbeiten zuerst ein spezielles Konzept für Ihr Unternehmen. Dann gestalten unsere Designer ein individuelles Design. Sie werden überrascht sein, denn das entstehende Design wird wahrscheinlich ganz anders aussehen, als Sie es sich vorstellen. Aber genau das ist das Geheimnis guter Webseiten. Wenn Sie mit dem Designvorschlag einverstanden sind, setzen unsere Programmierer das Konzept unverzüglich um und stellen Ihnen ein professionelles Redaktionssystem zur Verfügung. Sie arbeiten dann mit der selben Software wie Volkswagen und UNICEF. Änderungen und Erweiterungen Ihrer Webseite können Ihre Mitarbeiter in Zukunft sehr leicht selbst vornehmen. Das ist so einfach wie eine eMail zu schreiben. Natürlich stehen wir Ihnen jederzeit auch persönlich zur Verfügung. Die Kosten für eine speziell angepasste Webseite und der komplette Prozess bis zum Relaunch werden Sie positiv überraschen. Rechnen Sie mit Kosten zwischen 900,- und 1900,- EURO. Das bedeutet sehr viel Leistung für sehr wenig Geld. Wir unterbreiten Ihnen gerne ein individuelles Angebot!

Ihr Text: 2173 Zeichen, 304 Wörter

Bullshit-Index :0.29

Ihr Text zeigt erste Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.

 

Der blinde Fleck der Aufmerksamkeit


Deutsch: Vier-Seiten-Modell der Kommunikation ...

Deutsch: Vier-Seiten-Modell der Kommunikation nach Friedemann Schulz von Thun (Photo credit: Wikipedia)

 

Gespräche mit Kunden und Kollegen werden oft durch heftiges Nicken und dem Satz: „Kenne ich alles! Weiß ich schon!“, unterbrochen. Das ist sehr oft ein Zeichen von Unaufmerksamkeit der Zuhörer. Es stellt sich die Frage, was da passiert. Erzählt der Gesprächsführer mit Absicht Dinge, die die Zuhörer bereits kennen? Warum sollte er so etwas machen? Was ist die Absicht dahinter? Es wird deutlich, dass nicht nur der Inhalt des Gespräches eine Rolle spielt, sondern auch die Beziehung von Sender und Empfänger zueinander. Schulz von Thun lässt grüßen. Die „Vier Seiten einer Nachricht“ können auch hier angewendet werden. „Kenne ich, weiß ich schon!“, kann durchaus auch heißen: „Sie haben mir nichts Neues zu erzählen. Lassen Sie mal gut sein!“
Es kann aber auch ein deutlicher Hinweis auf eine uninteressante, langweilige, schlecht gemachte Präsentation sein. Das Telefon klingelt und jemand will uns etwas verkaufen. Wir wollen nichts kaufen. Wir wollen kein Geld ausgeben und wie wollen auf gar keinen Fall gestört werden. Andererseits möchten wir auch unsere Produkte und Dienstleistungen an den Mann bringen. Ein Rollenwechsel bietet sich an. Wer ruft da eigentlich an und was hat sie oder er uns anzubieten? Irgendein kluger Mann hat einmal gesagt, dass er jedes Angebot prüft. Es könnte ja ein ganz besonderes Angebot darunter sein. Vielleicht verpassen wir ja auch einen interessanten Kontakt? Wer weiß das schon? Der Blinde Fleck der Aufmerksamkeit steckt mitten in uns. Es handelt sich um einen Ort, den wir nicht kennen und den wir nur in besonderen Situationen erahnen. Das ist der Punkt der unser Unterbewusstsein steuert, ohne dass wir das auch nur erklären können. Manche nennen es Bauchgefühl. Andere sagen Instinkt dazu. Wenn wir kaufen, kaufen wir selten ein kaltes Produkt, sondern wir kaufen weil wir den Menschen vertrauen, die hinter dem Produkt stecken. Wenn wir im Internet unterwegs sind und das sind wir immer öfter, dann kaufen wir aus dem Bauch heraus. Ich recherchiere ein Produkt und schaue mir die Webseite an. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde weiß ich, ob ich mich näher mit dem Produkt oder der Dienstleistung beschäftigen mag und erst wenn ich diese erste unbewusste Entscheidung getroffen habe, suche ich nach weiteren Informationen. Was mich innerlich tatsächlich antreibt, ist ein Geheimnis, das nur Psychologen, Marketingspezialisten und Designer kennen. Eine spezielle Zielgruppe wird durch ganz bestimmte Signale angezogen oder abgestoßen. Ein humanistisch gebildeter Manager, der aus einer bildungsnahen Familie stammt, wird kaum auf schrille Farben ansprechen. Jemand, der es gewohnt ist finanziell abgesichert zu sein, wird sich nicht auf großspurige „So werden Sie schnell reich!“-Versprechungen einlassen. Wohlhabende Menschen haben andere Interessen und Ziele als Menschen, die sich jeden Tag Sorgen um ihre Zukunft machen müssen. Attraktive Menschen haben andere Probleme als scheinbar unattraktive. Kleine Männer haben andere Probleme als große Frauen……

 

Coach an Bord


Mitarbeiter gewinnen: Bei uns kann man was werden.

Mitarbeiter gewinnen: Bei uns kann man was werden. (Photo credit: Tanja FÖHR)

 

Was kann man eigentlich mit einem externen Coach anfangen? Wozu kann man ihn einsetzen und was kann er erreichen? Zugegeben, Coaching ist immer noch so eine Sache. Alle reden von Coaching und jeder versteht etwas anderes darunter. Warum sollte man sich einen Coach leisten, wenn man nicht einmal weiß, was der für einen tun kann? Was macht man mit einem Schweizer Taschenmesser? Ein Coach kann zum Beispiel erst einmal ein wenig Licht in das Dunkel bringen und klären, was Coaching bedeutet und was man damit anfangen kann. Ein guter Coach kann das.
Boris Grundl, der bekannte ManagerCoach stellte einmal die Frage, die jeden Manager interessieren sollte. „Coachen Sie Ihre Mitarbeiter richtig?“ Er grenzt den Coachingbegriff im Führungsalltag ganz klar von einer therapeutischen Zielstellung ab und versteht Coaching eher als Hilfe zur Umsetzung von Arbeitsaufgaben. Coaching im Managementumfeld ist eher eine Umsetzungsbegleitung. Um erfolgreich zu coachen, muss man zuerst den Menschen erreichen. Es gibt keinen mechanischen Ablauf. Wenn der Coach den Menschen nicht erreicht, hat er keine Chance, den Prozess erfolgreich zu steuern. Ein Manager als Coach zeigt dem Mitarbeiter nicht, was er wie zu machen hat, sondern er geht anders vor. Er stellt Fragen. „Was brauchen Sie, um dieses Ziel zu erreichen? Welche Unterstützung kann ich Ihnen geben? Woran könnte das Projekt scheitern? Ich bin für Sie da, wenn etwas nicht so läuft, wie Sie es sich wünschen.“ Ganz anders würde ein ungeduldiger Chef argumentieren. „Warum geht das nicht schneller? Was brauchen Sie denn noch alles? Ich würde es sowieso anders machen! Ich verstehe nicht, warum Sie das immer noch nicht im Griff haben! Ich möchte Ergebnisse sehen, alles Andere ist mir egal!“
Ein Coach ist an der Entwicklung seines Klienten interessiert. Er begleitet seinen Coachee auf dem Weg zum Ziel und ein wichtiges Ziel ist immer die Verbesserung der Fähigkeiten und der Performance seiner Klienten. Im Unternehmensumfeld ist dieser Aspekt besonders interessant. Mitarbeiter, die in ihrem Chef einen kritischen aber hilfreichen Coach erkennen, fühlen sich gut aufgehoben und tun gerne etwas mehr für ihr Unternehmen. So betreute Mitarbeiter haben Interesse am Erfolg ihres Unternehmens und arbeiten härter als andere, die sich nicht mitgenommen fühlen. Ein Coach in einem Unternehmen kann viele Aufgaben übernehmen. Er hilft dem Management beim Coaching der Mitarbeiter. Er coacht das Management. Er sorgt dafür, dass die Atmosphäre in einem Unternehmen sich nachhaltig positiv entwickelt. Achtsamer Umgang der Mitarbeiter untereinander, im Umgang mit dem Management und nicht zuletzt mit den Kunden führt zwangsläufig zu einem wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Wer darauf verzichten möchte, braucht keinen Coach. Für alle anderen empfehlen wir Coaching.

 

Mitarbeiter führen heisst loslassen

Mitarbeiter führen heisst loslassen (Photo credit: Tanja FÖHR)

 

Stasi-NASI-NSA und die Anderen


English: Tu-144 vs. Concorde

English: Tu-144 vs. Concorde (Photo credit: Wikipedia)

„Also meine Herren? Was ist ein Geheimdienst? – Da stellen wir uns mal ganz dumm. Ein Geheimdienst ist einfach wie ein schwarzes Loch. Das schwarze Loch saugt alle Informationen auf, die in seine Nähe kommen. Niemand kann etwas dagegen tun, ganz besonders nicht im Internet. Niemand weiß, wo alle diese Informationen bleiben oder was mit ihnen gemacht wird. Da kann man nichts machen. Das ist einfach so.“
Stop: Politik! Wir leben ja schließlich in einem demokratischen Rechtsstaat. Da darf nicht jeder machen, was er will. Theoretisch. Das funktioniert hier genau so wie in den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien. Aber das ist ein anderes Thema.
Star Trek Anhänger ahnen, dass das schwarze Loch ein Wurmloch sein könnte. Die Daten landen in einem weit entfernten Quadranten, Lichtjahre entfernt. Moderne Nachrichtendienste machen das, was sie schon immer getan haben. Sie sammeln Nachrichten, bewerten und sortieren und bauen sie neu zusammen. Natürlich sammeln diese Agenturen auch Wirtschaftsdaten. Das war schon bei der Stasi ein wichtiges Standbein. Die Blaupausen der Concorde wurden direkt über Berlin nach Moskau geschickt um dort auf wundersame Weise zur Tupolew TU-144 zu materialisieren. Ohne Spionage hätten russische Forscher viel länger für die Entwicklung und den Bau einer eigenen Atombombe gebraucht. Die Gedanken sind frei, heißt es so schön. Digitale Gedanken sind verlustfrei. Sie können leicht kopiert, vervielfältigt und verteilt zu werden. Das Internet ist eine gigantische Datenverteilmaschine. Man muss sich nur an den richtigen Punkt setzen und alles sammeln, was man bekommen kann. Danach müssen die Datenpakete, die  einem im Grunde nichts angehen, wieder richtig zusammengefügt und ausgewertet werden. Technisch ist das alles überhaupt kein Problem. Moralisch schon. Aber wie immer gilt auch hier: Cui bono? – Wem nützt es?
Und dann stellt sich noch eine Frage. Wo stehen wir und wer sind unsere Freunde? Wer sind unsere Feinde? Vielleicht stehen wir uns nur selbst im Weg und glauben an „Friede,Freude,Eierkuchen“? Welche Ziele verfolgen wir und wo wollen wir hin? Was macht eigentlich der deutsche Geheimdienst? Die bauen gerade einen riesigen Gebäudekomplex in Berlin. Man hört von grundlegenden Fehlern bei der Planung und wahrscheinlich wird der Umzug sich um Jahre verzögern. Das BERliner Loch. Kennen wir ja auch schon. Warum eigentlich trauen wir nicht einmal unseren eigenen Leuten zu dass sie ihren Job richtig erledigen?
Ich habe einen Traum! Eines Tages werden wir im Internet die Nachricht lesen, die uns alle aufrütteln wird. „Phoenix aus der Asche! Deutscher Nachrichtendienst weiß alles!“ Aber ob uns das wirklich stolz machen würde? Das hatten wir doch alles schon mal! Das klingt eher wie Albtraum!
Und dann fällt es mir wieder ein. Wer zu viel wissen will, weiß am Ende gar nichts. Es wird immer schwieriger die richtigen Informationen, aus der Kakophonie der ständig wachsenden Datenströme, herauszufiltern.  Und was soll man mit den Daten anfangen, wenn man sie erst einmal hat? Wie interpretiert man sie und was geschieht anschließend damit? Fragen über Fragen, die vermutlich so geheim sind, dass sie niemals gestellt werden dürfen.
Aber zurück zur Überschrift. STASI ist klar, kennen wir. Aber NASI? Was ist denn das? Die NASI war der direkte Nachfolger der STASI in der DDR, nachdem das MfS zerschlagen wurde. Ich muss immer daran denken, wenn ich NASI-GORENG sehe, oder rieche. Wahrscheinlich sollte das für Nationale Sicherheit stehen. Modern vielleicht für Nationale Sicherheit im Internet – NASI eben. Es ist immer eine Frage des Blickwinkels. Sind wir davon überzeugt, dass uns unsere eigenen  Dienste schützen? Oder sind wir der Ansicht, dass sie uns schaden wollen? Wie sagte doch der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung gerade? Wir werden es am eigenen Leib spüren, wenn wir auf irgendeiner Liste stehen und nicht mehr frei reisen können. Das ist im Grunde genau so wie früher. Niemand hatte sich Gedanken über die Stasi gemacht, bis zu dem Tag, als sie plötzlich vor der Tür stand. Niemand macht sich Gedanken um geraubte Daten, bis zu dem Tag an dem man abgeholt wird……

Stasi Hallway

Stasi Hallway (Photo credit: Wikipedia)

Und genau an dieser Stelle wird der Unterschied deutlich. Wir leben heute in einer Demokratie und  haben Bürgerrechte. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein Mutterland der Demokratie. Europa, Griechenland, Frankreich, Großbritannien und nicht zuletzt Deutschland haben einen langen Weg hinter sich gebracht. Diese Werte, die ethischen Grundlagen unserer Zivilisation sind es, die uns näher zusammenrücken lassen. Das darf niemals in Vergessenheit geraten.

Ironische Bemerkungen kontern


Frage: Wie stoppt man ironische Bemerkungen?

Antwort: Durch Schlagfertigkeit und einen offenen Umgang mit dem Urheber der ironischen Bemerkungen. Wenn ein Mitarbeiter in einem Meeting eine ironische Bemerkung macht, so ist das zumindest sehr unhöflich. Ironische Bemerkungen wenden sich häufig gegen den Verursacher. Wie sollte man darauf reagieren? Ganz einfach, indem man den Mitarbeiter direkt anspricht und nachfragt. „Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind Sie der Ansicht dass ………….. Habe ich das so richtig verstanden?“ Schauen Sie dem Ironiker direkt in die Augen und erwarten Sie seine Antwort. In den allermeisten Fällen wird er entweder verlegen schweigen oder aber unzusammenhängendes Zeug plappern. Sie haben das Heft wieder in der Hand und das Meeting kann weiter gehen. Ironie und Sarkasmus gehört nicht in den normalen Firmenalltag. Erst recht nicht, wenn man vor einem Publikum über einen Anwesenden herzieht. Das ist kein guter Stil und das sollten alle wissen. Der höchstrangige Anwesende sollte eine klare Meinung haben und sie auch offensiv vertreten. Das ist genau wie in einem Gericht, wenn ein Anwalt zu ausschweifend oder polemisch wird. Das widerspricht den Regeln führt zu einer Rechtweisung.

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„Gesten III (verschlüsselte Bemerkungen)“ / „Gestures III (encrypted remarks)“ (Photo credit: wwwuppertal)

Ironie ist eine gute Sache, wenn man sie richtig platziert und gut dosiert. Aber sie gehört kaum in den professionellen Firmenalltag. Mangelnder Respekt und Achtsamkeit gegenüber Untergebenen und Vorgesetztem ist kein Zeichen von Offenheit und Ehrlichkeit, sondern einfach nur peinlich. Ein Leiter ist kein Sklaventreiber, der seine Sklaven mit herabwürdigenden Aussagen zur Arbeit treibt. Das Gegenteil ist der Fall.

Cloud Computing? Lieber nicht!


English: Cloud Computing Image

English: Cloud Computing Image (Photo credit: Wikipedia)

Cloud Computing? Lieber nicht! Oder vielleicht doch?
Jeder macht genau das, was er kann. Jedes Unternehmen bewegt sich in seinem ganz eigenen Universum. Der Blick über den Tellerrand ist oft nicht möglich. Der Teller ist manchmal so groß, dass ein derartiger Blick undenkbar geworden ist. Gerade in der IT ist es üblich, große Träume zu träumen und am Ende doch wieder das zu realisieren, was machbar ist. Jedes Projekt, das die Vorstellungskraft der Beteiligten sprengt, wird unkalkulierbar und neigt zum Scheitern. Jedes Unternehmen macht das, was es gelernt hat und was es bereits realisiert hat. Microsoft ist heute – 2013 – immer noch der Industriestandard. In den 1980er Jahren war IBM das Maß aller Dinge. Einige werden sich noch daran erinnern.
Wer heute über eine Collaboration-Lösung nachdenkt, denkt Microsoft Exchange Server. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Jeder, der eine andere Idee hat, sitzt auf einem Pulverfass. Aber gibt es wirklich keine Alternativen? Ich stelle mir diese Frage seit über einem Jahrzehnt und beobachte doch immer wieder, dass am Ende Exchange Server eingesetzt wird. Inzwischen wird zusätzlich Sharepoint genutzt. Womit wir eine Lösung haben, die im Grunde auf Internettechnologie setzt. Eine App auf einem Smartphone, einem Tablet und neuerdings auf einem PC, ist ja nicht mehr als ein kleines Programm, das über das Internet auf Serverressourcen zugreift. Cloud Computing verspricht einen rasanten Kostenverfall und es ist völlig klar, warum die Kosten rapide verfallen werden. Das Stichwort ist die Automatisierung von Rechenzentren. Überall, wo nach dem Manufakturprinzip gearbeitet wird, kann man diesem Kostendruck nicht standhalten. Also blickt man nicht über den Tellerrand und macht genau das, was man sehr gut kann. Das hängt auch mit Marketing und Verkauf zusammen. Das Preismodell für IT ist einfach nicht durchsichtig genug. Im Grunde kann man es ganz einfach berechnen. Man nehme eine geeignete Serverhardware, die Betriebssystemsoftware und die nötigen Programme für den Betrieb. Für ein Unternehmen mit 50 PC-Arbeitsplätzen kommt man sehr schnell auf Investitionskosten von 30.000 EURO – nur für einen Collaboration Server, für eMail, Kalender und Dokumentenablage. Nach drei Jahren wird in der Regel die Hardware erneuert und die Softwarekosten durch Updates dürfen auch nicht vergessen werden. Rechnen wir also mit 10.000 EURO pro Jahr. Dazu kommen noch Aufwendungen für IT Personal oder ein externes Unternehmen. Ein guter IT-Spezialist kann mit mindestens 6.000 EURO pro Monat kalkuliert werden. Rechnen Sie mit 3000 EURO. Im Jahr kostet die Wartung und der Betrieb also 36.000 EURO. Macht 46.000 EURO. Bleiben wir auf dem Teppich und rechnen wir mit 50.000 EURO pro Jahr für unsere 50 Nutzer. Denken Sie nicht über die Kosten für Smartphones und den mobilen Betrieb dieser Systeme nach. Wir rechnen also mit 1000 EURO pro Nutzer und Jahr. Das ist eine Hausnummer. Die realen Kosten sind noch wesentlich höher. Sie können es auch billiger haben, wenn Sie keine Datensicherung oder Wartung betreiben und ihre eigenen Mitarbeiter dazu bringen, sich mit IT zu beschäftigen. Es gibt immer junge und hoffnungsvolle Talente in der Vertriebsabteilung, die schon immer von einer Karriere als IT Manager geträumt haben. Ein Tipp: Ich würde mich lieber nicht auf diese Leute verlassen. Am Ende gewinnen Sie einen schlecht ausgebildeten IT Mitarbeiter und verlieren einen guten Vertriebsmitarbeiter. Sie werden lachen, aber genau das beobachte ich seit Jahren in ganz realen Unternehmen.  Oft genug wird man auf diese Leute verwiesen, wenn es um Grundsatzentscheidungen für Unternehmen geht. Es ist keine Ausnahme, es ist eher die Regel. Aber das ist ein anderes Thema.
Wenn Sie diese einfache IT Lösung mit einer einfachen Cloud Lösung ablösen, können Sie eine Menge Geld sparen. Das funktioniert wunderbar und ist ganz leicht zu warten. Die neuesten Funktionen sind immer Up-To-Date und Viren sind auch kein Problem. Die Lösung verlangt allerdings ein wenig Mut, denn sie läuft auf US-Servern. Wir alle meinen ja inzwischen zu wissen, dass alles, was wir bei Google, Apple, Facebook und Co. Speichern direkt bei einem Nachrichtendienst landen. Also fällt diese unmöglich Lösung leider unter den Tisch. Erinnern wir uns an die Hausnummer mit den 1000,- EURO pro Nutzer für den Betrieb einer einfachen Collaboration-Lösung. Die Alternative ist die Nutzung von Google Apps für 40,- EURO pro Nutzer pro Jahr. Für unsere 50 Nutzer sind das immerhin 2000,- EURO pro Jahr. Aber das verbietet sich ja fast automatisch. Jeder weiß doch, dass man seine Daten nicht aus dem Haus geben darf. Cloud Lösungen sind zwar wesentlich billiger und auch besser und wahrscheinlich auch sicherer. Aber wer soll das glauben? IT Spezialisten warnen vor den Risiken und Nebenwirkungen der Cloud. Können Sie garantieren, dass Ihre Daten tatsächlich so viel sicherer sind, wenn sie auf einem eigenen Server gespeichert werden? Lesen Sie das Kleingedruckte! Da steht nichts dergleichen drin.

Das Ende der Cloud – Flucht aus dem Internet


Racks of telecommunications equipment in part ...

Racks of telecommunications equipment in part of a data center. (Photo credit: Wikipedia)

Das umstrittene US-Spähprogramm Prism? Ist harmlos im Vergleich dazu, in welchem Umfang ein britischer Geheimdienst unter dem Codenamen Tempora weltweit das Internet ausspioniert – und damit auch deutsche Nutzer. Doch selbst Datenschutzaktivisten halten das Vorgehen für legal. (SPIEGEL Online)

Um zu begreifen, wie die Spähprogramme der Geheimdienste funktionieren, muss man wissen, wie das Internet technisch funktioniert. Jede Datei, die über das Internet transportiert wird, wird vom Sender in kleine Datenpakete zerlegt, über das Internet verteilt und vom Empfänger wieder zusammengesetzt. Wenn der Empfänger die Nachricht komplett erhalten hat, werden die Datenpakete, die noch unterwegs sind, ungültig und lösen sich auf.Da die Datenpakete unterschiedliche Routen nehmen können, ist es möglich sie an unterschiedlichen Schnittpunkten abzufangen. Prinzipiell finden die Datenpakete immer den kürzesten und schnellsten Weg. Wer Zugriff auf die großen Internetknoten hat, kann den weltweiten Datenstrom abgreifen und auf eigenen Systemen speichern und auswerten. Allein die gigantische Menge der aufgefangenen Daten macht es unmöglich, sie alle zu speichern und auszuwerten. Aber die Auswertungssysteme werden immer leistungsfähiger. Gesetze, die vor wenigen Jahren erlassen wurden, greifen längst nicht mehr. Sobald ein Datenschutzgesetz die Parlamente verlassen hat, ist die Technologie schon wieder ein paar Schritte voraus. Es ist wie beim Hasen und dem Igel. Die Gesetze werden erlassen und sind bei Inkrafttreten bereits wieder unwirksam. Nur IT Spezialisten wissen, was da wirklich passiert. Die Komplexität der aktuellen Entwicklung auf diesem Gebiet und das explosive Wachstum der technologischen Möglichkeiten ist unglaublich. Wir erleben eine technologische Revolution mit ungeahnten Möglichkeiten und Auswirkungen. Die Diskussion über die Rechtmäßigkeit von Sicherheitsprogrammen der Regierungen oder gar die Verfolgung von privaten Unternehmen, die Forschung betreiben, ist eine unsachliche Diskussion. Diese Diskussion kann nur von wirklichen Spezialisten geführt werden. Nichtfachleute ähneln Blinden, die über Farben philosophieren. Sie haben keine Ahnung, worüber sie eigentlich sprechen. Eines ist klar. Wenn wir es nicht tun, dann werden es andere tun. Die Möglichkeiten sind vorhanden und sie werden genutzt. Wenn das alles in einem James Bond Film ein Thema wäre, dann gäbe es mit Sicherheit einen Dr.No, der irgendwo in einer Wüste sitzt, eine gigantische Serverfarm betreibt und Informationen aus dem Internet herausfiltert. Wissen ist Macht. Niemals war dieser Satz so wahr wie heute.

Bundeskanzlerin Merkel hatte im Zusammenhang mit einem klärenden Gespräch mit Obama erklärt, dass wir alle Neuland betreten. Sie hatte damit einen Twittersturm ausgelöst. Viele der Leute, die sich darüber lautstark amüsieren, dass Merkel das Internet als Neuland betrachtet, haben wenig oder keine Ahnung von den technologischen Möglichkeiten. Sie wissen schlichtweg nicht wie das Internet wirklich funktioniert. Ein kleiner Junge, der einen Lichtschalter betätigen kann, muss nicht wissen, dass es den Beruf eines Elektrikers gibt. Licht an und Licht aus. Fertig! Datenschutz und Datensicherheit verlangen nach einer neuen Form von Experten. Wir brauchen Leute die Ahnung von den technischen Hintergründen haben und zusätzlich wissen, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen aussehen müssen. Naivität nach dem Muster: „Mich wird schon keiner ausspionieren, ich bin ja so unwichtig…“, macht die Angelegenheit nur noch verwirrender. Viele IT Traditionalisten rufen schon wieder das Ende der Cloud aus. „Siehe! Das Ende des Internet ist nahe herbeigekommen! Schaltet es aus!“ Das ist natürlich kompletter Unfug. Das Gegenteil ist der Fall. Dieser Skandal wird die Cloud sichtbar machen und zeigen, wie wir sie richtig nutzen. Es führt kein Weg daran vorbei. Mal ehrlich: Warum sollten wir uns ein eigenes Rechenzentrum anschaffen, es klimatisieren, mit Firewalls schützen und uns bis ins Detail um den Schutz unserer Daten kümmern, wenn das Ding genau so funktioniert, wie ein externes Rechenzentrum in der Cloud? Der Unterschied liegt nur in den Kosten. Mehr Sicherheit bekommen wir nur, wenn wir sehr viel mehr Geld ausgeben, als wir heute bereit sind. Die Formel ist ganz einfach zu begreifen

Die IT Kosten verhalten sich wie 1 PDC (Personal DataCenter) zu 20 CDC (Cloud Data Center). Der Faktor 20 wird sich in den kommenden Jahren noch signifikant steigern. Wer heute noch ein eigenes DataCenter plant, muss wirklich gute Gründe haben. Die meisten KMU brauchen so etwas nicht mehr. Sie haben die Wahl zwischen einem professionell administrierten IT DataCenter in der Cloud oder einem viel teureren eigenen DataCenter mit allem was dazu gehört: Eigenen Servern, Backupsystemen, Unterbrechungsfreier Stromversorgung, Klimatisierung, Serverspiegelung und Virtualisierung, sehr guten und sehr teuren IT Mitarbeitern und und und……Und ob die Daten in einem Rechenzentrum das wie alle anderen ebenfalls mit dem Internet verbunden ist, sicherer sind als in einem externen DataCenter, darf bezweifelt werden. An den Kosten können Sie das bereits ganz gut erkennen.

Mindmap-Organigramm Rollenklärung


Lebens-Berufs-Wege-Coach
Rollenklärung von Führungskräften

Wo stehe ich als Führungskraft? Welche Möglichkeiten und Spielräume habe ich? Wie kann ich auf die vielschichtigen Herausforderungen verantwortlich reagieren, im Sinne von Finden der angemessenen Antworten?

Klären Sie, welche Rolle zu Ihnen passt.

Sie sind ganz alleine. Wo genau stehen Sie eigentlich? Wer erwartet was von Ihnen und was erwarten Sie von Anderen. Wer ist ihr direkter Vorgesetzter? Wer sind Ihre Untergebenen? Wer sind ihre Unterstützer und wer Ihre Gegenspieler? Was ist Ihre Aufgabe? Was wollen Sie eigentlich erreichen? Gehen Sie ein paar Schritte beiseite und sehen Sie sich um. Betrachten Sie sich und Ihre Umgebung mit den Augen eines analytischen Roboters. Schauen Sie sich die Zeitlinie an. Wo werden Sie in einem Jahr stehen und was werden Sie in 10 Jahren machen?
Schauen Sie sich die Rollen an, die Sie und Andere spielen und skizzieren Sie das mit einem Mindmap-Organigramm. Was ein Organigramm ist, wissen Sie. Eine Mindmap kennen Sie auch. Ein Mindmap-Organigramm ist zunächst eine hierarchische Darstellung der Verantwortlichkeiten in einem Unternehmen. Dazu kommen Querverbindungen und Notizen zu den unsichtbaren Fäden, die eine Organisation zusammenhalten.
Nehmen Sie sich jede einzelne Person in Ihrem Organigramm vor und beschreiben Sie die Rollen, die diese Person spielt. Lassen Sie sich einfach Zeit und lassen Sie Ihre Gedanken frei! Sie werden schnell feststellen, das Ihr Unternehmen ein wenig anders aussieht, als es auf dem ersten Blick erscheint.
Ein Wirtschaftsdetektiv erzählte mir folgende Geschichte. Sie ist synonym für unsichtbare Rollenspiele in Organisationen und Unternehmen. In einer Firma wurden regelmäßig Gegenstände und Material entwendet. Der Firmeninhaber wollte natürlich wissen, wer der Dieb war. Es kam zu einer aufwändigen Untersuchung die dem Inhaber eine 5-stellige Summe kostete. Als dann herauskam, wer der Dieb war, stellte der Unternehmer die Untersuchungen ein und ließ alles im Sand verlaufen. Er wollte weder eine Strafanzeige stellen, noch den Missetäter rauswerfen. Die Beweislage hätte für eine fristlose Kündigung mit Strafanzeige ausgereicht. Es stellte sich heraus, dass der Unternehmer den Dieb brauchte. Das glaubte er jedenfalls. Ohne ihn wäre das Unternehmen nicht überlebensfähig gewesen. Der Missetäter war der beste und einzige Freund des Unternehmers. Sie waren ein ungleiches Paar. Ein erster Blick auf das Unternehmen hätte das niemals ergeben. Der Unternehmer ließ also alles beim Alten und verpflichtete den Detektiv zu Stillschweigen. Die Geschichte zeigt deutlich, dass es in Unternehmen Hierarchien gibt, die auf dem ersten Blick nicht zu erkennen sind. Manchmal sind es nur Sympathie oder Abneigung, die eine größere Rolle spielen als man annimmt.
Wer will was erreichen? Wem nützt es? Nehmen Sie sich Zeit, die Rollen zu klären! Öffnen Sie die Augen und lassen sich nicht täuschen vom scheinbar Offensichtlichen. Lassen Sie sich nicht beeinflussen und schreiben Sie sich alles auf. Sehen Sie sich in der Rolle eines analytischen Roboters. Beschreiben Sie auf Ihre eigene Rolle leidenschaftslos aus dem Blick ihres Chefs und ihrer Mitarbeiter. Was denkt Herr X, Y, Z von Ihnen? Was für eine Rolle sollen Sie spielen? Was für eine Rolle wollen Sie spielen? Wer wollen Sie sein?
Sie werden sich wundern, was Sie alles entdecken werden! Viel Glück bei einem spannenden Detektivspiel!

/aktualisiert am 05.05.2017/

7 Regeln zum Umgang mit einem Choleriker


Regeln für den Umgang mit cholerischen Chefs

Ein Wort zum Anfang: Choleriker sind nicht die schlechtesten Chefs. Ich habe viel lieber einen aktiven und ungeduldigen Macher an der Spitze des Unternehmens, als einen unsicheren und nicht entscheidungsfähigen Schnarchsack. Choleriker kann man gut einschätzen. Sie machen aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Viel schwieriger sind Phlegmatiker und Melancholiker. Und noch etwas: Es stimmt, dass sehr viel mehr Männer cholerisch veranlagt sind als Frauen. Darum ist es für Frauen auch so schwer zu verstehen, wie so ein Choleriker tickt.
Der Umgang mit einem Choleriker kann zu einem spannenden Erlebnis werden, wenn man ein paar einfache Regeln beachtet.

#1 Vorsicht mit Ironie!
Treiben Sie den Choleriker nicht zur Weißglut, wenn er sowieso schon stark unter Dampf steht! Achten Sie sorgfältig darauf, eine neutrale und unbeeindruckte Sprache zu pflegen. Das gilt auch für die Körpersprache! Tipp: Körpersprache kann man gut trainieren. Suchen Sie sich ein gutes Buch oder besuchen Sie ein Training zum Thema.

#2 Keine Rechtfertigungen!
Rechtfertigen Sie sich nicht, auch wenn der Choleriker glaubt, Sie in die Ecke getrieben zu haben. Vertagen Sie eine eindeutige Antwort und warten Sie auf das Ende des cholerischen Anfalls.

#3 Warten, bis der Anfall vorüber ist.
Das geht ganz schnell. Choleriker kommen in der Regel sehr schnell wieder runter. Versuchen Sie mal sich so richtig aufzuregen und andere sinnlos zu beschimpfen. Das kostet richtig Kraft!

#4 Nicht übel nehmen!
Nehmen Sie einem Choleriker nicht übel, was er während eines Anfalls von sich gegeben hat. Das kann er sich in der Regel selbst nicht verzeihen. Es ist unangenehm und peinlich, aber es ist nicht nachhaltig.

#5 Perspektivwechsel
Choleriker sind meist arme Würstchen. Denken Sie immer daran, dass es einem Choleriker im Grunde peinlich sein muss sich so zu verhalten. Andere Menschen achten sehr sorgfältig darauf bei sich zu bleiben und sich im Griff zu haben. Einem Choleriker gelingt das nicht und das macht ihn zutiefst unsicher.

#6 Ernst bleiben!
Bleiben Sie ernst und versuchen nicht, die Ursache des cholerischen Ausbruches zu verharmlosen. Denken Sie immer daran, dass der Choleriker sich völlig im Recht wähnt. Alles was Sie jetzt sagen kann und wird er gegen Sie wenden! Bleiben Sie ruhig und zeigen Sie ihm, dass Sie den Ernst der Lage verstanden haben.

#7 Ich bin OK, Du bist OK – ER ist OK!
Transaktionsanalyse. Versuchen Sie die Spiele der Erwachsenen zu analysieren und zu verstehen. Dann vergeuden Sie keine Energie um zum Beispiel darüber nachzudenken, warum ein Choleriker das tun, was er eben tut. Er ist im Grunde seines Herzens OK. Vergessen Sie das nicht! Sie haben einen entscheidenden Vorteil: Sie wissen, dass Sie es mit einem Menschen zu tun haben, der sich ab und zu nicht im Griff hat. Gehen Sie achtsam mit diesem Wissen und mit diesem Menschen um. Denken Sie immer daran: Er ist auch OK!

The four temperaments - (L-R) choleric, melanc...

The four temperaments – (L-R) choleric, melancholic, sanguine and phlegmatic – on the wall of a house at the corner of Am Dornbusch and Eschersheimer Landstraße in Dornbusch, Frankfurt am Main, Germany. Artist unknown. The picture is a composite of four close-ups. (Photo credit: Wikipedia)

Neuland


English: President Barack Obama and First Lady...

English: President Barack Obama and First Lady Michelle Obama are welcomed by German Chancellor Angela Merkel and her husband, professor Joachim Sauer, to Rathaus in Baden-Baden, Germany. Deutsch: Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer begrüßen US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle Obama beim Staatsempfang auf dem Marktplatz Baden-Baden. (Photo credit: Wikipedia)

 

Neuland Internet

 

Merkel hat völlig recht. Das Internet ist ein unbekanntes Land. Wir beginnen gerade erst es zu entdecken. Der Twitter-Sturm und die Häme über ihren Begriff vom Neuland ist nicht angebracht. Viele Kommentare gehen vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. Das Internet ist Neuland, weil niemand weiß, wie wir in nur 5 Jahren damit arbeiten werden und was das für die globalisierte Welt bedeuten wird. Internet ist vor allem eine Frage der rechtlichen Rahmenbedingungen. Wir regen uns darüber auf, dass wir als Deutsche anderen rechtlichen Regeln unterliegen, als die US-Bürger im Inland. Es ist möglicherweise verboten Gespräche zwischen US-Bürgern abzuhören und aufzuzeichnen. Sobald ein EU-Bürger in die USA anruft oder reist, wird er als Ausländer behandelt. Wenn wir Cloud Lösungen nutzen, dann meinen wir Google Apps, Apple, Microsoft, IBM, Oracle und ähnliche Produkte. Es gibt zwar Alternativen, aber die sind wesentlich sperriger zu bedienen. Deutschen Unternehmen, die Cloud Anwendungen nutzen müssen um Wettbewerbsvorteile auszuspielen, sollten ihre Daten im EU-Raum speichern. Das wird jedenfalls von offizieller Seite empfohlen. Deutsche Softwareanbieter haben natürlich ein Interesse daran, ihre Kunden nicht an die Konkurrenz aus Übersee zu verlieren. Aber das ist kein gesunder Wettbewerb, der sich auf bessere Produkte stützten kann. Die besseren Produkte sind durch die Bank amerikanische Produkte. Die Alternative lautet OpenSource. Aber das ist ein anderes Thema. Dazu vielleicht später mehr.
Was wäre eigentlich, wenn wir einen gemeinsamen Rechtsraum hätten? Was wäre, wenn im Rahmen der transatlantischen Freihandelszone europäisches und amerikanisches Recht angeglichen werden würde? Zugegeben, das ist eine kühne Idee. Aber nehmen wir einmal an, wir wären als Europäer automatisch Amerikaner und umgekehrt? Wenn das so wäre, dann würden unsere Daten auch in der US-Cloud automatisch den selben Schutz genießen, wie es in den USA üblich ist. Die Globalisierung der Welt erfordert auch in dieser Hinsicht eine rechtliche Anpassung. Vielleicht hat Angela Merkel das gemeint, als sie von Neuland sprach. Wir betreten völlig unbekantes Neuland. Wir müssen uns mit Dingen beschäftigen, die vor einigen Jahren noch vollkommen unbekannt waren. Das Internet entwickelt sich so rasant, dass jeden Tag neue herausforderungen auftauchen. Das ist definitiv Neuland. Ich traue der Kanzlerin zu, dass sie weiß wovon sie spricht. Mit Unwissenheit hat das ganz sicher nichts zu tun. Wer das glaubt, hat nur die Spitze des Eisbergs gesehen. Shitstormer aller Klassen: Denkt noch einmal darüber nach! Es ist Neuland!

 

Lean Startup


The original MS-DOS advertisement in 1981.

The original MS-DOS advertisement in 1981. (Photo credit: Wikipedia)

Lean Startup – Wie ich es inzwischen verstehe

Viele Unternehmer entwickeln zuerst ein möglichst perfektes Produkt. Sie stecken sehr viel Zeit und Geld in die Entwicklung von Produkten, deren tatsächliche Marktchancen noch völlig ungeklärt sind. Am Anfang gibt es niemals verlässliche Zahlen. Man muss sich auf Prognosen und Schätzungen verlassen. Echte Zahlen beruhen auf Erfahrungswerten und die kommen erst viel später. Manchmal zu spät. Die meisten Produkte scheitern und verschwinden wieder vom Markt, noch ehe irgend jemand erkannt hat, welches Potential dieses Produkt eigentlich hatte. Schade eigentlich!
Es gibt unglaublich gute Geschäftsmodelle und Produkte, die es verdient hätten, sich durchzusetzen. Die großen und innovativen Softwareunternehmen in den USA haben erkannt, wie es geht. Microsoft hat uns seit fast 30 Jahren vorgemacht, wie man erfolgreich wird, ohne perfekte Produkte zu haben. Das Geheimnis liegt nicht in den perfekten Produkten, sondern im Marketing. Wozu braucht man Windows? Warum soll man das neueste Office kaufen? Kann man damit bessere Artikel schreiben? Für einen Schriftsteller oder Journalisten genügt ein ganz einfaches Textprogramm. Es gibt längst jede Menge kostenloser Alternativen die alle viel besser sind als die gute alte Remington Schreibmaschine von Ernest Hemingway. Kein Mensch nutzt ein Officeprogramm jemals völlig aus. Und trotzdem kaufen viele Unternehmen immer noch die Produkte aus Redmond. Microsoft Produkte sind heute quasi Industriestandard. Perfekt sind die Systeme noch lange nicht. Aber sie sind inzwischen ziemlich gut geworden.
Software ist ein Produkt wie Bananen, sagt man. Es reift beim Kunden. Dieses Prinzip kann man auf fast alle anderen Produkte übertragen. Der Kunde darf es nur nicht erfahren. Aber im Grunde steckt da ganz viel Marketingweisheit drin. Produkte werden ständig weiterentwickelt. Sie verändern sich. Selbst ausgereifte Produkte, die völlig alltagstauglich sind, werden weiterentwickelt. Manchmal hat man den Eindruck, dass sie „verschlimmbessert“ werden. Wie sagte doch einmal ein kluger Mann? „Das Bessere ist der Feind des Guten!“ Stimmt genau. Moderne Unternehmen können sich alles erlauben, ausser Stillstand. Also wird immer wieder neu entwickelt und nach der Versuch-und-Irrtum-Methode getestet, welches Produkt das Unternehmen weiterbringen wird. Softwareentwicklung ist eine ganz spezielle Angelegenheit. Aber das ist ein anderes Thema.
Die Kernidee von Lean Startup ist ganz ähnlich. Man nehme ein einfaches Produkt, vermarkte es perfekt und sammele Erfahrungen damit. Wenn die Abläufe funktionieren, kann man das Produkt immer noch an den Markt anpassen und perfektionieren. Wer sein Ohr immer am Kunden hat und genau erkennt, was geht und was nicht geht, wird Erfolg haben. Aber zuerst muss eine Produktlinie perfekt funktionieren. Dann kann man sich an den Aufbau des Unternehmens machen und wachsen.
Als ich vor vielen Jahren mein erstes ERP-System einführen wollte, glaubte ich eine fast unlösbare Aufgabe vor mir zu haben. Ich traf mich mit vielen Managern, die so etwas schon einmal erfolgreich gemacht hatten und ich fand keinen Fixpunkt wo ich den Hebel ansetzen konnte. Meine Erfahrungen als Programmierer besagten, dass man Top-Down programmieren musste. Von der grundlegenden Funktion zum Detail. Das funktionierte sehr gut. Aber ein komplexes System, das ganze Unternehmen steuern kann? Wie sollte man so etwas einführen? Im Grunde war das ein fast unlösbares Problem. So etwas lernt man an keiner Universität. Man braucht Erfahrungen und möglicherweise einen Rahmen, eine Blaupause wie man so etwas macht.

Der beste Tipp den ich damals bekam, war der Hinweis von einem Manager eines Berliner Unternehmens. Herr Alemu hatte sich als Referenzkontakt zur Verfügung gestellt. Er hatte nicht viel Zeit, hielt sich nicht lange mit dem Gespräch auf und legte mir ein Taschenbuch auf den Tisch. „Die Fraktale Fabrik: Revolution in der Unternehmenskultur“ von Hans-Jürgen Warnecke.

Kern dieses Werkes war der Gedanke, das Unternehmen im Großen genau so funktionieren wie im Kleinen. Wenn der grundlegende Mechanismus stimmt und aktiv weiterentwickelt wird, dann funktioniert die Unternehmenskultur. Logisch: Wenn jeder Mitarbeiter begreift, dass er für die Qualität der Produkte mit verantwortlich ist, dann wird er an der Verbesserung der Abläufe aktiv mitarbeiten. Kleine Fraktrale, die genau so funktionieren, wie das Gesamtunternehmen und umgekehrt. So baut man ein erfolgreiches Unternehmen auf und genau so führt man komplexe Projekte ein. Bei der Softwareentwicklung liegt das auf der Hand. Bei Großprojekten wie dem BER und der Elbphilharmonie sieht das schon etwas anders aus. Allerdings gilt auch hier, dass zuerst kleine Einheiten perfekt funktionieren müssen um als vollständige Einheit zusammenzuspielen.
Bei der Gründung von Unternehmen gilt vor allem eins. Es müssen genügend Interessenten und Kunden vorhanden sein, die auf das Produkt aufmerksam werden und es kaufen. Das Produkt muss sich von den Konkurrenzprodukten absetzen und einen gewissen Qualitätsstandard haben. Es muss einen Grund geben es zu kaufen. Der Mehrwert muss erkennbar sein. Die Markteinführung eines Produktes beginnt lange vor der Produktentwicklung. Und falls der Markt für ein neues Produkt da ist, machen Sie es einfach wie Bill Gates. Der verkaufte der IBM ein Produkt, dass er gar nicht selbst entwickelt hatte. MS-DOS war ein reines Phantasieprodukt. Gates hatte nur die Idee, Lizenzen eines PC Betriebssystems zu verkaufen. Das eigentliche Produkt kaufte er einfach ein, als er es brauchte. Er nannte es MS-DOS und wurde einer der reichsten Männer der Welt. So einfach ist das mit dem Lean Startup. Es muss nur noch funktionieren.

Und dann fällt mir noch eine schöne Metapher ein. Fraktale – Die Schönheit des Chaos. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Coaching bei Entlassungen


Unternehmen, die Mitarbeiter entlassen müssen, sollten sich für Coaching entscheiden. Das ist das Mindeste, was sie für ihre Mitarbeiter tun können. Auch ehemalige Mitarbeiter sind wichtig für das Marketing und das Ansehen der Firma. Große Unternehmen, wie die TELEKOM, IBM, SIEMENS und SAP nutzen professionelles Coaching bei der Begleitung von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen müssen. Man kann es drehen und wenden wie man will, manchmal ist es notwendig sich von Mitarbeitern zu trennen. Die Verantwortung des Unternehmers für seine Angestellten endet jedoch nicht an diesem Wendepunkt. Personalabteilungen und die Agentur für Arbeit können nicht leisten, was Coaching leisten kann. Es geht immer auch um eine Chance für einen Neubeginn. Das Verlassen einer Firma bedeutet nicht das Ende der beruflichen Karriere. Niemand sollte in ein schwarzes, bodenlos erscheinendes Loch entlassen werden. Depressionen und Perspektivlosigkeit sind vermeidbar. Spätestens, wenn Mitarbeiter das Datum einer Betriebsschliessung oder ihrer Entlassung kennen, sollte ihnen ein professioneller Coach zur Seite stehen. Das bedeutet nicht, dass die Mitarbeiter aus dem Unternehmen „rausgecoacht“ werden sollen. Im Gegenteil handelt es sich um eine aktive Wertschätzung und Achtsamkeit des Unternehmens gegenüber seinen Arbeitnehmern. Es ist unbestritten, dass Coaching den Mitarbeitern mehr hilft, als dem Unternehmen. Ein Perspektivwechsel und das schnellere Begreifen und Ergreifen neuer Möglichkeiten ist ein großer Gewinn für jeden Menschen, der sich in einer derartigen Lage befindet. Unternehmen sollten Coaching für ihre Mitarbeiter in Anspruch nehmen, wenn sie tatsächlich Interesse an ihren Mitarbeitern haben. Das gilt sowohl für die Mitarbeiter, die im Unternehmen verbleiben, als auch für die Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen müssen.

Ein interessanter Artikel zum Thema ist im Wirtschaftsmagazin BRANDEINS erschienen: http://www.brandeins.de/magazin/genug-gespart-und-jetzt/soziale-innovation-eine-serie-in-brand-eins.html

Benefits of using a coach


The writing of PricewaterhouseCoopers at the P...

The writing of PricewaterhouseCoopers at the PricewaterhouseCoopers building at Potsdamer Platz. (Photo credit: Wikipedia)

Was man von Coaching erwarten kann
Auf der Webseite der International Coach Federation findet man unter der Überschrift „Benefits of using a coach“ ein paar interessante Anregungen, was Coaching bedeutet und was man erwarten kann, wenn man einen Coach engagiert. Professionelles Coaching bringt viele neue Vorteile. Neue Perspektiven auf persönliche Herausforderungen, verbesserte Fähigkeiten in der Entscheidungsfindung, mehr zwischenmenschliche Effektivität, Aufbau von Nähe und Vertrauen. Wer Coaching nutzt, kann mit einer spürbaren Verbesserung seiner Persönlichkeit rechnen und wird effektiver arbeiten. Zufriedenheit im Job, im privaten Leben und die Verwirklichung von Zielen sind nur einige Auswirkungen effektiven Coachings.

 Steigerung der Produktivität
Professionelles Coaching erhöht die Produktivität durch gezieltes Finden und Entsperren von hemmenden Faktoren. Eine Verbesserung der Arbeitsleistung, im Management und der Leistungsfähigkeit von Teams ist durch Coaching möglich. Die Verbesserungen durch Coaching erreichen Werte von 50-70 Prozent.

 Positives Denken
Die Entwicklung von positivem Denken und ein entsprechender Umgang der Mitarbeiter miteinander, ist ein wesentliches Ziel von Coaching. Selbstbewusste Mitarbeiter, die sich offen den Herausforderungen moderner Wirtschaft stellen, werden immer wichtiger für den Erfolg von Unternehmen. Die Erhöhung des Selbstbewusstseins von Mitarbeitern steigert die Fähigkeit zur Entscheidungsfindung. Erhöhte Kommunikationsfähigkeit, die Fähigkeit Geschäftsbeziehungen aufzubauen und zu pflegen und nicht zuletzt eine Erhöhung der Work-Life-Balance ist entscheidend für erfolgreiche Unternehmen. Reibungsverluste durch Unsicherheit von Mitarbeitern und Folgen von Überarbeitung und Streß können so verhindert werden.

 Return of Investment
Durch Coaching werden in Unternehmen Möglichkeiten eröffnet, die sich mit Sicherheit auszahlen. Investitionen in Coaching lohnen sich. Die meisten Unternehmen berichten über ein ROI von über 85%.

 Zufriedene Klienten
Annähernd alle Unternehmen, die Coaching für ihre Mitarbeiter anbieten, berichten von einer hohen Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter. Über 99% sind sehr zufrieden mit Coachin und 96% würden jederzeit wieder einen Coach in Anspruch nehmen.
(More information on benefits of coaching can be found in the ICF Research Portal, including case studies and industry reports.
Source: ICF Global Coaching Client Study was commissioned by the ICF but conducted independently by PricewaterhouseCoopers.)

Offene Worte über Coaching


Es gibt viele Ansichten über Coaching. Wer ist ein Coach und was tut er? Zuerst einmal eine wichtige Feststellung. Ein Coach ist ein ganz besonderer Mensch, der gut ist in allem was er tut. Ein Coach ist ein Coach. Ich bin mir sicher, dass Sie das sofort erkennen werden, wenn Sie einem begegnen. Wenn Sie den Eindruck haben es mit einem Schwätzer zu tun zu haben, dann haben Sie es mit Sicherheit nicht mit einem Coach zu tun, der mit Ihnen arbeiten kann.
Es ist eine kindliche Vorstellung, man müsse nur ein paar tausend Euro in die Hand nehmen, eine Coachingausbildung absolvieren und könne dann in diesem wunderbaren neuen Beruf sehr viel Geld verdienen. Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt heute nur sehr wenige Menschen, die als Coach ihren Lebensunterhalt verdienen können. Die Weiterbildungsakademien sind natürlich ganz anderer Ansicht, denn sie verdienen gutes Geld mit der Ausbildung von Menschen, die gerne als Coach arbeiten wollen. Aber fragen Sie sich selbst, ob Sie auch nur 60 Euro pro Stunde für ein Coaching ausgeben würden oder ob Ihr Unternehmen bereit wäre 200,- Euro für einen professionellen Coach auszugeben. Das sind Hausnummern, die nur ein wenig Farbe in die Diskussion bringen sollen. 60 Euro pro Stunde wäre das absolute Miniumum für einen Coach. Aber fragen Sie sich, was Sie dafür erwarten würden? Was könnten Sie mit 60 Euro alles anfangen? Sie könnten sich einen Restaurantbesuch leisten oder ein Konzert besuchen. Für 60 Euro können Sie mehrfach ins Kino gehen oder was immer Sie sich gerade vorstellen. Stellen Sie sich die Situation vor, wenn Sie zu Ihrem Chef gehen und ihn bitten für Sie ein Coaching abzusegnen. „Das kostet nur 200,- EURO pro Stunde und ich brauche nur ungefähr 10-12 Stunden!“ Ich sehe den Chef rot anlaufen. Oder aber er wirft Sie auf der Stelle raus. „Coaching?! Was soll das bringen? Was kommt dabei heraus?“ Wenn Sie jetzt immer noch über den Wert einer Coachingausbildung nachdenken, versuchen Sie nur eine Handvoll potentieller Kunden zu finden, die Geld für ein professionelles Coachig ausgeben würden. Viel Glück dabei!
Ich habe jetzt viel über Geld geredet, aber denken Sie einfach mal darüber nach, was Sie Ihren Klienten versprechen würden, wenn Sie als professioneller Coach arbeiten würden.
STOP! Denkfehler! Sie dürfen Ihren Klienten überhaupt nichts versprechen. Im Gegenteil! Coaching heilt keine Krankheiten und verhindert keine Schmerzen. Coaching ist zunächst ein Selbstfindungsprozess für den Klienten. Zugegeben, mit einem professionellen Coach geht dieser Prozess sehr viel schneller, als wenn man es selbst manchen würde. Aber nur, wenn man bereit dazu ist den Coach voll und ganz zu akzeptieren. Der Coach muss zu einem passen. Ein Coach muss immer auf einem höheren Level sein, als seine Klienten. Niemand akzeptiert einen Berater oder Begleiter, der einem nicht das Wasser reichen kann. Jeder vernünftige Mensch sucht sich Menschen, die in der Lage sind ihn weiterzubringen. Ein Coach kann auch ein Mentor sein, wenn er die Potentiale seines Klienten hoch genug einschätzt. Aber das ist dann kein Coaching mehr.
Also, was soll und was bringt Coaching? Warum sollte man überhaupt mit einem Coach zusammenarbeiten? Das ist die entscheidende Frage, die sich auch jeder professionell arbeitende Coach stellen muss. „Was wollen meine Kunden, meine Klienten von mir? Was versprechen Sie sich von einer Zusammenarbeit mit mir? Glauben Sie überhaupt daran, dass Coaching Sie voranbringt?“
Um diese Fragen zu beantworten, muss der Coachee, der Klient, bereits eine Menge über psychologische Beratung und speziell über Coaching wissen.
Womit wir beim Coachingprozess wären. Der Anfang von allem ist Vertrauen. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Potentiale. Selbstvertrauen und Vertrauen in den Coach. Die Persönlichkeit des Coaches ist grundlegend für einen erfolgreichen Prozess.

Beratung ohne Ratschläge – Coaching


„Coaching ist eine ratschlagfreie Zone“

Viele Menschen um uns herum gefallen sich in der Rolle des Ratgebers. Sie glauben ganz genau zu wissen, was wir tun müssen. Sehen wir uns diese Leute einmal kritisch an. Haben sie tatsächlich alles richtig gemacht? Sind sie überhaupt in der Position, anderen Menschen Ratschläge zu erteilen? Wir alle suchen nach Halt und Sinn. Die Menge der Ratgeber auf dem Buchmarkt übertrifft inzwischen jede Vorstellung. Der gemeine Ratschlag lauert tatsächlich überall. Um so schwieriger wird es, den richtigen Weg durch den Dschungel zu finden. Coaching ist tatsächlich eine ratschlagfreie Zone, wenn es richtig gemacht wird. Ein Coach ist kein Trainer und kein Ratgeber. Er ist kein Berater. Das scheint widersprüchlich, weil ein Coach sehr wohl als psychologischer Berater agiert.

Ein Coach ist ein Coach, ist ein Coach, ist ein Coach – kein Berater

Die Hast der Zeit, Federzeichnung

Die Hast der Zeit, Federzeichnung (Photo credit: Wikipedia)

Ich habe einen äußerst erfolgreichen und geschickten CEO kennengelernt, der etwa seit einem Jahrzehnt ein ganz klares Konzept verfolgt. Er hat einen Plan, der wie eine Blaupause auf fast jedes Unternehmen im Maschinenbau angewendet werden kann. Er arbeitet immer nach dem gleichen Konzept. Ich habe das genau beobachtet. Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. Das Konzept beinhaltet die Modernisierung der von ihm geführten Unternehmen und eine Neuausrichtung von interner IT und Unternehmenskommunikation. Soweit, so gut. Das scheint tatsächlich zu funktionieren, ohne auf die versteckten inneren Strukturen der betroffenen Unternehmen einzugehen. Am Ende sehen wir glänzende und gut strukturierte Firmengruppen, denen aber die Seele fehlt. Die Braut sieht sehr gut aus und die Zahlen sind tiefschwarz. Dieser CEO ist ein typischer Beratertyp. Er weiß anscheinend genau, was zu tun ist und das setzt er dann, ohne Rücksicht auf Verluste, durch. Ein Blick genügt und er setzt seinen Masterplan in die Tat um. Bedenkenträger werden aus dem Weg geräumt und Geld spielt keine Rolle. Der Wert der betroffenen Unternehmen steigt enorm. Am Ende wird das Unternehmen profitabel verkauft und er steigt schnell in ein neues Unternehmen ein, um dort genau das Gleiche zu tun, was er immer schon gemacht hat. Inzwischen haben sich aber die Rahmenbedingungen geändert und das Konzept dieses Managers wird bald nicht mehr aufgehen. Das macht nichts. Er hat inzwischen genug verdient um sorglos in die Zukunft zu sehen. Er hat alles richtig gemacht. Das kann man von den Unternehmen, die er geführt hat, oft nicht behaupten. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Modernes Unternehmercoaching funktioniert anders. Ein Coach nimmt sich viel Zeit um die spezifischen Fähigkeiten des Unternehmens herauszuarbeiten. Das ist schwieriger als eine Blaupause anzusetzen. Am Ende des Tages ist es aber sehr viel nachhaltiger. Die Spezifika deutscher Unternehmen liegen nicht im Umbau nach internationalen Vorbildern. In den 1980ern war es modern sich an japanischen Vorbildern zu orientieren. Erst die spezifische Anpassung an Verhältnisse vor Ort und eine konsequente Weiterentwicklung brachte tatsächlich Erfolge. Um ein Unternehmen nachhaltig zu modernisieren braucht man sehr viel Zeit. Die Zeit zum Kern vorzudringen bleibt heute oft nicht. Es ist viel einfacher alles anders zu machen und sehr viele Projekte auf den Weg zu bringen. Bewegung ist alles. Wirkliche Veränderungen brauchen mehr Einfühlungsvermögen und mehr Zeit. Es ist leicht, etwas zu beginnen. Es ist viel schwerer, etwas durchzuhalten, Fehler zu erkennen und neue Entscheidungen zu treffen. Coaching ist das genaue Gegenteil der Ratschlagkultur. Es ist unendlich schwerer und erfordert viel mehr Einfühlungsvermögen und einen langen Atem. Aber es ist nachhaltig. Darauf kommt es an.

Motivation


Mitarbeiter der Wiener Kunstfilm-Industrie. Ze...

Mitarbeiter der Wiener Kunstfilm-Industrie. Zeitpunkt der Aufnahme unbekannt. (zwangsläufig zwischen 1911 (Umbenennung in „Wiener Kunstfilm-Industrie“) und 1919 (Neugründung als „Vita-Film“) (Photo credit: Wikipedia)

„Menschen kann man nicht motivieren, aber man kann aufhören sie zu demotivieren.“ Reinhard K. Sprenger – Mythos Motivation

Was ist das für eine Welt in der junge Menschen den Eindruck haben, nicht gebraucht zu werden, weil sie über „keinerlei Erfahrungen“ verfügen und ältere Mitarbeiter sehr schnell zum „alten Eisen“ zu gehören? Der Einstieg in die Arbeitswelt erscheint vielen zu schwierig. Abstieg und Ausstieg drohen permanent. Oft wird bereits Mitarbeitern ab 40 erklärt, dass sie den hohen Anforderungen bald nicht mehr entsprechen würden. Das ist offensichtlicher Unfug. Aber genau das gehört zum Werkzeugkasten inkompetenter Führungskräfte, die durch versteckte Drohungen versuchen Mitarbeiter zu führen. Die betroffenen Mitarbeiter schlucken derartige Bemerkungen tapfer herunter und reden nicht darüber. Damit beginnt ein Teufelskreis. Mitarbeiter, die darüber sprechen wollen, prallen auf eine eisige Mauer von Schweigenden. „Was? Man hat Dir nahegelegt, das Unternehmen zu verlassen? Mir hat das noch keiner gesagt!“ oder „Das bildest Du Dir nur ein! Sei mal nicht so empfindlich!“ Dabei bemerken die potentiellen Opfer nicht einmal, dass sie eigentlich im selben Boot sitzen. Früher oder später stehen sie vor derselben Situation, reden aber lieber nicht miteinander. Oft genügt es, sich mit einem kompetenten Menschen über die Situation zu unterhalten. Psychologische Berater mit Erfahrungen aus der Industrie sind der ideale Ansprechpartner für alle Betroffenen. Betroffen sind im Grunde alle. Die ganz jungen Leute, die noch nie ein Unternehmen von innen kennengelernt haben und auch die älteren, die kaum Erfahrungen damit haben das Unternehmen zu wechseln. Mitarbeiter, die bereits für mehrere Unternehmen gearbeitet haben, wissen, dass es überall ähnlich ist. Der Eindruck in einem besonderen Unternehmen zu arbeiten, in dem es ganz natürlich ist einem übergroßen Druck ausgesetzt zu sein tritt ganz besonders bei Mitarbeitern auf, die glauben, dass es keine Alternative für sie gibt. Was passiert eigentlich mit Mitarbeitern großer Firmengruppen, Banken und Versicherungen, wenn in aller Regelmäßigkeit Mitarbeiter freigesetzt werden müssen? Was passiert mit denen, die bleiben dürfen? Wie gestaltet sich die Karriere derer, die gehen mussten? Die, die bleiben, schätzen sich glücklich und wissen genau, dass sie die nächsten sein könnten. Motivation sieht anders aus. Demotivation scheint der Regelfall zu zu ein.

Coaching kann dabei helfen negative Glaubenssätze zu zertrümmern. Wer sagt denn, dass es keinen Job mehr nach dem Rausschmiss gibt? Wer glaubt tatsächlich, dass junge Mitarbeiter über 20 Jahre Erfahrungen verfügen müssen. Was machen eigentlich erfolgreiche Unternehmen mit ihren Mitarbeitern? Es ist ganz einfach. Erfolgreiche Unternehmen wissen, dass sie die Erfahrungen der Älteren mit der Neugier der Jungen zusammenbringen müssen. Ein altes russisches Sprichwort besagt, dass die besten Gespanne aus einem alten und einem jungen Pferd bestehen. Die Erfahrung des Älteren bewahrt den Jungen vor Fehlern aus Unwissenheit und Überschwang. Hören wir auf unsere Mitarbeiter zu demotivieren. Das ist ein großer Schritt nach vorn. Coaching kann helfen.

Rhetorik für Führungskräfte


Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens sein mittleres Management zu einem Tagesseminar in ein 5-Sterne Hotel eingeladen hatte. Er wurde vom Hauptgeschäftsführer der Unternehmensgruppe begleitet, der ihm vor versammelter Mannschaft das Zepter übergab. Sein Vorgänger war in den Ruhestand verabschiedet worden. Es war kein Geheimnis, dass der Nachfolger ihn nicht besonders gut leiden konnte. Alle Mitarbeiter waren gespannt, wie es nach dem Machtwechsel weitergehen würde.
Der oberste Chef hielt eine ausgezeichnete und kompetente Rede in der er die Unabhängigkeit des Unternehmens innerhalb der Firmengruppe unterstrich und die versammelten Manager zu neuen Anstrengungen und Erfolgen aufrief. „Sie sind das Wichtigste in diesem Unternehmen! Vergessen Sie bitte niemals, dass Sie für unsere Kunden arbeiten!“ Die Rede war gut und der Mann war ein ruhiger und ausgeschlafener Manager der alten Schule. Er musste nicht drohen und schimpfen. Wenn er Fragen stellte, wurde es oft still im Raum. Dann kam der neue Geschäftsführer zu Wort. „Ich kann nicht so gut reden!“, begann er seine kurze Rede und lächelte seine Unfähigkeit mit einem Glas Sekt in der Hand tapfer weg. Nach drei weiteren Sätzen meinte er nur „In diesem Sinne: Prost!“ und das war es dann. Ich stand damals fassungslos daneben und meine Gedanken drehten sich nur um diesen Satz: „Ich kann nicht so gut reden!“ Ich dachte nur: „Was kannst Du überhaupt?“ Leider habe ich am Ende Recht behalten. Diese Veranstaltung markierte den Anfang vom Ende des Unternehmens.
Die Kunst der Rhetorik ist das wichtigste Werkzeug eines Managers. Es ist seine Aufgabe Mitarbeiter zu führen und sie in die Lage zu versetzen effektiv zu arbeiten. Mit der Peitsche mag das eine Weile gut gehen. Aber auf die Dauer genügt das nicht.
Ein ganz ähnlicher Fall ist bezeichnend für die Situation in ganz kleinen Unternehmen. Ein Unternehmenschef ärgerte sich regelmäßig über die mangelhaften Leistungen seiner Mitarbeiter. Für ihn war es völlig klar, was zu tun war und er war der Ansicht, dass seine Leute es genau so sehen müssten wie er. Er erteilte seine Anweisungen und wunderte sich, wenn es Probleme gab oder die Mitarbeiter keine gute Arbeit ablieferten. Kunden beschwerten sich über nicht abgestimmte Leistungen und Rechnungen mussten korrigiert werden. Der Unternehmer nahm sich seine Leute persönlich vor seinen Kunden vor und es war nicht angenehm für alle Beteiligten. Als Beobachter der Situation wurde mir nur eines klar. Der Mann war unfähig klare Anweisungen zu erteilen und seine Kommunikation war mangelhaft. Er merkte nicht einmal wie schief er lag und redete sich so in Rage, dass nicht nur seine Mitarbeiter sauer auf ihn waren. Er vermittelte seinen Kunden einen weiteren Beweis seiner Inkompetenz. Aber das merkte er erst später, nachdem er sie längst verloren hatte.
(wie immer gilt auch hier: Ähnlichkeiten mit noch lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig!)

Deutsch: Steinhöfel, Ortsteil Heinersdorf in B...

Deutsch: Steinhöfel, Ortsteil Heinersdorf in Brandenburg. Das Gut in Heinersdorf steht unter Denkmalschutz. Das Haus ist baufällig und nicht bewohnt. (Photo credit: Wikipedia)

Ein sehr konkretes Angebot


Lotus competences

Lotus competences (Photo credit: Wikipedia)

Kennen Sie das Problem? Sie wollen ein konkretes Angebot und bekommen nur allgemeine Informationen und Stundensätze. Oder Sie werden ganz offenkundig falsch informiert. Dabei wollen Sie doch nur Kosten vergleichen und sich so auf eine geeignete Strategie einigen. In der IT ist das ein großes Problem. Niemand kann Äpfel mit Birnen vergleichen und oft verursachen falsche Entscheidungen Nachfolgekosten in ungeahnter Höhe. Die aktuelle IT-Revolution hat einen Namen. Cloud Computing bedeutet das Verschwinden von physischen Serverlandschaften in virtuelle Serverfarmen. Virtuell, weil in Zukunft alle Server auf virtuellen Maschinen laufen werden. Aber darüber brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Für Ihr Geschäft spielt es keine Rolle, wo Ihre Daten sich befinden, wenn sie nur sicher vor Industriespionage und dem unerlaubten Zugriff von Behörden sind. Im Internet ist es egal, wo Daten gespeichert sind. Immer, wenn Daten transportiert werden, können sie auch von Fremden gespeichert werden. Wenn diese Datenpakete stark verschlüsselt sind, so können sie trotzdem auf fremden Servern gespeichert und bei Bedarf entschlüsselt werden. Jedem IT-Spezialisten ist längst klar, was der neueste Whistleblower Edward Snowden, (allein die Nennung dieses Namens wird mich verdächtig machen ;-/ liebe Grüße an die Kollegen von der NSA!) aufgedeckt hat. „Sie ahnen nicht, was alles möglich ist!“ Wir wissen längst, was alles möglich ist.

Wir waren aber bei einem anderen Thema. Worauf kommt es an, wenn man IT-Projekte miteinander vergleichen möchte? In den 1980er Jahren lautete ein geflügeltes Wort, dass man nichts falsch machen konnte, wenn man „Blue“ kaufte. Blue stand für IBM und es war sehr teuer IBM Technik zu erwerben und zu betreiben. Eine Alternative war die Firma DIGITAL mit seinen MicroVAX-Minicomputern und dem ausgezeichneten Betriebssystem VMS. Dann kamen die PC-Netze mit MS-DOS, Novell, Windows, Apple etc. Die 1990er waren geprägt durch das uneingelöste Versprechen, das man mit vernetzen Computern einfach alles realisieren könne. Im Grunde stimmt es auch. Tatsächlich ist eine Menge erreicht worden. Wer genau hinschaut wird erkennen, dass Computernetzwerke in den 1990er Jahren eine Revolution in den Verwaltungen von Organisationen und Unternehmen ausgelöst haben. Kosten und Nutzen standen in keinem Verhältnis. Der Nutzen war viel höher als die erheblichen Kosten der IT. Erinnern Sie sich noch daran, wie eine Verwaltung am Ende der 1980er Jahre aussah? Aktenablage und unendliche Papierberge bestimmten das Bild. Wir haben zwar heute immer noch kein papierloses Büro und es heiß, dass immer mehr Papier bedruckt wird, weil es so einfach ist. Fakt ist aber, dass heute alles elektronische abgewickelt werden kann. Aber das ist ein anderes Thema.
Trotz aller unübersehbaren Fortschritte sprechen heute alle davon, wie man diese ausufernden IT Kosten endlich in den Griff bekommen könne. Das war schon immer so. Aber ohne IT geht es eben nicht. Allerdings mangelt es an wirklich konkreten Angeboten. So kann es schnell passieren, dass ein scheinbar günstiges Angebot sich als wesentlich teurer als das Angebot der aktuellen Marktführer darstellt. Viele Unternehmen glauben am besten zu sparen, wenn sie ihre IT Budgets so niedrig halten, dass es nicht weiter auffällt. Das geht ganz einfach, indem IT Kosten auf andere Kostenstellen verlagert werden. Da wird ein Vertriebsmitarbeiter gerne mal zum internen IT-Spezialisten. Am Ende zahlt der Vertrieb die Zeche. Eine IT-Abteilung kann sich schließlich niemand leisten. Es kommt ganz auf die Unternehmenspolitik an. Wenn Kosten gespart werden müssen, werden unbeliebte Posten aufgeweicht und verschoben. Das ist zwar nicht im Sinne des Controlling, aber es ist durchaus üblich. Beraterkosten werden übrigens oft nicht einmal eingeplant. Schließlich zahlt das Unternehmen jeden Monat viel Geld an Lohn-und Gehaltskosten. BABs und Bilanzen werden auf diese Art und Weise sehr schwer lesbar und schwer vergleichbar. Da hilft eigentlich nur externe Beratung um Licht in das Dunkel zu bringen. Man kann es natürlich auch selbst machen, aber wer hat schon die Zeit dazu?
Oft werden IT Kosten ins Feld geführt um nachzuweisen, dass man ja alles beim Alten bleiben kann um nicht „noch mehr Geld“ auszugeben. Interne IT Abteilungen neigen zudem dazu viele Arbeiten selbst zu übernehmen. Die Politik die dahinter steht, liegt auf der Hand. Es handelt sich durchaus um joberhaltende Maßnahmen. Andererseits schwingt das Pendel zwischen Outsourcing und Insourcing ständig hin und her. Es ist immer wieder das selbe Spiel. Alles kommt auf die Perspektive an. Viele Geschäftsführer wollen eigentlich nur, dass alles funktioniert. Probleme im IT Bereich sind nicht ihre Sache. „Wir haben gute Leute! Klären Sie das doch mit denen!“ Dabei ist der Geschäftsführer direkt verantwortlich für IT-und Datensicherheit. Er kann zwar seine EDV-Abteilung rauswerfen, wenn etwas schief geht. Allerdings haftet er persönlich. Das ist den Managern oft nicht bewusst. Ein gewisser Mut gehört eben einfach zu einer solchen Tätigkeit dazu. Ein Grund mehr, sich mit einem externen Berater zu unterhalten.
Nur so werden gravierende Probleme schneller bekannt und Gegenmaßnahmen können eingeleitet werden.
Das Beraterhonorar ist ein indirekter Nachweis der Sicherheitsaktivitäten des Unternehmers. Eine gute Beratung ist unverzichtbar, auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht.

Und das ist das konkreteste Angebot, das ich Ihnen machen kann. Meine Stunden- und Tagessätze teile ich Ihnen gerne mit.

Alleinstellungsmerkmale


Bauhaus, Dessau, Germany

Bauhaus, Dessau, Germany (Photo credit: Rashunda)

Jedes Unternehmen, jeder Mitarbeiter, jedes neue Produkt hat ein Alleinstellungsmerkmal. Je klarer dieses Merkmal ausgebildet ist um so wertvoller ist die Marke. Apple hat lange von seinem ausgezeichneten Design und der berühmten leichten Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit seiner Computer gelebt. Apple war die erste Wahl bei den Kreativen, die Computer einfach nur nutzen wollten und sich nicht als IT Fachleute verstanden. Apple waren die „Guten“ und Microsoft war der Inbegriff der dunklen Macht. Die Zeiten haben sich wieder einmal geändert. Apple ist immer noch eine Designikone, ähnlich wie die deutsche Firma BRAUN, deren Formensprache die Amerikaner übernommen haben. Dahinter stehen auch Designbewegungen wie das berühmte BAUHAUS.

Vor Jahren hatte ich mir Gedanken über den Wert von Design und den daraus resultierenden Produkten gemacht. Damals war es noch wichtig ein Auto zu besitzen. Am besten von einer bestimmten Marke. Heute ist es wichtiger das richtige Smartphone mit den richtigen Programmen zu nutzen, als ein Auto zu besitzen. Vor wenigen Jahren war das unvorstellbar. Ein iPhone steckt man in die Tasche und mit dem Auto muss man in der Großstadt lange herum fahren, bis man endlich eine Parklücke findet. Außerdem weiß man nie, ob das Auto am nächsten Tag noch an seinem Platz steht.

Braun-SK6-Dieter-Rams

Braun-SK6-Dieter-Rams (Photo credit: D68 design+art)

Jedes Unternehmen hat seine spezifischen Alleinstellungsmerkmale. Manche Unternehmen sind einfach nur billiger als die Konkurrenz. Andere bestehen auf Luxus und Nachhaltigkeit. Wieder andere Unternehmen begeistern ihre Kunden durch die sprichwörtliche Zuverlässigkeit ihrer Produkte.

Auch Berater und Coaches brauchen ein Alleinstellungsmerkmal. Ich habe lange darüber nachgedacht, bis ich darauf kam, was mich antreibt. Ich verfüge über eine ausgesprochene Menschenkenntnis und ich bin ein freundlicher Mann. Vieles habe ich von meinem Vater geerbt. Dafür kann ich nichts, es ist angeboren. Er ist ein sehr freundlicher Mann. Manchmal viel zu freundlich. Ich bin wie er und zusätzlich noch mit einem stark ironischen Zug ausgestattet, manche nennen mich einen Zyniker. Aber ich habe es im Griff. Ich habe gelernt mich nicht durch entgleisende Gesichtszüge zu verraten und auch dann noch freundlich zu bleiben, wenn ich auf ganz und gar unangenehme Leute treffe. Meine liebsten Klienten sind griesgrämige Manager und Unternehmer, die glauben alles besser zu machen als der Rest der Welt. Sie sind meine wahre Herausforderung. Solche Menschen haben immer ein Problem. Tief in ihrem Inneren wissen sie das auch. Ich kann mich ganz besonders gut mit ihnen unterhalten. Wenn sie es einmal erkannt haben, dann wollen sie in der Regel auch weg davon. Diejenigen, die sich in ihrer cholerischen Art gefallen, sollen das ruhig weiter machen. Sie sind durchschaubar und arbeiten nicht gerade effektiv auf konkrete Ziele hin. Die anderen wissen es zu schätzen sich im Griff zu haben und sich vor allem nie wieder zu undurchdachten Reaktionen provozieren zu lassen.
Es lohnt sich und das ist mein Alleinstellungsmerkmal: Ich habe dem Arschloch-Managegement den Kampf angesagt. Ich hasse es, wenn kleine Unternehmer ihre Mitarbeiter zusammenfalten und sinnlos beschimpfen. Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich finde es nur dumm und völlig geistlos, sich so aufzuführen. Das ist kein guter Stil und darum tue ich was dagegen. Management muss ein Ziel und einen Sinn haben. Schlechte Laune auf die Mitarbeiter abzulassen, finde ich persönlich, unreif.
Ich arbeite mit Managern, die ihre cholerische Ader in den Griff bekommen wollen um die wirklich wichtigen Entscheidungen mit einem klaren Kopf treffen zu können. „Cool down!“ ist das Motto. Das bedeutet nicht, dass ich ausdruckslosen Zombies das Wort rede. Authentizität und ein offenes Wesen sind immer noch eine wichtige Grundlage für eine gesunde Geschäftsbeziehung. Business darf Spaß machen! Warum sollten wir sonst arbeiten? – Nur für Geld? Ich bitte Sie! –

Alice im Wunderland


Alice’s Abenteuer im Wunderland Übersetzer: An...

Alice’s Abenteuer im Wunderland Übersetzer: Antonie Zimmermann Orginal Titel: Alice’s Adventures in Wonderland Illustrationen: John Tenniel (Photo credit: Wikipedia)

 

Heidis Coaching Brief Nr. 419 – Alice im Wunderland
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Liebe Freunde

Sicher kennen Sie alle die Geschichte von Alice im Wunderland, wo Alice die Katze fragt, wohin sie gehen könnte:
„Würdest Du mir bitte sagen, welchen Weg ich einschlagen muss?“ „Das hängt in beträchtlichem Maße davon ab, wohin du gehen willst“, antwortete die Katze. „Oh, das ist mir ziemlich gleichgültig“, sagte Alice. „Dann ist es auch einerlei, welchen Weg du einschlägst“, meinte die Katze. „Hauptsache, ich komme irgendwohin“, ergänzte sich Alice. „Das wirst du sicher, wenn du lange genug gehst“, sagte die Katze.

Mit oder ohne Ziel, beide Möglichkeiten sind sehr charmant.
Mit Ziel sind wir sehr fokussiert. Es gibt einen Anfang, einen Schluss, eine Zeit dazwischen. Wir definieren das Endresultat, wir definieren die Dauer, wie lange brauchen wir für was, mit wem machen wir etwas, wir legen ein Budget fest und dann geht es los. Projekte funktionieren so.
Haben wir kein Ziel, keine Richtung, dann liegt der Fokus auf dem Ausprobieren, dem Testen. In der Wissenschaft wird geforscht, man probiert etwas Neues aus, man weiss anfangs nicht genau, wohin die Reise gehen könnte. Auch kreative Menschen haben oft kein Endprodukt im Kopf, sie brauchen offene grosse Zeitfenster. So wie die Katze sagt, man kommt sicher irgendwohin, wenn man lange genug geht.

Experimentieren Sie im Alltag doch mit beiden Möglichkeiten. Manchmal sind klare, exakt definierte Ziele notwendig, um vorwärtszukommen. Und manchmal braucht es den Mut, etwas Neues einmal auszuprobieren. In solch einer Phase macht es mehr Sinn, ohne Struktur, scheinbar richtungslos etwas zu machen oder abzuwarten, um etwas Neues zu erfahren.

Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Sommerzeit.

Ganz liebe Grüsse
Heidi Röthlisberger

PS: Die nächsten zweieinhalb Wochen bin ich unterwegs. Ich wandere mit meinem Partner den „Westweg“, einen wunderschönen Fernwanderweg quer durch den Schwarzwald, 280 km von Pforzheim nach Basel.
Ab 1. Juli bin ich wieder da und ab dann telefonisch wie auch per Mail wieder für Sie erreichbar.

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Heidi Röthlisberger; MCC
Life Coaching am Telefon
ICF Master Certified Coach
http://www.heidisworldwidecoaching.com

Feldstrasse 56
4123 Allschwil
Schweiz

+41 61 534 17 08 (Phone)
info@heidisworldwidecoaching.com

 

#192 Become a leader in your field!


Bundesarchiv Bild 183-38776-0001, Hadmersleben...

Bundesarchiv Bild 183-38776-0001, Hadmersleben, Grünspargelzüchter (Photo credit: Wikipedia)

Become a though leader in your field!

oder

Werden Sie ein Spitzenreiter und Vorläufer auf Ihrem Gebiet!

Was ist Ihr Gebiet? Wo sind Sie am stärksten? Was wollen Sie wirklich? Es ist die Frage aller Fragen. Sein oder Nichtsein! Das ist tatsächlich DIE FRAGE! Wo können Sie der Beste sein? Kennen Sie das Gefühl? Sie haben sich für eine Ausbildung, ein Studium, eine Spezialisierung entschieden und stellen irgendwann fest, dass Sie ein Ziel verfolgen, das vielleicht nicht so ganz das richtige Ziel ist. Was macht man da? Aufhören und etwas Neues anfangen? Das wäre naheliegend. Aber es wäre vermutlich auch falsch. Wenn wir uns die vielen jungen Leute ansehen, die eine Lehrausbildung beginnen und nicht zu Ende bringen, dann wird das Dilemma deutlich. Es ist wichtig, sich für eine Sache zu entscheiden und sie dann mit Hingabe auszufüllen. Wer eine Ausbildung begonnen hat, kann durchaus wechseln, wenn sich herausstellt, dass man etwas ganz Anderes will. Aber einfach hinwerfen und sich in den Garten setzen um auf ein Wunder zu warten? Nein! Das ist ganz sicher falsch. Aber es wird auch deutlich, dass jeder Mensch ganz genau herausfinden muss wo seine Interessen, seine Talente und seine Möglichkeiten zu finden sind. Was treibt uns an? Wem eifern wir nach? Wie immer gilt der Satz: Learn from the best! Lernen wir von den Menschen, die uns als Vorbild dienen. Das ist der erste Schritt. Wer wollen wir sein? Welche Rolle wollen wir einnehmen? Was wollen wir erreichen? Leben wir für oder gegen unsere Überzeugungen? Sind wir glücklich mit dem, was wir tun? Wissen wir genug über das was wir gerne machen wollen? Was ist Ihr Feld? Otto Scharmer beschreibt in seiner „Theory U“ das Feld als Metapher für Aufmerksamkeit und Potential. In einem Feld steckt alles drin. Ein Bauer geht im Frühjahr über das Feld und prüft den Zustand des Bodens. Er bringt die Saat aus und er beobachtet das Wachstum. Er braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit um sich in das Feld hinein zu denken. Wir selbst sind so ein Feld. Ein idealer Nährboden für eine ganz besondere Fähigkeit, die gefunden und ausgebildet werden muss. Nehmen wir an, Sie haben ein ganz besonderes Vorbild. Ein bekannter Musiker könnte so ein Vorbild sein. Er oder sie kann tanzen, singen und begnadet Klavier spielen. Können Sie das auch? Steckt das Talent in Ihnen? Oder haben Sie andere Qualitäten? Vielleicht sind Sie ein begnadeter Lehrer, der in der Lage sein wird, Jugendliche zu begeistern und bei ihrem Weg in die Zukunft zu begleiten? Was ist das versteckte Talent in Ihnen? Wer wollen Sie sein? Wer werden Sie sein? Wie reagieren unsere Freunde und Bekannte, wenn wir von unseren Plänen sprechen? Trauen die uns das zu? Es ist interessant sich über seine Ideen zu unterhalten und gemeinsam immer mehr auszubauen! Diese Feldbetrachtung kann sich gerne schnell ausbreiten und groß werden. Machen Sie sich ein Mindmap Ihrer Ideen! Betrachten Sie Ihre Möglichkeiten! Lassen Sie sich nicht einschränken, sondern lassen Sie es zu: So werden Sie zu einem Menschen, der in der Lage ist neue Wege zu gehen. Andere werden Ihnen möglicherweise folgen. Wäre das etwas für Sie? Reden Sie einfach mit dem Coach Ihres Vertrauens. Der weiß wie man solche Gespräche führt. Und denken Sie immer daran: Sie können nur da am besten werden, wo Ihre Talente und Ihre Berufungen zu finden sind. Wenn Sie an dieser Stelle ansetzen und voller Energie dran bleiben, dann werden Sie Erfolg haben! Betrachten Sie Ihr Feld und Ihre Möglichkeiten ganz genau. Nehmen Sie sich die Zeit dafür. Fühlen Sie sich hinein. Sie werden es wissen, wenn es so weit ist.

#191 Management und Coaching


vice

vice (Photo credit: Wikipedia)

Psychologische Beratung, Mediation, Supervision und Coaching sind Werkzeuge für Führungskräfte im Management von Unternehmen und Organisationen. Diese Werkzeuge wollen beherrscht werden. Der erste Schritt zur Beherrschung von Werkzeugen ist eine aufgeräumte Werkbank und die Kenntnis der zur Verfügung stehenden Werkzeuge. Was ist ein Hammer? Wie benutzt man einen Schraubstock? Welcher Bohrer ist für welchen Dübel geeignet? Wann greift man zum Lötkolben und wann zum Schweißgerät? Welches Material wird wie bearbeitet? Zugegeben, manche Führungskräfte haben in ihrem Leben noch nicht einmal ein Vogelhäuschen zusammengebaut. Sie reden über Dinge, von denen sie tatsächlich keinerlei Ahnung haben. Kein Wunder, wenn sie direkt vom gut behüteten Elternhaus und dem Abitur nach Amerika gehen konnten um dort die Sprache zu lernen und anschließend direkt von einer Universität in die Wirtschaft gewechselt sind. Solche Manager sind klar im Vorteil. Oft schmücken sie sich mit einem Doktortitel und natürlich sprechen sie perfekt Englisch. Aber sie verstehen möglicherweise nicht, wo die Geheimnisse der Technologien zu finden sind, über die sie zu bestimmen haben. Der Zugang zu den Fachspezialisten bleibt solchen Managern oft verwehrt. Sie verstehen oft nicht, worauf es tatsächlich ankommt. Die deutsche Industrie lebt von der typisch deutschen Mentalität. Deutsche Ingenieure und Facharbeiter sind sorgfältig ausgebildete Tüftler und Perfektionisten. Sie geben sich nicht mit Mittelmaß zufrieden, sondern wollen an der Spitze stehen. Ob das in den kommenden Jahren so bleiben wird, bleibt zu hoffen. Es ist schon interessant, wie sich die Wirtschaft in den vergangenen 40 Jahren entwickelt hat. Denken wir nur an die Übermacht japanischer Unternehmen in den 1970er bis 1990er Jahren. Trotz aller Prognosen hat sich die deutsche Wirtschaft auf einem hohen Niveau behaupten können. Das hat nicht zuletzt mit der Qualität der Facharbeiterausbildung, den Diplomingenieuren und dem bodenständigen Handeln mittelständisch geprägter Unternehmer etwas zu tun.

Zurück zum Thema Management und Coaching. Manager können als Coach in ihren Unternehmen unterwegs sein. Das ist nicht der schlechteste Ansatz. Aber wie wirkt man als Coach? Wie funktioniert das und was ist zu beachten? Man muss seine Werkzeuge kennen, benennen und beherrschen. Ein guter Manager beherrscht sein Handwerkszeug. Eine gute Coaching-Ausbildung ist die Grundlage für gutes Management. Denn Coaching ist das aktuelle Werkzeug für Führungskräfte. Und jeder gute Coach weiß, dass er selbst einen Coach braucht um sich weiterzuentwickeln.

 Ein Coach ohne einen Coach ist keiner!

Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es ratsam, sich einen Coach zu suchen. Einen Begleiter, der professionell und sachlich Feedback gibt und auch in schwierigen Situationen zur Verfügung steht.