#184 Informatikunterricht an den Schulen


Der Informatikunterricht an den Schulen ist auf dem besten Weg, den Status von Handarbeitskursen zu erreichen. Die Bedeutung dieses Fachgebietes wird einerseits völlig unterschätzt und andererseits wird es immer schwieriger, die Schüler für Informatik zu begeistern. Das liegt zum Teil an den allgegenwärtigen Computern neuester Bauart, die den Jugendlichen heute selbstverständlich zur Verfügung stehen. Viele Lehrer haben ein Problem mit dem Fach. Das ist kein Wunder. Es ist genau so, als ob ein Mathematiklehrer den Schülern der 12. Klasse die Grundlagen der Mathematik nahe bringen möchte. Der Unterricht geht zu allem Überfluß völlig an den Bedürfnissen der Industrie vorbei. Was nützt es, wenn im Informatikunterricht an Excel-Tabellen und Webseiten herumgefrickelt wird? Was waren das noch für Zeiten, als es faszinierend war, wenn man sein erstes Basic-Programm geschrieben hatte und es sofort voller Begeisterung ausprobieren und variieren konnte. Der Informatikunterricht muss sich grundlegend ändern. Wie wäre es, wenn die Schüler dort lernen würden, wie Apps programmiert werden? So etwas geben die Lehrpläne aber ganz sicher nicht her. Lehrer, die so etwas beherrschen, stehen nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Ein Teufelskreis. Es ist ein grundlegendes Problem, dass viele Jugendliche zwar mit Computern und Internet aufgewachsen sind und doch meist keine Ahnung haben, wie die Technologie tatsächlich funktioniert. Es ist wichtig zu wissen, wie eine Programmierumgebung benutzt wird und eigene Anwendungen erstellt werden. Das Problem kann gelöst werden. Alles was gebraucht wird ist eine geeignete Programmierumgebung und Profis, die bereit sind für die Schulen zu arbeiten. Was heute wichtig ist sind Themen wie Cloud-Computing, Virtualisierung von IT-Umgebungen und ein grundlegendes Programmierverständnis. Das sollte doch zu schaffen sein.

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