Heidis Coaching Brief Nr. 418 – Umwege


English: The Castle (El Castillo) at the World...

English: The Castle (El Castillo) at the World Heritage Site Chichen Itza. From the east side you can see both the restored side and the still rather ruinous side of the pyramid. (Photo credit: Wikipedia)

ich bin stolz darauf einen regelmäßigen Rundbrief einer erfahrenen Kollegin auf meinem Blog zitieren zu dürfen!

Hallo lieber Herr Zöbisch
Besten Dank für Ihre Mail und auch für Ihre Anfrage. Sie können gerne meine Briefe auf Ihrem Blog veröffentlichen. Solange Sie die Briefe nicht verändern und meine Kontaktdaten mit veröffentlichen, so dass man weiss, dass ich es geschrieben habe, ist das für mich absolut in Ordnung. Ich würde mich sehr darüber freuen.
Ihnen einen wunderbaren Nachmittag noch, geniessen Sie die Sonne und die Wärme, es ist doch jetzt tatsächlich Sommer geworden. Zumindest hier bei uns in Basel.

Ganz liebe Grüsse von einer Kollegin!
Heidi Röthlisberger

Heidi Röthlisberger
Life Coaching per Telefon
ICF Master Certified Coach
Feldstrasse 56
4123 Allschwil
Schweiz
+41 61 534 17 08
http://www.heidisworldwidecoaching.com
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Heidis Coaching Brief Nr. 418 – Umwege
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Liebe Freunde

Umwege, Abweichungen, Seitenpfade, Schlenker oder Abstecher hören sich in einem Lebenslauf nicht gut an.
Warum eigentlich nicht?

Wenn jeder den kürzesten und direktesten Weg zum Ziel nimmt, dann verpasst er eine ganze Menge. Gerade die Schlenker, die Umwege, gerade auf den Seitenpfaden entdeckt man unglaublich reizvolle Häuser, Gärten, Wege, Mauern, Blumen. Die wirklich interessanten, besonderen Menschen muss man suchen, sie stehen nicht prämiert im Schaufenster. Christopher Kolumbus wollte eigentlich nach Indien und hat bei seinem Umweg Amerika entdeckt. Das war auch nicht so geplant, hat jedoch die Welt verändert.

Vor Jahren war ich in Mexiko und wir wollten die alten, grossen imposanten Pyramiden von Chichen Itza anschauen. Unser Reisebuch führte uns immer mehr in den Dschungel und wir entdeckten wirklich grossartige Pyramiden. Verwundert waren wir nur, dass so wenige Menschen dort waren, dass die Ruinen auch alle so verwildert und überwachsen waren, es kostete nicht einmal etwas. Erst ein paar Tage später realisierten wir, dass unser Reisebuch sich auf ganz alte Sehenswürdigkeiten abseits der grossen Touristenattraktionen spezialisiert hatte. Wir erlebten dann auch das Kontrastprogramm und sahen das „richtige“ Chichen Itza. Bis heute ist mir jedoch dieser Umweg in allerbester Erinnerung.

Hans Blumenberg, ein deutscher Philosoph, ermuntert uns, Umwege zu gehen: „Alles hat Aussicht, erlebt zu werden, wenn es gelingt, alle auf Umwegen gehen zu lassen. Die Welt bekommt Sinn durch die Umwege der Kultur in ihr. …nur wenn wir Umwege einschlagen, können wir existieren. Gingen alle den kürzesten Weg, würde nur einer ankommen.“

Haben Sie mehr Mut für ein Leben mit mehr Verirrungen, mit mehr Abwechslungen, mit mehr Umwegen!

Ganz liebe Grüsse
Heidi Röthlisberger

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Heidi Röthlisberger; MCC
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#186 Kurzzeitcoaching – Solution Circle


1 Rahmen klären
Dieser erste Schritt dient dazu, Vertrauen zum Coach aufzubauen und sich gemeinsam darüber zu einigen, was benötigt wird, damit alle mit Engagement mitarbeiten können.
In diesem ersten Schritt gilt es, die Vorgehensweise und Rollen zu klären. Vorab sollte als wichtiger Aspekt festgehalten werden, dass der Coach für diesen Workshop die Struktur und den Rahmen schafft, den Verlauf koordiniert und viele Fragen stellen darf. Es sind jedoch die Teilnehmer, die für den Inhalt zuständig sind und die Lösungen entwickeln.
2 Erwartungen und Ziele formulieren
Ziel dieses Schrittes ist es, die Erfolgskriterien für die Sitzung zu definieren. Welche Ziele müssen erreicht und welche Erwartungen erfüllt sein, damit eine Mitarbeit sich überhaupt gelohnt hat? Hilfreiche Fragen, die der Coach stellen sollte, sind:
Was soll in diesem Workshop passieren, damit es sich für die Teilnehmer gelohnt hat, mit dabei gewesen zu sein?
Was soll am Schluss dieses Workshops anders sein als vorher?
Woran werden Sie merken, dass Sie dieses Ziel erreicht haben?
3 Brennpunkte definieren
In diesem Schritt werden die brennenden Themen fixiert, in denen eine Verbesserung eintreten soll.
4 Sternstunden suchen
Die Beteiligten machen sich auf die Suche nach Situationen, in denen das Problem oder der Konflikt weniger oder gar nicht aufgetreten ist. Sie finden heraus, mit welchen Fähigkeiten und Kompetenzen sie dies geschafft haben. Dazu dienen folgende Fragen:
Welche Begebenheiten gab es in den letzten Wochen, die bezüglich der Fragestellung wie eine kleine Sternstunde erschienen?
Was war dabei genau anders?
Was hat Ihnen geholfen, in dieser Art zu reagieren?
Was haben Sie dazu beigetragen, dass Ihr Kollege so reagiert hat?
5 „Futur Perfekt“: Das Lösungsbild entwerfen
Im „Futur Perfekt“ entwirft das Team eine möglichst präzise Vorstellung einer Zukunft, in der die Probleme gelöst sind. Fragen des Coachs:
Wenn sich das Team genau nach unseren Wünschen entwickeln würde – wo würde es dann in zwei Jahren stehen?
Was würden Sie genau anders tun?
Was würden andere dann über das Team sagen?
6 „Scaling Dance“: Was bereits gut funktioniert
Die einzelnen Mitglieder des Teams schätzen die heutige Situation ein. Es geht darum, herauszufinden, was in der Vergangenheit bereits gut funktioniert hat. Fragen:
Stellen Sie sich eine Scala von 1 bis 10 vor. Wo stehen Sie heute bezüglich des Themas X, wobei „10“ den wirklichen Idealzustand und „1“ das genaue Gegenteil darstellt?
Wie haben Sie es geschafft, bereit heute auf diesen Punkt zu kommen? Was macht den Unterschied zwischen „1“ und diesem Punkt aus?
Wenn Sie an Ihre beste Sternstunde aus Schritt 5 denken, wo lag sie auf derselben Skala? Was macht hier den Unterschied aus?
Was haben Sie persönlich dazu beigetragen, dass Sie schon auf X stehen?
7 Maßnahmen festlegen
In diesem Schritt werden konkrete Maßnahmen formuliert, die das Team in nächster Zukunft – am besten schon morgen – umsetzen kann.
Auf der Basis des vorangegangenen Schrittes lässt sich leicht zu den Maßnahmen überleiten. Es gilt festzuhalten, was getan werden muss, um einen kleinen Schritt in Richtung „Lösung“ zu vollführen.
8 Persönlicher Auftrag
Durch einen Beobachtungs- oder Handlungsauftrag, den der Coach gibt, soll die Aufmerksamkeit auf bestimmte Aspekte der Umsetzung gerichtet werden. Es gilt das wahrzunehmen, was sich zum Positiven zu verändern beginnt.

#185 Kurzzeitcoaching – Die Königsdisziplin des Coaching


Der beste Einstieg in das Coaching ist Kurzzeitcoaching. Das ist die Königsdisziplin des Coaching. Kurzzeitcoaching verlangt sehr viel vom Coach und vom Klienten. Ich hatte ein sehr eindrückliches Erlebnis, als mich ein Bekannter anrief und um Rat fragte. Er kannte mich als Betreuer einer Jugendgruppe und er wusste, dass ich immer ein offenes Ohr für die Ängste und Probleme, aber auch die Pläne meiner jugendlichen Anvertrauten hatte. Max M. (Name geändert) hatte einen Termin mit einem möglichen neuen Arbeitgeber vereinbart und wollte nun wissen, wie er sich erfolgreich präsentieren könnte. Er wollte Anregungen, Ratschläge, Tipps von mir. Ich erklärte ihm wie Coaching funktioniert und dass ich das  auch für private Klienten anbiete. “Ich verstehe!”, meinte Max. “Das bedeutet, dass ich Geld dafür bezahlen muss. Richtig?” – “Was wäre es Dir wert, ein Coaching mit mir zu erleben? Ich nehme 60 EURO für eine Stunde und 30 EURO für ein Kurzzeitcoaching am Telefon.” “Und was kann ich davon erwarten? Wie muss ich mir das vorstellen? Was kommt dabei heraus?” “Das wird sich im Gesprächsverlauf zeigen. Aber ich muss Dich warnen: Ich gebe keine Ratschläge! Alles was Du tun wirst, ist bereits in Dir vorhanden.” “Also ehrlich! Du machst mich neugierig! Ich würde mich für ein Telefoncoaching entscheiden. Wann hast Du denn mal Zeit für mich? Wie läuft das ab?” “Ich schicke Dir einen Vertrag per eMail. Keine Angst! Das ist kein Zauberwerk. Da findest Du meine Kontonummer und wenn Du einverstanden bist, überweist du mir das Geld mit der Angabe der Auftragsnummer. Du füllst das Formular aus und sendest es mir einfach unterschrieben zurück. Und dann kann es auch schon losgehen!”
Ich lege Wert auf den Vertrag und die Überweisung des Geldes. Nur wenn der Klient tatsächlich Geld für ein Coaching ausgeben will, nimmt er das Coaching ernst. Viele Coachings verrinnen im Sande, weil es zu keinem echten Vertragsverhältnis kommt. Erst wenn der Klient den Vertrag aufmerksam gelesen hat und bereit ist dafür zu zahlen, kann das Coaching tatsächlich beginnen.