#186 Kurzzeitcoaching – Solution Circle


1 Rahmen klären
Dieser erste Schritt dient dazu, Vertrauen zum Coach aufzubauen und sich gemeinsam darüber zu einigen, was benötigt wird, damit alle mit Engagement mitarbeiten können.
In diesem ersten Schritt gilt es, die Vorgehensweise und Rollen zu klären. Vorab sollte als wichtiger Aspekt festgehalten werden, dass der Coach für diesen Workshop die Struktur und den Rahmen schafft, den Verlauf koordiniert und viele Fragen stellen darf. Es sind jedoch die Teilnehmer, die für den Inhalt zuständig sind und die Lösungen entwickeln.
2 Erwartungen und Ziele formulieren
Ziel dieses Schrittes ist es, die Erfolgskriterien für die Sitzung zu definieren. Welche Ziele müssen erreicht und welche Erwartungen erfüllt sein, damit eine Mitarbeit sich überhaupt gelohnt hat? Hilfreiche Fragen, die der Coach stellen sollte, sind:
Was soll in diesem Workshop passieren, damit es sich für die Teilnehmer gelohnt hat, mit dabei gewesen zu sein?
Was soll am Schluss dieses Workshops anders sein als vorher?
Woran werden Sie merken, dass Sie dieses Ziel erreicht haben?
3 Brennpunkte definieren
In diesem Schritt werden die brennenden Themen fixiert, in denen eine Verbesserung eintreten soll.
4 Sternstunden suchen
Die Beteiligten machen sich auf die Suche nach Situationen, in denen das Problem oder der Konflikt weniger oder gar nicht aufgetreten ist. Sie finden heraus, mit welchen Fähigkeiten und Kompetenzen sie dies geschafft haben. Dazu dienen folgende Fragen:
Welche Begebenheiten gab es in den letzten Wochen, die bezüglich der Fragestellung wie eine kleine Sternstunde erschienen?
Was war dabei genau anders?
Was hat Ihnen geholfen, in dieser Art zu reagieren?
Was haben Sie dazu beigetragen, dass Ihr Kollege so reagiert hat?
5 „Futur Perfekt“: Das Lösungsbild entwerfen
Im „Futur Perfekt“ entwirft das Team eine möglichst präzise Vorstellung einer Zukunft, in der die Probleme gelöst sind. Fragen des Coachs:
Wenn sich das Team genau nach unseren Wünschen entwickeln würde – wo würde es dann in zwei Jahren stehen?
Was würden Sie genau anders tun?
Was würden andere dann über das Team sagen?
6 „Scaling Dance“: Was bereits gut funktioniert
Die einzelnen Mitglieder des Teams schätzen die heutige Situation ein. Es geht darum, herauszufinden, was in der Vergangenheit bereits gut funktioniert hat. Fragen:
Stellen Sie sich eine Scala von 1 bis 10 vor. Wo stehen Sie heute bezüglich des Themas X, wobei „10“ den wirklichen Idealzustand und „1“ das genaue Gegenteil darstellt?
Wie haben Sie es geschafft, bereit heute auf diesen Punkt zu kommen? Was macht den Unterschied zwischen „1“ und diesem Punkt aus?
Wenn Sie an Ihre beste Sternstunde aus Schritt 5 denken, wo lag sie auf derselben Skala? Was macht hier den Unterschied aus?
Was haben Sie persönlich dazu beigetragen, dass Sie schon auf X stehen?
7 Maßnahmen festlegen
In diesem Schritt werden konkrete Maßnahmen formuliert, die das Team in nächster Zukunft – am besten schon morgen – umsetzen kann.
Auf der Basis des vorangegangenen Schrittes lässt sich leicht zu den Maßnahmen überleiten. Es gilt festzuhalten, was getan werden muss, um einen kleinen Schritt in Richtung „Lösung“ zu vollführen.
8 Persönlicher Auftrag
Durch einen Beobachtungs- oder Handlungsauftrag, den der Coach gibt, soll die Aufmerksamkeit auf bestimmte Aspekte der Umsetzung gerichtet werden. Es gilt das wahrzunehmen, was sich zum Positiven zu verändern beginnt.

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