Wie ein Coaching abläuft – Chunking


ContactingContractingClearingChunking – Concepting – Changing – Controlling
Chunking – Zerlegen und (neu) zusammenfügen

Ziele – META – Probleme – Maßstäbe und Relationen – Skala – Glaubenssätze und Vorannahmen – Teilziele und Meilensteine – Erfüllungsbedingungen – Wunderfrage

Chunking fühlt sich in einem CoachingProzess für den Klienten so ähnlich an wie SmallTalk. Der Coach wechselt scheinbar das Thema und beleuchtet andere Aspekte, die zunächst einmal wenig mit dem Thema zu tun haben. Mit Hilfe von Chunking wechselt der Coach die Abstraktionsebene. Chunking-Up ist das Wechseln von einer niedrigen Abstraktionsebene in eine höhere. Chunking-Down bedeutet das Gegenteil. Der Coach führt das Gespräch auf eine niedere Abstraktionsebene.
Ein Beispiel ist die Klassifizierung von Gegenständen. Auf der höchsten Abstraktionsebene befindet sich der Begriff Transportmittel.
Nun gehen wie Schritt für Schritt auf niedrigere Ebenen der Abstraktion und gehen immer weiter in Details.

Transportmittel:

Schiff, Flugzeug, Raumschiff, Fahrzeug, Pipeline

Fahrzeug:

Bus – Bahn – LKW – PKW

PKW:

Limousine, Kombi, KompaktKlasse, Cabrio, Coupe, SUV, Van

Limousine:Antrieb

Elektroantrieb, Brennstoffzelle, Gas, Diesel, Benziner

Limousine:weitere Merkmale

Hersteller, Lackierung und Farbe, Ausstattungsmerkmale

Chunking bedeutet die Abstraktionsebenen zu wechseln und die Informationen in weitere Teile zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen. Chunking-Up bewegt sich auf die höchste Abstraktionsebene zu und Chunking-Down geht ins Detail. Beim Chunking stellt der Coach gewohnte Zusammenhänge in Frage und ermöglicht es dem Coachee Vorannahmen und Glaubenssätze neu aufzustellen. Der Coach nimmt dem Coachee nichts weg. Beim Coaching geht es immer um einer Erweiterung des Bewusstseins und um Lernen. Das Ziel ist immer eine Weiterentwicklung des Klienten.
Der Coach sucht nach Meta-Zielen und Meta-Problemen, also versteckten Problemen und Zielen, die der Klient zunächst für sich behalten hat. Ein guter Coach wird Meta-Probleme und Meta-Ziele zunächst feststellen und so lange für sich behalten, bis er sich ganz sicher ist. Selbst dann wird der Coach nicht zwingend die erkannten Probleme und versteckten Ziele auf die Tagesordnung bringen, sondern das Gespräch in eine Richtung lenken in der der Klient das ganz von alleine erkennt. Ein interessanter Nebeneffekt beim Coaching ist hier immer wieder zu beobachten. Der Coach glaubt die Meta-Probleme erkannt zu haben und führt den Prozess weiter und der Coachee hat ein völlig anderes Aha-Erlebnis. Auch das ist Coaching. Der Coach muss sehr aufpassen, dass er dem Klienten nicht seine Welt überstülpt und so in eine völlig falsche Richtung läuft. Auch wenn es manchmal ganz offensichtlich scheint, wie der Coachee tickt und was seine Beweggründe und Ziele sind, kann das der falsche Ansatz sein. Es bleibt auf jeden Fall eine spannende Angelegenheit.
Beim Coaching geht es immer um das Herausarbeiten des Meta-Zieles. Das ist das Ziel, das auch nach dem Erreichen des aktuellen Zieles aktuell wird. Das Meta-Ziel ermöglicht es dem Klienten nach diesem Coaching ein neues Coaching anzustreben. Dabei kann er sich Zeit lassen und versuchen das Ziel selbst zu erreichen, einen anderen Coach zu finden oder mit dem jetzigen Coach weiterzuarbeiten. Viele Klienten, die einmal ein Coaching erlebt haben, wissen wo sie ansetzen müssen und wie Coaching funktioniert. Auch das ist ein Ziel für Coaching. Der Klient lernt die Prozesse bewusst zu steuern und sich selbst zu coachen.
Der Coach findet die Meta-Ziele heraus, indem er Fragen stellt. „Wenn Sie dieses Ziel erreicht haben, was wird Ihnen dann möglich?“ „Was werden Sie tun, wenn Sie dieses Problem gelöst haben?“
Jeder Mensch lebt nach ethischen Grundlagen und hat seine Prägungen und Glaubenssätze. Glaubenssätze sind zunächst einmal nicht gut oder schlecht. Sie schränken aber die Handlungsfreiheit von Menschen ein. Glaubenssätze aus der Kindheit dienen zunächst dem Schutz des Kindes. Erwachsene halten oft immer noch an Glaubenssätzen der Kindheit fest. Sie geben ihnen Halt und Sicherheit. Allerdings sind Glaubenssätze oft auch die Ursache für falschen Scham und Hemmungen.
Der Satz: „Was Hänschen nicht gelernt hat, lernt Hans nimmer mehr!“, ist so ein Glaubenssatz. Er bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Handlungsfreiheit des Erwachsenen. Wenn er nicht schon als Kind eine Sprache oder ein Instrument erlernt hat, wird es ihm als Erwachsenen unmöglich sein. Dieser Glaubenssatz muss zuerst in Frage gestellt, unterhöhlt und zerstört werden, um es dem Erwachsenen zu ermöglichen eine Sprache oder ein Instrument zu erlernen.
Auch beim Chunking kann jederzeit die Wunderfrage gestellt werden. Was wäre, wenn alle diese Probleme plötzlich und unerwartet durch eine Fee gelöst worden sind? Was ist, wenn das Ziel erreicht ist und alle negativen Vorannahmen sich in Rauch aufgelöst haben?
Chunking zerlegt Probleme und Ziele in kleine Teile und setzt sie neu zusammen. Auch das ist ein Perspektivwechsel. Coaching schafft neue Zusammenhänge und andere Ansichten auf scheinbar unlösbare Probleme.

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Ein Kommentar zu “Wie ein Coaching abläuft – Chunking

  1. Pingback: Wie ein Coaching abläuft / The 7 C Of Coaching | MacCoach

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