Ehemaliger NSA-Agent wirft Merkel Heuchelei vor


Wut!

Der im Folgenden vollständig zitierte Text mit der Autorenangabe dpa/jay war heute Nacht für wenige Stunden auf der springerschen „Welt Online“ verfügbar, ist aber inzwischen verschwunden. Obwohl es sich bei der Quelle der Meldung lt. „Die Welt“ um die DPA handelt, ist keine andere Version des Textes verfügbar, wie mir einige Suchen mit Phrasen aus diesem Text in Google News gezeigt haben. Es entsteht schon der leise Verdacht, dass dieser Text von den Milliardären, die in der BRD Presse machen, im laufenden Wahlkampf als „störend“ empfunden wurde und dass die automatische Übernahme aus dem NITF-Feed der DPA deshalb still korrigiert wurde.

Eine gespiegelte Version dieses Dokumentes der Gegenwartsgeschichte aus dem Google-Cache kann in den nächsten Wochen auch als ZIP-Archiv heruntergeladen werden¹. Angesichts der Tatsache, dass hier mit Leichtigkeit das proklamierte Urheberrecht für ein Verschwindenlassen von Informationen eingespannt werden kann, bitte ich um Mirrors überall im Internet.

Ehemaliger NSA-Agent wirft…

Ursprünglichen Post anzeigen 568 weitere Wörter

Marc Aurel – Selbstbetrachtungen – Selbstcoaching


Marc Aurel – Selbstbetrachtungen

Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus wurde am 26. April 121 in Rom geboren und starb am 17. März 180. Als Adoptivsohn des Antoninus Pius folgte er diesem im Jahr 161 als römischer Kaiser nach. In seiner neunzehn Jahre dauernden Herrschaft führte er eine Reihe von Kriegen gegen eindringende Barbarenstämme. In der inneren Gesetzgebung sorgte er für die Verbesserung der Rechtsstellung der Schwachen und Benachteiligten der römischen Gesellschaft. In seinem letzten Lebensjahr verfaßte er die Selbstbetrachtungen, die zur Weltliteratur zählen. (SPIEGEL Projekt Gutenberg)

Ich lese die Selbstbetrachtungen des Marc Aurel und denke sofort an Coaching. Es ist ganz eigenartig, aber Coaching ist tatsächlich nichts vollkommen Neues. Ein Coach hat den einzigartigen Vorteil, dass er sich aus unterschiedlichen Quellen bedienen kann. Coaching ist ein Universalhandwerk. Sprache ist dabei ein wichtiges Werkzeug. Sie bedient aber nur einen Wahrnehmungskanal. VAKOG ist das Zauberwort. Ein Coach hat gelernt, alle Wahrnehmungskanäle zu beobachten, zu werten und zu bedienen. Eine Kollegin arbeitet mit Klangschalen, andere nutzen Farben und Gerüche um Assoziationen auszulösen. Selbst Ankern muss nicht immer nur kinästhetisch erfolgen. Es geht auch anders. Wir erinnern uns manchmal an unsere alte Schule, wenn wir nur den Bohnerwachs eines öffentlichen Gebäudes riechen. Dieser Sommer duftet wie manch ein Frühling unserer Kindheit und Jugend. Kein Wunder! Es ist sehr unbeständig und sehr feucht in diesem Jahr. Es ist nicht nur blauer Himmel und Sonne, es ist viel grüner und leuchtender, wenn die Sonne erst einmal zu sehen ist. Und es fühlt sich an wie Frühling, duftet, schmeckt wie Frühling.

Heute nehme ich mir ein Zitat aus den Selbstbetrachtungen des Marc Aurel vor und reflektiere einfach meine Gedanken zum Thema.

Es ist noch nie jemand unglücklich geworden, weil er sich nicht um das, was in der Seele eines andern vorgeht, gekümmert hat; aber diejenigen, die nicht mit Aufmerksamkeit den Bewegungen ihrer eigenen Seele folgen, geraten notwendig ins Unglück. (Wer sich nur um andere kümmert und nicht um sich selbst, lernt sich nie selbst zu erkennen.)

 Wenn wir uns um andere kümmern, so sagt das viel über uns aus. Manch einer lebt nur noch für die Anerkennung von Aussenstehenden und vergisst sich selbst dabei. Schlimmer noch, sich selbst vergessen, bedeutet sich selbst vernachlässigen und am Ende auszubrennen. Burnout. Das erinnert an eine ausgebrannte Raketenstufe, die ihren Dienst getan hat und am Ende nutzlos in der Atmosphäre verglüht. Coaching beginnt immer mit einer Anamnese. Die Selbstbetrachtungen eines Marc Aurel sind im Grunde pures Selbstcoaching. Fragen wir uns immer wieder wer wir sind, wer wir waren und wer wir sein wollen. Diese Fragen sollten wir uns jeden Tag stellen. Fragen wir uns wer von uns was erwartet und warum das so ist. Coaching bedeutet Fragen finden und Antworten provozieren. Wir müssen unsere eigene Balance, unsere Mitte finden. Wir können sehr zufrieden sein, wenn wir wissen, was wir erreichen wollen. Das funktioniert sogar, wenn wir dieses hohe Ziel, das wir uns gesteckt haben, niemals erreichen können. 

Wir können unsere Ziele gar nicht hoch genug stecken, solange wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Wenn wir diese Ziele im Auge haben, werden wir uns niemals verzetteln und in einer Sackgasse enden.
Was Marc Aurel meint, ist indirekt auch in dem Buch „Liebe Dich selbst, dann ist es egal…“ nachzulesen. Unser Glück finden wir nicht im Spiegel von anderen, sondern nur in uns selbst.
Es ist noch niemand unglücklich geworden, weil er sich um andere Menschen gekümmert hat. Auch diese Aussage ist richtig. Im Gegenteil!
„Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteiltes Glück ist doppeltes Glück!“, sagt der Volksmund.
Das ist Seelsorge im speziellen Sinn. Das beginnt im kleinen Kreis, in der Familie. Ehe und Kindererziehung bedeutet Verantwortung und ist Seelsorge im besten Sinne. Leider tritt diese Verantwortung im Alltag oft in den Hintergrund. Manch einer kümmert sich um alles mögliche, versucht andere glücklich zu machen und vergisst, sich selbst und sein direktes Umfeld. Das ist ein Fehler.
Was nützt es, wenn die ganze Welt und zu Füßen liegt und wir uns selbst verlieren würden? Manch ein berühmter Popstar kann ein Lied davon singen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und genau darum geht es. Viele Stars hatten nach ihrem Höhenflug eine lange und schmerzvolle Leidensphase zu überstehen. Nicht jeder war so klug sich einem guten Psychologen oder Seelsorger anzuvertrauen. Nur wenige kannten die Möglichkeit mit einem Coach zusammenzuarbeiten. Viele verbrannten, wie eine Raketenstufe und fielen dann, scheinbar nutzlos, auf die Erde zurück. Dabei hätten sie die ungewöhnlichen Erfahrungen reflektieren und darüber sprechen und schreiben können. Es ist eigenartig. Jeder will gerne berühmt sein und kaum jemand ahnt, wie stark man sein muss um diese Menge an Erfolg verkraften zu können.
Berthold Brecht sagt es ganz klar: „Man sieht nur die im Licht. Die im Dunklen sieht man nicht.“
Es ist besser seine eigenen Ideale und Ziele zu verfolgen, als ein kurzes und strahlendes Leben zu führen.  
Wie so oft gilt der Satz: Der Weg ist das Ziel. 

Reiterstandbild Marc Aurels, Kapitol, Rom

Reiterstandbild Marc Aurels, Kapitol, Rom (Photo credit: Wikipedia)

 

Wertegemeinschaft


Der US-Geheimdienst NSA späht nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL offenbar gezielt die Europäische Union aus. Dies gehe aus geheimen Dokumenten hervor, die der Informant Edward Snowden mitgenommen habe und die der Spiegel teilweise einsehen konnte, wie das Magazin berichtete. 

Freunde

Die Bundeskanzlerin verhält sich professionell zurückhaltend, wenn sie auf das Thema angesprochen wird. Das ist verständlich, denn nichts ist gefährlicher als ein Nachbarschaftsstreit unter guten Freunden. Es ist doch ganz natürlich, dass unsere Freunde in den Vereinigten Staaten und um Vereinigten Königreich neugierig sind, was in Europa so los ist. Wir verstehen es ja manchmal selber nicht. Ausserdem sind die Jungs von der NSA und dem CI5 wahrscheinlich viel besser als die vom langweiligen BND. Wir Deutschen sind ja so naiv. Jedenfalls hat man den Eindruck. Vielleicht ist es auch nur hanseatisches Understatement. Mehr sein – als zeigen, ist die Devise. Vielleicht ist das so. Vielleicht leisten die ausländischen Dienste ja auch nur Schützenhilfe. Das europäische Datenschutzrecht ist möglicherweise so aufgebläht und nicht anwendbar, dass die Geheimdienste befreundeter Staaten stillschweigend unser Einverständnis für einen allumfassenden digitalen Schutzschirm haben. Wir haben es erduldet und nun bleiben wir auch ganz gelassen. Wissen wir doch, dass wir bei der Auswertung der Informationen mit einbezogen werden könnten. Das wollen sich unsere Beamten natürlich nicht verscherzen. Warum also sollten wir unseren Freunden auf die Füße treten? Spaß beiseite. Wenn der Nachbar oder der Freund anfängt in unsere Kochtöpfe zu schauen, wenn er mit einer Wanze oder einer Kamera dabei ist, wenn wir gerade intime Dinge erleben oder wenn sie jedes gesprochene und geschriebene Wort auswerten um es irgendwie zu bewerten und auszuwerten, dann hört der Spaß auf. Ich schließe mein Haus regelmäßig ab und ich erwarte, dass geklingelt wird, bevor jemand mein Haus betritt. Das ist das Mindeste, was ich an Achtung und Respekt erwarte. Und wenn ich Informationen mit meinen Nachbarn austauschen will um die Sicherheit in der Straße zu erhöhen, so ist es meine souveräne Entscheidung,  welche Daten ich zur Auswertung weitergebe.
Das Problem muss dringend geklärt werden. Die Entwicklung der IT und des Internet ist tatsächlich immer noch NEULAND, wie Kanzlerin Merkel es ausdrückte. Die meisten ahnen noch nicht einmal, was mit Hilfe des Internet möglich ist. Drohnen werden bereits heute weltweit über das Internet ferngesteuert. Die Dinger haben nicht immer nur Kameras an Bord. Das Internet wird zum Transportmedium für eine andere, einer erweiterte und einer virtuelle Realität. Der Unterschied von einem Ballerspiel auf einer Spielkonsole zur Wirklichkeit verschwimmt.
Eine virtuelle Welt entsteht. Wir sind mitten drin. Wir sind Zeuge einer Reihe von DIGITALEN REVOLUTIONEN die eine neue REALITÄT ermöglichen. Das INTERNET der DINGE ist der nächste Schritt. Jedes technische Gerät, jedes Fahrzeug, jeder Fernseher, jeder Kühlschrank, jeder WLAN-Router wird eine eigene IP-V-6 Adresse haben und von jedem Punkt der Erde aus erreichbar werden. Der Spion der aus dem Kühlschrank kommt, ist nicht mehr nur Science Fiction. Wir werden es erleben. Was heute mehr zählt als alles andere sind die ethischen Werte der guten alten Zeit. Wir brauchen mehr humanistische Ausbildung und den kulturellen Austausch um einander besser zu verstehen. Wir müssen wissen, wie unsere Nachbarn und Freunde ticken und wir sollten das unbedingt über einen angemessenen und achtsamen Umgang miteinander tun. Wenn wir dem Nachbarn nicht vertrauen, wird es gefährlich. Wir brauchen mehr als gegenseitige Überwachung. Wir brauchen Verständnis und Werte. Wir brauchen gegenseitige Achtung und Gemeinsamkeiten.