Coaching – Interessengruppen


Coaching – Interessengruppen

  • Coaching als neuer Beruf
  • Coaching als Werkzeug für Psychologen und Therapeuten
  • Coaching als Beratungsformat von Psychologischen Beratern (Supervision, Mediation, Seelsorge)
  • Coaching als Führungsstil
  • Coaching als Grundhaltung
  • Coaching als Werkzeug zur Persönlichkeitsentwicklung
  • Coaching für Teams
  • Coaching für Führungskräfte und Entscheider
  • Coaching für Coachs als Nachweis von beruflicher Kompetenz

Bei der Suche nach Artikeln und Informationen über Coaching kommt es immer darauf an, aus welchem Blickwinkel das Thema behandelt wird. Führungskräfte und Entscheider sind oft eher an Coaching als Führungsstil interessiert, als an externen Beratern. Externe Berater haben es schwerer sich am Markt zu etablieren, als allgemein angenommen wird. Weiterbildungsakademien argumentieren mit anderen Zahlen und Trends oder ignorieren das Thema komplett. Stillschweigend wird davon ausgegangen, dass sich der Bedarf an professionell ausgebildeten Coachs in den kommenden Jahren enorm erhöhen wird. Theoretisch mag das stimmen. Praktisch ist es sehr schwer für einen Coach, ständig neue Kunden zu finden und regelmäßig Aufträge zu bearbeiten. Die meisten Coachs arbeiten in anderen Kerngebieten und bieten Coaching als Zusatzkompetenz an. Life-Coaching für private Problemstellungen spielt eine eher untergeordnete Rolle. Im privaten Bereich wird eher nach dem Grundsatz verfahren. „Coaching! Interessant! Coach mich mal!“ Geld ist damit nicht zu verdienen. Frisch ausgebildete Coachs, die ihre Familie und ihre Freunde versuchen zu coachen, vereinfachen das Thema nicht unbedingt. Das Thema scheint mehr zu verwirren, als zu klären. Esoterische Strömungen tragen nicht gerade zu einer Klärung bei. Der Mittelstand ist eine interessante Zielgruppe für alle möglichen Anbieter von Beratungsdienstleistungen. Ausgehend von einem fast nicht wahrnehmbaren Markt für externe Beratung und Coaching, wird regelmäßg von enormen Wachstumspotentialen ausgegangen. Steigerungsraten von mehreren hundert Prozent lassen sich so leicht herleiten. In der Praxis spielt reines Coaching kaum eine Rolle. Coaching wird hauptsächlich von größeren Organisationen als Werkzeug für die Personalentwicklung eingesetzt. Freie Mitarbeiter bewerben sich und werden in einem Coachingpool zusammengefasst. Bei den freien Mitarbeitern handelt es sich oft um studierte Psychologen, die eine völlig andere Reputation mitbringen, als Quereinsteiger aus kaufmännischen oder technischen Berufen. Coaching ist das neue Werkzeug für Psychologen. Potentielle Kunden vertrauen sich einem Coach an und vermeiden so das Stigma, sich bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten, „auf die Couch zu legen“.

Anders sozialisierte Coachs müssen sich besondere Alleinstellungsmerkmale suchen. Genau an dieser Stelle beginnt eine Gratwanderung. Coaching hat mit Sicherheit eine große Zukunft. Allerdings braucht es etwas Geduld und Ausdauer um diese Zukunft zu erleben.

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