Das Ende der Cloud


Lavabit, ein eMail-Anbieter für verschlüsselte eMails gibt auf und gibt eine erstaunliche Empfehlung ab. Ein Blick auf die Webseite des Unternehmens zeigt eine ernüchternde Sicht auf die Angelegenheit.
This experience has taught me one very important lesson: without congressional action or a strong judicial precedent, I would _strongly_ recommend against anyone trusting their private data to a company with physical ties to the United States.“
Ich bin zutiefst verunsichert. Ladar Levinson, der Chef des Unternehmens rät dringend davon ab, persönliche Daten einem Unternehmen mit physischen Verbindungen in die USA anzuvertrauen. Das ist deutlich und sehr beeindruckend. Es ist ein Schock für die Freiheit. Es ist das Ende der Cloud, wie wir sie gerne hätten. Wunschdenken hilft hier nicht weiter.

Unter http://www.heise.de/newsticker/meldung/Lavabit-E-Mail-Anbieter-von-Edward-Snowden-schliesst-und-protestiert-1932723.html lesen Sie bitte die ganze Geschichte.

Coaching ist anders


Wir erleben einen richtigen Coaching-Boom. Eine verwirrende Vielfalt angeblicher Coachs ist dabei den Begriff total zu verwässern. Für Coaching, eine hoffnungsvolle Sparte der positiven Psychologie ist das eine gefährliche Entwicklung. Ein Ernährungscoach ist in Wirklichkeit ein Ernährungsberater. Ein Personal Coach ist eher ein Personal Trainer. Sie meisten Unternehmercoachs sind Unternehmensberater. Gründercoaching ist ein typisches Beispiel für die irreführende unausgesprochene Behauptung, dass Coaching dort eine tragende Rolle spielen würde. Das ist nicht der Fall. Beim Gründercoaching, gekoppelt mit Fördergeldern des KfW handelt es sich eher um eine gezielte Unterstützung von Gründern bei der Ausarbeitung von Businessplänen, Marketingmaßnahmen, der Bereitsstellung von rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Coaching ist etwas anderes. Der Blick in die einschlägige Literatur hilft weiter. Ein wichtiger Anhaltspunkt, was Coaching ist, ist bei den führenden Coachingvereinigungen zu finden. Dabei ist der die International Coach Federation (ICF) mit ihrer Zentrale in Washington D.C., der größte und einflussreichste Verband der Welt. Eine Zertifizierung beim ICF ist für jeden Coach ein wichtiges Ziel. Eine Zertifizierung bei einem der großen deutschen Coachinggesellschaften ist möglich. Es gibt Bestrebungen, Standards für die Coachingausbildung zu definieren. Es steht außer Frage, dass ein Coach – weiblich oder männlich, Voraussetzungen haben muss, die sich im Laufe eines langen Berufslebens ausprägen. Eine lange Praxis als Psychologe oder Therapeut kann eine gute Voraussetzung für einen Coach sein. Andere Coachs kommen aus den Führungsebenen von Wirtschaft und Öffentlichem Dienst. Langjährige Berater, Consultants, Trainer und insbesonders NLP-Experten können wirkungsvolle Coachingfähigkeiten ausprägen. Ein Coach ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die in der Lage ist seine Klienten vertrauensvoll zu führen und ihnen gleichzeitig nichts aufzudrücken. Ein Coach ist in der Lage die Persönlichkeit seiner Klienten zu erkennen und scheinbar spielerisch weiterzuentwickeln. Das Ziel von Coaching ist sehr oft, begrenzende Denkansätze beim Klienten zu beseitigen und ihn für einen großen Sprung bei der Persönlichkeitsentwicklung vorzubereiten. Der Coach gibt Impulse und hilft den Prozess in Gang zu setzen. Oft genügen wenige Sitzungen um das zu erreichen. Ein Coaching ist ein Startprozess. Insofern ist der Begriff des Gründercoachings möglicherweise doch nicht ganz falsch. Ein Coach beherrscht die Grundlagen von NLP und psychologischer Beratung. Es gibt kaum einen guten Coach, der nicht bereits das vierzigste Lebensjahr überschritten hat. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein wirkungsvoller Coach sollte unbedingt eine sehr hohe Entwicklungsstufe erreicht haben. Kegans Modell – Die Entwicklungsstufen des Selbst – liefern hier einen wichtigen Anhaltspunkt.