Klassiker – Nie waren sie so wertvoll wie heute


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journalismus (Photo credit: dream4akeem)

PRISM – wir werden uns daran gewöhnen – mit Sicherheit! 😉
Es ist nicht zu fassen! Unsere gesamte Kommunikation im Internet kann aufgefangen und gespeichert werden. Eigentlich ist das überhaupt nichts Neues. Genau das haben Geheimdienste immer schon gemacht: Informationen gesammelt. Was uns heute schockiert ist das schiere Ausmaß. Die Dimensionen sprengen alle Grenzen. Die technischen Möglichkeiten über die wir heute verfügen, übersteigen selbst die Vorstellungskraft von erfahrenen Informatikern. Und es geht immer weiter. Die Komplexität übersteigt jeden Erfahrungshorizont. Es dient unserer Sicherheit, heißt es. Dieser Aspekt ist nicht von der Hand zu weisen. Wer über alle Informationen verfügt, hat die Macht, heißt es. Wissen ist Macht. Das haben wir doch schon in der Grundschule immer wieder zu hören bekommen. Informationen sind zunächst einmal unstrukturiertes Wissen. Informationen werden gesammelt, sortiert und ausgewertet. Und dann landen diese Informationen in digitalen Archiven, die nur darauf warten ausgewertet zu werden. Die Datensammelwut der Stasi war nur der Anfang. Die Archive der Staatssicherheit der DDR umfassen nur noch einen kleinen Bruchteil der heute zur Verfügung stehenden Informationsmengen. Es kommt auch darauf an, wer Daten und Informationen sammelt und wer über die Mittel und die rechtlichen Grundlagen verfügt, das zu tun. Wir leben in einer Demokratie und das sollte Grund genug sein um sich in Sicherheit zu wiegen, hört man immer wieder. Das zu bewerten übersteigt die Möglichkeiten des Einzelnen. Vermutlich sollten alle die sich mit derartigen Informationsbeschaffungsmaschinen beschäftigen regelmäßig auf ihre ethische und moralische Eignung testen lassen. Die Freiheit der Demokratie ist auch immer die Freiheit der Presse und des Journalismus. Die Redaktion des britischen Guardian hat gerade sehr deutlich zu spüren bekommen, dass genau diese Freiheit bedroht ist. Journalisten werden sehr oft als unangenehme Gegner wahrgenommen, die nur stören. Genau das ist ihre Aufgabe. Der freie Journalismus ist mehrfach bedroht. Immer mehr Zeitungsredaktionen geraten unter wirtschaftlichen Druck. Ausgerechnet das Internet macht es ihnen immer schwerer, Geld zu verdienen. Die Bürger trauen den offiziellen Verlautbarungen von Regierungen oft mehr, als der freien Presse. Wir haben uns längst daran gewöhnt. Die Welt verändert sich mit einer rasenden Geschwindigkeit. Wir können nicht einfach aussteigen. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Ethik und Moral sind immer noch die einzige Grundlagen, auf die wir uns verlassen müssen. Die Dichter der Aufklärung haben ihre Wahrheit und ihren Glanz nie verloren. Nie waren Shakespeare, Goethe, Schiller und Heine so wertvoll wie heute. Das Gute und Schöne ist zeitlos. Besonders in Zeiten wie diesen.

Wer zu früh rät……..


Image representing Windows as depicted in Crun...

Image via CrunchBase

„Wer zu früh rät wird mit Nichtbeachtung gestraft…….“ – „Sie sind zu klug um geschäftlich richtig erfolgreich zu sein!“, erklärte mir einmal ein windschnittiger Geschäftsmann aus der Werbebranche. Ich glaube er hatte recht. Der Mann redete wie ein Wasserfall und er verstand so gut wie nichts von der Technik, die er verkaufte. Für ihn war nur klar, dass er Produkte verkaufte, mit denen die Kunden zufrieden sein würden. Er kannte seine Kunden. Ich kannte die Probleme, die dahinter standen. Er verkaufte wie ein Weltmeister und ich beschränkte mich auf Bedenken. Das ist ein großer Fehler. Ich behaupte, dass ein guter Verkäufer auf keinen Fall die Schattenseiten seiner Produkte kennen darf. Ein Entwicklungsingenieur bei Daimler-Benz ist sicher kein guter Salesmanager. Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Das Produkt ist schon Klasse! Aber wenn ein Ingenieur anfängt Produkte zu vergleichen, dann schmilzt der Marketingvorteil schnell dahin. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, wie man so sagt. Einen Mercedes kauft man nicht, weil man ein Technologie-Junkie ist. Gute Verkäufer wissen das.

The iconic symbol of Mercedes-Benz

The iconic symbol of Mercedes-Benz (Photo credit: Wikipedia)

Ich neige dazu neue Technologien miteinander zu vergleichen und Entwicklungen zu erkennen, die sich manchmal erst viele Jahre später für die Allgemeinheit herauskristallisieren. Dazu braucht man einen langen Atem und es ist wirtschaftlicher Selbstmord. Es gab mal eine Zeit, als Windows das Maß aller Dinge war. Für viele ist es das immer noch. Windows ist de facto das Standardsystem für die Wirtschaft. Ich arbeite seit Jahren mit Linux und lebe sehr gut damit. Eben habe ich einen 3 Jahre altes ThinkPad gekauft und das vorinstallierte WindowsVista durch ein modernes Linux-Mint 64-bit ersetzt. Das ist eine richtige Frischzellenkur für so ein Gerät. Das Notebook war für meine studierende Tochter gedacht und mein Hauptargument war weniger der Preis, sondern Stabilität und Schnelligkeit. Ich testete das Gerät ausführlich, ehe ich es meiner Tochter übergab. Ich war mehr als begeistert. Für etwa 200,- Euro erhielt ich ein derart leistungsfähiges System, dass selbst aktuelle Modelle in den Schatten stellt. Zum Vergleich habe ich ein Windows 8 Notebook von DELL hier, das ich zum Schneiden von Werbevideos nutze. Das Ding hatte 4-mal soviel gekostet und es kommt nicht an Linux heran. Ich gebe zu, ich beschäftige mich schon eine ganze Weil mit dem Thema. Ich tendiere bei älteren PCs immer dazu Linux zu installieren und ich stelle immer wieder fest, dass die Leute nach einer kurzen Akzeptanzphase sehr gut damit zurechtkommen. UBUNTU wird eine große Zukunft haben und OpenSource-Systeme werden die Alternative sein. Aber das ist schon seit einem Jahrzehnt klar. Bis sich das alles allgemein verständlich durchgesetzt hat, werden noch ein paar Jahre vergehen. Es wird so kommen. Ich weiß es genau. Aber bis dahin werden andere Leute viel Geld mit dem Verkauf von Produkten verdienen, die zwar veraltet und fehlerhaft sind. Aber das macht nichts. Die Verkäufer kennen die Alternativen nicht und niemand wir ihnen etwas vorwerfen. Unwissenheit schützt vor Bedenken. Das ist gut für den Verkauf. Natürlich kenne ich diese Zusammenhänge und habe mir längst abgewöhnt meine eigenen Maßstäbe anzusetzen, wenn ich etwas verkaufe. Ich versuche immer den Blickwinkel des Kunden einzunehmen und bin seitdem sehr erfolgreich beim Verkauf. Der Ingenieur in mir sträubt sich manchmal dagegen. Aber es ist gut, wenn man die Kundensicht einnimmt. Was wollen Sie für ein Auto fahren? Ein technisches Meisterwerk, das so komplex ist, dass man sich wundern muss, dass es überhaupt funktioniert, oder ein Fahrzeug, das selbstverständlich immer sehr gut funktioniert und das pure Freude am Fahren bringt? Ich nehme das Ding, das gut funktioniert…..

Tux, the Linux penguin

Tux, the Linux penguin (Photo credit: Wikipedia)