Extremes Kurzzeitcoaching – ExitStrategie


Extremes Kurzzeitcoaching – ExitStrategie

In meiner Ausbildung zum Life Coach habe ich gelernt, dass Coaching in sieben Schritte unterteilt wird. Die sieben Schritte von Babak Kaweh – Seven Steps of Coaching. Es ist tatsächlich sinnvoll diese sieben Schritte auswendig zu lernen und sich immer wieder zu fragen an welcher Stelle des Coachings man gerade angekommen ist und was die nächsten Schritte sind.

Contacting – Contracting – Clearing – Chunking – Concepting – Change Work – Controlling

Nur zur Wiederholung. Wie gesagt. Ich habe es, gemeinsam mit meinen Mitstudenten, auswendig gelernt und es ist mir inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen. Nun stellt sich oft die Frage, wie lange so ein Coaching eigentlich dauern soll. Wenn man alle diese Schritte der Reihe nach ausführen will, dann müsste ein Coaching ja eine halbe Ewigkeit dauern. Die gute Nachricht ist, dass alle diese Schritte in jeder Sitzung eine Rolle spielen. Und Bestandteil eines jeden Coachings ist die ordnungsgemäße Verabschiedung.

contacting und good bye! Gehört zu jedem Coaching. Ich merke mir das mit einem Beatles-Song auf den Lippen: „Hello! Goodbye!“ Ein echter Coaching Song, wenn Sie so wollen. Eine ordentliche Verabschiedung gehört zu jeder Begegnung. Manchmal ist das gar nicht so einfach ein Ende zu finden und den richtigen Zeitpunkt für die Verabschiedung. Ein Coaching dauert maximal 90 Minuten und das Ende ist schon rein zeitlich erkennbar. Eine gut aufgestellte Uhr gehört zum Werkzeugkasten für einen Coach. Alles, was in endlose Laberei ausartet, gehört nicht in ein Coaching. Nichts gegen ein wenig SmallTalk am Beginn und am Ende. Aber dann ist auch schon Schluss!

Packen wir das Goodbye einfach in den Punkt Controlling. Dann passt das schon. Coaching geht immer nur gut, wenn der Coach und der Coachee das Ziel vor den Augen haben und einen Schlusspunkt erkennen können. „Was ist der Anlaß für dieses Coaching?“ „Was ist das Ziel?“ „Woran erkennen Sie, dass Sie das Ziel erreicht haben?“ Die Frage „Was kommt danach?“ ist bereits Bestandteil eines weiteren Coachings, also wieder ein neues „Hello!“

Ein knackiges Kurzzeitcoaching kann bereits nach einer Sitzung beendet werden. Ein guter Coach kann so etwas. So ein Coaching kann mehr bewirken als eine endlose Reihe von gut gemeinten Beratungsgesprächen in denen der Coach wirklich alles, was er gelernt hat an den Mann oder die Frau bringen will. Klienten sind in der Regel schon vor dem eigentlichen Coachingprozess von der Kompetenz ihres Coach überzeugt. Sonst bringt das nichts. Und auch dann ist eine ExitStrategie genau das Richtige! Ach so, bevor ich es vergesse. Ein Kurzzeitcoaching muss unbedingt vorher bezahlt werden. Es könnte ja sein, dass der Klient glaubt, er könne ein wenig sparen, indem er mauert und das Ganze nicht ernst nimmt. Ich kenne keinen professionellen Coach, der nicht vor dem Coaching die Zahlung einfordert. Vergessen wir nie, dass ein Coaching jederzeit von beiden Parteien beendet werden kann. Sonst wäre es kein Coaching.

Coaching mit toten Hunden


Es gibt viele Menschen um uns herum, die wie tickende Zeitbomben sind. Chefs kann man nicht so einfach wechseln wie ein neues Hemd. Verwandte sind oft nervend, aber man muss sie ertragen, wenn man kein Einsiedler werden will. Manchmal sind wir selbst ein Teil des Problems, weil wir nicht in der Lage sind, souverän mit der Situation umzugehen. Die Welt ist grau und öde, wenn man sich mit diesen Leuten umgeben muss. Ist das nicht alles ganz furchtbar?
Es gibt eine ganz einfache Lösung für alle diese Probleme. Keine Angst! Ich mutiere jetzt nicht zum Grinsecoach, obwohl der uns jetzt sicher mit einem unglaublich charmanten Lächeln geduldig erklären würde, dass es bei jedem furchtbaren Mitmenschen auch immer eine gute Seite gibt. Da gibt es so eine Geschichte, die ein Geistlicher im Kindergottesdienst immer gerne erzählt hatte. Später haben wir die Geschichte in der Bibel gesucht und konnten sie nicht finden. Aber das ist ein anderes Thema. Die Geschichte geht so.

Eines Tages war Jesus mit seinen Jüngern unterwegs.
(Jesus war so eine Art LiveCoach und seine Jünger waren so eine Art Seminarteilnehmer. Sie hatten alles was sie hatten verkauft und den Armen gegeben und folgten nun Jesus nach um von ihm zu lernen und seine Botschaft zu verbreiten….)
Einer der Jünger sah am Straßenrand einen toten Hund liegen. Der Leichnam stank zum Himmel und er war wirklich hässlich wie die Nacht. So einen räudigen Köter hatte man selten gesehen. Die Jünger lästerten freudig darauf los und fanden immer neue Attribute um den armen toten Hund zum hässlichsten Subjekt im Universum zu erheben. Sie wollten schnell weitergehen, als Jesus – der bis dahin ganz ruhig geblieben war und sich selbstverständlich nicht an dem kindischen Gerede beteiligt hatte – sich positiv über den toten Köter äußerte. „Ja, ihr habt recht! Aber schaut euch doch mal dieses wunderbare Gebiss an!“ Der Hund hatte zu Lebzeiten ganz offensichtlich auf eine gute Zahnpflege geachtet. Das freigelegte Gebiss war tatsächlich makellos. Die Jünger hielten ihre Nasen zu und traten näher an das Skelett heran um zu betrachten, was ihr Meister da herausgefunden hatte. Es stimmte. Dieser räudige Hund hatte doch tatsächlich etwas Gutes an sich.

Es ist ganz klar, was uns dieses Gleichnis sagen soll. Egal wie negativ man einen Menschen oder eine Situation betrachten kann, es gibt immer eine positive Seite, die man hervorheben kann. „Ja, aber!“ Ist ein tolles Coaching-Format. Das Leben ist furchtbar kompliziert und am Ende tödlich. Ja, das stimmt! Aber es ist wundervoll! Ja, aber kann von jedem im Selbstcoaching angewendet werden. Und es ist unglaublich: Jesus war tatsächlich ein Life Coach!