Coaching mit toten Hunden


Es gibt viele Menschen um uns herum, die wie tickende Zeitbomben sind. Chefs kann man nicht so einfach wechseln wie ein neues Hemd. Verwandte sind oft nervend, aber man muss sie ertragen, wenn man kein Einsiedler werden will. Manchmal sind wir selbst ein Teil des Problems, weil wir nicht in der Lage sind, souverän mit der Situation umzugehen. Die Welt ist grau und öde, wenn man sich mit diesen Leuten umgeben muss. Ist das nicht alles ganz furchtbar?
Es gibt eine ganz einfache Lösung für alle diese Probleme. Keine Angst! Ich mutiere jetzt nicht zum Grinsecoach, obwohl der uns jetzt sicher mit einem unglaublich charmanten Lächeln geduldig erklären würde, dass es bei jedem furchtbaren Mitmenschen auch immer eine gute Seite gibt. Da gibt es so eine Geschichte, die ein Geistlicher im Kindergottesdienst immer gerne erzählt hatte. Später haben wir die Geschichte in der Bibel gesucht und konnten sie nicht finden. Aber das ist ein anderes Thema. Die Geschichte geht so.

Eines Tages war Jesus mit seinen Jüngern unterwegs.
(Jesus war so eine Art LiveCoach und seine Jünger waren so eine Art Seminarteilnehmer. Sie hatten alles was sie hatten verkauft und den Armen gegeben und folgten nun Jesus nach um von ihm zu lernen und seine Botschaft zu verbreiten….)
Einer der Jünger sah am Straßenrand einen toten Hund liegen. Der Leichnam stank zum Himmel und er war wirklich hässlich wie die Nacht. So einen räudigen Köter hatte man selten gesehen. Die Jünger lästerten freudig darauf los und fanden immer neue Attribute um den armen toten Hund zum hässlichsten Subjekt im Universum zu erheben. Sie wollten schnell weitergehen, als Jesus – der bis dahin ganz ruhig geblieben war und sich selbstverständlich nicht an dem kindischen Gerede beteiligt hatte – sich positiv über den toten Köter äußerte. „Ja, ihr habt recht! Aber schaut euch doch mal dieses wunderbare Gebiss an!“ Der Hund hatte zu Lebzeiten ganz offensichtlich auf eine gute Zahnpflege geachtet. Das freigelegte Gebiss war tatsächlich makellos. Die Jünger hielten ihre Nasen zu und traten näher an das Skelett heran um zu betrachten, was ihr Meister da herausgefunden hatte. Es stimmte. Dieser räudige Hund hatte doch tatsächlich etwas Gutes an sich.

Es ist ganz klar, was uns dieses Gleichnis sagen soll. Egal wie negativ man einen Menschen oder eine Situation betrachten kann, es gibt immer eine positive Seite, die man hervorheben kann. „Ja, aber!“ Ist ein tolles Coaching-Format. Das Leben ist furchtbar kompliziert und am Ende tödlich. Ja, das stimmt! Aber es ist wundervoll! Ja, aber kann von jedem im Selbstcoaching angewendet werden. Und es ist unglaublich: Jesus war tatsächlich ein Life Coach!

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