Coaching im Unternehmensumfeld


Coaching ist immer abhängig von der individuellen Situation. Es ist niemals gleich und ein Coach muss ein Meister der Kommunikation sein um Veränderungsprozesse anzustoßen. Denn darum geht es fast immer. Ein Mitarbeiter steckt in einem Teufelskreis fest und wird durch begrenzende Glaubenssätze daran gehindert aus seiner Rolle herauszufinden und einen neuen Standpunkt anzunehmen. Ganz besonders krass ist der Veränderungsprozess eines sehr guten und engagierten Ingenieurs, wenn er eine Führungsrolle übernimmt. In den meisten Fällen kann sich der neue Chef eines Teams von ehemaligen Kollegen sehr schwer von seinem Selbstverständnis als reiner Ingenieur lösen. Seine Mitarbeiter bewerten ihn nach ihren Maßstäben und erwarten einen aktiven Vorturner. Die eigentliche Aufgabe, das Leiten und Führen wird in den Hintergrund gedrängt. Man kann darüber reden und es ist vollkommen klar, dass sich etwas ändern muss, aber der Weg vom Kollegen zum Leiter ist oft schwerer als man glaubt. Ein Coach kann diesen Veränderungsprozess begleiten. Es ist eine umfangreiche Metamorphose, die sich da abspielt. Im Unternehmensumfeld nimmt der externe Coach eine besondere Rolle ein. Er ist die Vertrauensperson für den Mitarbeiter, der sich einem Coaching unterzieht. Die gecoachte Person darf gegenüber seinem Coach auch Dinge ansprechen, die im Gespräch mit seinen Vorgesetzten und Kollegen tabu sind. Der Coach garantiert seinem Klienten, dass vertrauliche Informationen nicht gegenüber Dritten erörtert werden. Das gilt ganz besonders gegenüber dem Auftraggeber des Coaches, der im Regelfall der Arbeitgeber des Klienten ist. Der Coach kann so eine Rolle annehmen, die sonst niemand im Unternehmen einnehmen kann. Der Klient entscheidet, welche Informationen aus dem Coaching dem Arbeitgeber offengelegt werden. Coaching braucht eine solche Vertrauensbasis und das muss allen Beteiligten klar sein. Ein Coach muss dieser Vertrauensstellung gerecht werden. Wenn zum Beispiel ein frustrierter Arbeitnehmer im Coaching seine Metaprobleme offenlegt, so hat er mit dem Coach einen aufmerksamen Gesprächspartner, mit dem er offen reden kann. Es kann durchaus eine Situation entstehen, in der der Klient eine Vision seiner weiteren Karriere entwickelt, die außerhalb seines momentanen Unternehmens liegt. Das ist eine Gratwanderung, die aber durchaus positive Momente hat. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie ihre Mitarbeiter bei ihrer Entwicklung unterstützen, ganz egal ob die Zukunft ihrer Arbeitnehmer im oder außerhalb des Unternehmens liegt. Selbst ehemalige Mitarbeiter können positiv auf ihr ehemaliges Unternehmen wirken. „Ich komme von der Firma XXXXX und es ist bekannt, dass dort ausgezeichnete Bedingungen herrschen!“ Mein Verständnis von einem guten Verhältnis von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist folgendes: Jeder Mitarbeiter in einem Unternehmen findet die besten Entwicklungsmöglichkeiten vor und ist so gut ausgebildet, dass er jederzeit in ein anderes Unternehmen wechseln könnte. Kein Unternehmen sollte sich darauf verlassen, seine Mitarbeiter nur dadurch zu halten, weil sie außerhalb ihres Unternehmens keine Chance für sich sehen. Wenn gute Mitarbeiter im Unternehmen bleiben, dann spricht das für die Qualität der Personalentwicklung, der Führungskräfte und Firmenpolitik. Letztendlich profitieren alle Beteiligten von einem solchen Umfeld. Zugegeben, das ist der Idealfall. Aber genau diesen Idealfall sollte jeder anstreben. Der Einsatz eines externen Coach kann einen unglaublichen Mehrwert für alle Beteiligten bewirken. Alleine darum lohnt es sich über Coaching nachzudenken.

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