Choleriker oder Burnout


Suchanfrage auf Google – die auf meinen Blog führte: „Choleriker oder Burnout“

Sehr gut! auf den Punkte gebracht! Wie darf ich das verstehen? Entweder man lässt seiner cholerischen Veranlagung freien Lauf, oder man wird ein BurnOutKandidat? Wenn das so einfach wäre, ist es aber nicht. Natürlich muss man seine Ventile ab und zu mal lüften und Dampf ablassen, aber nicht auf Kosten Anderer. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder seinen Neigungen und dunklen Fantasien freien Lauf lässt? Da ist ein Gang zum Psychologen und Psychotherapeuten schon eher die richtige Entscheidung. Wie dem auch sei. Der Suchende landete auf meinem Blog und ich habe keine Ahnung, woher er kam oder ob er gefunden hat, was er suchte. Es stimmt tatsächlich: Choleriker haben in der Regel eher einen Herzinfarkt, hohen Blutdruck und einen Schlaganfall, als ein BurnoutSyndrom. Was immer das auch sein mag. Burnout ist keine offiziell anerkannte psychische Krankheit. Vielleicht ist das ja auch ein Grund für einen Hausarzt, auf ein Burnout zu spekulieren. Nicht psychisch krank, aber man weiß ja nie….. Es ist inzwischen schick geworden, ein Burnouter zu sein. Ganz nach dem Motto: „Du hast nicht richtig für deinen Job gebrannt, wenn du niemals ausgebrannt warst!“

Millionen Manager suchen seitdem nach Anzeichen für einen Burnout. Viele scheinen enttäuscht zu sein, solange alles normal ist. Die Klügeren wissen, dass es kaum einen Weg aus einer depressiven Phase gibt. Sie ahnen wie schwer das werden kann und wie groß die Gefahr einer echten Depression ist. Ein gesundes und ausgeglichenes Leben ist die Grundlage sowohl für Gesundheit im Alter als auch für den beruflichen Erfolg. Nervöse Choleriker sind im Grunde genau so schlimm dran wie depressive Angsthasen, die nicht mehr in der Lage sind, sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Aussitzen ist eine beliebte Variante der Mächtigen. In der Wirtschaft ist Aussitzen ein gefährliches Zeichen. Es deutet eher auf Probleme hin, die als nicht lösbar gelten. Aussitzen bedeutet: Nichts geht mehr. Mal sehen wie lange das noch gut geht. Das kommt mir bekannt vor. Das hatten wir schon mal. Das erinnert mich an die Situation der DDR kurz vor ihrem abrupten Ende. Keine Visionen, keine sinnvollen Ziele, nur noch operatives Geschäft und eine um sich greifende Zukunftsmüdigkeit im Schatten der Mauer. Und dann war es plötzlich alles ganz anders. Gut so!
Wenn ich Dampf ablasse, dann nicht vor oder gegen andere Mitmenschen. Ich setze mich aufs Rad und fahre eine Stunde oder ziehe mir die Laufschuhe an. Das ist besser als jede Bournoutprophylaxe. Es ist viel besser als ein cholerischer Ausbruch vor Anderen. Wenn ich alleine auf der Straße bin, kann ich auch mal ganz laut „Scheiße!“ schreien. Was für ein Bild! Der Mann, der mit seinem Crossbike unterwegs ist um laut zu schreien. Aber es hilft! Ich habe weder Burnout-Tendenzen, noch neige ich zu cholerischen Anfällen. Ich brauche das nicht. So einfach ist das.

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