Wo Coaching stattfindet


Vor einigen Jahren habe ich einmal eine Kollegin gefragt, wie sie das mit dem Coaching macht. Sie war gerade für ein paar Tage in Berlin und ich hatte einen Geschäftspartner, der sie zu einem Coaching treffen wollte. Ich selbst fühlte schon eine gewisse Berufung, aber hatte noch nie so richtig praktiziert. Ich würde die Beiden begleiten und beobachten. Das war ein interessanter Ansatz. Ich war absolut gespannt auf das Coaching.
Sie erklärte mir, dass sie Hotellobbys für Coachings nutzt und dass sie auch bei Spaziergängen gut coachen könne. Ich versuchte mir das vorzustellen und es hatte tatsächlich einen gewissen Charme. Im Laufe der Zeit habe ich für mich festgestellt, dass es auch während einer Reise mit der Bahn, dem Flugzeug oder dem Auto sehr gut funktioniert. Eine Bergwanderung oder ein langer Museumsbesuch sind ebenfalls sehr gut geeignet. Auf dem Golfplatz geht das auch. Das hat eine ganze Reihe von Vorteilen. Besonders für vielbeschäftigte Unternehmer, Politiker, Künstler und Manager ist so eine kleine Auszeit gut geeignet. Besonders lange Flüge eignen sich für ein Coaching. Das ist meine Meinung. Andere mögen es anders sehen. So coache ich jedenfalls sehr gerne. Der Mehrwert ist der, dass wenig wertvolle Zeit verloren geht und ich sehr viel Zeit mit meinem Klienten verbringen kann. In der Tat ist auch ein Coaching während eines ganz normalen Arbeitstages möglich. Ich begleite meinen Mandanten als Schattenmann und beobachte ihn in seinem ganz normalen professionellen Umfeld. Schneller kann man nicht zu wertvollen Informationen kommen. Haltung, Stimmlage, Umgang mit Mitarbeitern und Vorgesetzten, Telefonate, Entspannungsphasen und die Organisation der Arbeit. Man bekommt einfach einen tiefen Einblick in das Wesen des Coachees. Das einzige Problem ist nur, dass der Mandant diese Begleitung nicht als zu störend empfindet und dass er bereit ist mitzuarbeiten. Das diese Begleitung bezahlt werden muss und dass die Reisekosten übernommen werden, setze ich voraus. Klingt nach einem Traumjob! Aber es ist auch sehr anstrengend. Ich bin sehr ungern mehr als zwei Mal im Monat auf großer Reise. Irgendwann legt sich die Reiselust und es ist nur noch viel Arbeit. Ein Coachinggespräch ist Arbeit. Ich lege mir maximal 3 oder in Ausnahmefällen 4 Termine auf einen Kalendertag. Am Ende des Tages weiß ich, was ich getan habe.
Noch mehr Gespräche kann ich dann kaum noch ertragen. Das gehört aber dazu, dass man sich mit seiner Familie, Freunden und Bekannten austauscht. Ansonsten fliegt alles auseinander. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

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