Coaching für Ärzte


Medizinisches Fachpersonal steht unter einem besonderen Druck. Besonders Ärzte und Führungskräfte in der Pflege wissen, wovon die Rede ist. Durch optimierte Geschäftsprozesse, Personaleinsparung und dem Zwang Ressourcen einzusparen, entsteht eine verhängnisvolle Situation. Psychologen stehen für erkrankte Patienten bereit und Mediziner verfügen in der Regel auch über ein sehr gutes psychologisches Wissen. Es bleibt jedoch eine wichtige Frage. Wer steht für die Ärzte zur Verfügung,  wenn die Bedarf nach einem professionellen Gespräch haben um ihre verdrängten Probleme loszuwerden? Mit den Kollegen und Vorgesetzten zu reden, ist eine mögliche Variante, aber nicht die beste Lösung. Die Familie kann auch nicht immer helfen. Der Besuch bei einem Psychologie oder Psychotherapeuten ist eine weitere Möglichkeit.  Aber es gibt eine interessante Alternative. Wer nicht krank ist, braucht keinen Arzt oder Therapeuten. Hier ist das Gespräch mit einem Coach eine gute Wahl. Ich biete so etwas an, weil ich durch Gespräche mit befreundeten Ärzten darauf hingewiesen wurde, wie wichtig eine psychologische Betreuung für diese Berufsgruppe ist. In der Regel stecken besonders Ärzte in der Vorstellung fest, dass sie ja eigentlich keine psychologische Begleitung und schon gar keinen Coach brauchen können.  Das war so ungefähr das erste, was ich klären musste, ehe ich mich an die praktische Umsetzung machen konnte. Inzwischen weiß ich mehr. Es stimmt tatsächlich! Ärzte sind auch als Coachee wahre Schwergewichte, eine richtige Herausforderung! Aber wenn es einfach wäre,  dann könnte es ja jeder machen. Ich habe lange gezögert ausgerechnet Ärzte als Zielgruppe für Coaching zu erkennen, bis ich ein Gespräch führte, das meine Entscheidung  für Ärzte sehr positiv beeinflußte. Auch das war wieder einmal einer jener Zufälle, die uns dabei helfen unsere Scheuklappen abzulegen und die blinden Punkte unserer Aufmerksamkeit zu entdecken. Ich persönlich könnte niemals Mediziner werden, nicht nur weil ich schon zu alt bin um nochmal neu anzufangen. Ein Oberarzt in einer Klinik zu sein, kann in meinen Augen kein Traumberuf sein. Allein die Vorstellung derartig rund um die Uhr eingebunden zu sein, würde mich völlig fertig machen. Allerdings gibt es da die Theorie von Mark Twain, nach der jeder Beruf, den man aus Berufung und mit Liebe macht, kein schweres Los, sondern pures Vergnügen ist, für das man auch noch sehr gut bezahlt wird. So gesehen haben es Ärzte sehr gut. Problematisch wird es jedoch, wenn die Berufung durch technische und organisatorische Zwänge überlagert wird. Eine Zeitlang kann das sehr gut kompensiert werden. Irgendwann aber kommt der Punkt, an dem das Kartenhaus plötzlich und scheinbar unerwartet zusammenbricht. Es ist wie ein unumkehrbarer Dominoeffekt. Wenn eine Lawine erst einmal ins Rollen gekommen ist, kann niemand sie mehr aufhalten. Coaching setzt viel zeitiger an. Das grundlegende Problem für Mediziner ist das, als nicht professionell wahrgenommene, Potential von Coaches, die kein psychologisches oder medizinisches Studium vorzuweisen haben. Ein Coach, der aus der technischen oder kaufmännischen Schiene kommt, ist in den Augen von Medizinern oft kein kompetenter Gesprächspartner. Ich kenne dieses Vorurteil und ich kann damit leben. Wichtig ist nur, was dabei herauskommt, wenn ein Coaching seine ganze Wirkung entfaltet. Ich bin davon überzeugt,  dass ein Coach mit technischem Hintergrund ein überraschend effizienter Gesprächspartner für einen Mediziner ist. Ich habe es oft genug erlebt. Coaching bietet immer einen Perspektivwechsel der besonderen Art.

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