Selbstführung – Selbstcoaching


Tagebuchschreiber kommen weiter!

Marc Aurel, ein römischer Kaiser hat mit seinen Selbstbetrachtungen ein Meisterwerk für Führungskräfte hinterlassen. Der Mann reflektierte seine wichtigsten Antriebspunkte und hinterließ ein glasklares Profil seiner Persönlichkeit.

Coaching geschieht immer auf unterschiedlichen Ebenen.

Selbstcoaching – Zusammenarbeit mit einem Coach – Coaching für Andere

in Anlehnung an Boris Grundl erlaube ich mir die Drei Säulen der Führung auf das Coaching zu übertragen. Coaching ist definitiv ein Führungswerkzeug. Leiter, die nicht als professionelle Coaches auftreten und Geld mit Coaching verdienen, sollten über fundierte Kenntnisse des Coaching verfügen. Ich werde oft gebeten in drei Sätzen mal eben zu erklären, was Coaching ist. Das andere Extrem sind die Leute, die auch keine Ahnung haben, was Coaching ist, aber fest davon überzeugt sind, genau Bescheid zu wissen. Unbewusste Inkompetenz spielt auch hier oft eine große Rolle. Aber dazu später mehr.

Boris Grundl beschreibt seine Drei Säulen der Führung mit den Fragen: Wie führe ich mich selbst? Wie lasse ich mich führen? Wie führe ich Andere?

Auf Coaching übertragen wird sehr schnell klar, worum es geht und wie Coaching wirksam wird.

Wie coache ich mich selbst? Wie lasse ich mich coachen? Wie coache ich Andere?

Zurück zum Schreiben eines Tagebuches. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, meine Gedanken und Ziele, Ängste und Bedenken aufzuschreiben und so eine starke Selbstreflektion in Gang zu setzen. Schulz von Thun nennt das „Der innere Dialog“. Jeder Mensch hat so kleine Engelchen und Teufelchen in sich, die ihn beeinflussen. Wenn wir beginnen unsere Gedanken aufzuschreiben und so zu sortieren, dann sind wir sehr schnell in der Lage, Ordnung in das innere Chaos zu bringen. Wir geben den Argumenten und Aufgaben eine Sinnstruktur und können uns ganz bewusst entscheiden, was wir tun wollen. Dabei werden uns begrenzende Glaubenssätze klar und wir können gezielt zerstören, was uns daran behindert. „Richten Sie noch? Oder coachen Sie schon?“, fällt mir gerade in Anlehnung an eine Jesus-Zitat aus der Bibel ein. Dort steht: „Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet!“ Der Satz steht in Stein gemeißelt. Nie war er so gültig wie heute!

Der innere Dialog ist eine Selbstführungstechnik. Eine der drei Säulen der Führung. Wie führe ich mich selbst? Was habe ich zu tun? Wie sind die Fakten und die Argumente? Wie entscheide ich mich? Einfach gestrickte Menschen sind in der Lage diesen inneren Dialog zu ersticken und ganz stumpf nach einem erfolgreichen Schema zu handeln. Am besten funktioniert das, wenn man die Gegenargumente ignoriert. Es gibt durchaus erfolgreiche Leute in Wirtschaft und Politik, die mit ein und demselben Konzept Erfolg haben. Das muss nicht immer die beste Variante sein, aber wenn es funktioniert, scheint es in Ordnung zu sein. Diese „Kopf durch die Wand“ – Methode funktioniert hervorragend, manchmal bis zum bitteren Ende. Wenn wir in der Lage sind, kritische Stimmen zuzulassen und abzuwägen, dann haben alternative Argumente durchaus eine Chance. Das ist die Zukunft! Intelligente Methoden werden sich gegen die Holzhammermethode durchsetzen.

Das Grewe(*)-Prinzip vs. Mehdorn, sozusagen…..Aber das ist wieder ein anderes Kapitel.

*Klaus Grewe, Senior Project Manager, war verantwortlich für die Gesamtkoordination aller Projekte der Olympischen Spiele 2012 in London.

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