Coach oder Therapeut


Google Anfragen, die auf meinen BLOG maccoach.wordpress.com führen:

 

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Es geht bei mir um Coaching und nicht um Therapie.

“Ein Coach ist niemals ein Therapeut.”

Wenn ein Psychotherapeut als Coach aktiv wird, dann ist das nicht verkehrt. Psychologen und Psychotherapeuten verfügen in der Regel über eine phantastische Ausbildung. Viele Wegbereiter des Coaching kommen aus dieser Richtung. Es gibt aber eine klare Abgrenzung. Ein Coach wird oft als “Psychologischer Berater” bezeichnet. Mit Psychotherapie hat das aber überhaupt nichts zu tun. Es gibt Überschneidungen zu angrenzenden Gebieten. Ich nenne nur einige, um zu verdeutlichen, was ich meine.

Supervision, Mediation, Seelsorge, Beratung, Training

In allen diesen Bereichen kann ein Psychologiestudium sinnvoll eingesetzt werden. Ich habe vor Jahren einmal einen ausgezeichneten Seelsorger kennengelernt, der promovierter Psychologe und Psychiater war. Der Mann konnte sich irgendwann kaum noch vor Anfragen von Kirchenmitgliedern retten, die nicht nur Seelsorge, sondern auch Expertenrat eines Psychologen suchten. Das zu trennen, ist keine leichte Aufgabe.

“Die Seelsorger (dieser) Kirche haben keine theologische Ausbildung. Neben ihren Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft erfüllen sie ihren seelsorgerischen Auftrag ehrenamtlich. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, den ihnen anvertrauten Seelen Trost zu spenden.” (Zitat)

Natürlich greift man gerne auf Spezialisten zurück, die etwas von professioneller psychologischer Beratung und Psychologie verstehen. Selbstverständlich ist auch ein theologisches Verständnis grundlegend für eine Tätigkeit als Seelsorger in einer Kirche. Nicht zuletzt wirkt sich eine regelmäßige Weiterbildung in diese Richtung positiv auf den hohen Anspruch aus, “Seelen Trost zu spenden”.

Es ist tatsächlich eine enge Verwandtschaft zwischen Seelsorge und zum Beispiel Coaching zu erkennen. Ich habe bereits in meinem BLOG darüber geschrieben.  Ich habe keinen Grund mich als Kritiker irgendeiner Glaubensrichtung aufzuschwingen. Im Gegenteil. Glauben gibt Halt und Kraft im Leben.

Zurück zu den oben genannten Suchbegriffen und Themen. Wie man mit einem cholerischen Chef umgeht habe ich auch schon sehr oft thematisiert.

z.B. in “7 REGELN zum UMGANG mit einem Choleriker” – Regeln für den Umgang mit cholerischen Chefs

Die Frage, ob man Choleriker therapieren kann, vermag ich ebenfalls nicht als Coach zu beantworten. Ich habe beobachtet, dass Choleriker sehr oft in einer überaus bedauernswerten Situation stecken. Sie glauben, dass sie nicht anders handeln und denken können und lassen sich demzufolge immer wieder in der bewährten Art und Weise gehen. Es gibt viele Parallelen zwischen Cholerikern und Alkoholikern. Beide zerstören ihr gesamtes soziales Umfeld und niemand kann sie zwingen, sich helfen zu lassen. Im Gegenteil werden Menschen, die den Versuch unternehmen, zu helfen, oft ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. Und es ist ganz deutlich und klar: Einen Choleriker und einen Alkoholiker kann man nicht coachen. Fragen wie: Können Sie bitte mal meinen Chef oder meinen Ehemann coachen? kann ich nur mit einem klaren Nein beantworten. Es kann sein, dass ein cholerischer Karrieretyp ein Coaching anstrebt. Spätestens bei der Frage, was seine Ziele sind und warum er einen Coach zu Rate zieht, wird deutlich, das Thema Choleriker keine Rolle spielen kann. Wir können gerne darüber reden und ich bin durchaus in der Lage zu erkennen, wie schwerwiegend das cholerische Problem ist. Wie dem auch sei – helfen kann und werde ich nicht. Da ziehe ich klare Grenzen.  Ich bin mir ja nicht einmal sicher, ob es sich bei einem Choleriker tatsächlich um eine krankhafte Fehlentwicklung handelt. Es gibt auch Menschen, die bei jedem Anzeichen von Überforderung jähzornig reagieren. Jähzorn. Das ist ein Abwehrmechanismus, der zu Kurzschlußhandlungen führen kann, die im Nachhinein sehr bedauert werden.

Wo die Ursachen von cholerischen Verhalten zu finden sind, ist eine gute Frage. Psychoanalytiker sehen die Ursachen für Fehlverhalten fast immer in der Kindheit. Es ist oft einfach nur so, dass cholerische Ausbrüche sehr oft von der Umwelt verwundert aufgenommen werden und dem Choleriker schnell aufgeht, dass er Erfolg mit seinem Verhalten hat. Einen wütenden Menschen kann man ebenso wenig aufhalten wie einen wildgewordenen Stier. Man kann nur abwarten, bis die Wut verflogen ist. Nach dem Rausch kommt es – wie bei einem Alkoholiker – zum Kater danach. Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt um mit einem Choleriker zu kommunzieren. Vermutlich sollte man diese Leute einfach in Ruhe lassen.

 

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