2014 im Rückblick


Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 17.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 6 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Drei Briefe


Der neue Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens traf seinen Vorgänger. Er fragte den scheidenden Chef nach Tipps und Ratschlägen. Der alte Chef griff in seine Aktentasche und gab ihm drei verschlossene Briefe. Der junge Mann solle jeden Brief erst dann öffnen, wenn ernste Probleme für ihn und das Unternehmen auftauchen würden.

Der junge Mann bedankte sich freundlich. Vermutlich würde er die Briefe irgendwann einmal öffnen.  Er legte die Briefe in den Tresor und vergaß sie sehr schnell.

Im Jahr darauf gab es einen starken Auftragseinbruch. Die Kritiker wurden lauter und der junge Mann begann sich um seine Zukunft zu sorgen. Dann erinnerte er sich an die drei Briefe. er überlegte nicht lange und öffnete den ersten Brief. Dort gab es konkrete Anweisungen für den eingetretenen Fall.

“Schieben Sie alles auf Ihren Vorgänger! Beginnen Sie umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen. Es ist vollkommen egal, was sie machen. Aber machen Sie etwas! Dann werden Sie Erfolg haben!”

Der Mann tat das. Die Veränderungsprozesse waren schmerzhaft, aber offenbar wirksam. Die Lage beruhigte sich. Alles war in Ordnung.

Ein paar Jahre später gab es erneut starke Probleme. Es war wieder soweit. Der Mann holte den zweiten Brief aus dem Tresor.

“Beauftragen Sie einen Unternehmensberater!”

Das war alles. Er suchte sich eine renommierte Unternehmensberatung, ließ sich ein ziemlich großes Budget genehmigen und beauftragte das Unternehmen. Nach umfangreichen Umstrukturierungen – das Unternehmen wurde auf den Stand vor den ersten Maßnahmen zurückentwickelt – lief alles wieder wie am Schnürchen. Der Mann konnte zufrieden sein.

Viele Jahre später, nachdem alles perfekt gelaufen war, gab es erneut sehr große Probleme. Es blieb nichts anderes übrig, der letzte Brief musste geöffnet werden.

“Es wird Zeit, drei Briefe zu schreiben!”

Choleriker Therapie?


Das Thema Choleriker begleitet mich seit vielen Jahren. Seit 2013 habe ich mehrere Artikel zu diesem Thema auf meinem Coaching-Blog veröffentlicht. Der Blog beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Thema Coaching. Das am meisten gelesene Thema ist aber tatsächlich das Thema Choleriker. Ich komme einfach nicht an diesem Thema vorbei. Das Thema ist ein Dauerbrenner. Der Bedarf scheint tatsächlich sehr groß zu sein.

Die wichtigste Frage ist, wie man mit diesen Menschen klarkommen und mit ihnen leben kann. Wenn man mit einem Choleriker zusammenlebt, dann gerät man sehr schnell in eine Opferrolle. “Der Klügere gibt nach……” Ist es wirklich klug, Cholerikern nachzugeben? Im Gegenteil ist es wichtig, intelligent Grenzen zu setzen und so die cholerische Energie des gegenüber geschickt ins Leere laufen zu lassen.

Es gibt aber auch Fragen von Cholerikern, wie sie mit dem Problem umgehen sollen. Was macht eigentlich einen Choleriker aus? Bin ich als Choleriker krank? Ist das heilbar? Was kann ich tun?
Eines der größten Mißverständnisse ist, dass durchsetzungsstarke Manager und Macher cholerisch veranlagt sein müssen um ihre Stärken effektiv ausspielen zu können. Choleriker sind keine starken Menschen. Im Gegenteil.

Ein echter Choleriker pokert nicht. Er kann seine Emotionen nicht für sich behalten und ist nicht in der Lage, wirkungsvoll zu pokern. Natürlich kann ein extravertierter Mensch ein anstrengender und erfolgreicher Pokerpartner sein. Sein Pokerface ist einfach seine Unberechenbarkeit, seine permanente Gewaltbereitschaft, mit der er alle anderen Emotionen erfolgreich überdecken kann.  Das kann auch Methode sein. Es gibt auch Schauspieler, die den Choleriker nur spielen, um ihre Ziele durchzusetzen. Theatralische Auftritte vor Publikum sind ihre Methode. Aber auch hier gibt es Grenzen des guten Geschmacks. Eine gute Kinderstube macht in jedem Fall den entscheidenden Unterschied.

Extravertierte Menschen sind nicht automatisch unbeherrschte Choleriker. Laute und aufdringliche Menschen sind nicht zwingend erfolgreicher als ruhige Charaktere.

Woran erkennt man selbst, dass man ein Choleriker ist? Muss man dagegen angehen? Warum sollte man überhaupt etwas daran ändern?

Es liegt auf der Hand, dass cholerische Ausbrüche in den allermeisten Fällen sehr verstörend auf alle Beteiligten wirken. Mitarbeiter leiden unter cholerischen Chefs. Mobbing ist naheliegend. Das Ergebnis sind Burnout und Depressionen. Somit besteht eine direkte Verbindung zwischen einem Fehlverhalten extravertierter Persönlichkeiten und schweren Schäden in Unternehmen. Auch im privaten Bereich sind die Auswirkungen cholerischer Streubomben katastrophal.

Was kann man dagegen tun? Ein Gespräch mit einem Psychologen, einem Mediator oder einem Coach kann helfen. Der erste Schritt  ist immer ein anderer. Man muss darüber sprechen. Erst wenn Choleriker begreifen, dass ihr Verhalten nichts mit Eigenschaften wie clever oder erfolgreich zu tun hat, werden sie bereit sein, etwas zu ändern. Choleriker sind keine erfolgreichen Gewinnertypen. Choleriker sind einfach nur Menschen, die sich nicht im Griff haben. Wer das erkannt hat, kann auch etwas ändern.

Fragen Sie einfach den Coach Ihrer Wahl! Choleriker sind nicht automatisch krank. Es ist ein unangenehmes Fehlverhalten. Dagegen kann man etwas tun. Und das ist eine gute Nachricht.

Weihnachten – Zeit der Wünsche


Weihnachten – Zeit der Wünsche

Weihnachten ist zu einem Ereignis geworden, bei dem uns die Zeit um die Ohren fliegt. Wir haben keine Zeit und sind auf der Jagd nach Geschenken für unsere Lieben, für Kollegen, Freunde und gute Bekannte. Und das Schlimmste: Auch wir werden beschenkt und müssen oft darauf achten, dass unsere Gesichtszüge nicht entgleisen, wenn wir unsere wunderbaren Geschenke auspacken. Vielleicht hätten wir es dieses Mal etwas anders machen sollen. Wir verschwenden unsere wichtigste Ressource, unsere Lebenszeit. Vielleicht macht ihr es im nächsten Jahr anders, nachdem ihr das hier gelesen habt. Schau’n wir mal!

Die wichtigste Frage, mit der wir uns – nicht nur an Weihnachten – beschäftigen sollten ist die Frage nach unseren Wünschen. Ich wurde dieses Jahr mit der Frage konfrontiert, was ich mir wünschen würde. Ich befand mich plötzlich,wie auf Knopfdruck, im Coaching Modus. Was Wünschen mit Coaching zu tun hat? Die Antwort ist ganz einfach: Alles! Ein großer Mann, ich glaube es war der von mir überaus geschätzte Mark Twain, hat einmal gesagt, dass wir uns vor unseren Wünschen in Acht nehmen sollten, sie könnten wahr werden. Oder war es Oscar Wilde, der das gesagt hat? Ich sollte vermutlich besser recherchieren, bevor ich schreibe. Aber darum geht es hier eigentlich nicht. Es geht um die Magie und die Macht unserer Wünsche. Was würden wir uns wünschen, wenn wir tatsächlich gefragt werden würden? Der biblische König Salomo wurde von Gott gefragt, was er sich für seine Regentschaft wünschen würde. Er wünschte sich vor allem Weisheit, um sein Volk gerecht führen zu können. Salomo war der Geschichte nach tatsächlich einer der weisesten und klügsten Männer. Er wünschte sich Weisheit und bekam noch viel mehr dazu. Reichtum, schöne Frauen, Macht und Ruhm. Am Ende hatte auch er Probleme mit diesen Geschenken gut umzugehen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Wünsche sind der Treibstoff für ein gutes Coaching. Ich frage meine Klienten oft, was sie sich wünschen würden, wenn sie frei wählen könnten. Ich nehme ihnen die Fesseln ihrer Selbstbeschränkung ab und lasse sie träumen. Sobald der Zauber dieser Frage wirkt, bemerke ich starke Veränderungen. Die Augen glänzen, die Haltung entspannt sich, der Atem wird freier und ich kann förmlich sehen, wie die Seele beginnt zu fliegen. Genau das ist der Anfang von einem erfolgreichen Coachingprozess. Meist beginnt das Wünschen viel früher. Oft bekomme ich zur Antwort, dass man sich finanzielle Freiheit wünscht und alles andere dann kein Problem mehr sei. Man wünscht sich ein teures Auto und vergisst, dass man es unterhalten und reparieren muss. Man wünscht sich Reichtum, ohne eine Ahnung zu haben, dass man es lernen muss mit Geld umzugehen. Manch einer wünscht sich Geschäftsführer eines großen Unternehmens zu werden. Vorsicht! Wünsche können wahr werden. Richtig wünschen ist eine Kunst.

Die Wunschfrage ist ein gutes Werkzeug um hinter die Kulissen von Klienten zu schauen. Ein angehender Manager wünscht sich vielleicht erfolgreich und clever zu sein. Aber ist das tatsächlich sein größter Wunsch? Was kommt danach? Was steckt eigentlich hinter diesen Wünschen? Ich frage dann immer nochmal nach. Und dann nochmal und nochmal. Am Ende ergibt sich oft ein ganz anderes Bild.

Das Wunschwerkzeug ist eines des mächtigsten Werkzeuge für einen Coach. Denn darum geht es eigentlich immer: Was wollen wir wirklich erreichen? Wohin wollen wir wirklich? Stellen wir uns jeden Tag diese Frage und vergleichen wir unsere Ziele mit unserem Kurs. Nicht nur zu Weihnachten! Denken wir immer daran: Wünsche können wahr werden!

Schneller Ziele erreichen: Coaching


Contacting- Contracting – Chunking – Clearing – Concepting – Changework – Controlling

Schneller Ziele erreichen durch Coaching

Ich spreche jeden Tag mit den unterschiedlichsten Menschen über ihre berufliche Vergangenheit und eine mögliche Zukunft. Ich verstehe mich nicht in erster Linie als Berater. Ich arbeite als Coach. Klassische Beratung ist nicht meine Kernkompetenz. Die Lage der Betreffenden ist oft aussichtslos. Es wird von Hemmnissen gesprochen, die ausgeräumt werden müssen um weiterzugehen. Wenn es tatsächlich passende Förderprogramme geben würde, dann müssten die Betreffenden viel intensiver begleitet werden. Es ist eine gute Idee, diesen Menschen einen Coach an die Seite zu stellen. Aber wer soll das bezahlen? Was bringt das? Wie rechnet sich das? Fragen, die ich durchaus beantworten kann. Die Gesellschaft ist immer gut beraten präventiv zu arbeiten. Aber das ist viel schwerer und komplexer, als man meinen mag. Das Gesundheitswesen ist ein typisches Beispiel. Es ist scheinbar viel einfacher einen kranken Menschen zu therapieren als vorsorglich tätig zu werden. Tatsächlich ist es viel schwerer einen kranken Menschen, insbesondere einen seelisch erkrankten Menschen, zu heilen. Coaching wäre eine echte Alternative. Ein Coach ist kein Heiler, sondern ein Begleiter auf Zeit. Wenn ein Klient Fragen hat, dann hilft der Coach ihm diese Fragen zu analysieren und selbständig zu beantworten. Es sind Fragen wie: „Kann ich es schaffen, aus dieser Situation herauszukommen?“ „Was muss ich tun, um meine Ziele zu erreichen?“ „Wer kann mir helfen?“ „Will ich dieses oder jenes Ziel tatsächlich erreichen?“ Ein Coach motiviert durch Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Klienten. Nach einem erfolgreichen Coaching ist zunächst kein einziges Problem gelöst. Aber der Weg zum Ziel wird deutlich. Oder es wird klar, dass man eigentlich ein ganz anderes Ziel verfolgt. Ich treffe oft Menschen, die erst nach langen Jahren auf dem Weg zu einem – für sie – falschen Ziel feststellen, das sie eigentlich ganz woanders hinwollten. Da gibt es angehende Ärzte, die mit einem EinserAbitur in der Hand ein Studium beginnen, das bei genauer Betrachtung einfach nicht zu ihnen passt. Vielleicht wären sie besser Jurist oder Forscher geworden. Auf jeden Fall wird immer wieder klar, dass die meisten Mitbürger den scheinbar leichtesten Weg gehen, der sich ihnen bietet. Die Eltern haben den Weg vorgezeichnet und es ist oft einfacher genau das zu machen, was die Eltern von einem erwarten. Als Coach stelle ich immer wieder die eine Frage: „Warum haben sie genau das studiert? Was war ihr Ziel?“ Die Antworten sind ernüchternd. Tatsächlich haben die wenigsten wirklich eine greifbare Vorstellung von dem, was sie wirklich erwartet. Wir sind so angelegt, dass wir uns oft völlig falsche Vorstellungen über einen angestrebten Beruf machen. Junge Leute wollen „irgendwas mit Computern“ machen. Die meisten haben keinerlei Vorstellung von dem, was sie erwartet. Es gibt aber auch Ausnahmen. 17Jährige, die ganz genau wissen, dass sie einmal ALDI Manager werden wollen. Der junge Mann wusste ziemlich genau, was ihn erwartete und was er tun musste um sein Ziel zu erreichen. Ich war damals ziemlich beeindruckt. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Ich selbst war keineswegs immer so zielbewusst, wie ich es heute von meinen Klienten erwarte. Bei jedem Coaching muss zunächst klar sein, wohin die Reise gehen soll. Oft stellen meine Klienten im Laufe des Prozesses fest, dass sie eigentlich ganz woanders hinwollen. Coaching ist tatsächlich eine nachhaltige Methode um lange Umwege zu vermeiden und schneller Ziele zu erreichen. Eine unser wertvollsten Ressourcen ist die Zeit. Wir können über unendliche Möglichkeiten verfügen, die Zeit ist begrenzt. Ein Coachingprozess über mehrere Monate ist die beste Investition in unsere Zukunft.