Weihnachten – Zeit der Wünsche


Weihnachten – Zeit der Wünsche

Weihnachten ist zu einem Ereignis geworden, bei dem uns die Zeit um die Ohren fliegt. Wir haben keine Zeit und sind auf der Jagd nach Geschenken für unsere Lieben, für Kollegen, Freunde und gute Bekannte. Und das Schlimmste: Auch wir werden beschenkt und müssen oft darauf achten, dass unsere Gesichtszüge nicht entgleisen, wenn wir unsere wunderbaren Geschenke auspacken. Vielleicht hätten wir es dieses Mal etwas anders machen sollen. Wir verschwenden unsere wichtigste Ressource, unsere Lebenszeit. Vielleicht macht ihr es im nächsten Jahr anders, nachdem ihr das hier gelesen habt. Schau’n wir mal!

Die wichtigste Frage, mit der wir uns – nicht nur an Weihnachten – beschäftigen sollten ist die Frage nach unseren Wünschen. Ich wurde dieses Jahr mit der Frage konfrontiert, was ich mir wünschen würde. Ich befand mich plötzlich,wie auf Knopfdruck, im Coaching Modus. Was Wünschen mit Coaching zu tun hat? Die Antwort ist ganz einfach: Alles! Ein großer Mann, ich glaube es war der von mir überaus geschätzte Mark Twain, hat einmal gesagt, dass wir uns vor unseren Wünschen in Acht nehmen sollten, sie könnten wahr werden. Oder war es Oscar Wilde, der das gesagt hat? Ich sollte vermutlich besser recherchieren, bevor ich schreibe. Aber darum geht es hier eigentlich nicht. Es geht um die Magie und die Macht unserer Wünsche. Was würden wir uns wünschen, wenn wir tatsächlich gefragt werden würden? Der biblische König Salomo wurde von Gott gefragt, was er sich für seine Regentschaft wünschen würde. Er wünschte sich vor allem Weisheit, um sein Volk gerecht führen zu können. Salomo war der Geschichte nach tatsächlich einer der weisesten und klügsten Männer. Er wünschte sich Weisheit und bekam noch viel mehr dazu. Reichtum, schöne Frauen, Macht und Ruhm. Am Ende hatte auch er Probleme mit diesen Geschenken gut umzugehen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Wünsche sind der Treibstoff für ein gutes Coaching. Ich frage meine Klienten oft, was sie sich wünschen würden, wenn sie frei wählen könnten. Ich nehme ihnen die Fesseln ihrer Selbstbeschränkung ab und lasse sie träumen. Sobald der Zauber dieser Frage wirkt, bemerke ich starke Veränderungen. Die Augen glänzen, die Haltung entspannt sich, der Atem wird freier und ich kann förmlich sehen, wie die Seele beginnt zu fliegen. Genau das ist der Anfang von einem erfolgreichen Coachingprozess. Meist beginnt das Wünschen viel früher. Oft bekomme ich zur Antwort, dass man sich finanzielle Freiheit wünscht und alles andere dann kein Problem mehr sei. Man wünscht sich ein teures Auto und vergisst, dass man es unterhalten und reparieren muss. Man wünscht sich Reichtum, ohne eine Ahnung zu haben, dass man es lernen muss mit Geld umzugehen. Manch einer wünscht sich Geschäftsführer eines großen Unternehmens zu werden. Vorsicht! Wünsche können wahr werden. Richtig wünschen ist eine Kunst.

Die Wunschfrage ist ein gutes Werkzeug um hinter die Kulissen von Klienten zu schauen. Ein angehender Manager wünscht sich vielleicht erfolgreich und clever zu sein. Aber ist das tatsächlich sein größter Wunsch? Was kommt danach? Was steckt eigentlich hinter diesen Wünschen? Ich frage dann immer nochmal nach. Und dann nochmal und nochmal. Am Ende ergibt sich oft ein ganz anderes Bild.

Das Wunschwerkzeug ist eines des mächtigsten Werkzeuge für einen Coach. Denn darum geht es eigentlich immer: Was wollen wir wirklich erreichen? Wohin wollen wir wirklich? Stellen wir uns jeden Tag diese Frage und vergleichen wir unsere Ziele mit unserem Kurs. Nicht nur zu Weihnachten! Denken wir immer daran: Wünsche können wahr werden!