Coaching – steuerlich absetzbar


Kann man Coachingleistungen beim Finanzamt geltend machen?

JA! Coaching ist steuerlich förderbar. Coaching läßt sich von der Steuer absetzen.

So wird Coaching vom Staat begünstigt: Honorare, die Manager an einen Coach überweisen, sind als Fortbildungskosten steuerlich absetzbar.
Wenn der Coachee zum Beispiel 1000 Euro an den Coach überweist, kann er die Summe in seiner privaten Steuererklärung geltend machen. Spitzenverdiener erreichen so eine Steuerersparnis von ca. 450 Euro. So kostet das Coaching netto nur noch 550 Euro.
Das Finanzamt schaut allerdings genau hin, ob die Coachings tatsächlich der Karriere dienen oder eher dem privaten Vergnügen.

Ein Unternehmensberater hatte während seines Urlaubs eine Sozialpädagogin für EinzelCoachings aufgesucht. Das Finanzamt lehnte den Steuerabzug ab. Der Berater gind in den Widerspruch. Als Begründung erläuterte das Finanzgericht: Es fehle an einer „besonderen Ausrichtung der Tätigkeit der Pädagogin auf FührungskräfteCoaching“. Das und die Einbettung der Gespräche in den Urlaub spreche „für eine allgemeine psychologische Begleitung und gegen überwiegend beruflich veranlasste Coaching-Maßnahmen“ (AZ 5 K 30/07).
Es ist also notwendig, Ziele und Inhalte von Coachings genau aufzulisten, um derartigen Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden. Tipp: Der Coach sollte sich auf die psychologische Beratung von Führungskräfen einstellen. Im Idealfall verfügt der Coach über einen ausgeprägten Werkzeugkasten als Business Coach und vor allem einen Hintergrund als Unternehmensberater. So können Manager zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Aus meiner Sicht ist es absolut sinnvoll und notwendig, Führungskräfte psychologisch zu begleiten. Manager brauchen einen Gesprächspartner, der in der Lage ist ihnen eine professionelle Hilfestellung bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu geben und auf Krisen angemessen zu reagieren.

Manager sollten einen auf Führungskräfte spezialisierten Coach engagieren. Ein Coach ist der ideale Ansprechpartner für diese Gruppe.

Manager sollten der Steuererklärung zusammen mit der Coachingrechnung eine Kurzbeschreibung der Inhalte des Coachings direkt beilegen, um  deutlich zu machen, dass sie nicht psychologisch betreut, sondern auf beruflichen Erfolg getrimmt wurden. Was ein Widerspruch an sich ist, aber das sollte hier keine Rolle spielen.

Wird der Coach vom Arbeitgeber bezahlt, gibt es steuerlich keine Probleme. In solchen Fällen liegt kein geldwerter Vorteil vor, den Manager wie ihr übriges Gehalt versteuern müssten. Ein gesponsertes Coaching gilt als Fortbildungsmaßnahme und nützt auch dem Arbeitgeber. Im Juristenjargon heißt das: Das „eigenbetriebliche Interesse“ überwiegt gegenüber dem Privatinteresse.

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