Angst


Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen über dieselben beunruhigen die Menschen. (Epiket – Handbüchlein der Moral)

Es geht um Ängste. Offene und versteckte Ängste begleiten uns das ganzes Leben lang. Du weist das entschieden von dir? Das ist eine völlig normale Reaktion. Angst ist dennoch immer vorhanden. Auch bei dir. Das ist eine Realität mit der wir mehr oder weniger gut umzugehen gelernt haben.

Leben ohne Angst ist eine Illusion. Sie gehört zu unserer Existenz. Angst ist die Spiegelung unserer Abhängigkeiten und des Wissens um unsere eigene Sterblichkeit.

Fritz Riemann, ein bekannte Psychiater und Psychoanalytiker beschreibt in seinem Werk GRUNDFORMEN DER ANGST die vier Formen der Angst, die in jedem Menschen vorhanden sind. Das Buch ist ein Klassiker, ein Standardwerk, das jeder Psychologe, jeder klinische Sozialarbeiter, jeder Coach gelesen haben sollte.

Riemann benennt folgende Persönlichkeitsanteile, die in jedem Menschen vorhanden sind.

  • Schizoide Persönlichkeit – Angst vor der Hingabe
  • Depressive Persönlichkeit – Angst vor der Selbstwerdung
  • Zwanghafte Persönlichkeit – Angst vor der Veränderung
  • Hysterische Persönlichkeit – Angst vor der Notwendigkeit

Momentan befinden wir uns in einer kollektiven Angstphase. Terror bedroht uns und greift in unser Bewusstsein ein. Das ist das Ziel der Terroristen. Sie wollen eine permanente Angstkulisse schaffen. Was sie erreicht haben ist viel beängstigender als der Terror selbst, so sinnlos er auch sein mag. Wenn wir uns ganz kühl eine Risikoanalyse ansehen, wird sehr schnell klar, dass die Angst vor dem Terror das größte Problem ist. Es ist die Angst, die uns lähmt. Vor ihr sollten wir uns am meisten fürchten.

Ein interessanter Artikel, den ich im Internet gefunden habe, spricht für sich:

Lebensrisiko Terrorismus?

So ziemlich alles andere ist gefährlicher

(ef-DF) Mit einer Auswertung amtlicher amerikanischer Statistiken wird die Gefahr, Opfer eines Terroranschlags zu werden ins Verhältnis zu anderen Lebensrisiken gesetzt. Danach ist es  bespielsweise 17.600-mal wahrscheinlicher an einer Herzattacke und 12.571-mal wahrscheinlicher an Krebs zu sterben. Der Tod durch einen Autounfall ist immerhin noch 1.048-mal wahrscheinlicher. Der Tod durch Ertrinken ist 87-mal wahrscheinlicher, der bei einem Zugunfall noch 13-mal. Selbst die Gefahr, von einem Polizisten erschossen zu werden, hat die 8-fache Wahrscheinlichkeit eines Todes durch einen Terroranschlag.

Auswertungen wie diese untermauern die Bedeutung eines erst beginnenden Trendes, nämlich Gesetzgebung von dem Befund vorhandener wissenschaftlicher Daten und deren Deutung abhängig zu machen. Die sogenannte „Evidence-based Legislation“ lehnt sich an das aus der medizinischen Forschung bekannte Konzept der „Evidence-based Medicine“ an. Wenn etwa die gesetzlichen Krankenkassen zu dem Ergebnis kommen, homöopathische Mittel mangels belegbarer Heilwirkung nicht bezahlen zu wollen, so ist das Ergebnis einer intuitiven Anwendung des Konzepts. (ef-DF)

Weitergehende Informationen zu den aktuellen Ereignissen in Paris finden Sie in der Sonderbeilage das aktuellen Cicero

http://www.cicero.de/spezialausgabe-cicero-sonderheft-zu-den-terroranschlaegen/60136

 

 

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