Interaktives Lernen – Online Studieren


Interaktive Lernformen sind auf dem Vormarsch. Virtuelles Lernen wird langsam erwachsen. Frontalunterricht ist, besonders in Universitäten, Hoch- und Fachschulen, ein aussterbendes Format. Frontalunterricht ist immer auf die langsamsten Studenten ausgerichtet. Erst wenn der Letzte den Stoff verstanden hat, kann der Unterricht weitergehen. Einer meiner Lehrer benutzte gerne den Begriff “Klippschule”. Immer wenn besonders begriffstutzige Studenten immer die selben Fragen stellten, dann sagte er: “Also meine Herren! Was soll ich hier verstehen? Wir sind doch hier nicht in der Klippschule!” Und er wandte sich den intelligenteren Studenten zu und fuhr ungerührt mit dem Stoff fort. Die zurückgebliebenden “Klippschüler” mussten sehen wie sie zurechtkamen. Herr Ullenboom war ein anspruchsvoller Lehrer. Manchmal, wenn er am Rande der Frustration vor der Klasse stand, wurde er ein wenig sarkastisch. Dann wendete er sich direkt einem nichtswissenden Schüler zu und wiederholte die Formel: “Lirum Larum Löffelstiel: Wer das nicht weiß, der weiß nicht viel!” Wir haben ihn dafür gehasst und auch bewundert. Der Mann hatte völlig Recht!
Damals waren die Lehrer noch Wissensvermittler. Sie trugen den Stoff in Form einer Vorlesung vor und wer mit der Art und Weise des Vortrags nicht zurechtkam, war verloren. Irgendwann waren die Schüler abgehängt und hatten keine Chance ihr Lehrziel zu erreichen. Damals gab es noch Lehrbücher und Literatur, die man sich einpauken musste um einen erfolgreichen Abschluss zu erlangen. Natürlich gibt es das heute auch noch. Aber ganz moderne Lernobjekte müssen anders erschlossen werden. In den USA hat der  deutsche Professor Sebastian Thrun virtuelle Lernformen professionalisiert. Inzwischen ist das Modell so erfolgreich, dass man monatlich zwischen 100 und 250 Dollar zahlen muss um an einem seiner Nanodegree-Programmen teilnehmen zu dürfen.  Der Stanford-Professor betreibt eine Uni für alle, wenn man einem Artikel in der FAZ folgten darf. 100 Prozent Wissen und 0 Prozent persönliche Zuwendung durch einen richtigen Lehrer. Man kann es mögen oder nicht. Aber Udacity hat eine Mission:

Udacity U iconOur Mission

Our mission is to bring accessible, affordable, engaging, and highly effective higher education to the world. We believe that higher education is a basic human right, and we seek to empower our students to advance their education and careers.

Education is no longer a one-time event but a lifelong experience. Education should be less passive listening (no long lectures) and more active doing. Education should empower students to succeed not just in school but in life.

Das kann ich sofort unterschreiben!

Hier noch weitergehende Informationen zum Thema.

https://de.wikipedia.org/wiki/Udacity

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/sebastian-thrun-im-gespraech-ueber-seine-online-uni-udacity-13363384.html

Vielleicht kann man in Zukunft Wissen ausschließlich online erwerben. Aber es gibt einen absoluten Bedarf an Menschen, die das eingepaukte Wissen bewerten und gemeinsam mit den Studenten Ziele und Ideen entwickeln. Ich habe immer davon profitiert, wenn ich einen Gesprächspartner hatte, der mir ganz direkt Feedback gab. Studium ist immer auch Persönlichkeitsentwicklung. Womit wir heute endlich die Kurve hin zu meinem Lieblingsthema Coaching gefunden hätten. Ich denke, dass die Lernform der Zukunft so aussehen wird. Interaktives Lernen – online und virtuell. Begleitung durch Coaching und der Besuch eines Hightech-Campus um andere Studenten zu treffen und mit ihnen gemeinsam das Gelernte zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Das ist ein Zukunftsmodell Made in Germany. Und daran arbeite ich.

-> to be continued….

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