Kommunikation – Achtsam oder Abbruch


Jeder Schreibende legt einen großen Teil seiner Selbst offen und macht sich verletzlich für Unverständnis, Kritik und Anfeindungen. Daran scheitern die besten Schriftsteller. Daran scheitern Menschen im Alltag. “Nicht das was in deinen Mund aufgenommen wird, macht dich unrein, sondern das was aus dem Mund hervorgeht.”, sagte der Apostel Paulus einmal. Ein anderer kluger Mann hat einmal gesagt, dass man das, was einmal gesagt wurde nie mehr zurückgenommen werden kann. Es ist geboren und wird ein Eigenleben entwickeln. Jede kleine Idee wird einmal gedacht, dann ausgesprochen, aufgeschrieben und dann verbreitet sie sich wie ein Virus. Einmal gedacht und gesagt: Die Auswirkungen sind unabsehbar. Besonders für interpersonelle Kommunikation gilt: Achte auf Deine Gedanken! Achte auf das, was Du sprichst! Sei Achtsam mit dem, was Du anderen zumutest – sei es verbal oder nonverbal. Wir wissen, dass Kommunikation auf mehreren Kanälen gleichzeitig übertragen wird. Die vier Seiten einer Nachricht von Schulz von Thun sind ein Klassiker, den jeder kommunizierende Erwachsene kennen sollte. Kindliche Entgleisungen von heranwachsenden Prinzessinnen und Prinzen sind eine schlechte Angewohnheit die vielleicht bei den eigenen Eltern funktioniert. Ähnliche Fehler rächen sich in der realen Welt sehr schnell und sehr gründlich. Wer die Unterstützung von potentiellen Mentoren nicht haben will, der achte nicht auf das was er spricht. Ein Tipp: Lieber schweigen und bescheiden zuhören, als dummes Zeug plappern und damit andere Menschen aufregen. Haben wir das nicht alle schon mal erlebt, wie unerträglich Menschen sind, die – von sich absolut überzeugt – dummes Geschwätz verbreiten und damit die Umwelt verschmutzen? In einer sehr nahen Zweierbeziehung gilt das ebenfalls: Achten wir auf das, was wir reden. Wenn es eine liebevolle Beziehung ist, dann wird es zu keinen Verletzungen oder Beleidigungen kommen. Irrtum wird schnell aufgeklärt und ist dann kein Thema mehr. Das ist anstrengend und oft weichen wir aus. Aber es ist notwendig für das Überleben wie die Luft zum Atmen! Nichts ist schlimmer, als wenn eine wichtige Beziehung abgeschnitten wird. Schlimm, wenn die Eltern nicht mehr mit dem ungezogenen Kind sprechen. Das kann eine furchtbare Strafe sein. Die Höchststrafe Gottes gegenüber dem König Saul war, dass er nicht mehr mit ihm sprach und einen anderen König (David) als seinen Nachfolger auswählte. Saul war verloren – in jeder Beziehung. Wir sind verloren, wenn wir die Kommunikation mit unseren wichtigsten Freunden, Verwandten, Bekannten, Kollegen und Chefs verlieren. Und alles beginnt mit einem winzigen Gedanken, der in uns nagt, seinen Weg durch unseren Mund findet und sich dann unkontrolliert vermehrt.

Was das mit Coaching zu tun hat? Eine Menge!

Advertisements

Ein Kommentar zu “Kommunikation – Achtsam oder Abbruch

  1. anregend und bestätigend: achtsam sein. klären bringt mehr als irrtümer stehen lassen. denn, so meine erfahrung, klären statt interpretieren ist ebenfalls ein achtsames einander begegnen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s