Coach und Literatur


Ich bin mir nicht sicher, warum man historische Romane mit Titeln: “Die Geliebte des Papstes” oder “Die Tochter des letzten Königs” lesen sollte. Ich habe keine Ahnung ob diese Bücher gut oder schlecht geschrieben sind. Es ist keine Wertung. Aber ich kann damit nichts anfangen. Mit historischer Echtheit hat das alles sehr wenig zu tun. Was interessiert uns an Gegenwartsliteratur? Ich interessiere mich schon immer für englische und amerikanische Literatur. Englische Literatur verblasst immer mehr. Die Leute auf der Insel kreisen um ihr eigenes kleines Universum, während wir in Deutschland tatsächlich immer mehr zum Herzen und zum Motor Europas werden können. Bisher waren wir ganz gut darin, Europa mehr zu bieten als von Europa zu verlangen. Aber ich will jetzt nicht politisch werden. Es ist 2016 und die Ära Merkel ist noch nicht vorbei. Amerikanische Autoren sagen mir mehr zu.  Es ist der tiefe Einblick in die Psyche von Fremden, die mich anspricht. Ich versuche immer einen Abgleich mit meinen eigenen Gedanken und Gefühlen vorzunehmen. Was ist richtig und was ist total verkehrt? Was spricht mich wirklich an? Es ist ein permanenter Veränderungsprozess.

Ich frage mich oft, was ich überhaupt lesen sollte. Vor vielen Jahren habe ich aus Interesse an der digitalen Revolution der 1990er Jahre MICROSKLAVEN von Douglas Coupland gelesen. Danach hatte ich keine Lust mehr auf Microsoft. Das Thema war entzaubert. Ende und Out. Dabei war ich ein Jünger von DIGITAL und Apple und Atari und Commodore. In den 1990ern übernahm Microsoft die Weltherrschaft mit Windows95 und ich verstand die Welt nicht mehr. OS/2 war das bessere System. Ich frage mich heute noch, warum Bill das nicht weiterentwickelt hatte. Aber ER wird seine Gründe gehabt haben.

Was kann ich überhaupt lesen? Ich lese kurze Nachrichten, Werbeschnipsel, politische Kommentare mit einer furchtbaren political Correctness (ich schreibe Denglisch – GROSS und klein wie im Deutschen- fällt mir gerade auf).

Als Coach lese ich gerne Biografien interessanter Persönlichkeiten. In meinen Coachings finden immer Abgleiche mit der Welt meiner Klienten und meiner eigenen Welt statt. Ein guter Coach muss zwangsläufig sehr viel wissen und seine Werkzeuge beherrschen. Lesen hilft auf jeden Fall. Ohne gute Literatur ist Coaching undenkbar.

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