Teufelskreis durchbrechen! – Aber wie?


Gedanken kreisen im Kopf meiner Klientin. Sie steckt in einem Teufelskreis fest. Sie hat sich per eMail bei mir gemeldet, ich habe ihr einen Coachingbogen zugesandt und einen Termin vereinbart. Neben den üblichen Daten muss vor jedem Coaching klar sein, was das Ziel des Coachings ist und was bereits getan wurde um dieses Ziel zu erreichen. Ich muss auch wissen, ob der Verdacht auf eine psychische Erkrankung vorhanden ist. Coaching ist effektive psychologische Beratung, keine Psychotherapie und auch keine Beratung im Sinne: “Ich habe ein Problem Coach! Bitte löse das mal für mich!”
Ich habe das oft erlebt, dass Klienten zum Coaching kommen und völlig falsche oder überzogene Erwartungen an mich haben. Das kennt jeder Coach. Wenn wir dann Fragen stellen, fühlt sich der Coachee sehr schnell in die Ecke getrieben. “Aber das tut mir jetzt nicht gut! Ich denke, sie sollen mir helfen! Ich fühle mich nicht gut, wenn Sie so etwas sagen und fragen….” Und genau darum geht es. Coaching ist nicht immer eine angenehme Erfahrung. Die Klienten müssen das wissen. Es werden durchaus Dinge angesprochen, die zunächst unangenehm sind. Auf der anderen Seite ist ein Coach kein gefühlsloser Chirurg, der gnadenlos schneidet und näht, nach dem Motto: Da musst der Patient jetzt aber durch. Empathie ist eine wichtige  Eigenschaft eines Coach. Aber zuviel Mitgefühl kann den Prozess verzögern oder zum Erliegen bringen. Der Coach ist nicht der Verantwortliche für die Lösung aller Probleme.  Der Coach führt den Coachee durch einen Prozess, der am Ende Erfolg haben kann. Nur wer bereit und in der Lage ist, auch unangenehme Dinge zu betrachten, kann in einem Coachingprozess Erfolg haben. Dabei muss nicht einmal alles gesagt werden. Es genügt, wenn die Gedanken gedacht werden. Der Coach stellt oft Fragen, die der Coachee nur reflektieren soll. Das genügt vollkommen. “Wenn Sie jetzt diesen Gedanken haben, dann denken Sie darüber nach wie es ihnen geht, wenn sie diese negativen Emotionen überwunden haben.” Eine einfühlsame Pause vertieft die Aussage. “Haben Sie das Gefühl?” “Wie fühlt sich das an?” “Was spüren Sie?” “Sehen Sie Licht am Ende der Dunkelheit?” “Welche Farbe hat das Licht?” “Können Sie den Geruch wahrnehmen?” Je nach dem Zugangskanal (VAKOG) kann auf die individuellen Gefühle und Eindrücke des Klienten eingegangen werden. Ist der Coachee bereit dazu, wird der Prozess erfolgreich sein. Im anderen Fall drehen wir uns endlos in einer Schleife und finden nicht mehr heraus.
Ich persönlich durchbreche den Kreis mit Sport. Ich mache etwas völlig anderes als das, was mich belastet. Ich fahre in solchen Zeiten sehr viel mit dem Rad und bin gezwungen mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Sport belebt den Kreislauf und irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass frische Luft und sehr viel frisches Wasser und Schweiß mein Gehirn regelrecht durchlüftet. Plötzlich habe ich neue Ideen und andere Perpektiven. Es hilft mir. Was hilft Ihnen? Keine Idee? Dann fragen Sie einen Psychologen, Therapeuten oder eben auch einen Coach Ihrer Wahl. Er wird Sie zur richtigen Antwort führen.

 

5 Kommentare zu “Teufelskreis durchbrechen! – Aber wie?

  1. Schönes Foto. Wenn ich es richtig sehe, dann ist es wohl so, dass wenn man die Mitte erreicht hat und weitergeht, sich wieder auf dem Weg nach außen macht. Nicht so wichtig, aber wo liegen diese Steine bzw wie nennt man diese Symbolik?

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  2. Vielen Dank für die Info! Wie auch immer die Symbolik sein mag. Für mich hat es etwas „fehlendes“. Es beschreibt irgendwie das Motto vieler „Der Weg ist das Ziel.“ Der Steinkreis ermöglicht dieses von-außen-nach-innen-gehen und wenn man im Zentrum ist geht es wieder nach außen und dann wieder nach innen und dann wieder nach außen usw. Dass empfinde ich als zu wenig Sinn ergebend für mich. Es muss ein Mehr, ein Darüberhinaus geben. Wenn nicht, ist das Wandern sinnlos bis egal. So geht es mir zumindest. Dies schreibe ich nicht weil ich es besser weiß, sondern als depressiv veranlagter Mensch, der auf dem Weg ist…

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    • Depressive Veranlagung. Als Coach würde ich zuerst fragen, ob es immer so war und wie es sich bemerkbar machen würde, wenn diese „Veranlagung“ überwunden wurde. Das Gehirn ist formbar. Depression und Trauer gehören zum Leben. Aber das Leben ist viel schöner, wenn man diesen Kreis nach außen durchbrechen kann…Zur Ursache hin, das machen Psychologen und Therapeuten. Beim Coaching geht es auch immer um positive Gefühle und das Entdecken neuer Möglichkeiten und Perspektiven.

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