Die Disney Strategie


Der schreiende Chef – Was tun?


Der schreiende Chef

Immer wieder komme ich in Gesprächen mit unterschiedlichsten Menschen auf das Thema “Choleriker” und vor allem den “cholerischen Chef”. Man will Tipps wie man mit einem cholerischen Menschen umgehen sollte.

Stellen Sie sich folgende Situation vor. Ein Geschäftsführer, der bekannt für seine cholerischen Ausbrüche ist, beginnt während des Gesprächs mit einem seiner Abteilungsleiter an ausfällig zu werden und ihn anzuschreien. Der Abteilungsleiter sitzt vor dem Schreibtisch des Chefs und der Chef steht auf um mit hochrotem Kopf zu brüllen.

Was machen Sie nun?

Informieren Sie Ihren Gesprächspartner über Ihre Situation. Machen Sie ihm klar, dass er sich Ihrer Meinung nach nicht angemessen verhält.

Versuchen Sie Folgendes: Stehen Sie auf, sehen dem Chef in die Augen und begeben sich in die selbe Sprechposition. Beobachten Sie, was mit dem Chef passiert.

Dann treten Sie neben ihn und sagen sachlich: “Sie schreien mich gerade an! Das ist nicht die Art in der wir kommunizieren sollten. Sind Sie bereit das Problem konstruktiv zu lösen?”

Beobachten Sie sein Verhalten.

Wenn er bei seinem cholerischen Ausbruch bleibt, dann wiederholen Sie Ihr Anliegen mit folgenden Worten: “Ich bitte Sie normal mit mir zu reden. Hören Sie auf zu schreien. Für eine sachliche und konstruktive Kritik bin ich aufgeschlossen. Sie wissen das.“

Wenn der Chef dann immer noch bei seinem Verhalten bleibt, entziehen Sie sich dem Verhalten und erklären ihm, warum Sie den Raum verlassen.

Bleiben Sie immer ruhig und gesprächsbereit. Vermeiden Sie den Eindruck der Arroganz. Werden Sie in diesen Augenblicken niemals ironisch! Versuchen Sie einen emotionalen Perspektivwechsel. Stellen Sie sich vor, dass Sie gerade im Flugzeug auf den Weg in den Urlaub sind. Der Chef schreit und Sie sind gar nicht da.

Setzten Sie dem Choleriker eine klare Grenze.

Ich selbst habe viele scheinbar unbelehrbare Choleriker in meinem Berufsleben erleben müssen. Oft wurde ich Zeuge, wie Mitarbeiter regelrecht “zur Sau” gemacht wurden. Ich habe gesehen, wie diese Menschen zusammengebrochen sind. Mir selbst ist das sehr selten passiert. Ich habe das Verhalten beobachtet und mich emotional entfernt oder gar verabschiedet. Dann ist es möglich, der unangenehmen Situation die Schärfe zu nehmen und auf eine sachliche Kommunikationsebene zurückzukehren. Wenn ein Choleriker einmal als solcher identifiziert ist, dann kann man sich einfacher emotional entfernen. Das erleichtert den Umgang mit diesen Menschen.
Das gilt auch für andere Persönlichkeitsdefekte. Narzisstische Persönlichkeiten sind eine weitere Möglichkeit…..

 

 

 

Augen auf bei der Berufswahl


Seit einigen Jahren begegnen mir immer wieder Menschen, die gar nicht so genau wissen, was sie beruflich machen wollen. Viele von ihnen haben sich sogar schon entschieden und eine Lehre absolviert. Abgesehen von RestaurantFachFrauen und -Männern, KöchInnen und ähnlichen servicelastigen Berufen habe ich es mit IT SystemInformatikern – hauptsächlich Männern und Studierenden zu tun. Sehr oft bewerben sich AbiturientInnen  auf einen Studienplatz und stellen dann im Laufe des Studium fest, dass sie möglicherweise die falsche Studienrichtung gewählt haben. Es gibt so viele Gründe Informatik zu studieren. Das Image von IT ist immer noch ungebrochen. Schliesslich handelt es sich um einen Schlüsselberuf mit Zukunft. Wer aber im zweiten oder dritten Semester feststellt, dass er immer schon schlecht in Mathematik war, der wird es nicht schaffen. Wer hat diese Leute eigentlich beraten? Warum haben sie sich eine Fachrichtung ausgesucht, der sie nicht gewachsen sind oder die überhaupt nicht zu ihnen passt? Wenn jemand Musik studiert, dann wird er bereits ein Instrument und Noten beherrschen. In einem Orchester spielen. Was treibt junge Leute dazu Informatik zu studieren, obwohl sie noch nie ein Programm in Java oder C++ geschrieben haben? Ich kann es mir vorstellen. Sie glauben genau das im Studium zu lernen. Es handelt sich um einen typischen Irrtum.
Sehr interessant ist es auch, wenn junge Ärzte nach dem Studium feststellen, dass sie für den Beruf überhaupt nicht geeignet sind. Das gibt es tatsächlich öfter als man glauben mag. Ich habe das früher auch nicht für möglich gehalten.

Augen auf bei der Berufswahl! Wir legen uns fest für einen großen Teil unseres Lebens. Ein Mechatroniker wird immer in einer mehr oder weniger schmutzigen Werkstatt arbeiten und relativ wenig Geld verdienen. Ärzte ohne Spezialisierung und eine langjährige Facharztausbildung gibt es auch mehr, als man denkt. Häufig haben Ärzte im Alter von U50 immer noch keine Facharztausbildung und jobben als Assistenzärzte und Notfallmediziner. Die Bezahlung ist zwar nicht so schlecht, aber bei einer gezielten Beratung wären sie längst viel weiter gewesen. Eine zielgerichtete Berufsplanung und die Angleichung an Fähigkeiten und Fertigkeiten hätte es auch getan. Aber dazu fehlt vielen Menschen einfach das geeignete Ziel. Manche Karrieren laufen scheinbar ziel- und planlos, mehr oder weniger erfolgreich. Ich hatte vor einiger Zeit eine Klientin, die einigermaßen erfolgreich und auch sehr fähig war. Am Beginn des Coachingprozesses standen Zweifel. Wir erarbeiteten Alternativen und Perpektivwechsel. Es war ein komplexer Prozess mit offenem Ausgang. Am Ende standen mehrere aussichtsreiche Projekte, die sie nun zielstrebig weiterverfolgt. Die Arbeit mit der Klientin hat mir großen Spaß gemacht. Und genau das ist meine Berufung als Coach. Ich hätte – genau wie meine Klientin – schon viele Jahre früher gezielt an meiner Karriere als Coach arbeiten können. Ich befand mich in einer Sackgasse und hatte keine Ahnung, wie es weitergehen würde. Darüber hatte ich schon öfter in meinem Blog berichtet und reflektiert.


Womit wir wieder beim Coaching wären. Mein Tipp: Jeder, der sich im Berufsfindungsprozess befindet sollte einen guten Coach aufsuchen, der mit ihm gemeinsam Ziele, Herausforderungen, Anforderungsprofile und dergleichen erarbeitet. Das bedeutet nicht, dass der Coach bereits alles weiß und jede Menge gute Tipps geben wird. Aber er führt schnell und gezielt durch einen der wichtigsten Entscheidungsprozesse in Ihrem Leben. Wer sich bei der Arbeitsagentur gemeldet hat und nicht sicher ist, was er machen kann und in welche Richtung es gehen kann, ist mit einem U25 Integrationscoaching gut beraten. Die Agentur für Arbeit bezahlt dieses Coaching, wenn der jeweilige Vermittler es für sinnvoll erachtet. Wenn Sie so etwas machen wollen, nehmen Sie Kontakt mit mir auf und wir finden den Beruf, der tatsächlich genau zu Ihnen passt. Wie das genau funktioniert, erkläre ich Ihnen gerne. Nur soviel. Zuerst erfolgt eine detaillierte ABC-Messungf und ein ABC-Coach wird mit Ihnen mögliche berufliche Ziele erarbeiten. Dann folgt das eigentliche Coaching über einen Zeitraum von 2 oder 3 Monaten. SIe investieren wertvolle Zeit für Ihr Leben.

 

Fragen Sie den Coach Ihres Vertrauens!

 

Coach – Beruf mit Zukunft 2016


Coach, Beruf mit Zukunft

Gestern fand in Berlin eine Bildungsmesse statt. Ich hatte viel Zeit um mich umzusehen und ein, zwei Vorträge interessierten mich. “Japanisch: eine zukunftsorientierte Sprache” und “Trainer und Coach. Gefragte Berufe”. Japanisch, weil ich das von vornherein für Unfug halte. Was soll es bringen, japanisch zu sprechen? Japan ist ja nun wirklich nicht auf dem aufsteigenden Ast. Im Gegenteil. Japan steckt in einer tiefgreifenden Wirtschafts- und Demografiekrise. Japan ist eine Blaupause für Europa. Also japanisch lernen? Ich bitte Sie! Was soll der Unfug? Ich nehme an, dass es an der Schule, die japanisch als Wahlfach anbietet, eine(n) JapanierIn gibt, die der kaufmännischen Ausbildung den gewissen Kick geben kann. Alleinstellungsmerkmal: Japanisch. Kein schlechter Versuch. Diesen Vortrag habe ich verpasst.  

Den anderen Vortrag sah ich mir an. Es wurden Fragen angesprochen, die für mich immer noch aktuell sind. Ich selbst habe vor 5 Jahren eine LifeCoach-Ausbildung absolviert und arbeite seitdem als Berater und Coach.

Die Fragen:

Wer kann eigentlich Coach werden? Was muss ein guter Coach mitbringen?

Braucht ein Coach ein Psychologiestudium? Kann man überhaupt- oder -wie kann man vom Coaching leben? waren die Highlights des Vortrags der sich hauptsächlich auf eine 2+4 monatige Weiterbildung mit Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit konzentrierte.
Insgesamt ist das eine gute Idee.

Ich werde einem meiner Klienten diese Weiterbildung empfehlen. Ich selbst hätte genau das tun sollen, als ich vor Jahren kurz arbeitslos war. Ich war dumm und stürzte mich in die Selbständigkeit und finanzierte die Coachingausbildung von meiner Lebensversicherung. Das Finanzamt sollte mir ewig dankbar sein.
Natürlich ist es nach einer Coachingausbildung ein langer Weg zum erfolgreichen Coach. Die ersten Schritte können möglicherweise mit der Agentur für Arbeit gegangen werden, wenn die mitspielt. Nach einem Jahr kommt dann kein Geld mehr und man muss vom Coaching leben können oder Hartz IV beantragen. Das ist nicht der empfehlenswerte Weg. So schnell funktioniert das nicht. Ich kann mir vorstellen, dass ein guter Coach (m/w) in der Woche etwa 500 Euro verdienen kann, wenn er am Anfang ist. Das wäre ein guter Einstieg. Ein wichtiger Punkt ist, dass man “in seinem alten Leben” für ein spezielles Fach “gebrannt” haben sollte. In meinem Fall waren es IT und ChangeManagement. So etwas bringt jeder mit. Wer keine Ahnung hat, wovon die Rede ist, sollte nicht weiter über die Profession Coach nachdenken.

Coaching – Substitution


Variable XY-Unbekannt

Es gibt Coachings, bei denen der Klient nicht direkt über den unangenehmen Kernpunkt des Coachings sprechen muss. Ich habe das auch nicht für möglich gehalten, aber ich habe es selbst erlebt und das Konzept hat mich überzeugt.

“Sie haben ein – nennen wir es Problem X – bitte entscheiden Sie, ob Sie es für sich behalten und nur mit einem Stellvertreterbegriff arbeiten wollen.” Das Spiel beginnt. Wir wissen nicht, was der Coachee für ein Problem bearbeiten will. Der Coach führt nur durch den Prozess. Der Coachee substituiert sein Problem wie eine mathematische Variable. Aus Antriebsschwäche oder dem Wunsch mehr Sport zu treiben, wird ein anderer Begriff. Ich wähle den Begriff: boxen.

“Wie ist das mit dem BOXEN? Was hindert Sie daran einfach loszulegen mit dem BOXEN?” Der Klient kann in aller Ruhe reflektieren. Der Coach braucht Geduld und läßt Raum für Exploration. “Wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben, Wenn sie dann richtig BOXEN, was wird Ihnen dann möglich?” Der Coachee hat nun wieder Zeit um ganz genau über das Ziel nachzudenken. Ein guter Coach beobachtet und findet den Hauptwahrnehmungskanal heraus. “Bitte nehmen Sie eine Haltung ein, in der sich BOXEN am besten ausdrückt.” “Bitte stehen Sie auf, oder setzen sich entspannt hin oder legen sich auf den Boden (es ist eine saubere Matte vorhanden)” Der Coachee nimmt die Haltung ein, die er einnehmen würde, wenn er sein Ziel BOXEN erreicht hat. An dieser Stelle wird oft klar, worum es sich handelt. Es geht aber nicht darum herauszufinden worum es sich handelt, sondern , den Prozess zu unterstützen. “Wie fühlt es sich an, wenn sie BOXEN?” Beobachten. Beobachten. Beobachten. Zeit für den Coachee. Der Coach beobachtet auch, wenn der Coachee aus dem Prozess gleitet und die Konzentration verliert.

“Was denken Ihre besten Freunde oder Ihre engsten Kollegen über Sie, wenn Sie plötzlich und ganz selbstverständlich BOXEN?”
“Ich denke, dass meine Kollegen es gar nicht wissen müssen, dass ich BOXEN kann.”
“Gibt es Menschen, die Ihnen so nahe stehen, dass sie den Unterschied bemerken würden?”

“Ja, diesen Menschen gibt es. Dieser Mensch würde es bemerken, hoffe ich!”

“Sehr gut! Woran würde dieser Mensch bemerken, dass Sie BOXEN?”

“Dieser Mensch würde bemerken, dass ich souveräner und entspannter bin. Ich würde selbstbewusster sein, wenn ich BOXEN würde.”

“Was würde dieser Mensch noch bemerken?”

“Er würde merken, dass ich glücklich bin und das würde sich dann auch auf meine gesamte Umweld auswirken. Ja: Ich wäre dann endlich glücklich!”

Beobachten. Der Coachee öffnet sein Inneres und er beginnt natürlich zu lächeln. Nun geben Sie ihm Zeit um dieses Gefühl bewusst zu spüren und zu vertiefen.
Ein Anker wäre jetzt nicht schlecht. Bitten Sie den Coachee eine angenehme Position und Haltung einzunehmen. Dann bitten Sie ihn einen Begriff für dieses schöne Gefühl zu benennen. Es kann ein Duft sein, oder eine angenehme Berührun, oder ein romamtischer Sonnenuntergang  oder ein Cocktail in einer Bar. Es kann Musik sein oder einfach nur ein tiefes Ausatmen und Einatmen. Erklären Sie dem Coachee den Sinn des Ankerns und üben Sie das Ankern.

Hausaufgabe: Reflektion über BOXEN und das Ankern dieses guten Gefühls.