Coaching – Substitution


Variable XY-Unbekannt

Es gibt Coachings, bei denen der Klient nicht direkt über den unangenehmen Kernpunkt des Coachings sprechen muss. Ich habe das auch nicht für möglich gehalten, aber ich habe es selbst erlebt und das Konzept hat mich überzeugt.

“Sie haben ein – nennen wir es Problem X – bitte entscheiden Sie, ob Sie es für sich behalten und nur mit einem Stellvertreterbegriff arbeiten wollen.” Das Spiel beginnt. Wir wissen nicht, was der Coachee für ein Problem bearbeiten will. Der Coach führt nur durch den Prozess. Der Coachee substituiert sein Problem wie eine mathematische Variable. Aus Antriebsschwäche oder dem Wunsch mehr Sport zu treiben, wird ein anderer Begriff. Ich wähle den Begriff: boxen.

“Wie ist das mit dem BOXEN? Was hindert Sie daran einfach loszulegen mit dem BOXEN?” Der Klient kann in aller Ruhe reflektieren. Der Coach braucht Geduld und läßt Raum für Exploration. “Wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben, Wenn sie dann richtig BOXEN, was wird Ihnen dann möglich?” Der Coachee hat nun wieder Zeit um ganz genau über das Ziel nachzudenken. Ein guter Coach beobachtet und findet den Hauptwahrnehmungskanal heraus. “Bitte nehmen Sie eine Haltung ein, in der sich BOXEN am besten ausdrückt.” “Bitte stehen Sie auf, oder setzen sich entspannt hin oder legen sich auf den Boden (es ist eine saubere Matte vorhanden)” Der Coachee nimmt die Haltung ein, die er einnehmen würde, wenn er sein Ziel BOXEN erreicht hat. An dieser Stelle wird oft klar, worum es sich handelt. Es geht aber nicht darum herauszufinden worum es sich handelt, sondern , den Prozess zu unterstützen. “Wie fühlt es sich an, wenn sie BOXEN?” Beobachten. Beobachten. Beobachten. Zeit für den Coachee. Der Coach beobachtet auch, wenn der Coachee aus dem Prozess gleitet und die Konzentration verliert.

“Was denken Ihre besten Freunde oder Ihre engsten Kollegen über Sie, wenn Sie plötzlich und ganz selbstverständlich BOXEN?”
“Ich denke, dass meine Kollegen es gar nicht wissen müssen, dass ich BOXEN kann.”
“Gibt es Menschen, die Ihnen so nahe stehen, dass sie den Unterschied bemerken würden?”

“Ja, diesen Menschen gibt es. Dieser Mensch würde es bemerken, hoffe ich!”

“Sehr gut! Woran würde dieser Mensch bemerken, dass Sie BOXEN?”

“Dieser Mensch würde bemerken, dass ich souveräner und entspannter bin. Ich würde selbstbewusster sein, wenn ich BOXEN würde.”

“Was würde dieser Mensch noch bemerken?”

“Er würde merken, dass ich glücklich bin und das würde sich dann auch auf meine gesamte Umweld auswirken. Ja: Ich wäre dann endlich glücklich!”

Beobachten. Der Coachee öffnet sein Inneres und er beginnt natürlich zu lächeln. Nun geben Sie ihm Zeit um dieses Gefühl bewusst zu spüren und zu vertiefen.
Ein Anker wäre jetzt nicht schlecht. Bitten Sie den Coachee eine angenehme Position und Haltung einzunehmen. Dann bitten Sie ihn einen Begriff für dieses schöne Gefühl zu benennen. Es kann ein Duft sein, oder eine angenehme Berührun, oder ein romamtischer Sonnenuntergang  oder ein Cocktail in einer Bar. Es kann Musik sein oder einfach nur ein tiefes Ausatmen und Einatmen. Erklären Sie dem Coachee den Sinn des Ankerns und üben Sie das Ankern.

Hausaufgabe: Reflektion über BOXEN und das Ankern dieses guten Gefühls.

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