Coach me if you can


interessanter Artikel mit dem Motto dieser WordPressSite:

14.6.2016 Coach me if you can (Archiv) http://www.deutschlandfunk.de/coach­me­if­you­can.680.de.html?dram:article_id=38063 1/3 Coach me if you can

Neue Gestaltung von Coachingprogrammen an Hochschulen

Nicht ohne meinen Coach: Was in der Wirtschaft längst normal ist, nutzen auch immer mehr Universitäten in Deutschland. Doch noch gibt es keine Qualitätsstandards. Um das zu ändern, lud das Coachingnetzwerk Wissenschaft Personalplaner von Hochschulen zu einer Tagung nach Köln. Von Melanie Longerich Der Weg zur festen Professur ist lang – ein Karrierecoaching kann helfen (AP) „Ein Coach ist in der Lage, einen orientierten, aber unabhängigen Blick zu werfen. Genau das ist eben das Problem, diesen Blick hat man selber nicht, den haben auch Freunde nicht und auch nicht die Kollegen.“ Ewald Grothe ist Historiker und seit letztem Jahr außerplanmäßiger Professor für Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Das klingt zwar gut, davon alleine könnte er jedoch nicht leben. Seit Jahren bewirbt er sich auf feste Professuren. Bisher ohne Chance. Ob er den Traum von einer Universitätskarriere weiter träumen oder doch lieber nach beruflichen Alternativen suchen soll, kann er mit seinen Kollegen nicht besprechen. Als Versager da zu stehen, möchte er nicht riskieren. Deshalb lässt sich Grothe jetzt von Anja Frohnen beraten. Sie ist Coach und Mitinitiatorin des Coachingnetzwerks Wissenschaft [http://www.coachingnetz-wissenschaft.de] – einem deutschlandweiten Zusammenschluss von Trainern im Hochschulbereich, der Doktoranden, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren bei der Karriereplanung unterstützt. Die Kölnerin kennt diese Vorbehalte, sich bei der Karriereplanung helfen zu lassen. Ein Fehler, wie sie findet. Denn die werde immer komplexer – in allen Fachbereichen: „Hochschulen bilden Wissenschaftler aus, aber keine Manager“,“ kritisiert sie. Das zeige sich gerade bei den Juniorprofessoren: In erster Linie würden sie wegen ihrer wissenschaftlichen Kompetenz eingestellt. Im Alltag aber sehe sich der Nachwuchs dann mit ganz anderen Aufgaben konfrontiert. Da sei Überforderung garantiert. „“Sie müssen den Verwaltungsbereich managen, sie müssen Drittmittel akquirieren, sie müssen die Lehre – wie jeder andere Professor – gestalten. Sie müssen aber auch politisch – in den Verwaltungen und Selbstverwaltungen der Universitäten – tätig sein. Und eben diese Fülle der Aufgaben ist oft ein Problem. Und dafür ist eben Coaching ein sehr hilfreiches Instrument.“ Professionelle Begleitung bei der Karriereplanung, Lehrstuhlführung und Positionierung in der eigenen Fakultät ist im angelsächsischen Raum seit langem üblich. Seit 2005 ziehen auch in Deutschland immer mehr Hochschulen nach. Das Angebot ist bunt – denn jede Hochschule bastelt am eigenen Konzept – mal mit guter finanzieller Ausstattung – wie die Hochschulen der Exzellenzinitiative. Ein Großteil aber mit kleinem Budget. Um den Erfahrungsaustausch beim Aufbau von Beratungsprogrammen zu fördern, lud das Coachingnetzwerk Wissenschaft daher Personalplaner aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Köln. Sprecherin Margarethe Hubrath: „Sobald man ein Instrument einführt, dass bis vor wenigen Jahren überhaupt noch nicht etabliert war, überhaupt noch keinen Zugang in die Hochschule oder die Wissenschaft gefunden hat, ist es hilfreich und wichtig, sich zu vernetzen und von den guten Erfahrungen gegenseitig auch zu lernen.“ Um sich über den Stand der Programme bei den Kollegen zu informieren, ist auch Beate von Miquel, Personalplanerin an der Ruhruniversität Bochum, nach Köln gekommen. Ihre Hochschule gilt in Deutschland im Bereich Wissenschaftscoaching als Pionierin. Bereits 2005 legte die Uni ein Programm für neuberufene Professoren auf, um ihnen den Start in eine Führungsposition zu erleichtern. Die Nachfrage war groß. Coaching ist für die Personalerin eine große Chance, dass deutsche Hochschulen sich im Konkurrenzkampf um internationale Reputation behaupten können. Vor allem aber auch, damit sie den eigenen Nachwuchs endlich als wichtiges Potential begreifen: „Mein Eindruck ist, dass es die Zufriedenheit erhöht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Arbeitsplatz, dass es auch die Identifikation mit der Hochschule nochmals verbessert, wenn es solche Angebote gibt. Ich habe schon den Eindruck, dass es für Hochschulen einen deutlichen Mehrwert bedeutet, wenn sie solche Angebote machen.“

14.6.2016 Coach me if you can (Archiv)

http://www.deutschlandfunk.de/coach­me­if­you­can.680.de.html?dram:article_id=38063 3/3 Deutschlandradio © 2009­2016

Populisten – Verführer der Massen


Populisten – Verführer der Massen

Ein Lese-Tipp: Gustave Le Bon – Die Psychologie der Massen.
Le Bon erlebte 1848 die Krisenzeit der Februarrevolution und der Kommune von 1871, beide Ereignisse hatten auf sein Werk offenbar eine zentrale Wirkung. Nach einem Medizinstudium wurde er 1870 Militärarzt und betrieb ab 1881 auf verschiedenen Reisen unter anderem nach Nordafrika und Indien völkerkundliche Studien, in deren Verlauf er zwischen 1881 und 1891 mehrere einschlägige Werke veröffentlichte, in denen er sich mit Anthropologie, Archäologie und Ethnologie beschäftigte und Untersuchungen über Materie und Energie anstellte, wobei er eigens Aufzeichnungsgeräte entwickelte. Es folgten zwischen 1894 und 1903 weitere Studien über Völker, Gruppen und Massen, darunter sein Hauptwerk Psychologie der Massen (1895), das ihn zum einflussreichen Soziologen seiner Zeit machte. /WIKIPEDIA 26.06.2016/

Es ist aufschlussreich, wie messerscharf Le Bon bereits vor über 100 Jahren Entwicklungen vorausgesehen hat, die später im 20.Jahrhundert eine furchtbare Wirkung entfalteten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die großen Verführer dieses Werk kannten und kennen. Für Demokraten ist dieser Stoff auch sehr empfehlenswert. Politiker sollten Le Bon kennen und die Psychologie der Massen beherrschen. Das bedeutet, dass sie wissen sollten, dass man nicht nur Macht und Wissen haben darf, ohne das Volk mitzunehmen, ihm aufs Maul zu schauen und zu erklären was man und warum man etwas tut. Es ist eine Pflicht für Politiker genau das zu tun. Und darauf sind sie nicht wirklich vorbereitet. Es gibt keinen Führerschein für führende Politiker. Warum eigentlich nicht? Wenn ein begabter Populist schreienden Unfug mit demagogischem Geifer von sich gibt, dann braucht es einen Gegenpart, der ihn entlarvt und  auf seinem Gebiet schlägt.
Zum Glück haben wir die heute-Show und NUHR und Kollegen um ganz POLITICAL UNCORRECT die Wahrheit zu sagen indem man sie anarchistisch und humorvoll konterpunktiert.

Im Übrigen sollte es verboten werden, falsche Behauptungen und Lügen in die Welt zu setzen. Aber das ist ein frommer Wunsch. Ich weiß es doch. Die Brexit-Demagogen können in der Zukunft nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden, womit sie das Volk betrogen haben. Sie werden am Ende auch nur Politik auf Augenhöhe machen können. Das wird nicht besser. Soviel ist klar. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Populisten sind Menschen, die kaum eine andere Meinung gelten lassen. Sie haben keine Empathie und sie sind meist egozentrisch und narzisstisch veranlagt. Sie sind laut und ungeduldig. Womit wir wieder bei diesen unangenehmen Cholerikern wären.

Also, liebe Politiker. Die Aufgabe ist klar. Macht einen Führerschein für das Führen und schaut dem Volk auf den Mund. Nehmt euch die Demagogen vor, nehmt sie rhetorisch auseinander und erklärt den Leuten, was ihr macht und warum ihr es macht. Erklärt uns auch, was für eine Vision euch treibt und warum ihr diese Pläne (noch) nicht umsetzen könnt. Erklärt es uns! Und überlasst uns nicht begabten Verführern, die genau die Fragen stellen, die Ihr uns nicht beantworten wollt, oder könnt und Antworten liefern, die in den Abgrund führen.

Exit aus Europa ist schreiender BLÖDSINN. Ein besseres Europa muss neu gedacht werden. Das ist ein permanenter Prozess. Das sollte doch möglich sein. 

In and Out – Der Schock


In is in and out is out – OUT 24.06.2016

EUROPA in der Krise?
Das Pfund fällt in einen Abgrund.

AAA >>> AA2

Es war ein historischer Tag, wie der Fall der Mauer. Die Briten sind ausgestiegen.
Ich hoffe: Europa bleibt Europa. Nur ehrlicher. Wie geht es weiter? Die Briten sind ein eigener Kontinent ohne wesentliche Ressourcen. Sie haben ihr Commonwealth. Sie sind nicht alleine, glauben sie.
Europa hat nun die Chance etwas völlig Neues zu machen. Vielleicht so etwas wie einen fliegenden Neustart. Europa muss jetzt schnell handeln. Wenn wir clever sind, machen wie Großbritannien schnell zu einem Norwegen, einem assoziierten Partner ohne Stimmrecht. Alles andere bleibt -vorerst- beim Alten. Europa wird gelockert und demokratischer und moderner. Es ist wie ein Gummiband. Aussteigen geht und geht nicht. Weil es nicht funktioniert. EUROPA: Lass das Vereinigte Königreich gehen und lasse die Türen offen. Bitte! Man kann nicht aus dem Kontinent aussteigen. Man kann britisch bleiben und eigene Normen und den Linksverkehr und die Royals behalten. Man kann sich irren. Aber darum gleich scheiden lassen? Wie bleiben aber trotzdem Freunde, weil wir einander brauchen. Es geht doch nicht anders.

Man stelle sich mal vor, was in Europa los wäre, wenn Deutschland aus der EU aussteigen wollte. Unvorstellbar, wenn Rechtspopulisten so etwas ernsthaft betreiben würden. Die Gefahr ist real. Dagegen zu sein ist immer einfacher, als für etwas zu stehen.

Spätestens wenn die Briten merken, dass die Schotten und Iren nicht mitmachen und in der EU bleiben wollen wird sich zeigen, was die Populisten angerichtet haben. Es ist irrwitzig. Da haben wir ein Europa in Frieden und Freiheit und im nächsten Augenblick machen wir es uns selber kaputt, vielleicht „weil uns langweilig ist“. Stabilität und Sicherheit ermüden die Institutionen. Das Tagesgeschäft zermürbt und schwächt. Und dann kommt ein gezielter Schlag genau an die Stelle wo es am meisten wehtut und das Gebilde bricht in sich zusammen.
Die Börsen sind klüger als man dachte. Sie trauen Großbritannien nur noch ein AA+ zu. Eine Zeit der Unsicherheit wird kommen. Diese Scheidung wird für niemand innerhalb Europas von Vorteil sein. Die Populisten rudern gerade wieder zurück: Es war ja nicht so gemeint mit den Einsparungen, die direkt dem Volk und nicht den „Eurokraten“ zugute kommen sollten. Nein. Es war alles nicht so gemeint. Das Volk ist eine Masse, die gerne Rattenfängern hinterherläuft, wenn nur die Melodie gut genug klingt. Wo das alles hinführen wird? Am besten in ein erneutes Referendum, das sehr schnell abgehalten werden sollte. Austritt aus Europa ist das Dümmste, was man denken kann. Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft, die zusammenhalten muss. Für unsere Werte und für die Demokratie, wie sie uns das Vereinigte Königreich so lange vor Augen gehalten hat.

Ein interessanter Artikel im CICERO betrachtet die die Debatte aus einer anderen Perspektive: http://www.cicero.de/kapital/euro-und-exportwirtschaft-der-brexit-ist-die-folge-der-falschen-deutschen-krisenpolitik Bermerkenswert!

Erfolg ist der Maßstab für Glück


Erfolg ist der Maßstab für Glück

Schöne Aussage. Worum geht es?

Es geht darum, glücklich zu werden mit dem, was man am besten kann. Viele Menschen bemühen sich ein anderer Mensch zu sein, als sie eigentlich sind. Sie wissen nicht, wer sie sind und was sie wirklich gut können werden, wenn sie sich anstrengen. Sie wissen nicht, dass Talent und Neigung allein nicht genügt um erfolgreich zu sein. Zum Erfolg gehören erreichbare Ziele, ein starker Wille, gute Netzwerke, Fleiß, Ausdauer, Geduld, Fokussierung und die Fähigkeit das Leben achtsam und aufmerksam zu leben. Ich spreche hier ausdrücklich nicht nur von Genuss.

 

Das Ziel des Erfolgreichen ist nicht Genuss um des Genusses willen. Im Gegenteil. Erfolg ist die schönste Belohnung!

Diesen Satz werde ich mir einrahmen und auf meinen Schreibtisch stellen.

Erfolg bedeutet nicht, andere Menschen in die Ecke zu drängen oder buchstäblich über Leichen zu gehen. Erfolg hat immer etwas damit zu tun, sich selbst zu überwinden und sich selbst weiterzuentwickeln. Die Entwicklungsstufen des Selbst von Keagan sind ein interessanter Ansatzpunkt. Selbst wenn wir alles verlieren sollten, unser Selbst und unsere Persönlichkeit kann uns niemand mehr nehmen.

Kennst du jemand, den du bewunderst und von dem du denkst, dass er es geschafft hat? Natürlich kennst du so jemanden. Jeder hat solche Menschen vor Augen. Wenn wir mit offenen Blick durch die Welt gehen, werden wir die Menschen sehen, die erfolgreich sind und ihren Weg gegangen sind. Wir werden erkennen, was der Unterschied zu allen anderen ist und wir können uns an ihnen ausrichten.
Auch hier gilt, wie immer, wenn wir uns Ziele setzen:

Augen auf bei der Wahl deiner Vorbilder! Donald Duck ist mir viel lieber als der andere Donald, den wir inzwischen alle kennen. Und ich rede nicht von dem Wetterfrosch im Fernsehen.

 


Ohne Erfolgserlebnisse kann niemand glücklich leben.

Das ist ein Gesetz. Es geht doch nicht anders.

Ich schreibe seit Jahren sehr viele Texte und würde gerne endlich meinen ersten Roman fertigstellen. Was habe ich nicht alles geschrieben. Ich habe mir Charaktere ausgedacht, Dialoge und Plots entworfen, eine große Story und jede Menge witziger Episoden. Ich habe alles aufgeschrieben und trotzdem noch nichts veröffentlicht. Erfolg ist für mich, wenn ich es schaffe, dieses Puzzle endlich zusammenzufügen und auf den Markt zu werfen. Es wird Zeit! Ich sollte mir ernsthaft Gedanken machen, was diese Veröffentlichung für mich bedeuten würde. Ich wäre glücklich, glaube ich. Was hält mich eigentlich davon ab? Dahinter stecken immer irgendwelche Ängste. Ich weiß, wovon ich spreche. Die größte Angst ist vielleicht, zu erkennen, dass man doch nicht so toll in dem ist, was man tut. Mein Romanprojekt sagt vieles über mich aus.

Auch deine Projekte sagen viel über dich aus. Was willst du am liebsten tun, was erreichen? Was traust du dich nicht, weil du glaubst nicht wirklich gut zu sein?

 

Überwinde deine Angst!
Thematisiere deine Angst.
Sprich darüber!
Es genügt, wenn du mit dir selbst offen darüber sprechen kannst. Sei gnadenlos offen zu dir!
Du bist dein bester Freund, dein bester Vertrauter!
Du kannst alles aufschreiben.
Du kannst deine Ziele, deine Möglichkeiten und deine Ressourcen sichten und ausbauen. Sei kreativ!
Nutze die Zeit!

Wer bist du, wenn du es anpackst? Und wer bist du, wenn du es nicht tust?

Große Ziele erreicht man nicht mit einem Schritt. Es müssen viele kleine Schritte in die richtige Richtung gegangen werden.

Ich schreibe Texte in einen Blog. Und ich veröffentliche beinahe jeden Tag. Es tut mir gut und ich habe gerne Erfolg damit. Und ich habe bereits einige Menschen davon überzeugen können so etwas auch zu können. Das ist ein Erfolg für mich!

Erfolg bedeutet für mich auch: Andere Menschen zu ermutigen und ihnen Kraft und Zuversicht zu schenken. Ich helfe gerne, Menschen mit Potential über den Horizont sehen zu lassen. Ich befreie sie gerne von einschränkenden Überzeugungen.

Was bedeutet für dich Erfolg? Was willst du erreichen?

Schreib es auf und sende mir eine Nachricht! Ich bin gespannt auf dich!

Und nicht vergessen: Du darfst glücklich sein und Erfolg macht dich glücklich!

Tipp für Coaches – BIOGRAFIEARBEIT


Tipp: Lasse Dir den Lebenslauf Deines Coachee erzählen

Ich habe beruflich oft mit Lebensläufen und inbesondere mit Brüchen in der Biografie zu tun. Der Lebenslauf eines Klienten, von ihm selbst erzählt verrät vieles über seine Persönlichkeit, seine Ängste und seine Ziele. Es ist oft angebracht, den Klienten darauf anzusprechen. Natürlich nicht in jedem Kontext. Wenn es nur darum geht, ein Ziel zu erreichen und die Meilensteine und Schritte bis dahin zu erarbeiten, dann muss man nicht alles über den Klienten wissen. Im Grunde braucht ein Coach gar nichts über den Klienten wissen. Das Coaching kann trotzdem sehr passend und erfolgreich sein. Aber das ist ein anderes Kapitel.
Der Lebenslauf ist ein Werkzeug, mit dem man gut arbeiten kann, weil es das Selbstbild des Klienten gut widerspiegelt.

Ich hatte gerade einen Klienten, der mir von seinen sehr zeitigen Führungsaufgaben und -Positionen berichtete und gleich anmerkte, dass er damals noch nicht so weit gewesen sei um  das gut auszufüllen. “Ich bin manchmal sehr  cholerisch und ungeduldig. Habe aber gelernt, dass man das in einer Führungsposition nicht so gut gebrauchen kann….” Hut ab! Der Mann hatte mehr Persönlichkeit als manch ein altgedienter Choleriker-Chef, der mir in meinem Leben über den Weg gelaufen oder von denen ich gehört habe. Und es waren viele!
Wenn jemand eine Kündigung hinnehmen musste, dann ist das durchaus ein interessanter Ansatz. Wie hat unser Coachee auf dieses Ereignis reagiert? Wie sah er es damals? Wie sieht er es heute? Wie wird das Ereignis für ihn in 10 Jahren aussehen?

Die meisten von uns haben so etwas erlebt. Eine Trennung. Den Verlust des gewohnten Arbeitsumfeldes. Den Verlust eines lieben Menschen. All das sind Themen in denen die Aufforderung des Coach immer: “Erzähl mir darüber!”, lauten kann. Und dann “Erzähl mir mehr! Und was ist dann passiert….?”

Manchmal muss man einen Menschen nur kurz anstoßen und er erzählt alles, was ihn bewegt und wovor er Angst hat. Das ist die Landkarte auf der sich der Coachee bewegt. Das ist sein Leben, seine eigene Anschauung von der Welt. Und jeder hat eine andere.

Eine gute Vorbereitung ist es, wenn man vor dem Coaching einen Lebenslauf von seinem Kunden erhält. Da steht alles drin und wir können ansetzen. Offene Punkte füllen wir durch Fragen aus. Wer waren die Eltern? Fragen zu Geschwistern. Freunden, Verwandten und Bekannten. In welchem Umfeld bewegt sich der Klient? Ist er aktiv in einer Kirchengemeinde? Hat er Hobbys? Was macht er/sie in der Freizeit?

Ein junger Mann wollte mir eine eMail Adresse nicht verraten. Er hätte zwar eine, aber die wäre nur für sein Leben an der Konsole gedacht. Einen Internetzugang bräuchte er nicht, weil er ab und zu bei seinen Eltern sei. Bewerbungen würde er generell per Brief oder persönlich erledigen. Ich hielt mich zurück und verkniff mir eine Diskussion über sein offensichtliches Desinteresse ausserhalb seiner Spielewelt. eine GMAIL Adresse wäre zwar die Idee des Tages, aber wenn er kein Interesse daran hat, dann bin ich neugieriger auf die Welt die er mir vermutlich näherbringen wird. Das ist die Welt in der er lebt. Für mich ist völlig klar, warum jeder Mensch eine eMail-Adresse  braucht. Für ihn nicht. Das ist interessant. Ich bin neugierig auf eine Welt ohne eMail Adresse.
Vermutlich muss ich ihm ein elektronische Postfach in seiner Spielewelt einrichten. Gibt es eigentlich eine Post in der World of Warcraft? Vielleicht Boten. Mal sehen ob man denen eine eMail Adresse verpassen kann…..

Der schmale Grat


Der Grat zwischen einem gesunden Selbstbewusstsein und unerträglicher Arroganz ist schmal.

Ich mag die Arroganz von Siegern. Menschen, die wissen, was sie können, wissen auch wie hart es war, sich das zu erarbeiten, was sie erreicht haben. Es ist der berechtigte Stolz von Siegern, die ganz genau wissen, dass sie neben Talent und Fleiß auch sehr viel Glück gehabt haben.

Manch ein Erbe eines großen Vermögens oder eines Familienunternehmens in der zweiten oder dritten Generation weiß genau das nicht. Arroganz kann auch der Versuch sein Unsicherheit und Angst zu verbergen.
Es gibt Menschen, die eine schnelle Karriere machen, weil sie jung sind und weil sich die Wirtschaft bei der Suche von jungen und gut ausgebildeten Frauen und Männern gegenseitig überbietet.  Es kann sehr leicht passieren, dass ein Absolvent einer Universität mit knapp 30 bei einem großen DAX Unternehmen eingestellt wird und so viel Geld verdient, dass es für den deutschen Durchschnittsverdiener kaum zu fassen ist. Was für ein Glück! Das gibt es tatsächlich. Die andere Seite der Medaille ist, dass diese Leute sich spätestens ab 45 ernste Gedanken über ihre Zukunft machen müssen. Wenn rundum reihenweise Mitarbeiter entlassen werden und die Einschläge sich nähern, dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Dann stellen sich Fragen wie: “Bin ich wirklich so gut? Wie lange kann ich mich noch halten? Was passiert, wenn ich der Nächste bin, der entlassen wird?” Diese Gedanken sind Realität. Jeder, der in diesem System steckt, kennt sie. Es ist unangenehm sich diesen Gedanken zu stellen. Ein professioneller Gesprächspartner ist oft das einzige Ventil. Mit wem sollte man überhaupt reden? Partner und Kollegen fallen in diesem sensiblen Teil meistens aus. Es sind Tabuthemen, denen sich die Wenigsten gerne stellen. Ein falsches Wort gegenüber unseren nächsten Vertrauten kann verheerend wirken. Man behält es für sich und die Last wird immer schwerer. Der Druck nimmt zu.

Vor einiger Zeit hatte ich mit einem durchaus erfolgreichen Manager zu tun, der früher einmal eine dieser atemberaubenden Dot-Com-Karrieren hingelegt hatte. Der Mann ist mir in Erinnerung geblieben, weil er aus meinen meisten Kontakten und Klienten doch herausragte. Natürlich war ich zuerst beeindruckt. Dann erfuhr ich einige Dinge über die Kehrseite der Karriere aus erster Hand. Der Mann verdiente vor über 10 Jahren noch eine 6stellige Euro-Summe.  Im Zuge einer Rationalisierungsrunde und der Übernahme durch ein anderes Unternehmen wurde er freigesetzt. Eine gute Abfindung hielt ihn eine Zeitlang über Wasser. Er genoss sein Leben und übernahm ab und zu Aufträge von bekannten Unternehmen. Vor 6 Jahren musste er sich arbeitslos melden und vor vier Jahren bekam er zum ersten Mal Hartz IV. Niemand ahnt, dass es ihm immer schlechter schlecht ging. Er selbst ignorierte die Realität sehr erfolgreich. Abgesehen davon, dass ihn seine Frau verlassen hatte und er sich seit ein paar Jahren kein neues Auto mehr kaufen konnte, sah man ihm nichts an. An seinen Ansprüchen hatte sich bisher nichts geändert. Er sucht tatsächlich immer noch nach einem Job mit einem 6stelligen Jahreseinkommen. Seine Ansprüche sind hoch. Der Mann ist tatsächlich das, was ich einen arroganten Traumtänzer nennen würde.  Diese Art von Arroganz ist dumm und ich mag so etwas nicht mitansehen müssen. Was hat der Mann getan um seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und auch mit so einer Situation klarzukommen? Die Antwort ist klar. Nichts hat er getan. Er hat keine Persönlichkeit. Ein Mensch ist unabhängig von seinem Einkommen unendlich viel wert. Wer sich nur nach seinem Einkommen, seinem Vermögen messen will, wird am Ende immer verlieren.

Ein Obdachloser, der beschlossen hat aus dem System auszusteigen, kann mehr Persönlichkeit besitzen, als ein Karrieremensch, der seine Grenzen nicht kennt.



“Spätestens, wenn Deine Karriere den Bach heruntergeht, dann zeigt sich, wer du wirklich bist……”

Pure Arroganz hilft dann auch nicht weiter. Im Gegenteil! Jetzt ist die Zeit gekommen um sich einem intensiven Veränderungsprozess zu stellen. Coaching ist genau das. Coaching ist Persönlichkeitsentwicklung pur. Jeder gute Coach ist diesen Weg gegangen. Es gibt keine Ausnahme.

Nur wer den Mut hat mehr über sich zu erfahren und seine psychischen Grenzen zu überschreiten, kann mit Coaching neue Ziele erreichen.

 

Bahn erprobt führerlose Züge – Wo bleibt der Mensch?


Die Bahn erprobt führerlose Züge – Eine Schlagzeile in der Zeitung – Juni 2016 – Automatisierung auch bei der Bahn. Alles ist automatisierbar. Alles. Jeder ist ersetzbar. Wirklich jeder ist durch Computer und und Roboter ersetzbar oder wird es in naher Zukunft sein. Wir gehen mit offenen Augen auf diese Situation zu und sind blind dafür, weil die Arbeitslosigkeit gerade dramatisch sinkt. Und das ist auch gut so. Aber es kommt etwas auf uns zu:

Heute ist wirklich niemand mehr gut vorbereitet auf das, was kommt. Und es geht nicht nur um Taxis, wir reden über hochqualifizierte Berufe, die gefährdet sind – viele Ärzte und Anwälte könnten bald mit Artificial Intelligence ersetzt werden.” /Philipp Rösler/

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/philipp-roesler-world-economic-forum-interview/seite-3

Ich frage mich, wie es einem Lokführer bei der Bahn geht, der diese Überschrift liest. Wie fühlt ein Auszubildender, der bereits von Anfang an lernt, dass er einen aussterbenden Beruf erlernt?
Wie genau soll das in Zukunft funktionieren? Zuerst haben wir Industriearbeitsplätze vernichtet, die entweder durch Roboter oder durch Abwanderung der Industrie in andere Länder weggefallen sind. Nun sind wir dabei noch mehr traditionelle Jobs in Frage zu stellen. Taxifahrer, Lokführer, Busfahrer, Banker, Sachbearbeiter und viele andere Jobs werden ersetzt. Früher gab es talentierte Menschen, die mehrere Sprachen beherrschten und als Übersetzer und Dolmetscher tätig waren. Es gibt noch Übersetzungsbüros. Aber auch hier wird die Automatisierung einen verheerenden Kahlschlag anrichten. Ich habe in den vergangenen Jahren mehrfach mit Leuten aus diesem Fach zu tun gehabt, die nicht mehr genügend Aufträge haben um davon leben zu können. Überall wohin man schaut, lauert die Gefahr der Digitalisierung.
Welche Jobs werden in Zukunft noch gebraucht? Dienstleistungsjobs im Handwerk. Es wird noch lange dauern, bis Hotelzimmer von Robotern gereinigt und Fenster automatisch geputzt werden können. Im Prinzip kann man alles automatisieren. Selbst in der BurgerBraterei ist eine Automatisierung möglich. Aber wozu soll das gut sein? Wie soll eine Gesellschaft funktionieren, wenn der Mensch im Grunde gar nicht mehr gebraucht wird? Ich denke mir, dass wir den Robotern vieles überlassen können und uns anderen Beschäftigungen zuwenden können. Sport, Spiel, Literatur, Reisen, ein Ökobauernhof in Brandenburg vielleicht. Ein wahrhaft Goldenes Zeitalter kommt da auf uns zu. Aber wir müssen es richtig anpacken. Sonst geht es schief.
Vielleicht wird es ja auch ein Albtraum. Menschen ohne Arbeit haben in der Regel kein Geld. Und ohne Geld funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Vielleicht wird das Bedingungslose Grundeinkommen schneller eingeführt werden müssen, als wir uns vorstellen können. Aber auch das ist nur die zementierung von Armut. Damit kommt man nicht weit. Wieviel Geld braucht man zum Leben? Wo ist die untere Grenze? Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Wir werden die Automatisierung nicht aufhalten. Maschinenstürmerei bringt gar nichts.

Ich kämpfe mich gerade durch einen Dschungel von (scheinbar) undefinierten Abläufen. Undefiniert, weil sie weder strukturiert  aufgeschrieben und schon gar nicht optimiert sind. Ich muss mir selber jeden Schritt und jede einzelne Ablage notieren, um mit einen Überblick zu verschaffen und überhaupt durchzusehen. Es ist nichts aufgeschrieben. Vielleicht gibt es wieder eine eMail, die ich übersehen habe. Es gibt keinen Ablaufplan, den ich als Wegweiser benutzen kann. Als Unternehmensberater gruselt es mir und als ITler ist es mir unverständlich, wie so man so ein Chaos beherrschen kann. Ich muss damit klarkommen. Bestimmt sollte ich umdenken und mich an das Chaos gewöhnen und versuchen es zu beherrschen. Ja ich muss es versuchen. Ich muss es mir zu Eigen machen und damit leben. Verändern werde ich diese Abläufe nicht. Das ist hier nicht mein Job. Ich muss damit leben und das Beste daraus machen. Es ist wirklich irre: Ein Ordner aus Papier hier, eine Exceltabelle mit Forecastzahlen da, eine Unterschriftsmappe hier und ein gemeinsamer Ordner mit einer sehr tiefen und völlig widersprüchlichen Struktur dort. Solange so etwas ernsthaft betrieben wird, kann man sicher sein, dass Roboter und Computer keine Vereinfachung der Situation erreichen werden. Der Beginn einer Optimierung liegt immer in der Strukturierung vorhandener Vorgänge. Es ist ganz einfach, es muss einfach sein. Und bekanntlich ist das Einfache sehr schwer zu realisieren. Ich sehne mich nicht nach dem Einfachen, weil ich zu blöd bin (hoffe ich jedenfalls), sondern weil man sich dann auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren kann. Darum geht es immer bei Optimierungen. Es geht niemals um Rationalisierung um der Sache willen (das hoffe ich auch – aber vielleicht bin ich ja naiv….) 
Ein Problem über das niemand gerne spricht ist, dass es wenige Menschen gibt, die wirklich optimieren wollen. Entweder, sie sind Liebhaber der Komplexität und fühlen sich gut im Dschungel oder aber:  Im Hintergrund lauert eine Angst durchschaubarer zu werden und dadurch den eigenen Job zu gefährden. Und dann ist da noch etwas. Nein. Es gibt da mehrere Dinge, die uns daran hindern etwas zu verändern. Das Tagesgeschäft frisst uns auf und wir baden in einem Geflecht von Abläufen und Abhängigkeiten. Es ist das Chaos, in dem sich viele wohlfühlen. Sie sind schließlich die Einzigen, die das Chaos beherrschen. Ausserdem ist es eben einfach so. Heutzutage ist alles komplex und kompliziert. Wer damit nicht klarkommt…… Aber sie denken nicht darüber nach. Zumindest nicht gerne.

Ich kenne das seit vielen Jahren. Es werden Berichte und Papiere erzeugt, die kein Mensch mehr braucht. Unter dem Vorwand von Ordnung regiert das Chaos. Die Fehlerwahrscheinlichkeit wird so immer mehr erhöht. Das ist das eigentliche Problem.
Ich liebe einen aufgeräumten Schreibtisch. Aktennotizen: Fire And Forget! So muss das sein. Einfach und übersichtlich. Keine Notizzettel auf dem Bildschirm, keine alten Vorgänge, keine Ordner in denen ich Dinge sammele, die ich niemals wiederfinden werde. Wie viel Chaos kann eine Organisation verkraften? Wann wird eine Organisation kollabieren, wenn sie genau so weitermacht, wie bisher?

Das typische Gegenargument ist eine Killerphrase: Es gibt keine perfekte Organisation. Wir müssen mit dem leben, was wir haben. Das kenne ich schon seit Jahren. Ein Controller hat mir mal gesagt, dass wir keine Hightechfirma sind, die Pionierarbeit ausgerechnet in der IT machen sollte. Der Mann hatte völlig recht! Das war wirklich keine Hightechfirma. Heute ist das Unternehmen längst zerschlagen und vergessen. Und wir waren „der Mercedes“ auf unserem Gebiet. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Wer macht sich Gedanken über Optimierung von Vorgängen? Wer hat Zeit dafür? Niemand, denn das Tagesgeschäft frisst uns auf. Es zerrt an unseren Nerven und es macht Menschen krank.

Solange derartige Abläufe Realität sind und wo sie Realität sind, wird es keine kurzfristige Ablösung menschlicher Arbeit durch Artificial Intelligence geben. Aber es lohnt sich alle Abläufe und Dokumentationen kritisch zu hinterfragen. Das wird die Arbeit der Zukunft sein. Verstehen, wie etwas abläuft und zielorientiert optimieren.

Ein Forecast, der auf Exceltabellen aufbaut, die nicht aus einem ERP-System stammen, sagt niemals die Wahrheit. Wer mit mehreren Datenbanken arbeiten und dieselben Informationen mehrfach eingeben muss, macht Fehler. Das Erfassen von derartigen Abläufen ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Das kann man aber nur Leuten überlassen, die den Auftrag dazu haben. Das kostet viel Geld und sehr viel Zeit. Nur wer wirklich bereit und in der Lage ist, diesen Schritt zu gehen, wird langfristig überleben. Vorausgesetzt, es besteht der Wunsch ein Unternehmen langfristig zu stabilisieren und zu wachsen. Wenn nicht, dann kann alles so bleiben wie es ist. Irgendwann kracht das windschiefe Gebäude in sich zusammen und man kann auf der grünen Wiese ganz von vorn anfangen. Das ist manchmal der bessere Weg.

Hier und jetzt werde ich in einem Sumpf von Abläufen und Dokumenten versinken. Jede Bewegung aus dem Sumpf lässt mich tiefer sinken. Es raubt mir den Atem.

Und plötzlich verstehe ich das Ganze: Ich darf nicht nervös zappeln und mir zu viele Gedanken machen, sonst gehe ich unter. Es hat alles einen Sinn. Si! Capisce!

http://www.ingenieur.de/Branchen/Verkehr-Logistik-Transport/Bahnchef-Grube-In-10-20-Jahren-fahren-Zuege-Lokfuehrer

 

 

 

Selbsterfüllende Prophezeihung – im Coaching nutzen


Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick (Anleitung zum Unglücklichsein und Die erfundene Wirklichkeit) machte den Begriff Selbsterfüllende Prophezeihung populär. Tatsächlich wurde der Ausdruck bereits vom US-amerikanischen Soziologen Robert K. Merton (1910 – 2003) zuerst verwendet. In seinem bereits 1948 erschienenen Text The self-fulfilling prophecy beschreibt er, wie Menschen mit bestimmten Erwartungen und Handlungen Einfluss auf die Umwelt nehmen und sie damit in die erwartete Richtung verändern.

Selbsterfüllende Prophezeihungen haben einen starken Einfluß auf die Psychologie von Börsen und auch in der Politik und in den modernen sozialen Medien spielt es eine große Rolle wie glaubhaft etwas behauptet wird, auch wenn es keine guten Gründe für eine Behauptung gibt. Wir können diese Prophezeihungen aber auch im Coaching verwenden. Selbsterfüllende Prophezeihungen als gefestigten Glaubenssatz, wie etwas ausgehen wird. Das ist der Ansatz, den ich verwende. Ein Klient hat Zweifel, sein Ziel zu erreichen? Eine selbsterfüllende Prophezeihung könnte ihm dabei helfen, Zweifel zu beseitigen. Wenn er den Zweifel als Glaubenssatz verinnerlicht, dann wäre das die selbsterfüllende Prophezeihung. Genau das muss vermieden werden.   Watzlawick erklärte das Phänomen kompliziert mit der Definition: „Selbsterfüllende Prohpezeihung ist eine Annahme oder Voraussage, die rein aus der Tatsache heraus, dass sie gemacht wurde, das angenommene, erwartete oder vorhergesagte Ereignis zur Wirklichkeit werden lässt und so ihre eigene ‚Richtigkeit‘ bestätigt“.

“Ich nehme an, dass Sie Ihr Ziel erreichen werden…..Wissen Sie, warum ich mir so sicher bin? – Ganz einfach. Weil ich Sie coache! Meine Klienten erreichen ihre Ziele in den allermeisten Fällen!” Optimismus ist eine starke Waffe. Der Klient soll etwas bekommen für sein Geld! Das wäre doch gelacht, wenn das hier mit dem Coaching nicht klappen sollte! Ich sehe, wie Sie schmunzeln. Aber genau um diese Art von Optimismus geht es beim Coaching. Wir sind auch Schauspieler, die eine Rolle spielen. Wir sind keine Scharlatane, aber wir verstärken positive Emotionen und ebnen den Weg zum Ziel. So würde ich ein erfolgreiches Coaching beschreiben. Wer den Sprung hin zu einem Coaching schafft, hat bereits die ersten Schritte hin zum Erfolg getan. Selbsterfüllende Prophezeihung. Ganz einfach.

Selbsterfüllende Prophezeiungen können in den unterschiedlichsten Varianten auftreten. Der Matthäuseffekt beruht auf der biblischen Beobachtung, dass denjenigen mehr gegeben wird, die einen guten Ruf und eine hohe soziale Position haben. Der Volksmund beschriebt das etwas rustikaler, dass der “Teufel immer auf den größten Haufen scheißt”. Es wird denjenigen mehr gegeben, die sowieso schon alles haben. Bekannte Autoren werden oft zitiert, was dazu führt, dass sie noch bekannter werden. Wenn eine bestimmte Masse an Informationen erreicht wird, nennen wir sie die kritische Masse, wird es einen Schneeballeffekt geben, der eine Lawine auslöst.

Wenn man einer Gruppe von Menschen eine bestimmte Eigenschaft zuweist und das erfolgreich in die Öffentlichkeit bringt, dann wird sich diese Prophezeihung erfüllen. Das ist eine Zutat für Rassismus und Ausgrenzung. Wenn man den Effekt kennt, dann kann man ihn durchschauen und unwirksam machen. Wir können ihn auch nutzen um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.

Das Experiment der amerikanischen Psychologen Robert Rosenthal und Lenore Jacobson von 1965 untersuchte die Erwartungen von Lehrern an ihre Schüler. Die Wissenschaftler gaben den Lehrern falsche Informationen. Sie gaben vor, dass eine bestimmte Gruppe von Schülern bei einem Intelligenztest sehr gut abgeschnitten hatten sie kurz vor einem Entwicklungsschub stehen würden. Die Gruppe war tatsächlich nur  willkürlich ausgewählt. Nach einem Jahr ergab ein Intelligenztest, dass die Testwerte der angeblich schlauen Schüler insgesamt höher waren als die anderer Schüler einer Kontrollgruppe. Die Noten hatten sich jedoch kaum verbessert, aber die Lehrkräfte beurteilten am Ende der Untersuchung die zufällig ausgewählten Schüler deutlich positiver als deren Klassenkameraden. Das Experiment wurde dann Pygmalioneffekt getauft und ist seither einige Male in Studien überprüft worden.

Lehrer, die sich mit einer guten Meinung auf ihre Schüler einstellen, werden mehr Erfolg haben und diese Schüler erfolgreich lehren. Das Geheimnis guter Entertainer ist einfach: Liebe Dein Publikum! Im Coaching geht zuerst um den Aufbau einer guten Beziehung. Wenn Ein Klient sicher davon ausgehen kann, dass der Coach davon überzeugt ist, dass das Coaching erfolgreich sein wird und er seine Ziele durch Coaching erreichen wird, dann wirkt das wie ein Verstärker. Und genau darum geht es in jedem Coaching.

Selbsterfüllende Prophezeihung: Nutze Coaching um Deine Ziele zu formulieren und zu erreichen. Du wirst Dein Ziel exponentiell schneller erreichen, als ohne einen Coach an Deiner Seite.

Drama – Die Bühne des Cholerikers


Choleriker als Opfer zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück. Was denken Sie? Ich meine, dass Choleriker in einer Opferrolle feststecken. Was denken Choleriker, wenn man sie zu ihren Ausbrüchen befragt?

“Ich konnte nicht anders.

Er/Sie ist doch selbst schuld.

Es ist immer dasselbe mit diesen Leuten.

Die treiben mich zur Weißglut!

Ich hatte keine Kontrolle mehr über mich, als der/die/er/sie das sagte.

Für wie blöd halten die mich eigentlich?

Das muss ich mir nicht bieten lassen!

Es ist eine Unverschämtheit, was man mir zumutet!

Der/Die Blöde!….”

Der Choleriker ist ein klassisches Opfer. Alle anderen sind schuldig.
Was wäre es schön, wenn alle so wären wie der (narzisstische) Choleriker!
Klug, attraktiv, ausgeschlafen, intelligent und fleißig!

Die Reihe ist unendlich ausbaubar. Choleriker suchen die Schuld immer bei anderen. Sie sind also nicht selbst verantwortlich, sondern immer sind es die anderen. Wer auch immer. Die brave Ehefrau, die mal eine kritische Frage stellt. Der unbequeme Mitarbeiter, der ganz offen zu erkennen gibt, dass er nicht ganz zufrieden mit den Entscheidungen ist. Ein unbequemer Kritiker, den man einfach “über die Planke” gehen lassen kann.   

Der typische Choleriker ist ein Profi im Drama-Dreieck. Täter-Opfer-Verfolger. Er wechselt seine Rolle gekonnt und scheinbar nahtlos. Der Choleriker droht und grummelt und schreit unvermittelt. Er ist deprimiert und zynisch, ironisch und auch mal witzig – auf Kosten anderer funktioniert der Witz am besten. Wenn der Choleriker eine in sich ruhende Mitarbeiterin auf dem Flur trifft, dann kann es durchaus passieren, dass er zu der langsam gehenden Frau so etwas sagt wie: “Nach Frau Schnelläuferin?  Gibt es viel zu tun heute?” Ich zitiere nur. Genau diesen Satz habe ich mehrfach gehört. Und ich muss schon sagen, dass mir selten ein sarkastischerer Mann über den Weg gelaufen ist, als der Schöpfer dieser Provokation. Natürlich lief die Frau alles andere als schnell und es lag auf der Hand, dass unser Choleriker ihre Arbeit aus tiefem Herzen missachtete und verachtete. Dem aufmerksamen Interpreten konnte auch nicht entgehen, dass er sich für einen außergewöhnlich leistungsfähigen und kompetenten Leader hielt, auf den man nicht verzichten konnte.  Dumm ist nur, dass es ausgerechnet diese Menschen oft tatsächlich sehr erfolgreich sind. Wer will schon etwas gegen einen erfolgreichen Zyniker sagen? Man wendet sich ab und lässt ihn in seiner Welt alleine. Die Verlierer sind immer die Anderen.
Das bestätigt den verhaltensgestörten zynischen Choleriker scheinbar in allem was er/sie tut oder von sich gibt. Wie es in ihrem Inneren aussieht, kann man nur ahnen. Sehr wahrscheinlich dunkel und gruselig kalt. Voller Ängste. Nicht gerade angenehm.
Ein Gang zum Coach könnte helfen. Wenn es gar zu schlimm aussieht, dann ist der Besuch beim Psychiater und Psychotherapeuten folgerichtig. Aber zuerst muss man wissen, dass die Welt keine traurige Bühne für depressive Choleriker ist, sondern ein Ort an dem man sich auch wohlfühlen kann.