Bildung ist wichtiger als Grundeinkommen


Parallel mit der schnellen Unterstützung von Geflüchteten sollen Langzeitarbeitslose in Deutschland besonders gefördert werden. Die Agentur für Arbeit arbeitet sehr eng mit dem BAMF zusammen, was kein Wunder ist. Es ist kein Zufall, warum der Chef der Agentur für Arbeit auf als Leiter des BAMF berufen wurde. Eine enge Zusammenarbeit des Bundesamtes für Migration und der Agentur für Arbeit ist sinnvoll und politisch gewollt. Langzeitarbeitslosigkeit im Schatten von Hartz IV ist ein großes Thema. Besonders in den ostdeutschen Flächenländern, als auch in strukturschwachen Regionen Westdeutschlands hat sich Langzeitarbeitslosigkeit breit gemacht. Der deutsche Sozialstaat zahlt Unsummen für die Menschen, die kaum eine Chance am ersten Arbeitsmarkt haben. Ungelernte und Schulabrecher ohne Perspektive auf wirtschaftlichen Aufstieg sind ein akutes Problem. Die Arbeitslosigkeit ist zwar auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen. Allerdings sind es besonders Jobs in Niedriglohnsektoren, die Menschen in Arbeit halten. Viele müssen zusätzlich zum Jobcenter gehen um aufzustocken. Das heisst, sie brauchen Geld vom Steuerzahler um sich eine Wohnung leisten zu können.
Es gibt auch eine Schattenseite eines starken Sozialstaates. Die Menschen werden gezwungen von der Alimente des Staates zu leben. Das entmündigt und erniedrigt Menschen. Freiheit ist ein hohes Gut. Es ist aber nur ein Wort, wenn man am wirtschaftlichen Rand leben muss. Die Alimentierung einer großen Gruppe der Gesellschaft ist auf lange Sicht kontraproduktiv. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist ein sehr interessanter Ansatz, Menschen aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Allerdings ist das Konzept noch nicht zuende gedacht.

Sabine Bendiek, die Chefin von Microsoft Deutschland, hat kürzlich in einem Interview auf SPIEGEL ONLINE die Meinung vertreten, dass Bildung wichtiger ist, als ein Bürgergeld. Das ist richtig. Gut gebildete und ausgebildete Menschen werden immer in der Lage sein einen guten Job zu bekommen und auszufüllen. Es ist nicht ganz richtig, wenn der Eindruck besteht, dass gut ausgebildete und erfahrene Spezialisten keine Chancen haben nach einer Arbeitslosigkeit wieder in den Job einzusteigen.

Ein guter @Arzt ist ein guter @Arzt, ist ein guter @Arzt.

Dasselbe gilt für @IT-Spezialist, @Programmierer, @Maschinenbauingenieur, @Mechatroniker, @Kaufmann, @Steuerberater, @Assistent, @Sachbearbeiter……

Die Liste läßt sich endlos weiterführen

Wenn ein guter @Arzt Probleme hat einen neuen Job zu finden, dann hat das nichts mit dem Arbeitsmarkt zu tun. Ein klassisches CoachingThema.

Die Angst vor sozialem Absturz breitet sich vor allem im Mittelstand aus. Der Mindestlohn spielt keine Rolle für Menschen, die über Ausbildung, Wissen und Erfahrungen verfügen. Ein @Arzt wird niemals für den Mindestlohn arbeiten, egal was er tut. Ein @Machinenbauingenieur ist da auch keine Ausnahme, egal on er Mitte 30 oder Ende 50 ist. Aber fragen wir heute einen Mitte50Jährigen Ingenieur, dann werden wir interessante Gespräche führen. Ich habe oft mit genau diesen Menschen zu tun.
Die Agentur für Arbeit fördert Akademiker, die ihren Job verloren haben, ganz besonders gut. Sobald diese Gruppe nach spätestens einem halben Jahr keine neue Arbeit gefunden hat, setzt eine sehr intensive Förderung ein. Insbesondere ein individuelles Coaching ist das Mittel der Wahl um gezielt zu unterstützen. Niemand kann nur auf Grundlage des Lebenslaufes eine Prognose für die Chancen eines Wiedereinstieges abgeben. Es gehören viele weitere Faktoren dazu. Der Arbeitsmarkt, die Persönlichkeit des Klienten, die körperliche, geistige, seelische Verfassung, die Famile, Glaubenssätze und die Bereitschaft nochmal von vorne anzufangen, spielen eine große Rolle.

Manager, die lange in Führungspositionen tätig waren, wollen natürlich wieder genau dort einsteigen. Wenn das nicht nahtlos möglich ist, dann wird ein radikales Umdenken nötig. Neue Strategien und Ziele müssen durchgespielt und blitzschnell an die Wirklichkeit angepasst werden. Und genau da setzt Coaching an. Es ist gut, dass die Agentur für Arbeit das erkannt hat.

02.11.2017 Leider werden die individuellen Coachings die durch die Agentur bezahlt werden, momentan zurückgefahren zugunsten von sogenannten Einkaufsmaßnahmen. Das bedeutet: Zuweisung und geringere Qualität. Schade eigentlich.

Ich habe da so ein paar Ideen, was die zukünftigen Kompetenzen und Aufgaben der Agentur für Arbeit betrifft. Stichwort: Bildungsberatung und Begleitung, sowie das qualitative Führen digitaler Akten, die bei Bedarf „gezogen“ werden können um den jeweiligen Bildungsabschluß auf Knopfdruck nachzuweisen.

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