Coaching ist professioneller Perspektivwechsel


MacCoach

Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.
(Ralph Waldo Emerson)

Ein Coach ist ein Mensch, mit dem man denkt, der zum Denken anregt, Gedanken erweckt und inspiriert.
Ein Coach ist ein Mensch, mit dem man besser denken kann.

Ein Coaching ist wie der erfolgreiche Start einer Rakete. Es bringt uns auf eine Umlaufbahn und macht uns schwerelos. Wir bekommen einen völlig anderen Blick auf unsere Welt.

Coaching ist professioneller Perspektivwechsel auf einem hohen Niveau.

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Marc Aurel: Sorge nicht für die Zukunft!


Sorge nicht für die Zukunft! Wirst du sie ja doch, wenn es sein soll, einmal erreichen, mit derselben Vernunft ausgerüstet, die dir jetzt in der Gegenwart Dienste leistet. /Mark Aurel – Selbstbetrachtungen/

Es ist schwer die Zukunft auszublenden, wenn man etwas tut. Eine der wichtigsten Antriebe den ein Mensch hat, ist ja ausgerechnet die Sorge um die Zukunft. Wir wollen versichert sein und wir wollen eines Tages gut abgesichert und gesund in Rente gehen. Aber niemand weiß, wie man von der kleinen Rente leben wird, die heute nach einem Arbeitsleben übrig bleibt. Aber warum sollte man an so etwas Trauriges wie den Ruhestand denken? Warum sind so viele Menschen heute der Meinung, dass sie nicht mehr arbeiten können und stattdessen eine Rente bekommen sollten? Warum ist für diese Menschen eine kleine Rente die letzte Möglichkeit Stabilität in ihr Leben zu bringen?

Was muss getan werden um den Menschen genau diese Sicherheit zu geben ohne sie zu alimentieren, wie Hartz IV in Deutschland es tut? Kaum ein Land auf der Welt hat ein ähnlich starkes Sozialsystem wie die Bundesrepublik Deutschland. Wo gibt es das? Wo bezahlt der Staat die Wohnung von arbeitslosen Menschen und gibt ihnen auch noch ein Taschengeld für das Überleben?

Beispiel Dänemark: In Dänemark heißt die Sozialhilfe nicht Hartz IV. Aber sie ist auf dem ersten Blick großzügig: Ein Alleinstehende Arbeitslose Ü25 erhalten etwa 1300 EURO im Monat. Dafür muss er Miete und Heizkosten bezahlen. Der Staat hält sich da raus. Dieses Modell wird in Dänemark Flexicurity genannt. Das ist die Sozialhilfe. Es gibt darüber hinaus noch eine Arbeitslosenhilfe, die ungefähr 90 Prozent des letzten Gehalts betragen kann. Die Arbeitslosenhilfe wird zur Zeit in Dänemark für 2 Jahre gezahlt. Früher konnten Arbeitslose 5 Jahre lang Arbeitslosenhilfe bekommen. Allerdings gibt es in Dänemark keinerlei Kündigungsschutz, Unternehmen können frei neue Mitarbeiter einstellen und wieder entlassen. Das klingt brutal, ist es aber angesichts eines weltweiten Wettbewerbs und der oben genannten Hilfen nicht.

Die Wettbewerbsbedingungen sind so, dass altbewährte Rezepte oft nicht mehr funktionieren. Der starke Kündigungsschutz ist Deutschland hat vor allem den Effekt, dass Angestellte in großen Unternehmen und dem öffentlichen Dienst relativ sicher sein können, auch wenn ihr Arbeitsplatz längst nicht mehr gebraucht wird. Der Effekt dieses Systems liegt auf der Hand. Wer drin ist, bleibt drin. Und wer draußen ist, kommt nicht oder nur sehr schwer (wieder) rein.

Was kann getan werden? Was muss getan werden? Was ist eine pragmatische Lösung, die frei von ideologischen Verdächtigungen ist? Ist es politisch links, wenn man den Menschen ein Minimum an Sicherheit und Stabilität schenkt? Ist es populistisch und rechts, wenn man die Idee hat, dass es eine Lösung geben muss? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass die Gesellschaft in der Zukunft Lösungen braucht, die in der Lage ist den Menschen Stabilität und Sicherheit zu schenken, auch wenn Erwerbsarbeit in der bekannten Form keine Rolle mehr spielen wird. Auch wenn es momentan so aussieht, als wäre alles beim Alten und würde so bleiben, so ist das ein verhängnisvoller Irrtum, der die Gesellschaft ins Herz treffen wird. Die nächste technische Revolution läuft bereits. Leise und effizient beginnen Netzwerke und KI – Künstliche Intelligenz – ihre Arbeit zu tun. Was es braucht ist ein neuer Gesellschaftsvertrag. Stellen wir uns vor, dass Maschinen tatsächlich unsere Arbeit verrichten werden. Wo bleibt dann der Mensch? Was werde wir tun? Worauf wird es ankommen? Was ist der Sinn der Arbeit der Maschinen, wenn der Mensch auf der Strecke bleibt? Wo ist der Sinn, wenn eine technologische Entwicklung auf Menschen Almosenempfänger macht?

Natürlich muss man sich angesichts dieser Umstände ernste Sorgen um seine Zukunft machen. Allerdings macht es keinen Unterschied ob man sich Sorgen macht oder nicht. Die reale Situation bleibt die selbe. Das worauf es ankommt, sind wir selbst. Wir werden Fähigkeiten und Ressourcen in der Zukunft brauchen die uns in die Lage versetzten diese Zukunft zu gestalten und zu überleben. Es macht überhaupt keinen Sinn, sich von den Ängsten und möglichen Szenarien verrückt machen zu lassen.

Es ist wichtig klar zu denken und ein hohes mentales und körperliches Energielevel aufzubauen und zu erhalten. Angst vor der Zukunft zerstört jede gesunde Balance. Daran sollten wir dringend arbeiten. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen.

Übrigens bezeichnet sozial, die Art und Weise wie Menschen zusammenleben. Nicht mehr und nicht weniger. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir sind auf andere Menschen und die Beziehungen zu ihnen angewiesen. Unabhängig von irgendwas. Sozial hat nichts mit Suppenküchen und Armut zu tun. Sozial ist in Deutschland negativ besetzt. Warum eigentlich?

Perspektivwechsel und Ängste


Perspektivwechsel und Ängste

Ich verstehe Menschen, die Angst vor sozialem Abstieg haben. Ein ehemaliger Bankdirektor (57) ist seit vier Jahren arbeitslos. Ein böses Wort, aber ich will es nicht umschreiben. Fakt ist, dass er eine gute Abfindung und eine Übergangszeit bekommen hatte. Der Bankdirektor ist seit 5 Jahren Zuhause und seine Ehefrau fährt jeden Tag zur Arbeit. Es liegt auf der Hand, dass der Ex-Bankdirektor nie wieder als Bankdirektor arbeiten wird.
Ich habe den Mann in einer Coaching-Beratung kennengelernt. Natürlich hatte ich sofort ein paar Ideen. Aber ich blieb ruhig und schwieg. Das Coaching Thema ist Angst vor Veränderung, Angst allgemein. Der Mann kann nur gewinnen, wenn er irgendetwas macht. Er kann jederzeit wieder aussteigen aber er sollte etwas tun. Sein Erfahrungshorizont als Führungskraft ist vorhanden und er versteht wirklich etwas von Bankgeschäften. Einen Job als Bankdirektor bekommt er im Leben nicht mehr. Das ist so ein Vorurteil von mir. Schuldig! Ich gebe es zu.
Der Banker wird ein Coaching bei uns absolvieren und ich habe eine Idee, wer sein Coach sein wird. „Machen wir ein Probecoaching?“, fragte der Mann, „ich würde gerne wissen wie das bei Ihnen abläuft und ob der Coach zu mir passt.“ Die Frage nach Probecoachings kenne ich sehr genau. Ein Kurzzeitcoaching kann bereits eine Menge bewegen. Wenn ich meine Coachs zu Probecoachings einladen müsste, dann wäre das für uns ein erheblicher Kostenfaktor. Die Leute haben keine Ahnung. Sie denken nicht darüber nach, was sie da verlangen. Aber bitte: Wenn sie das Probecoaching pauschal bezahlen, dann machen wir das natürlich gerne. Ich verstehe das ganze Hickhack sowieso nicht. Wir arbeiten mit den besten Coaches, die wir bekommen können. Zudem ist das Coaching für diesen Klienten völlig kostenlos. Er bekommt sehr viel angeboten zum Nulltarif. So günstig kann Coaching sein! Das ist den Leuten nicht klar. Im Gegenteil: Sie stellen Forderungen. Sie wissen genau, dass unser Geschäftsmodell auch auf dieser individuellen Förderung beruht. Ein Dilemma: Ich muss den Leuten Coaching erklären, sie werben und auch noch dafür sorgen, dass sie tatsächlich aktiv mitarbeiten. Das ist nicht immer ganz einfach. Manchmal müssen wir das Coaching abbrechen. Es gibt Klienten, die sind definitiv nicht coachbar. 

Dieser Mann ist nicht beratungsresistent. Er weiß im Grunde sehr genau, wohin die Reise gehen wird. Der Coach wird ihn begleiten und ihm Türen öffnen, durch die er auch gehen möchte.

Was sind seine Fähigkeiten und Stärken? Was sind seine Wünsche? Was sind seine Ziele? Wer will er sein?

Ich bin mir sicher, dass er all das herausfinden wird. Sein Status als ehemaliger Bankdirektor wird ihm für immer erhalten bleiben. Aber alles was er von heute an tun wird, wird zu seinem Leben dazu gehören. Ich bin mir sicher, dass seine Ehefrau ebenfalls sehr glücklich sein wird, wenn dieser Mann wieder eine Aufgabe übernimmt, die ihn ausfüllt und erfüllt. Wie wäre es mit einer neuen Berufung? Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird.
In fünf Jahren wird er sich fragen, warum er in Rente gehen sollte und in zehn Jahren wird er immer noch seiner neuen Berufung nachgehen. Er weiß es nur noch nicht. Aber er wird sich ein besseres Leben aufbauen. Ich bin mir ganz sicher. Aber zuerst wird er sich seinen Ängsten stellen. Das ist der erste Schritt.

 

Coaching: Wünschen lernen


Auch ich lasse mich gerne coachen. Es ist ein Abenteuer, dass ich immer wieder gerne suche. Ich habe so tolle KollegInnen, dass ich jedes Angebot gegenseitiger Coaching Sessions gerne annehme und natürlich auch anbiete.
Hast Du es schon einmal ausprobiert? Hast Du schon ein Coaching erlebt? Mein Tipp: Versuches es unbedingt! Es ist tatsächlich eine abenteuerliche Reise auf dem Weg zu Dir!

Neulich beim Coaching. Ich habe die Aufgabe eine neue Coach zu testen und dann eine Empfehlung abzugeben. Ja, Du hast richtig gelesen: Eine neue Coach. Darf man das so schreiben? Ich mach das einfach mal. Ich finde es besser als eine neue Coachin oder was auch immer man schreiben sollte. Ich meine eine neue Kollegin, die für uns als Coach arbeiten wird.

„Was wünschst du dir?“, fragte sie mich. Ich überlegte nicht lange. Ich stellte mir vor, Sie sei eine gute Fee und ich dürfte mir tatsächlich etwas wünschen. Ein Wunsch, der in Erfüllung gehen würde. „Ein Wunsch?“, fragte ich Sie. „Ja, ein Wunsch, der in einen Satz gekleidet ist! Du kannst diesen Wunsch formulieren. Du bist gut darin!“
Ich überlegte doch etwas länger. Es ist schwieriger als gedacht, wenn man einen Wunsch formulieren darf, der wirklich wahr werden wird. Was sollte ich mir wünschen? Frieden, Gesundheit, Wohlstand und Menschen um mich herum, die zu mir passen.
Startrek fällt mir ein: Peace&Prosperity! War das mein Wunschsatz? Ich hatte mir schon oft etwas gewünscht, was dann Wirklichkeit wurde. Gott! Was habe ich mir gewünscht, diese eine Frau für mich zu erobern. Dieser Wunsch war wohl doch nicht der richtige. Er war vielleicht sogar falsch. Ich hatte zu kurz gedacht und vergessen, dass ich selbst der wichtigste Mensch in meinem Leben bin. Paradox: Ich hatte einen unbewussten Glaubenssatz verfolgt, der besagt, dass man nicht egoistisch sein darf. Und ich war egoistisch in meinem Wunsch diese eine Frau für mich zu erobern, ja zu besitzen. Was für ein naiver Unsinn! Aber ich war nicht egoistisch genug. Wenn ich meine wahren Wünsche ins Zentrum meiner Überlegungen gesetzt hätte, dann hätte ich anders gewünscht. Ich hätte mir gewünscht, die Ressourcen und Fähigkeiten zu besitzen, diese Frau glücklich zu machen, so dass sie durch mein Wesen und mein ich angezogen würde und wir gemeinsam ein schönes Leben aufbauen würden. Mein Glück, wäre auch ihres gewesen. Aber so wünschen wir in der Regel nicht.
„Gott schütze mich vor meinen Wünschen!“, sagte einmal ein kluger Mann. Ich kann das nur wiederholen. Unser Glück liegt für niemanden von uns auf der Hand. Es versteckt sich und wenn wir es finden, bemerken wir es oft nicht einmal.
Das Leben ist ein einziges Drama. Großes Kino! Eine Oper! Wir müssen nur beobachten und zuhören. Dann werden wir begreifen. Vielleicht.

Ich sitze gerne in meinem Arbeitszimmer und schreibe. Es sind die Stunden, in denen ich ganz alleine bin und auch die Stunden, in denen meine Partnerin sich auf ihre Arbeit konzentrieren muss. Ich bin dann in der Situation, sie nicht zu stören und trotzdem da zu sein. Das ist mein Glück, wenn man so will. Das ist tatsächlich ein glücklicher Augenblick. Ich kann diese Augenblicke nicht planen oder mir einfach nehmen. Sie kommen und wenn ich bemerke, dass sie da sind, dann ergreife ich sie und dann schreibe ich.

Wenn du überall gesucht hast und kannst es nicht finden – dann bist du bereits im Besitz dessen, was du gesucht hast.“ LAOTSE

Diese Coaching Session hat mich inspiriert. Nur wenige Fragen haben genügt und ich bin angesprungen wie ein Moped mit Starter. Und ich habe geredet und geredet und geredet….. Na so was!