Es war einmal eine andere Welt


Es war einmal eine reiche Welt in der alles möglich schien. Wissenschaft, Kunst und Technologie griffen nach den Sternen. Die Welt war reich an allem, was das Leben lebenswert machte. Doch die Menschen waren egoistisch und gierig geworden. So wurde der Reichtum nicht sinnvoll verteilt und der überwiegende Teil der Menschen litt an Not, Mangel, Krieg und Armut. Viele sahen keine Zukunft mehr in ihrem Leben. Manche verzweifelten und vegetierten ihrem Ende entgegen. Andere waren zornig angesichts ihrer Ohnmacht.

Diese Welt stand an einem Scheideweg. Entweder diese Welt wandelte sich sehr schnell und entschied sich das Richtige zu tun, oder sie würde in eine Katastrophe gleiten, die ein sehr dunkles Zeitalter einleiten würde.

Das dunkle Zeitalter hatte längst begonnen. Niemand hatte es bemerkt, als sich die dunklen Mächte in Bewegung setzten. Man sprach von Frieden und Gerechtigkeit und Einheit. Es war die Rede von Naivität, der man entgegentreten müsse um der Realität zum Durchbruch zu verhelfen.
Schon kam die Rede von einem postfaktischen Zeitalter auf. Die Wahrheit wurde verlacht und mit Füßen getreten. Rücksichtnahme und Political-Correctness waren nur noch Makulatur und ein Zeichen von Schwäche. Skrupellose Machtmenschen rissen schwachen Politikern die Fäden aus den Händen und versuchten ein Spiel zu spielen, das sie nicht verstanden und auch nicht beherrschten. Sie spielten Monopoli mit der Welt und setzten alles mutig ein, was ihnen nicht gehörte. Alles was sie taten und sagten schien auf seltsame Weise unzusammenhängend und gewagt zu sein. Vernunft hatte nichts mehr zu bedeuten. Aber es war zu spät. Sie hatten die Macht und würden sie nie wieder aus der Hand legen.

Niemand glaubte mehr an Gerechtigkeit und das Gute. Ein dunkler Schleier legte sich über die Welt, wie ein Totentuch. Ein Pesthauch schwebte wie dichter Nebel über den Wassern. Das Böse erfasste die Menschen mit unheimlicher Macht. Selbst die Sonne verdunkelte die Gemüter, obwohl sie fröhlich und unbeschwert aus einem azurblauen Himmel schien.

Dann kam ein Mann, der eine ganz andere Botschaft hatte. Er redete von Liebe und Gerechtigkeit gegenüber seinen Feinden. Er wurde zu einer Gefahr für die dunklen Mächte, weil er das reine und klare Licht brachte. Dieser Mann war bald der meistverfolgte Mann der Welt. Die dunklen Mächte erkannten ihn als das was er war: Der Mann mit der gefährlichsten Botschaft der Welt. Er rüttelte die Menschen in Massen auf und überzeugte sie durch Demut und Liebe von der Kraft des wahrhaft Guten.

Der Mann hatte ein Geheimnis. Er war schon einmal auf die Welt gekommen um die Menschen zu retten. Nun kam er ein zweites Mal. Er hatte es angekündigt. Es war kein Geheimnis. Es stand sogar in dem Buch, das am meisten gedruckt worden war. Kaum jemand wartete noch auf ihn. Es war genau wie beim ersten Mal. Alles war genau so.

2. Timotheus 3, 1-5: „Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten feind, Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr als Gott; sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide!“

Was das alles mit Coaching zu tun hat? Na gar nichts! Außer vielleicht einem alternativen, aus der Mode gekommenen Standpunkt, der eine weitere Betrachtung verdient.

Das alles kommt mir sehr aktuell und sehr vertraut vor. Als ich diese Zeilen vor vielen Jahren zum ersten Mal las, waren sie mir fremd und kamen mir seltsam aus der Zeit gefallen vor. Heute ist das ganz anders. Wie konnte es nur soweit kommen?

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