Du bist Choleriker?


Du bist Choleriker?

Das hast Du gerade gesagt. Genauer gesagt, hast Du es in eine Suchmaschine, höchstwahrscheinlich Google, eingegeben. Die Aussage lautet: “Ich bin Choleriker.”

Gut. Das ist eine Ansage. Warum sagst Du das? Wie kommst Du darauf? Was ist – wieder – passiert?  Willst Du das loswerden? Vielleicht kannst Du ja gar nicht dafür. Eine falsche Erziehung, ein Trauma in der frühen Kindheit, Medikamente, Eisenmangel könnten Gründe sein, die Du vorschieben könntest. Ausserdem hast Du das bisher erfolgreich trainiert, dass ein cholerischer Ausraster wie eine Bombe funktioniert. Peng! Und alle sind froh wenn es nicht ganz so schlimm war. Ist es so?
Was veranlasst Dich, nach den Ursachen zu suchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Menschen Dich verlassen haben. Sie haben erkannt, dass man nicht gut mit einem Choleriker leben kann.

Tief in Deinem Inneren weißt Du, dass sie recht haben. Und nun willst Du Dich ändern. Du willst es, glaubst aber nicht, dass es funktioniert. Du denkst: “Ich bin halt wie ich bin. Das kann man nicht verändern.” Das ist der erste Schritt, den du tun musst. Du musst davon überzeugt sein, dass Du Dich doch ändern kannst. Wenn Du das geschafft hat, dann kommen alle weiteren Schritte. Dann geht es um das Überschreiben Deiner cholerischen Festplatte durch ein anderes Verhalten. Das ist nicht einfach, aber es geht. Kennst Du den Satz: Der Glaube versetzt Berge? – Steht in der Bibel. Echt! Und genau das ist damit gemeint. Unmögliche Dinge sind machbar. Auch den Choleriker in Dir bekommen wir klein und dann ist er nicht mehr da. Am Ende wirst Du Dich wundern, wie sich Choleriker aufführen. Es wird Dir eigenartig vorkommen und Du wirst wissen und davon erzählen können, wie man damit fertig wird.

Es gibt viele Ursachen für cholerisches Verhalten. Eine Ursache ist Unsicherheit und Angst unter einem harten Panzer. Traust Du Dich wirklich, das alles über Dich herauszufinden? Dann hast Du wirklich eine Chance, dass alles in den Griff zu bekommen und ein neuer Mensch zu werden.

“Choleriker? Bleib mir weg mit diesen Cholerikern! Das war ich auch einmal!”

Coach im Supermarkt


Neulich im Supermarkt. Ich betrete den Supermarkt und schiebe einen Einkaufswagen vor mir her. Ich will nur eine Kleinigkeit einkaufen. Eine Banane und einen Joghurt für zwischendurch. Ich bin auf dem Weg zum nächsten Termin und trage einen Anzug. Ich trage gerne Anzüge. Und dann passiert es, ich greife in ein Kühlregal nach einem Joghurt. In diesem Augenblick fällt ein anderer Joghurt herunter. Warum auch immer. Ich trete einen Schritt zurück, weil ich nicht dem Reflex erliegen will zuzugreifen und meine Kleidung zu ruinieren. Der Joghurt fällt auf den Boden, er zerschellt und die helle Brühe läuft heraus.

Und nun kommt es zu einer beispielhaften Kommunikation, die ich blitzschnell analysiere. Ein Mann baut sich vor mir auf und fragt mich, ob ich das jetzt da liegen lassen würde. Ehrlich gesagt, hatte ich kurz darüber nachgedacht, was ich als nächstes tun würde. Einen Mitarbeiter suchen oder an der Kasse Bescheid sagen. Aber der Mann war schneller. Der Held hatte die Situation an sich gerissen.
Ich entgegne, dass ich das jetzt nicht wegwischen werde. Er zeigte mir sofort, dass er “besser” ist als ich. Er hob den Becher auf und legte ihn in das Regal. Warum auch immer er das tat. Aber so kleckerte der Rest des Bechers in das Regal hinein. Regale sind nicht so leicht zu wischen wie ein Steinboden. Ich weiß dass, denn ich wische öfter Zuhause den Boden auf. Ich erkläre ihm, dass ich selbstverständlich dafür sorgen werde, dass jemand kommt und das wegwischt. Ein Mitarbeiter, der mit dem Rücken zu uns stand, drehte sich um und ging weg. Vermutlich um Wischzeug zu holen.

Frage: Was hat der Mann da gerade gemacht? Wie kommt er darauf mir vorzuschlagen, dass ich etwas tun soll, was nicht meine Aufgabe ist?

Lösung: Es ist eine ganz klare Beziehungsbotschaft: “Du arroganter Affe im Anzug! Räum gefälligst die Sauerei hier weg! Oder bist Du Dir zu fein dazu? Schau mal wie man so etwas macht! Ich zeige es Dir.” Eltern ICH trifft auf Erwachsenen ICH. Keine Chance für Eltern ICH.

Fazit: “Nö! Nicht mit mir. Ich habe auch gar keine Lust mich mit Dir zu streiten – Mein FREUND!….” Es liegt auf der Hand, was der gute Mann da vorgestellt hatte. Sich. Ich habe keine weiteren Fragen mehr. Danke!

Das ist genau der Typ Mann, der an der Ampel hupt, wenn er hinter Dir steht und Du bei Gelb-Grün noch keinen Kavalierstart hingelegt hast. Der Typ, der von links in einen Kreisverkehr hinein rast um schneller drin zu sein als Du. Der Knallkopf, der Dich bei 160 auf der Autobahn rechts überholt, weil er der Meinung ist, dass Du Dich doch gefälligst zwischen zwei Lastwagen zwängen und bremsen sollst, wenn er kommt. (Er schafft das in der Regel auch nicht. Aber er versucht es und ist dann furchtbar sauer auf DICH!) Da fällt mir nur Frank Zander ein: HIER KOMMT KURT!

 

 

Coaching – Bereitschaft


Coaching – Bereitschaft

„Wenn der Schüler bereit ist, wird der Lehrer erscheinen“
Chinesisches Sprichwort

Am Beginn eines Coachings steht die Auftragsklärung. Coach und Coachee lernen sich kennen. Vorstellungsrunde. Wenn der Coachee bereit ist, dann kann das Coaching beginnen. Dann, und nur dann ist ein produktives Coaching möglich.