Neustart aus der Aussichtslosigkeit


Männlich, abgebrochene Berufsausbildung.

Spielsucht,
ungesunde Lebensweise,
Tage ohne Schlaf und
starkes Übergewicht,
mühevoll überwunden.
Neustart mit 26.

So, oder so ähnlich, sehen Lebensläufe aus, die auf dem ersten Blick kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen. Welcher Arbeitgeber ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen, und dem jungen Mann eine Chance zu geben? Die Prognose erscheint düster, die Lage aussichtslos. Und wer weiß schon, welche Hindernisse noch im Spiel sind?  

Aber es gibt Wege aus dem Dilemma. Die beste Möglichkeit ist es, schnell und gezielt zu arbeiten. Unterstützung, ja Mentoring ist notwendig. Vertrauen aufbauen; Ziele setzen; Ressourcen erkennen und ausbauen; Motivation. Coaching eben.
Was ist zu tun?

Zuerst einmal braucht es ein realistisches Ziel und eine Feststellung der vorhandenen Ressourcen. Wie stark ist die Motivation und das Durchhaltevermögen des jungen Mannes? Welche begrenzenden Glaubenssätze stehen ihm im Weg? Was passiert, wenn er wieder scheitert?
Was heißt eigentlich: Wieder? Der junge Mann hat seine Spielsucht und sein enormes Übergewicht erfolgreich bekämpft. Das ist ein deutliches Zeichen von Willen und Kraft. Nun gilt es die nächsten Hürden zu überwinden. Eine erneute Berufsausbildung ist möglich und wird voraussichtlich sogar durch das zuständige Jobcenter überstützt. Voraussetzung ist, dass der Mann es tatsächlich will und den Durchhaltewillen hat um die kommenden 3 Jahre mit aller Kraft zu lernen und zu arbeiten. Eine Begleitung durch einen kompetenten und einfühlsamen Coach ist aus meiner Sicht sinnvoll und notwendig. Es ist die Kostenfrage, die zuerst geklärt werden muss. Auch ein Coach muss von seiner Arbeit leben können. Wenn wir davon ausgehen, wie die Zukunft des jungen Mannes ohne eine derartige Unterstützung aussehen würde, treten derartige Fragen in den Hintergrund.

Ein anderer Fall, eine ähnliche Situation. Eine knapp dreißigjährige Frau hatte nach einem abgebrochenen Studium eine Weiterbildung absolviert. Der zuständige Landrat lehnte die Bewerbung der jungen Frau auf eine Stelle, die genau auf die Weiterbildung passen würde, ab. Er sei der Ansicht, dass die Qualifikation, die sie durch die Weiterbildung erarbeitet hatte, nicht für die Stelle passen würde. Es wäre ja nur eine minderwertige Weiterbildung, die er nicht anerkennen würde. Moment mal: Die junge Frau hat eine geförderte Weiterbildung absolviert, deren Ziele genau auf diese Stelle abgestimmt waren. Das kann doch nicht wahr sein! Die Frau ist verzweifelt und sie ist wütend. Mit Recht! Sie hat ihre Kraft und ihre Zeit investiert um am Ende zu realisieren, dass sie keinen Schritt weitergekommen ist. Wie geht es weiter? Ihre Motivation und ihre Kraft ist an einem kritischen Punkt angekommen. Wem soll sie noch glauben? Was wird die Zukunft bringen? Die Zeit rennt ihr davon. Von einem Jobcoaching hält sie überhaupt nichts. Was soll das bringen? Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen im Griff und auch sonst ist sie doch durchaus in der Lage, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Alles was sie stört ist die Abhängigkeit vom Jobcenter. Sie hat den Eindruck, dass man ihr dort nicht helfen kann. Die eigene Ohnmacht lähmt sie. Wenn jetzt jemand kommt und ihr erklärt, dass sie Hilfe braucht, würde sie unvermittelt ausflippen. Wer bildet sich denn ein ihr helfen zu können?`Was sollte psychologische Beratung helfen?`Sie ist doch nicht verrückt! Sie ist immer noch eine intelligente Frau, die sich selber helfen sollte. Die Angebote für JobCoaching sind doch nur Geldverschwendung für den Steuerzahler und nichts für sie.

Es wird eine Zeit lang dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Coaching helfen kann, wo und wie es wirkt. Es kommt auf die Qualifikation der Coaches an. Davon hängt sehr viel ab. Wenn der Coach es schafft, den Coachee zu knacken, also zu öffnen und in den Bereitschaftsmodus zu bringen, dann ist der Erfolg unvermeidbar.

Die oben beschriebenen Fälle sind lösbar. Der erste Schritt ist der schwerste: Vertrauen aufbauen und eigene Blockaden lockern. Das ist immer der erste Schritt.
Es sind nicht immer nur die Blockaden der Menschen, die sich in derart prekären Situationen (im mehrfachen Sinne) befinden. Viel zu oft sind es ganz reale Hindernisse, die von der Gesellschaft ausgebaut werden. Hier kann ein begleitender Coach als Begleiter und Anwalt des Neustarts aktiv werden.

Der Erfolg durch Coaching ist dann kaum noch aufzuhalten. Ich bin mir ganz sicher!

 

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