Unbewusst richtig entscheiden – Der Autopilot in uns


Unbewusst richtig entscheiden

Wir wissen oft nicht, was wir tun und entscheiden “aus dem Bauch heraus”

Das Unbewusste ist stark in uns und steuert uns durchs Leben – wir sind auf Autopilot.

Ein Artikel, der aktuell – 25.01.2018 – in der ZEIT erschienen ist, hat mich angeregt das Folgende zu schreiben: Das Unbewusste – Wir wissen nicht, was wir tun.

Es ist schwer darüber nachzudenken, was tief in unserem Unterbewusstsein passiert. Es ist fast unmöglich. Das Unbewusste hat uns fest im Griff und wir reden uns ein, alles rational entscheiden zu können. Aber das stimmt nicht. Erfahrungen, Ziele, Fähigkeiten, Entscheidungsprozesse werden tief in uns verankert und sie steuern uns – unbewusst aber oft sicherer als, wenn wir rational entscheiden würden.

Psychologen und Hirnforscher haben die Ära das NEUEN UNBEWUSSTEN ausgerufen. Alte Vorstellungen von der Psyche werden – wieder einmal – völlig auf den Kopf gestellt. Freud und Descartes werden neu einsortiert und alles wird in Frage gestellt.

Die Wissenschaft weiß es genau: Das Bewusstsein alleine macht nicht den ganzen Menschen aus. Das Unbewusste steuert uns automatisch in ganz andere Richtungen. Es ist weder unheimlich, noch böse oder dumm. Unbewusste Prozesse lenken unsere Entscheidungen klug und effizient, wenn alles in Ordnung ist. Das ist gut so, denn besonders, wenn zu viele Informationen gleichzeitig verarbeitet werden müssen (MULTITASKING Hoch X!) werden die Kapazitäten des Bewusstseins oft weit überschritten. Manchmal ist es wirklich besser nicht zu wissen, was man tut. Und vor allem, warum.

George Miller, Psychologieprofessor an der Universität Princeton, fast es einfach zusammen: “Wenn wir alles bewusst tun würden, kämen wir morgens nie aus dem Bett.” Wir folgen automatisiert Abläufen, die vom Bewusstsein in das Unterbewusstsein gewandert sind. Das hat etwas mit dem typischen Lernprozess zu tun. Am Anfang nehmen wir die Hände zur Hilfe um das Einmaleins Schritt für Schritt abschreiten. Dann tun wir es ohne die Hände und am Ende wissen wir ganz automatisch, dass Sieben mal Sechs – 42 – ist. In Douglas Adams Per Anhalter durch die Galaxis ist 42 die Antwort auf alle Fragen. Fragen Sie mich, warum ich hier ausgerechnet auf Sieben mal Sechs kam. Das muss tief im Unbewussten stecken. Wir müssen viele Aktionen vom Bewusstsein in das Unterbewusstsein schaffen, also lernen um unser Leben auf andere Dinge zu konzentrieren.

Von George Miller stammt übrigens das TOTE-Modell. Die Abkürzung TOTE steht dabei für die Sequenz „Test – Operate – Test – Exit“ und ist ursprünglich ein Modell, das der Kybernetik entlehnt ist, das in der Psychologie für die Beschreibung von Verhalten eingeführt wurde. Es stellt eine Erweiterung des behavioristischen Reiz-Reaktionsschemas dar.

Das Unbewusste ist tatsächlich eine Art Autopilot. Aber wie in jedem Navigationssystem gibt es auch Fehler und dunkle Flecken und natürlich auch Fehlinformationen und Fehlfunktionen. Wenn man nur auf Autopilot unterwegs ist, dann kann die Fahrt automatisch an einer Wand enden oder bei Rot an einer Kreuzung zu einer Katastrophe führen. Manchmal muss man das Unbewusste sehr bewusst steuern und an die Oberfläche holen.

Das Unterbewusstsein, unser Autopilot muss an jedem Tag ein Update bekommen. Input, den wir ganz bewusst steuern können. Es geht um Automatismen und Rituale, die uns Sicherheit geben und zwar ganz unbewusst. Wir wissen nicht, warum wir uns wohlfühlen oder unsicher sind. Unser Unterbewusstsein macht das. Und es gilt: “Du bist, was Du isst!” Nahrung und geistiger Input, Verarbeitung und Prägung. Das alles ist ein Kreislauf, der sich ständig wiederholt. Wir müssen dafür sorgen, dass dieser Kreislauf so erfolgt, dass wir möglichst positive Dinge in uns aufnehmen. Permanente Wiederholung negativer Nachrichten im Fernsehen sind garantiert nicht geeignet unser Unterbewusstsein positiv zu gestalten.

Wer Ängste hat und in der Nacht nicht schlafen kann, wird durch sein Unterbewusstsein falsch gesteuert. Die meisten Ängste sind nicht real. Ich wiederhole: DIE MEISTEN ÄNGSTE SIND NICHT REAL! Das bedeutet, dass wir uns vor Dingen fürchten, die absolut nichts mit unserem Leben zu tun haben und umgekehrt.
Dinge, vor denen wir uns wirklich fürchten sollten werden sowieso meistens ausgeblendet und bleiben tief in unserem Unbewusstsein versteckt. Die Angst vor dem Tod gehört dazu. Manchmal kommt das alles nach oben und dann finden wir in aller Regel eine Lösung wie wir damit umgehen.

Traumata und frühkindliche Erfahrungen, für die wir noch keine Worte hatten, stecken tief in jedem von uns. Sie stecken drin und müssen immer wieder durch positiven Input quasi überschrieben werden. Das Überschreiben negativer Erfahrungen geschieht durch Rituale. Rituale sind bewusste Handlungen und Denkmuster, die irgendwann in Fleisch und Blut übergehen. Diese Metapher ist nicht zufällig. Das hat alles etwas mit unserem Wesen und unserer Persönlichkeit zu tun. Wer glaubt, dass in dieser Welt nur Gewalt und Macht regieren und versucht selbst – meist erfolglos- Gewalt und Macht auszuüben, wird über kurz oder lang verzweifeln. Es ist ein falsches Gedankenmuster. Selbst Trump kann sich dem nicht entziehen, auch wenn er in dieser armseligen Persönlichkeit feststeckt. Es macht nicht glücklich, negativ zu denken und zu handeln. So ein Denken führt immer in die Katastrophe. Destruktion und Verzweiflung stehen immer am Ende solcher Wege.

Coaching, und nun komme ich zu meinem Thema, kann immer dabei helfen eine positive und tief verinnerlicht feste Persönlichkeit zu schaffen. Coaching hilft, bevor der Arzt kommen muss. Dann ist es oft zu spät. Die negativen Brüche sind zu tief und zu stark geworden.

Unbewusst richtig entscheiden wird eine immer größere Rolle spielen. Der Autopilot in uns hat einen Namen: Es geht immer um eine sicherere, starke Persönlichkeit. Ob wir uns selbst coachen oder andere uns helfen lassen. Es ist eine wichtige Grundlage für unser ganzes Leben.