Kreative Pausen – MacCoach


Die besten Ideen kommen scheinbar zufällig. Eben war noch nichts zu ahnen. Plötzlich sind sie da. Sie kommen immer dann, wenn wir es am wenigsten erwarten. Einstein soll  die besten Ideen beim Spazierengehen oder beim Musizieren gehabt haben. Joggen und Radfahren geht bestimmt auch.

Ein eindeutiger Hinweis auf den Wert von Work-Life-Balance, wie mir scheint.

Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang stehen. Die Begriffsbildung Work-Life-Balance stammt aus dem Englischen: Arbeit (work), Leben (life), Gleichgewicht (balance). (WIKIPEDIA Work-Life-Balance)

Als kleiner Junge hatte ich meine besten Ideen, wenn ich mit meinen Eltern in der Kirche war. Ich hörte nicht richtig hin, was gesprochen wurde und ging mit meinen Gedanken spazieren. Das war natürlich nicht im Sinne des Erfinders, aber gut für mich als Erfinder. Ich war dazu gezwungen still und artig in der harten Bank zu sitzen und hatte nichts als meine Gedanken und meine Phantasie. Die immer selben Rituale gaben mir zusätzlich ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit. Es war ein Zustand, den ich heute nur noch selten erreiche und den ich gerne mit einem Fluss vergleiche. Wenn ich mich im „Flow“ befinde, dann geht vieles von ganz alleine. Das kann eine attraktive Tätigkeit sein, bei der ich mich wohl fühle oder ein Feuerwerk neuer Ideen, wenn ich scheinbar nichts zu tun habe. Wenn ich allein mit dem Auto unterwegs bin oder 12 Stunden tatenlos in einem Flugzeug die Zeit totschlage, einen halben Tag lang auf irgendeinem Flugplatz verbringe oder eine Woche in einem einsamen Ferienhaus auf Hiddensee oder in Dänemark wohne, kommt irgendwann der Zeitpunkt an dem ich beginne neue Ideen zu produzieren. Das geht ganz automatisch und scheinbar von alleine. Automatikmodus. Es ist wie eine Diät für das Gehirn, eine Art Entschlackungskur. Am Anfang ist es beinahe schmerzhaft, Ruhe und scheinbare Tatenlosigkeit zuzulassen. Es ist wie das Absetzen einer Droge. Wenn der erste Schritt gelungen ist, kann ich mich in meine Gedankenwelt vertiefen und ernten, was ich bisher gelernt und entwickelt habe. Studenten berichten, dass es sinnvoll ist vor Prüfungen sehr intensiv zu lernen und einen Tag vor der Prüfung nichts mehr in diese Richtung zu unternehmen, sondern sich zurückzuziehen und einfach zu entspannen. Manche schwören darauf am Abend vor der Prüfung Alkohol zu trinken. Das kann ich natürlich nicht unterstützen, aber es zeigt in die richtige Richtung. Alles, was wir gelernt haben, werden wir abrufen können, wenn wir uns in der richtigen Stimmung befinden. Voraussetzung ist natürlich, dass wir Wissen gespeichert und effektiv gelernt haben. Das Buch unter dem Kopfkissen bringt nicht viel. Das Hineinfühlen in einen Wissensprozess ist die entscheidende Kunst, die wir lernen können. Otto Scharmer hat das in seiner „Theorie U“ sehr eindrucksvoll beschrieben. Ich komme immer wieder darauf zurück und merke, wie sehr mich die Denkweise dieses Mannes beeinflusst hat.
Google ist einer der beliebtesten Arbeitgeber, weil Google ganz genau weiß Arbeitszonen und Ruhezonen einzurichten. Kreativität wird nicht durch Druck und unrealistische Zielstellungen erzeugt. Ganz im Gegenteil. Es ist harte Arbeit in eine kreative und produktive Stimmung zu kommen. Eine Woche nichts zu tun ist ein harter Job für einen Wissenschaftler, Entwickler oder Manager. Aber genau diese Auszeit kann den entscheidenden Durchbruch bei der Lösung komplexer Probleme bringen. Die Geschichte der Wissenschaft und der modernen Technologie ist voll von derartigen Situationen.

Plötzlich war sie da: Die Idee, die alles veränderte! Sie kam „wie ein Dieb in der Nacht“….HEUREKA!

Auch hier kann ein guter Coach wertvolle Hilfestellung leisten, den produktiven Zustand zu erreichen. Begrenzende Glaubenssätze sind aus dem Weg zu räumen: „Ich muss immer fleissig sein!“  Ist das wirklich so?

Den entscheidenden Schritt muss jeder für sich selbst machen. Kreativität und Nichtstun sind eine harte Arbeit.  Versuche einfach mal wieder ein Buch in einem Rutsch durchzulesen. Früher war das kein Problem. Aber klappt das heute noch? Übung No.1: Lesen!

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