Der Mut zum Sein: Endlichkeit, Entfremdung und Balance


Neue Debatte

„Was ist der Mensch?“, so lautet die vierte Grundfrage der Philosophie bei Immanuel Kant. Genau dieser Frage nach der conditio humana nachzugehen, scheint die Aufgabe der Humanwissenschaften, vor längerer Zeit auch „Geisteswissenschaften“ genannt. Mit den drei Begriffen Endlichkeit, Entfremdung und Balance soll an diesem Ort der Versuch unternommen werden, zumindest Teilantworten auf die Kant’sche Frage zu liefern.

Endlichkeit

„Der Mensch ist endlich und sein Leben ist kurz: vita brevis“, so lautet die Kernthese Odo Marquards – frei nach Seneca – in seiner Rede zum Thema „Zeit und Endlichkeit“, einem öffentlichen Vortrag, gehalten am 4. Oktober 1991 in Bonn.

Nun gilt es – um die Zeit der Leserschaft nicht über die Maßen zu beanspruchen – die Marquard’schen Überlegungen kurz, aber nicht verkürzend darzustellen.

Aus der Lebenskürze des Menschen folgert Marquard,

  1. dass wir nicht beliebig lange warten können, Neues zu erreichen, also zur Schnelligkeit gezwungen sind.
  2. dass wir nicht beliebig…

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