Teufelskreise durchbrechen – MacCoach


Teufelskreise – MachCoach

Als Teufelskreis, auch lateinisch circulus vitiosus („schädlicher Kreis“) oder Abwärtsspirale, wird ein System bezeichnet, in dem mehrere Faktoren sich gegenseitig verstärken (positive Rückkopplung) und so einen Zustand immer weiter verschlechtern.

Viele Gedankenkreisen im Kopf der Interessentin. Sie fragt nach einem Coaching, weil sie gehört hat, dass ich derartige Dinge verstehe und bereit bin zu thematisieren.Sie steckt nach eigenen Angaben in einem Teufelskreis fest. Sie hat sich per eMail bei mir gemeldet, ich habe ihr einen Coachingbogen zugesandt und einen Termin vereinbart. Sie kennt meine Konditionen und hat sie anstandslos akzeptiert. Ein belastbarer Vertrag ist für mich die Voraussetzung für ein Coaching. Es gibt so viele Menschen, die mal eben ausprobieren wollen, ob Coaching was für sie ein könnte, ob es überhaupt funktioniert. Sie ziehen wie Nomaden von einem Coach zum anderen.  Es tut mir Leid. Ich stehe nicht zur Verfügung. Dafür habe ich keine Zeit.

Diese Klientin beschreibt einen Chef, der ein empathieloser Kontrollfreak zus ein scheint, der öfter seine Emotionen nicht im Griff hat. Er wird laut und er ist immer im aggressiven Angriffmodus. Widerspruch, Einwände werden nicht akzeptiert und führen nur zu einer Verschärfung der Wortwahl. Der Chef erwartet keinen Widerspruch, keine eigenen Ideen. Er merkt nicht, dass sich die Mitarbeiter zurückziehen und ihm kein ehrliches Feedback mehr liefern. Er merkt nur, dass die Mitarbeiter sehr schweigsam werden, wenn er in der Nähe ist. Er muss alles selbst herausbekommen und kontrolliert und tobt und sanktioniert. “Wenn Sie wüssten, was ich alles zu tun habe. Ich verstehe nicht, warum Sie das nicht begreifen. Ich erwarte nur, dass Sie endlich für Ihre Aufgaben brennen!”
Sie beschreibt sein Verhalten und lächelt. Es ist deutlich und klar, dass niemand im Unternehmen dieser Selbstdarstellung glaubt. Es gibt eine Reihe von Dingen, die der Chef tun sollte, aber nie tut. Es ist offensichtlich, dass er sich in einer Opferrolle befindet. Er, der unverstandene Chef auf der einen Seite und diese unfähigen und unwilligen Mitarbeiter auf der anderen. Er merkt,dass niemand mehr für seine Sache brennt. Der Chef ist persönlich enttäuscht. Nichts läuft mehr “von ganz alleine”. “Alles muss man alleine tun!” Wer widerspricht,hat verloren. Inzwischen wird der Chef “von oben” offen kritisiert. Es hat sich herumgesprochen, dass er seine Mitarbeiter verloren hat.
Nach einigen Sitzungen wird mir klar, dass die Klientin nicht übertreibt. Sie ist wirklich verzweifelt. Vermutlich beschreibt sie die Situation sehr realistisch. Es liegt nicht an ihr. Sie kann nichts tun. Sie kann nur lernen den Chef zu akzeptieren so wie er ist und mit dem Wissen, dass es nicht an ihr liegt, zu leben. Den Chef wird sie nicht verändern.  
Ich denke kurz daran dem Chef ein Coaching anzubieten. Aber würde sich dieser Chef von mir coachen lassen? Unwahrscheinlich. Führungskräfte mit einem derartigen Verhalten befinden sich nicht in der Situation sich coachen zu lassen. Selbst wenn das Coaching “von oben” angeordnet wird, kann man kaum von Freiwilligkeit sprechen.

Ich habe das oft erlebt, dass Klienten zum Coaching kommen, die völlig falsche oder überzogene Erwartungen haben. Wenn wir dann Fragen stellen, fühlt sich der Coachee sehr schnell in die Ecke getrieben. “Aber das tut mir jetzt nicht gut!Ich denke, sie sollen mir helfen! Ich fühle mich nicht gut, wenn Sie so etwas sagen und fragen….” Und genau darum geht es. Coaching ist nicht immer eine angenehme Erfahrung. Die Klienten müssen das wissen. Es werden durchaus Dinge angesprochen, die zunächst unangenehm sind.
Auf der anderen Seite ist ein Coach kein gefühlsloser Chirurg, der gnadenlos schneidet und näht, nach dem Motto: Da musst der Patient jetzt aber durch. Kein Chirurg arbeitet ohne wirksame Betäubung.

Diese Klientin befindet sich in einem nicht selbstverschuldeten oder konstruierten Teufelskreis.Dieser Teufelskreis ist real. Es hat nichts mit ihr zu tun. Wir besprechen das; und es entlastet sie. Nichts, was in dieser Kommunikation mit dem Chef schief läuft, hat wirklich mit ihr zu tun. Selbstreflektion ist eine Fähigkeit, die ich von jeden Mitarbeiter und erst recht von Führungskräften erwarte. Ein Mangel an Selbstführung ist oft zu beobachten, wenn die Führungskräfte unzureichend auf die Führungsrolle vorbereitet sind. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen von Führung. Wenn das nicht funktioniert, reden sie sich oft ein,dass es nur an den Mitarbeitern liegen kann. Das ist ein regelrechter Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Ein Coaching könnte tatsächlich helfen.

Empathie ist eine wichtige  Eigenschaft eines Coach. Aber zuviel Mitgefühl kann den Prozess verzögern oder zum Erliegen bringen. Der Coach ist nicht der Verantwortliche für die Lösung aller Probleme.  Der Coach führt den Coachee durch einen Prozess, der am Ende Erfolg haben kann. Nur wer bereit und in der Lage ist, auch unangenehme Dinge zu betrachten, kann in einem Coachingprozess Erfolg haben. Dabei muss nicht einmal alles gesagt werden. Es genügt, wenn die Gedanken gedacht werden. Der Coach stellt oft Fragen, die der Coachee nur reflektieren soll. Das genügt vollkommen. “Wenn Sie jetzt diesen Gedanken haben, dann denken Sie darüber nach wie es ihnen geht, wenn sie diese negativen Emotionen überwunden haben.”

Eine einfühlsame Pause vertieft die Aussage. “Haben Sie das Gefühl?” “Wie fühlt sich das an?” “Was spüren Sie?” “Sehen Sie Licht am Ende der Dunkelheit?”“Welche Farbe hat das Licht?” “Können Sie einen vertrauten Geruch wahrnehmen?” “Wie klingt das in Ihren Ohren?” Je nach dem Zugangskanal (VAKOG) kann auf die individuellen Gefühle und Eindrücke des Klienten eingegangen werden. Ist der Coachee bereit dazu, wird der Prozess erfolgreich sein. Im anderen Fall drehen wir uns endlos in einer Schleife und finden nicht mehr heraus. 

Ich persönlich durchbreche meine eigenen Teufelskreise mit Sport. Ich mache etwas völlig anderes als das, was mich belastet. Ich fahre in solchen Zeiten sehr viel mit dem Rad und bin gezwungen mich auf andere Dinge zu konzentrieren.Sport belebt den Kreislauf und irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass frische Luft und sehr viel frisches Wasser und Schweiß mein Gehirn regelrecht durchlüftet. Plötzlich habe ich neue Ideen und andere Perspektiven. Es hilft mir. Was hilft Ihnen? Keine Idee? Dann fragen Sie einen Psychologen,Therapeuten oder eben auch einen Coach Ihrer Wahl. Der Coach (männlich oder weiblich) wird Sie zur richtigen Antwort führen.

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