Change Management a la Shakespeare – MacCoach


Change Management wie ein Shakespeare Drama.

Unternehmen kennen keine Demokratie. Einer hat das Sagen. Einer hat das Geld. Einer hat die Macht. Insofern ähneln moderne Unternehmen eher mittelalterlichen Herzogtümern und Königreichen, als demokratisch legitimierten Staaten. Betriebsräte ähneln den nahezu handlungsunfähigen Parlamenten von Monarchien des 19ten Jahrhunderts.

Die Story

Zwei Ritter treffen sich und unterhalten sich über den absoluten und skrupellosen Herrscher, der auch nur ein Vasall seines Königs ist. Der König ist ausser Landes und der Vasall regiert mit eiserner Faust. 

Es folgen einige krasse Beispiele des Missmanagements des unfähigen Vasallen.

Seine Handlungen sind von seiner grenzenlosen Eitelkeit und von immer klarer zutage tretender Unfähigkeit gekennzeichnet.

Der Vasall hat nur noch ein Interesse, sein Überleben zu sichern; und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Er unterdrückt jeden, der ihm gefährlich werden könnte. Er beseitigt die, die in der Lage sind, das Unternehmen zu retten. Die Situation spitzt sich zu. Erste Verfallserscheinungen deuten auf den unvermeidlichen Untergang hin. An den Grenzen des Königreiches sammeln sich bereits feindliche Truppen. Sie wollen das kleine Königreich übernehmen.
Der Vasall bekämpft indessen seine eigenen Leute. Jeder, der ihm irgendwie gefährlich werden kann wird beiseite geräumt. Die Gefahr von außen, ignoriert er. Er denkt nur noch von einem Tag auf den anderen. Die Zukunft interessiert ihn nicht.

Die beiden Ritter sehen, wie das Land zugrunde geht, wenn der Vasall so weitermacht. Ihr Leben ist in Gefahr. Sie beschließen den Vasallen zu beseitigen und so das Königreich zu retten.

Es kommt zum Tyrannenmord. Die beiden Ritter beseitigen den Tyrannen kurz entschlossen.

Der alte König kehrt aus der Sommerfrische zurück und setzt einen neuen Vasallen ein. Der Neue ist noch viel schlimmer, als der alte Vasall des Königs. Aber er einigt das Königreich und bekämpft die Gefahr von außen erfolgreich. Auf der Grundlage der durch den alten Vasallen herbeigeführten Ausgangslage muss der Neue noch skrupelloser und restriktiver vorgehen. 
Den beiden Rittern wird klar, dass der alte König das Problem ist. Er hat den alten und offenbar unfähigen Vasallen und Lehnsherren eingesetzt und ihn regieren lassen. Er ist verantwortlich für den Niedergang des Königreiches. Die Zukunft ist ihm im Grund längst egal. Die beiden Ritter packen ihre Sachen und verlassen das Königreich bei Nacht und Nebel und überlassen es seinem Schicksal. Der alte König stirbt und das Königreich fällt an den Nachbarn, der längst den alten König und sein kostspieliges Leben finanziert hatte.

Die Moral von der Geschichte: Es hat überhaupt keine Sinn seinen Chef zu kritisieren, wenn der das nicht will. Wenn er offen ist für Veränderungen und Kritik als Motor begreift, dann ist es gut. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann hat es keinen Sinn.

Und es ist immer so, dass der Chef einen Chef hat der ihn genau an diese Stelle gesetzt hat. Nicht weil er nicht wusste, was er tat, sondern weil er genau weiß, was er tut.

Change Management a la Shakespeare ändert überhaupt nichts. Manche Königreiche müssen einfach zugrunde gehen um von einem anderen, klügeren Königreich übernommen zu werden. Manch ein gutes Unternehmen lebt nur von den Erfolgen der Vergangenheit um dann einfach zu verschwinden, weil ein anderes Unternehmen einfach mehr Macht und Geld hat. Das Management des klügeren Unternehmens wird am Ende gewinnen. Oft ist es nicht einmal das bessere Produkt, dass das Rennen macht, sondern einfach nur das bessere Marketing.

 

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