Neue Betrugsmasche – MacCoach


Neue Betrugsmasche in Brandenburg

Vorsicht! Es sind organisierte Betrüger unterwegs. Das Ziel sind Senioren, die zuerst massiv per Telefon unter Druck gesetzt werden, Schulden zu bezahlen, die sie angeblich angehäuft haben.
Es beginnt mit Anrufen aus einem Callcenter. Dort werden Daten aufgenommen und abgeglichen. Es wird behauptet, dass es Schulden gibt, die dringend beglichen werden müssen. Dann wird eine Summe in den Raum gestellt, die zu überweisen ist, um einer Zwangsvollstreckung zu entgehen.
Das Ganze wird sehr seriös eingepackt und man nennt eine Anwaltskanzlei, die über ein Aktenzeichen verfügt. Natürlich wird eine Telefonnummer übermittelt, die man gerne anrufen darf. Diese Telefonnummer hat nichts mit dem genannten Anwalt zu tun. Aber dazu später.
Die Anrufe mit “Lösungsvorschlägen” häufen sich und steigen auf bis zu vier Anrufen am Tag. Die wehrlosen Opfer werden völlig verunsichert. Es ist das Ziel, dass irgendeine Summe überwiesen wird, um einer Zwangsvollstreckung zu entgehen.


Ein mir bekannter älterer Herr hatte bereits einen Überweisungsschein ausgefüllt. Die Überweisung scheiterte nur daran, dass auf dem Überweisungsformular DE in der IBAN schon vorausgefüllt war. Die Überweisung sollte in diesem Fall nach RO (Rumänien) gehen.

Der nächste Schritt ist die Übermittlung einer Telefonnummer bei der sich ein “Polizeibeamte” meldet, der den Fall genau kennt und dem “Schuldner” rechtliche Hinweise gibt. Der “Polizist” kennt alle Details der Betrugsmasche und unterstreicht die Dringlichkeit einer schnellen Überweisung an die entsprechende Adresse.

Das Ganze gipfelt in der Ankündigung eines Besuches eines Zwangsvollstreckers in Begleitung von Polizeibeamten. Spätestens hier sollte man Kontakt mit der örtlichen Polizei aufnehmen.
Es wird ein Termin genannt, an dem die Zwangsvollstreckung stattfinden soll.
Der alleinstehende Senior hatte sich an seinen Sohn gewendet, als es schon fast zu spät war. Der Sohn kontaktierte die genannte Anwaltskanzlei, die das Aktenzeichen nicht kannte und bereits eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt hatte.

Die Geschichte geht weiter. Natürlich kamen keine Polizisten und kein Zwangsvollstrecker vorbei. Da hätten sie sich richtig strafbar gemacht.
Leider hatten sie den alten Mann derart verunsichert und unter Druck gesetzt, dass er Ihnen seine Daten verriet und dann kam es wie es kommen musste: Mehrere Briefe mit angeblich abgeschlossenen Lottoverträgen – weit über 100 EURO pro Monat.
Das muss jetzt schnell und abschließend geklärt werden. Wie konnte es soweit kommen? Es ist professioneller Druck auf ängstliche und oft einsame Menschen, die ihre Rechte nicht kennen. Das ist ein Grund die Geschichte weiterzuerzählen. Sie ist leider wahr und hat es verdient öffentlich zu werden. 


Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie kein Geld überweisen und sich nicht auf Diskussionen einlassen. Nehmen Sie keine Anrufe von Unbekannt an und nehmen Sie Kontakt mit der Polizei auf. Lassen Sie niemand in Ihre Wohnung. (Name des Opfers ist bekannt)

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