Reboot nach dem Shutdown – MacCoach


Reboot – bezeichnet den Neustart eines Computersystems nach dem Herunterfahren – Shutdown. Jeder, der in den 1990ern mit Windows Erfahrungen sammeln musste, kennt das Verfahren und die Gründe dafür. Man rebootet kein System, das ordentlich und sauber läuft. Es gab tatsächlich Betriebssysteme, die sehr viel stabiler arbeiteten als Windows. Nur zwei Beispiele: VMS von DIGITAL und Solaris von Sun Microsystems. UNIX und später LINUX, sowieso. Windows war eine Zumutung für ITler und immer wenn sich ein Programm “aufgehängt” hatte, war ein Neustart fällig.
Corona hat unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Betriebssystem zum Erliegen gebracht. Zu viele Programme waren nicht geeignet um das Problem in den Griff zu bekommen. Ein Reboot, ein Neustart ist fällig geworden, und zwar nicht weil wir es einfach mal so machen wollten, sondern weil wir durch die Pandemie dadurch gezwungen wurden. Niemand weiß, ob alle Programme nach dem Shutdown und dem Reboot wieder hochfahren. Es wird sich zeigen, was funktioniert und was nicht.
Ich bin sehr für Neustart von Programmen, die in einer Endlosschleife gelandet sind und nicht mehr ordentlich beendet werden können. Im Grunde bleibt ja auch nichts anderes übrig. Auch hier hilft nur das Unterbrechen des Programms – man bringt es gezielt zum Absturz – und ein Neustart, nachdem das Programm modifiziert wurde.   

Es fällt nicht schwer eine Analogie zur jetzigen Situation herzustellen. Nach einem Shutdown wird ein Neustart fällig. Einige Programme funktionieren nicht mehr, sie haben sich als fehlerhaft erwiesen und werden modifiziert oder einfach auf den Müll geworfen. Nach dem nächsten Neustart sind wir klüger und nach dem übernächsten erst recht…….

Die Zukunft (ist Coaching)- MacCoach


Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet. Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben. Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.

Albert Einstein

Ich arbeite, wieder mal, an meiner Zukunft. Mache ich das nicht ständig und permanent? Stimmt! Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich je etwas anderes getan hätte. Unbewusst, unterbewusst, sowieso. Klar und zielgerichtet – seltener. Immer wenn ich in einer festen Anstellung war, träumte ich von mehr Freiheit, mehr Geld, mehr Einfluß und mehr Zukunft. Ich habe nie aufgehört, Alternativen zu prüfen und Zukunft zu erfinden. Was kann, was will ich erreichen? Wer will ich sein, wenn ich das alles getan habe und nicht gescheitert bin? Wer bin ich, wenn einmal etwas nicht so funktioniert wie es geplant war? Nun, das Problem habe ich längst gelöst. Ich bin ein wissensdurstiger und neugieriger Mann, der die Dinge positiv nimmt, auch wenn sie manchmal auf dem ersten Blick anders aussehen. Wenn ich einmal Pech habe; und ich hatte schon ziemlich viel Pech im Leben, dann mache ich etwas daraus. Es gibt kaum etwas, das nicht auch eine positive Seite hat. Man kann nur vorankommen, wenn man aus Fehlern lernt und immer wieder aufsteht. Wichtig ist es, seinen Mut und sein Selbstvertrauen nicht zu verlieren. Wenn etwas nicht funktioniert, dann probiere einfach etwas anderes aus. Es geht immer weiter und nur Stillstand ist das Ende. Ab und zu muss ich auch einmal eine Pause machen, entspannen und entspannt reflektieren, mich ausruhen. Aber dann geht es weiter, immer wieder weiter.
Ich habe viel erlebt und viel erreicht. Das merke ich besonders, wenn ich mich mit Geschäftspartnern und Kollegen unterhalte, die ihr ganzes Leben lang einen einzigen Arbeitgeber hatten. Auch sie kennen die Sehnsucht nach neuen Ufern, haben aber nie den schützenden Hafen verlassen. Was sll ich ihnen sagen? Das draussen ist es rauh und stürmisch und niemand wartet auf dich. Es interessiert niemand, wenn du untergehst. Du musst sehen wie du klarkommst. Allerdings wirst du auch sonnige Tage und neue Ufer sehen. Willst du das?
Was will ich und was macht das mit mir? Wie fühlt sich das an, wenn ich es erreicht habe?
Viele Menschen glauben, dass sich alle ihre Probleme in Luft auflösen, wenn sie nur genügend Geld haben. Dann, so lautet der Glaubenssatz, hat man alles erreicht und ist sicher vor unangenehmen Überraschungen. Der reiche Mann kann sich alles leisten: Mein Haus, mein Auto, mein zweites Haus und alles andere ergibt sich von ganz alleine. Überrascht es dich, wenn ich das infrage stelle? Sicher nicht. Die armen Reichen haben auch ihre Probleme. Das wissen wir doch längst aus DALLAS und DENVER-CLAN und was es noch so an Input für Träumer gibt, die selbst keine Träume haben. Geld allein macht nicht glücklich. Vielleicht, aber ohne Geld funktioniert das Glück auch nicht so richtig. Das schränkt die Optionen gewaltig ein. Auf der anderen Seite kann man sehr viel Geld verdienen und alles schnell wieder aus dem Fenster werfen, wenn man keine anderen Ideen hat. Eine gesunde Haltung zu Finanzen gehört unbedingt zu einem erfüllten Leben dazu. Nur immer träumen und sich unrealistische Ziele setzen, ist auch nicht gesund. Also bleiben wir realistisch und trotzdem wach für neue Ideen, neue Ufer und neue Ziele.

Unser Leben darf nicht an der Zukunft hängen, es muss innerlich gesammelt sein; denn der hängt von der Zukunft ab, der mit der Gegenwart nichts anzufangen weiß.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr.)


Unsicherheit macht krank – MacCoach


Eine Verschwörungstheorie muss drei Kriterien erfüllen:

  • Sie muss eine gemeinschaftliche Aktion bezeichnen, die auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist.
  • Sie muss von denjenigen, die sie verbreiten oder glauben, als illegitim oder illegal wahrgenommen werden.
  • Sie muss im Gegensatz zu einer offiziellen Version der Wahrheit stehen.

Quelle: Sebastian Bartoschek, Psychologe und Verschwörungstheorie-Forscher

Wer sind eigentlich die Leute, die Verschwörungstheorien auf den Leim gehen? Warum sind sie so anfällig? Was macht das mit ihnen? Wie kann man sich gegen derartige Einflüsse schützen?

Ein richtiger Verschwörungstheoretiker weiß natürlich ganz genau, dass man sich niemals von solchen Fragestellungen leiten lassen darf. Das ist, ganz sicher, ein Teil der Verschwörung. Fakten sind Fake News und außerdem: Wer sind wir eigentlich, dass wir Fakten überprüfen und auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen könnten? „Was ist Wahrheit?“, fragte schon Pontius Pilatus angesichts des Gottessohnes Jesus Christus, der der Gotteslästerung angeklagt war. Der König aller Könige wurde zum Tod am Kreuz verurteilt, weil man ihm eine Verschwörung anhängen wollte. Oder war es etwas anderes?
Die Welt ist komplex. Nicht jede Aktion verursacht eine voraussehbare Reaktion. Wir wissen es nicht genau und müssen uns auf jemand verlassen, der die Verantwortung trägt und eine gewisse Kompetenz hat. Dabei ist es völlig egal, ob wir persönlich einverstanden sind oder nicht. Ich möchte jetzt nicht auf konkrete Theorien eingehen. Worum es hier geht, ist eine tiefe Unsicherheit, die in uns allen steckt. Verschwörungstheorien können psychisch krank machen. Der Anhänger einer derartigen Theorie glaubt sich im Besitz einer höheren Wahrheit, die nicht diskutiert werden kann.

Der Einstieg beginnt hier:

Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

Hamlet, 1. Akt, 5. Szene, Hamlet, William Shakespeare

Unsere Schulweisheit hängt ab von dem, was wir in der Schule gelernt haben, in den täglichen Nachrichten sehen und hören, auf Twitter oder Facebook um die Ohren gehauen kriegen. Schulweisheit impliziert, natürlich, Dummheit und Begrenztheit derjenigen, die „keine Ahnung“ haben. Niemand, der etwas auf sich hält, will ein dummes Schaf sein, das keine Entscheidungsmöglichkeit hat. Wir haben gelernt, dass Autoritäten fehlbar sind. Das gilt für die Regierung und für Wissenschaftler. Wir möchten unser Leben im Griff haben und doch müssen wir uns unseren Ängsten und unserer Unwissenheit stellen.

Religion ist, so hat es unser säkularisiertes Zeitalter gelernt, unerklärlich und geheimnisvoll. Gott wird in Frage gestellt und der säkularisierte, gottlose Mensch, lebt in einer tiefen Unsicherheit. Das alles wird eingehüllt in eine Aura von Wissen und dann wird Stück für Stück alles hinterfragt. Unsicherheit und Ohnmacht sind die Folgen.
Ich kann alles und jeden hinterfragen und auseinandernehmen. Ich bin in der Lage – des Teufels Advokat zu spielen und alles und jedes gegenteilig zu debattieren. Das steckt in meiner Persönlichkeitsstruktur. Es gibt gute Methoden, um seine Persönlichkeitsstruktur zu evaluieren. Ein Beispiel finden Sie hier: https://www.16personalities.com/de

Wer oder was gibt uns Sicherheit und Vertrauen? Verschwörungstheoretiker sind wie Revolutionäre. Sie stellen alles in Frage und zerstören Gewissheiten, um etwas Neues zu erschaffen. Das Problem ist, dass auch sie nicht beschreiben können, wie denn dieses Neue aussehen soll.

Es ist wie die Geschichte mit dem kleinen Jungen, der eine Uhr verbessern, will, keine Ahnung wie das funktioniert und sie erst einmal komplett auseinander nimmt. Das Ergebnis ist, dass am Ende ein Haufen Einzelteile auf dem Tisch verteilt liegt und es ein großes Glück ist, wenn dieser kleine Junge die demontierte Uhr überhaupt wieder zum Funktionieren bringt.

Konservative glauben, dass alles wie früher sein soll. Das Gegenteil von konservativ ist: dissipativ, innovativ, liberal und progressiv. Wer von uns will nicht innovativ, liberal und progressiv sein?

Dissipativ bezeichnet: dynamische Systeme, in denen die Energie einer makroskopisch gerichteten Bewegung in thermische Energie übergeht, siehe Dissipation. stabile, geordnete Strukturen in Systemen fern vom thermodynamischen Gleichgewicht, siehe dissipative Struktur.

Wie wäre es mit konservativ, liberal und progressiv? Wäre das nicht genau das, was wir sein wollen? Offen für die Herausforderungen der Zukunft und offen für Veränderungen, die die Welt ein wenig besser machen. Alles was wir sind und denken steckt tief in unserer Persönlichkeit, unseren Erfahrungen und einer gewissen Grundsicherheit. Es geht um unsere Erziehung und unsere Prägung. Sicher ist nur, dass vieles in unserem Leben und in unserer Gesellschaft unsicher ist. Wir wissen nicht, wohin die Reise geht und wir haben persönlich kaum einen nennenswerten Einfluss auf die Welt, in der wir leben. Aber wir haben direkten Zugang zu unserem ICH und unserer Haltung, wie wir die Welt sehen wollen. Da müssen wir ansetzen und genau dort steckt das große Mysterium. Akzeptieren wir die Unsicherheit und den Tod? Stellen wir uns unseren Ängsten? Verstehen wir Statistiken (die wir nicht selbst aufgestellt oder gefälscht haben)?

Es ist kompliziert. Und genau da setzen Verschwörungstheorien an. Religion schenkt genau das Gegenteil.

 „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

(Urheberschaft und Verbreitungsgeschichte des Gelassenheitsgebets sind umstritten. Vermutlich hat Reinhold Niebuhr das Gebet vor dem oder während des Zweiten Weltkrieges verfasst. In Briefen datiert Reinhold Niebuhrs Ehefrau es auf das Jahr 1941 oder 1942, Reinhold Niebuhr selbst auf die Vorkriegszeit. Die Ungewissheit über die genaue Zeit der Verfassung des Gebetes ist möglicherweise durch den Verzicht Niebuhrs auf das Urheberrecht des Gebetes begründet. Vermutlich hat Niebuhr einen der zahlreichen älteren Vorläufertexte mit ähnlichem Aufbau und Inhalt gekannt. Das Gebet wird häufig auch dem württembergischen Prälaten und Theosophen Friedrich Christoph Oetinger zugeschrieben, was jedoch auf einer Namensverwechslung beruht: Der Theologe und Pädagoge Theodor Wilhelm hat eine deutsche Übersetzung von Niebuhrs Gebet in einem Buch veröffentlicht, das unter dem Pseudonym Friedrich Oetinger erschien, so dass die falsche Zuordnung zum Theosophen Oetinger aus dem 18. Jahrhundert entstehen konnte. Andere Zuschreibungen nennen Dietrich Bonhoeffer, den Bischof Franz Hengsbach sowie die Heiligen Ignatius von Loyola und Franz von Assisi, wofür sich jedoch keine verbürgten Quellen finden. (Wikipedia 27.05.2020))

Mut durch Angst – MacCoach


Nichts gibt einem ängstlichen Mann mehr Mut als die Angst eines anderen. (Umberto Eco)

Dieses Zitat im Zusammenhang mit Verschwörungstheoretikern und Revolutionären mit irren Vorstellungen von Weltbeglückung spricht für sich. Ängstliche und unfähige Führungskräfte und Politiker schüren Angst und fühlen sich “großartig!”. Nichts gibt ihnen mehr Macht, als eine ängstliche Atmosphäre. Wer Mut aus der Angst der anderen schöpft, sollte einen Cut machen und nachdenken. 

Ist es das, was Du willst? Was macht das mit Dir und was macht das mit den Menschen, denen du Angst machst?

Revolutionäre schüren Angst, um die Massen um sich zu scharen. Wenn Angst allgegenwärtig ist, dann spüren sie uneingeschränkte Macht. Brutale Straßenbanden leben von der Angst der Menschen, die vor der zur Schau gestellten Macht zurückweichen.
Manager, die in Unternehmen Macht ausüben, ohne auf ihre Mitarbeiter einzugehen, sind eine eigene Spezies. Angst ist ihr Führungsinstrument. Es liegt auf der Hand, und das sagt uns auch der gesunde Menschenverstand, dass es falsch ist, aber es funktioniert. Leider. In solchen Fällen hilft nur die Flucht vor dem Angstmacher. Es ist nicht falsch, wenn man angesichts einer solchen Machtausübung einfach seine Tasche packt und geht. Mit Klugheit, Empathie, Freundlichkeit und Weisheit kommt man hier nicht weiter. Es ist wichtig zu erkennen, woher die Angst kommt und dass es keinen Sinn macht, zu bleiben. Das macht etwas mit uns, wenn wir Angst empfinden. Wenn wir die Quelle unserer Angst identifizieren, haben wir eine Chance uns unseren Ängsten zu stellen. Gut, wenn wir dann einen Coach an unserer Seite haben, der ganz objektiv und urteilsfrei mit uns arbeiten kann. Er wirft einen Ball und wir fangen ihn auf und spüren, ob wir den Ball im Spiel halten oder weglegen wollen. Angst hat in unserem Leben keinen Platz, wenn wir es richtig angehen. Man kann vor allem Angst haben und wenn wir der Angst zu viel Raum geben, bleibt kein Platz mehr für das Leben. Wer oder was macht Dir Angst? Was fühlt sich einfach schlecht an, nicht richtig? Es ist sinnvoll sich seinen Ängsten zu stellen und sie zu überwinden. Du bist ein Held, wenn du dir deiner Angst bewusst bist und sie überwinden kannst. Wenn du Angst vor dem Chef hast, dann können die Ursachen auch in dir liegen. Wenn die Angst von außen kommt, dann hast du die Chance dir darüber klar zu werden und eine Lösung zu finden.
Und noch etwas: Menschen, die Ängste schüren, geheimnisvolle Verschwörungen thematisieren und sich dadurch wichtig und großartig fühlen, sind zu klein um dich zu beherrschen. 

Ich persönlich akzeptiere keinen Menschen, der mich mit Angst beherrschen will. Keine Chance! Ich lache darüber und bin mir bewusst, dass ich es mit einem kleinen Menschen zu tun habe.

(MacCoach)

Bereit für Veränderung – MacCoach


Change

„Wenn Menschen so weit sind, verändern sie sich. Vorher tun sie das nicht und manchmal sterben sie sogar, bevor sie so weit sind. Man kann sie nicht dazu bringen sich zu verändern, wenn sie das nicht wollen, so wie man sie auch nicht daran hindern kann, wenn sie es wollen“.

(Andy Warhol)

Kennen Sie den (oft zitierten) Satz: “Ich bin eben so. Da kann man nichts ändern!” ? Das ist ein typischer Satz von einem Menschen, der sich partout nicht ändern will. Akzeptieren Sie es. Er oder sie ist noch nicht so weit. Vielleicht ist es Angst oder Einsicht oder einfach nur mangelnde persönliche Reife. Oft ist es Bequemlichkeit und Angst vor dem Unbekannten.
Ein offenes Gespräch mit der Partnerin, oder dem Partner kann schmerzhaft sein, weil man möglicherweise Dinge über sich erfährt, die einem nicht gefallen können. Vielleicht ist es ein starkes Indiz für eigene Unzulänglichkeiten, die man verdrängt hatte und die nun zum Vorschein kommen. Wenn es so ist, dann nehmen Sie es an. Wenn nicht, dann sind Sie möglicherweise gereifter und stärker, als Sie es glauben konnten. 

Ein Beispiel: Wenn jemand Sie als arroganten Aufschneider bezeichnet, kann es durchaus passieren, dass er Recht damit hat. Wie reagieren Sie? Werden Sie nervös und fangen an sie zu rechtfertigen, den Anderen zu attackieren und zu beleidigen? Nach dem Muster aus der Kindheit: Du bist ja selber blöd! Du blöder…..XYZ!
Das ist kein Zeichen von Reife und Gelassenheit. Keine Spur von Weisheit zu erkennen. Sie sind noch nicht soweit für eine wirkliche Veränderung. 

Veränderung beginnt dann, wenn man akzeptiert, dass man Fehler macht und sie kühl und ohne Emotionen analysiert und wenn nötig beseitigt.
Wenn jemand Sie beleidigt, dann kann das durchaus in dessen Person verankert sein. Das ist nicht schlimm für Sie, eher schlimm für ihn.

Denken Sie mal darüber nach. 

Veränderungen lernt man, wenn man bestimmte Zyklen durchlaufen hat. Glauben Sie mir: Mit einem Coach geht es sehr viel schneller als in normalen Zeiträumen. Aber Sie müssen zumindest bereit für eine Veränderung sein.

ach ja! Das Leben! – MacCoach


Weißt du, was richtig blöd ist?
Wenn man glaubt etwas oder jemand besseres zu verdienen und sich nicht entscheiden kann.

Aber so schlimm ist das auch nicht, denn: Der Weg ist das Ziel!
Blöd nur, dass Du auf diesem Weg Deine Schönheit, Grazie und Anmut verlieren wirst.

Gut, wenn Du die schönen Dinge des Lebens behalten kannst: Kunst, Kultur, Musik und Literatur. Vor allem Liebe!

Du weißt schon: Anna Karenina und natürlich Bach und die Göttliche Komödie. Die Klassiker eben. Nicht zu vergessen Mozart und Mark Twain.
Den Kleinen Prinzen und seinen Fuchs. Die Rose.

Ach ja…..Das Leben!

Ist es nicht wundervoll?

Freiheit und Gleichheit – MacCoach


Gleichheit, Freiheit und der ganze Rest

„Die Akzeptanz von Ungleichheit macht frei.“ (MacCoach)

Die Triebfeder moderner Gesellschaften ist das Streben nach mehr. 

Gier ist das Krebsgeschwür in jeder Gesellschaft. Es gibt immer wieder Diskussionen über die ungleiche Verteilung von Vermögen. Insbesondere die reichsten Männer und Frauen der Welt, also Leute wie Melinda und Bill Gates geraten in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Wir haben verinnerlicht, dass Demokratie die beste Staatsform ist. Auf der anderen Seite haben wir Erfahrungen mit diktatorischen Gesellschaften gemacht und können aktuell beobachten, wie China mit einer an den Kommunismus angelehnten Gesellschaft einen erfolgreichen Aufstieg geschafft hat. Der Preis ist offensichtlich. Es geht dort um die Überwachung des Individuums und die völlig Macht des Staates über jeden, der sich dieser Macht nicht entziehen kann. In China ist es denkbar, ein großes Vermögen aufzubauen und am Ende durch den Staat enteignet, entmachtet, zum Tode verurteilt zu werden. Allein diese Möglichkeit ist gruselig und inakzeptabel. Aber das Land der Freien, die USA steht angesichts der Corona-Pandemie, recht schlecht da. Außerdem ist die Freiheit des Individuums angesichts der Ungleichheit der Gesellschaft eine einzige Augenwischerei. Auf der einen Seite steht die überwältigende Masse der dem Mittelstand zugeordneten Menschen und natürlich die wirklich Armen in der Gesellschaft, die auf einen sozialen Aufstieg hoffen und alles in Kauf nehmen um ein ordentliches Leben zu führen. Es handelt sich hier um über 90 Prozent der Bevölkerung. Auf der anderen Seite steht der obszöne Reichtum von wenigen Milliardären. Selbst ein Multimillionär ist dem Mittelstand zuzuordnen. Er hat zwar Geld und kann sich ein angenehmes Leben leisten, aber er hat nicht die unendliche Macht von Multimilliardären wie zum Beispiel Bill Gates, Elon Musk oder Jeff Bezos. Diese Milliardäre greifen wortwörtlich “zu den Sternen” und nutzen ihre Macht um die schwerfälligen demokratischen Systeme zu umgehen. Die Besiedelung des Mars wird unendlich viel Geld kosten. Die Umgestaltung unserer Zivilisation in Richtung Gerechtigkeit, Ökologie und der Möglichkeit eines jeden Menschen, ein ordentliches und erfülltes Leben zu haben, wäre tausendmal preiswerter zu haben. Warum greifen wir nach den Sternen? Vielleicht, weil wir nur dort ein weiterhin ungebremstes Wachstum erwarten können. Wenn wir den Mond und den Mars und den Asteroidengürtel ausbeuten und dort leben und arbeiten können, dann werden wir weiter wachsen. Das ist möglicherweise eine gute Nachricht. Wenn wir also zu den Sternen greifen, dann eröffnen sich mit Sicherheit neue Möglichkeiten um die gute alte Mutter Erde tatsächlich zu schützen und einen ökologischen Umbau zu schaffen. Aber das kommt erst nach einem weiteren Kollaps der Finanzsysteme durch die Verschuldung der Staaten nach Corona. Insofern sind wir heute Zeuge eines epochalen Umbruchs. Uns bleibt gar nichts anderes übrig, als genau diesen Weg zu gehen.
Auf der anderen Seite stehen Diskussionen um Gleichheit und Verteilung von Eigentum und Wohlstand. Und hier liegt ein Kernproblem. Es ist ungerecht, wenn man Einkommen über 100.000 Euro im Jahr stärker besteuert, als Einkommen um die 30.000 EURO. Darum geht es nicht. Und das ist auch keine Ungleichheit. Es ist normal, dass ein guter Rechtsanwalt oder Arzt oder Berater bis zu 1.000.000 Euro verdienen kann. Das gilt nicht für alle, aber es ist möglich. Steuern sollten gerecht verteilt werden, indem man beispielsweise für jeden verdienten Euro maximal 50% Steuern bezahlt. Das bedeutet, dass auch jeder Hartz IV Empfänger Geld dazuverdienen und es behalten kann, solange er diese 50% Steuern bezahlt. Wenn er einen sozialversicherungspflichtigen Job bekommt, dann gilt das Gleiche. Natürlich muss man genau hinschauen, ob ein gut verdienender Mensch Hartz IV Leistungen beansprucht. Natürlich muss es hier eine Grenze geben. Nur wer nicht aus eigener Kraft existieren kann, braucht staatliche Unterstützung. Und hier ist Ungleichheit ein wichtiger, aber sehr positiver Aspekt. Es ist anzunehmen, dass jeder Mensch mehr will, als er hat. Eine bessere Wohnung, eine bessere Ausbildung für sich und seine Kinder, ein besseres Leben. Heute werden viele ein schönes und luxuriöses Auto mit auf dem Plan haben. Aber auch das wird sich ändern. Die freie Wahl von Verkehrssystemen, sicheres Reisen und Kommunikation wird eine immer größere Rolle spielen. HomeOffice ist möglich geworden. Viele stundenlange Anreisen mit der Bahn, dem Auto oder dem Flugzeug können ohne Weiteres entfallen. Das ist längst kein Luxus mehr, wenn jeder über ein tolles Auto verfügen, aber damit nur im Stau stehen kann. Da wünscht man sich ein wenig mehr Ungleichheit. Oder? Keine Angst: Das ist nicht so schlecht, wie wir es uns angewöhnt haben, zu denken. Sind wir uns darüber einig, dass es keinen Unterschied zwischen einem Hartz IV Empfänger und einem Einkommensmillionär geben muss, wenn wir die Grenzen ein wenig verschieben? Wenn alle Steuern in gleicher Höhe zahlen müssen, dann ist das völlig in Ordnung. Dann macht Hartz IV tatsächlich nur noch Sinn für Menschen, die wirklich nicht anders können, als die Almosen des Staates und damit der Steuerzahler entgegenzunehmen. Ich bin mir sicher, dass diese Leute, sobald es ihnen möglich wird, dieses alimentierende System verlassen werden um sich ihre Freiheit zurückzuholen. Kein Mensch will auf Dauer auf niedrigem Niveau existieren und sehen, wie andere sich ein besseres Leben und ihre eigene Freiheit leisten können.
Wichtig ist es zu akzeptieren, dass wir alle gleich sind, solange wir keine Milliardenvermögen verwalten müssen. Das ist eine ganz andere Geschichte, die in einer Demokratie speziell betrachtet werden muss. Eine Anmerkung für Linke und Sozialisten und Grüne: Enteignung ist mit Sicherheit auch ein falsche Ansatz.

Bildung 2020 – eine Chance! – MacCoach


Ich lese einen Artikel über Social Distancing in der NYT. Denke über die Schule nach und erinnere mich an die unmöglichen Zustände in der Grundschule. Eine Klasse voll von Kindern, die unterschiedlicher nicht ein können. Ich war vor einigen Jahren für eine paar Monate Mathematiklehrer an einer Grundschule und erinnere mich. Jedes Kind ist ein Individuum und braucht persönliche Hinwendung. Lernen besteht aus Vorbild und erkennen und üben und wiederholen. Wie kann die Klippschule da überhaupt weiterhelfen? Da bleibt extrem viel auf der Strecke. Individuelles Lernen ist besser. Prüfung könnte so eine Art “Trial and Error” sein, um die erlernten Fähigkeiten und Defizite besser zu erkennen und gezielter zu erarbeiten. Kinder können mit AR, VR und KI sehr genau geführt und begleitet werden. Social Distancing vorausgesetzt sind einige Szenarien vorstellbar. Schule kann und muss in Zukunft ohnehin völlig anders funktionieren.
Wir können das Lernen auf eine neue Plattform heben und die aktuelle Notlage so nutzen, dass sie auch in Zukunft besseren Schutz und besseres Lernen ermöglicht. Die persönliche Hinwendung eines Tutors oder coachenden Lehrers per VideoChat ist besser, als ein persönliches Gespräch in einer lärmenden Klasse, die weitgehend nur störend im Lernprozess wirkt. Sehen wir es endlich ein. Eine Klasse mit 20 Individuen ist nicht das optimale Lernumfeld. Wenn die Kinder anschließend gemeinsam Sport machen und Spiele spielen können, vorausgesetzt es gäbe irgendwann diese Abstandsregeln nicht mehr, dann ist das eine motorische und soziale Ergänzung. Aber man kann diese sozialen Begegnungen durchaus in der virtuellen Welt machen. Es gibt tatsächlich eine Menge denkbarer Szenarien. Wie wäre es, wenn die Bundesregierung ein Programm aufmachen würde, das derartige digitale und soziale Projekte fördert? Was wäre, wenn wir unter wissenschaftlicher Unterstützung Startups und Projekte fördern würden, die genau das tun? Bündeln wir Pädagogen, Künstler, Musiker und Wissenschaftler und fördern wir unsere Kinder mit dem besten Bildungssystem der Welt! Breiten wir das auf die gesamte EU aus und werden so zu einem Leuchtturm für die ganze Welt! Das geht sofort! Wir haben die Künstler, die sich einbringen können und wir haben die Pädagogen und Sozialarbeiter. Wir haben Soziologen und Wissenschaftler und wir haben die Lehrer. Und wir haben – noch – Geld um sofort etwas Sinnvolles anzufangen. Bezahlen wir diese Leute und stecken nicht wieder Milliarden in Banken und Konzerne, die ohnehin Arbeit abbauen oder automatisieren werden. Gute Idee? Ich bin dabei! Du auch?

Corona – wie geht es weiter? Was ist der Plan? – MacCoach


Corona – wie geht es weiter? Was ist der Plan?

Es gibt keinen Plan. Es macht wenig Sinn Industrie wieder hochzufahren, wenn die globale Lieferkette gerissen ist. Die Glieder müssen wieder verknüpft und in Gang gesetzt werden. Die Krise der Automobilindustrie in Deutschland wird sich verschärfen. Schon vorher war nicht klar, wie es weiter geht. Natürlich brauchen wir Autos. Aber vielleicht können es auch kleinere, schnittige eMobile sein? Ich stelle mir so etwas wie einen Kabinenroller für zwei Personen und etwas Platz zum Einkaufen vor. Könnte so aussehen wie ein X-Wing aus Starwars. Klein, leicht, schnell, schnittig, sparsam, trendy. Hast Du das Bild? Ein X-Wing auf Rädern. Beim Einparken kann das Teil sich vielleicht zusammenfalten und Parkraum sparen. 3-Rad wäre denkbar. Auf jeden Fall ideal für den Stadtverkehr. Aber so etwas gibt es noch nicht. Und wer soll damit Geld verdienen. Ich denke an die ersten kleinen Autos im Wirtschaftswunder: BMW-Isetta und dieser Kabinenroller von – mal googlen – Junkers! OK! Das macht Sinn. Und wer nach Kabinenroller sucht findet eine Reihe interessanter Konzepte für eMobile. Super! Vielleicht auch ein tolles eBike für den Stadtverkehr? Schaun’ wir mal!

Corona wird unser Leben weiter bestimmen. Es wird ein Thema für Fake-News und Kräfte werden, die Unsicherheit und Angst sähen wollen. Sicherheit gibt es sowieso nicht. Auf der anderen Seite fliegen uns Ideen um die Ohren, die sehr weit links angesiedelt sind. Klingt modern und toll, ist aber nicht umzusetzen. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Ich bitte Dich! Glaubst Du wirklich daran? Also ich kenne kaum jemand, der bereit ist, etwas von seinem Wohlstand abzugeben. Bedingungsloses Grundeinkommen? Ja bitte! Aber dann soll auch gleich Hartz IV abgeschafft werden und das Jobcenter brauchen wir dann auch nicht mehr. Ich kann das so sagen, denn ich werde ohnehin kein Geld vom Jobcenter bekommen. Und ganz ehrlich: Ich will es auch nicht. Ich möchte meine Kenntnisse und Fähigkeiten einsetzen und mein eigenes Geld verdienen. Das ist auch die Idee vom Grundeinkommen. Und: wer einen Job hat oder als Freiberufler Umsatz und Gewinn realisieren kann, zahlt weniger Steuern, wenn er auf Grundeinkommen verzichtet. Wäre das ein Konzept? Ich finde schon. Aber bleiben wir bei der Wirtschaft. Das ist interessanter. Es sieht so aus, als ob Corona uns eine sehr schwere Wirtschaftskrise bescheren wird. 1929 ist das Stichwort. In Deutschland hat das Hitler an die Macht gebracht und in den USA kam dann der New Deal und schließlich fuhr die Wirtschaft wegen des Weltkrieges hoch. Das brachte den Amerikanern einen unglaublichen Boom, der bis in die 1970er Jahre anhielt. Und heute wird durch Corona sichtbar, dass viele Gruppen abgehängt sind und das System komplett versagt. Corona und Trump machen es sichtbar und eine Lösung ist nicht in Sicht.
Vielleicht hat Deutschland Glück gehabt. Wahrscheinlich wird die Welt nach Corona eine andere sein. Wir werden nicht mehr so viele Autos verkaufen und wir werden den Gürtel enger schnallen müssen. Aber ist das so schlimm? Wir leben immer noch auf hohem Niveau. Etwas weniger ginge schon, wenn alle mitmachen (können). Aber es ist klar, dass nicht nur verteilt werden kann, sondern eine neue Wirtschaft entstehen muss. Regionale Produkte, die nicht mehr aus aller Welt herangeschafft werden müssen, sind eine Möglichkeit. Digitalisierung ermöglicht viel mehr, als es uns vor Corona klar war. Home-Office bedeutet eine Menge. Und man kann auch in der virtuellen Kaffeeküche mit Kollegen sprechen, ohne dass der Chef zuhört. Alles nur eine Frage der Kontrollmöglichkeiten. Das ist ein anderes Thema. 

Die Welt wird eine andere sein. Wichtig ist, dass wir wissen, was wir wollen. Vielleicht haben wir gerade heute noch etwas Zeit um zu träumen und darüber zu sprechen. Diejenigen, die Fake-News verbreiten und sich vor der Zukunft fürchten, sollten einfach mal über eine positive Zukunft nachdenken.

Die Bill Gates – Verschwörung


Die Gates-Verschwörung 

„Tue Gutes und rede darüber.“ Walter Fisch

und alle, die es hörten und sahen fragten sich: “Warum tut er das? Was steckt dahinter?” und die Saat der Zwietracht und des Neides war gestreut….

aktuell werden die sozialen Medien mit Meldungen über eine angebliche Verschwörung von Bill Gates, dem Gründer von Microsoft, überschwemmt. Es werden Fakten genannt und es werden Fragen gestellt. Fakt ist, dass die Melinda&Bill Gates Foundation die mit Abstand größte Privat-Stiftung der Welt ist. Fakt ist auch, dass Bill Gates einen großen Einfluss auf Pharmaunternehmen und Forschungseinrichtungen hat, die mit Mitteln der Gates Stiftung ausgestattet werden. Fakt ist auch, dass Gates einen großen Einfluß auf die WHO hat, weil er der größte Nettogeber der Welt ist. Richtig ist, dass die Vereinigten Staaten ihre Zahlungen an die WHO zurückgefahren haben und der Einfluß privater Geber immer größer wird. 

Es stellt sich die Frage, warum das so ist und wie man diese Schieflage korrigieren kann. Es liegt auf der Hand, dass wir in demokratischen Gesellschaften mehr demokratisch legitimierten Einfluß brauchen. Es ist klar, dass die größten Staaten der Welt Organisationen wie die WHO maximal unterstützen sollten um ihren Einfluß auf die Entscheidungen der WHO zu sichern. Das gerade passiert zur Zeit nicht. Aber Gates ist da und er ist bereit, die aktuellen Herausforderungen zu lösen und Lösungen zu unterstützen. Bill Gates ist dazu bereit und es ist sehr aufschlußreich, wie er selbst über diese Situation denkt. Lassen wir ihn einfach mal selbst zu Wort kommen und schauen wir uns an, was er selbst über diese Krise denkt. Anschließend können wir uns immer noch kritische Fragen einfallen lassen. 

Bill Gates über die Lösung der Corona-Krise

Bill Gates schreibt auf seinem Blog:

Eine der Fragen, die mir in diesen Tagen am häufigsten gestellt werden, ist, wann die Welt wieder zu dem Stand im Dezember vor der Coronavirus-Pandemie zurückkehren kann. Meine Antwort ist immer dieselbe: wenn wir ein fast perfektes Medikament zur Behandlung von COVID-19 haben, oder wenn fast jeder Mensch auf der Welt gegen das Coronavirus geimpft ist.

Ersteres wird wahrscheinlich nicht so bald geschehen. Wir bräuchten eine Wunderbehandlung, die zu mindestens 95 Prozent wirksam ist, um den Ausbruch zu stoppen. Die meisten Medikamentenkandidaten sind im Moment bei weitem nicht so wirksam. Sie könnten eine Menge Leben retten, aber sie reichen nicht aus, um uns wieder in den Normalzustand zu bringen.

Wir brauchen also einen Impfstoff.

Die Menschheit hatte noch nie eine dringendere Aufgabe als die Schaffung einer breiten Immunität gegen das Coronavirus. Realistischerweise müssen wir, wenn wir zur Normalität zurückkehren wollen, einen sicheren, wirksamen Impfstoff entwickeln. Wir müssen Milliarden von Dosen herstellen, wir müssen sie in jeden Teil der Welt bringen, und all dies muss so schnell wie möglich geschehen.

Das klingt entmutigend, denn das ist es auch. Unsere Stiftung ist der größte Geldgeber für Impfstoffe in der Welt, und diese Bemühungen stellen alles in den Schatten, woran wir bisher gearbeitet haben. Es wird eine globale Zusammenarbeit erfordern, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. Aber ich weiß, dass es gelingen wird. Es gibt einfach keine Alternative.

Hier ist, was Sie über den Wettlauf um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19 wissen müssen.

Die Welt entwickelt diesen Impfstoff auf einer historisch schnellen Zeitachse.

Dr. Anthony Fauci hat gesagt, er geht davon aus, dass die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs etwa achtzehn Monate dauern wird. Ich stimme ihm zu, auch wenn es nur 9 Monate oder bis zu zwei Jahre dauern könnte.

Auch wenn sich achtzehn Monate wie eine lange Zeit anhören mögen, wäre dies die schnellste Zeit, in der Wissenschaftler einen neuen Impfstoff entwickelt haben. Die Entwicklung dauert normalerweise etwa fünf Jahre. Sobald man sich für eine bestimmte Krankheit entschieden hat, muss man den Impfstoff entwickeln und an Tieren testen. Dann beginnt man mit den Tests auf Sicherheit und Wirksamkeit am Menschen.

Sicherheit und Wirksamkeit sind die beiden wichtigsten Ziele für jeden Impfstoff. Sicherheit ist genau das, wonach es sich anhört: Ist es sicher, den Impfstoff an Menschen zu verabreichen? Einige geringfügige Nebenwirkungen (wie leichtes Fieber oder Schmerzen an der Einstichstelle) können akzeptabel sein, aber Sie wollen die Menschen nicht mit etwas impfen, das sie krank macht.

Die Wirksamkeit misst, wie gut der Impfstoff Sie davor schützt, krank zu werden. Obwohl Sie im Idealfall eine 100-prozentige Wirksamkeit des Impfstoffs wünschen, ist dies bei vielen nicht der Fall. Der diesjährige Grippeimpfstoff ist beispielsweise zu etwa 45 Prozent wirksam.

Um die Sicherheit und Wirksamkeit zu testen, durchläuft jeder Impfstoff drei Versuchsphasen:

Phase eins ist die Sicherheitsstudie. Eine kleine Gruppe von gesunden Freiwilligen erhält den Impfstoffkandidaten. Sie probieren verschiedene Dosierungen aus, um die stärkste Immunantwort bei der niedrigsten wirksamen Dosis ohne schwerwiegende Nebenwirkungen zu erzeugen.

Sobald man sich auf eine Formel geeinigt hat, geht man zu Phase zwei über, in der man erfährt, wie gut der Impfstoff bei den Menschen wirkt, die ihn bekommen sollen. Dieses Mal erhalten Hunderte von Menschen den Impfstoff. Zu dieser Kohorte sollten Menschen unterschiedlichen Alters und Gesundheitszustandes gehören.

In Phase drei geben Sie den Impfstoff dann Tausenden von Menschen. Dies ist in der Regel die längste Phase, weil sie bei so genannten „natürlichen Krankheitszuständen“ stattfindet. Sie stellen ihn einer großen Gruppe von Menschen vor, die wahrscheinlich bereits dem Risiko einer Infektion durch den Zielerreger ausgesetzt sind, und warten dann ab, ob der Impfstoff die Zahl der Erkrankten verringert.

Nachdem der Impfstoff alle drei Versuchsphasen durchlaufen hat, beginnen Sie mit dem Bau der Fabriken zur Herstellung des Impfstoffs, und er wird der WHO und verschiedenen Regierungsbehörden zur Genehmigung vorgelegt.

Dieser Prozess funktioniert bei den meisten Impfstoffen gut, aber der normale Entwicklungszeitplan ist im Moment nicht gut genug. Jeder Tag, den wir aus diesem Prozess herausschneiden können, wird für die Welt einen großen Unterschied machen, wenn es darum geht, Leben zu retten und den wirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe zu verringern.

Um den Prozess zu beschleunigen, komprimieren die Impfstoffentwickler also den Zeitplan. Diese Grafik zeigt, wie:

Im traditionellen Verfahren sind die Schritte aufeinanderfolgend, um Schlüsselfragen und Unbekannte zu behandeln. Dies kann dazu beitragen, das finanzielle Risiko zu mindern, da die Entwicklung eines neuen Impfstoffs teuer ist. Viele Kandidaten scheitern, weshalb Unternehmen mit der Investition in den nächsten Schritt warten, bis sie wissen, dass der vorherige Schritt erfolgreich war.

Für COVID-19 ist die Finanzierung der Entwicklung kein Thema. Regierungen und andere Organisationen (einschließlich unserer Stiftung und eines erstaunlichen Bündnisses mit dem Namen „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“) haben deutlich gemacht, dass sie alles unterstützen werden, was nötig ist, um einen Impfstoff zu finden. So können Wissenschaftler Zeit sparen, indem sie mehrere Entwicklungsschritte gleichzeitig durchführen. Beispielsweise werden der private Sektor, die Regierungen und unsere Stiftung damit beginnen, Einrichtungen zur Herstellung verschiedener potenzieller Impfstoffe zu ermitteln. Wenn einige dieser Anlagen am Ende nicht genutzt werden, ist das in Ordnung. Es ist ein kleiner Preis, den man zahlen muss, um in der Produktion voranzukommen.

Glücklicherweise ist die Komprimierung des Studienzeitplans nicht der einzige Weg, um einen Prozess, der normalerweise fünf Jahre dauert, in 18 Monaten abzuschließen. Eine andere Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, viele verschiedene Ansätze gleichzeitig zu testen.

Es sind Dutzende von Kandidaten in der Pipeline.

Mit Stand vom 9. April befinden sich 115 verschiedene COVID-19-Impfstoffkandidaten in der Entwicklungspipeline. Ich denke, dass acht bis zehn davon besonders vielversprechend aussehen. (Unsere Stiftung wird alle anderen im Auge behalten, um zu sehen, ob wir welche übersehen haben, die einige positive Eigenschaften aufweisen).

Die vielversprechendsten Kandidaten verfolgen eine Vielzahl von Ansätzen zum Schutz des Körpers vor COVID-19. Um zu verstehen, was genau das bedeutet, ist es hilfreich, sich daran zu erinnern, wie das menschliche Immunsystem funktioniert.

Wenn ein Krankheitserreger in Ihr System gelangt, antwortet Ihr Immunsystem mit der Produktion von Antikörpern. Diese Antikörper heften sich an Substanzen, so genannte Antigene, auf der Oberfläche der Mikrobe an, was Ihrem Körper ein Signal zum Angriff gibt. Ihr Immunsystem führt über jede Mikrobe, die es jemals besiegt hat, Buch, so dass es Eindringlinge schnell erkennen und vernichten kann, bevor sie Sie krank machen.

Impfstoffe umgehen diesen ganzen Prozess, indem sie Ihrem Körper beibringen, wie er einen Krankheitserreger besiegen kann, ohne jemals krank zu werden. Die beiden häufigsten Arten – und diejenigen, mit denen Sie wahrscheinlich am besten vertraut sind – sind inaktivierte und lebende Impfstoffe. Inaktivierte Impfstoffe enthalten Krankheitserreger, die abgetötet worden sind. Lebendimpfstoffe hingegen bestehen aus lebenden Krankheitserregern, die geschwächt (oder „abgeschwächt“) wurden. Sie sind hoch wirksam, aber anfälliger für Nebenwirkungen als ihre inaktivierten Pendants.

Inaktivierte und Lebendimpfstoffe sind das, was wir als „traditionelle“ Ansätze betrachten. Es gibt eine Reihe von COVID-19-Impfstoffkandidaten beider Typen, und das aus gutem Grund: Sie sind gut etabliert. Wir wissen, wie man sie testen und herstellen kann.

Der Nachteil ist, dass die Herstellung zeitaufwändig ist. In jeder Dosis eines Impfstoffs befindet sich eine Tonne Material. Das meiste dieses Materials ist biologisch, was bedeutet, dass man es züchten muss. Das braucht leider Zeit.

Deshalb freue ich mich besonders über zwei neue Ansätze, die einige der Kandidaten verfolgen: RNA- und DNA-Impfstoffe. Wenn sich einer dieser neuen Ansätze durchsetzt, werden wir wahrscheinlich in der Lage sein, Impfstoffe viel schneller in die ganze Welt zu bringen. (Der Einfachheit halber werde ich nur die RNA-Impfstoffe erläutern. DNA-Impfstoffe sind ähnlich, nur mit einer anderen Art von genetischem Material und einer anderen Art der Verabreichung).

Unsere Stiftung – sowohl durch unsere eigene Finanzierung als auch durch das CEPI – unterstützt die Entwicklung einer RNA-Impfstoff-Plattform seit fast einem Jahrzehnt. Wir hatten geplant, sie zur Herstellung von Impfstoffen gegen Krankheiten zu nutzen, die die Armen betreffen, wie Malaria, aber jetzt sieht es nach einer der vielversprechendsten Optionen für COVID aus. Der erste Kandidat, der am Menschen erprobt wurde, war ein RNA-Impfstoff, der von einer Firma namens Moderna entwickelt wurde.

So funktioniert ein RNA-Impfstoff: Statt das Antigen eines Krankheitserregers in den Körper zu injizieren, geben Sie dem Körper den genetischen Code, den er benötigt, um dieses Antigen selbst zu produzieren. Wenn die Antigene auf der Außenseite Ihrer Zellen auftauchen, greift Ihr Immunsystem sie an – und lernt dabei, wie es künftige Eindringlinge besiegen kann. Im Wesentlichen verwandeln Sie Ihren Körper in seine eigene Impfstoffproduktionseinheit.

Da RNA-Impfstoffe Ihrem Körper die meiste Arbeit abnehmen, benötigen sie nicht viel Material. Dadurch lassen sie sich viel schneller herstellen. Es gibt jedoch einen Haken: Wir wissen noch nicht sicher, ob RNA eine brauchbare Plattform für Impfstoffe ist. Da COVID der erste RNA-Impfstoff wäre, müssen wir sowohl beweisen, dass die Plattform selbst funktioniert, als auch, dass sie Immunität erzeugt. Es ist ein bisschen so, als ob man sein Computersystem und seine erste Software gleichzeitig entwickeln würde.

Auch wenn ein RNA-Impfstoff weiterhin viel versprechend ist, müssen wir die anderen Optionen weiter verfolgen. Wir wissen noch nicht, wie der Impfstoff gegen COVID-19 aussehen wird. Bis es soweit ist, müssen wir mit Volldampf so viele Ansätze wie möglich verfolgen.

Vielleicht ist es noch kein perfekter Impfstoff – und das ist in Ordnung.

Der Pockenimpfstoff ist der einzige Impfstoff, der eine ganze Krankheit vom Angesicht der Erde getilgt hat, aber es ist auch ziemlich brutal, ihn zu erhalten. Er hinterließ bei jedem, der ihn erhielt, eine Narbe auf dem Arm. Jeder dritte Mensch hatte Nebenwirkungen, die so schlimm waren, dass sie ihn zu Hause von der Schule oder Arbeit abhielten. Eine kleine – aber nicht unbedeutende – Zahl entwickelte schwerwiegendere Reaktionen.

Der Pockenimpfstoff war bei weitem nicht perfekt, aber er hat seine Aufgabe erfüllt. Der Impfstoff gegen COVID-19 könnte ähnlich sein.

Wenn wir den perfekten Impfstoff entwickeln würden, würden wir wollen, dass er vollkommen sicher und 100 Prozent wirksam ist. Es sollte eine Einzeldosis sein, die einen lebenslangen Schutz bietet, und er sollte einfach zu lagern und zu transportieren sein. Ich hoffe, der COVID-19-Impfstoff verfügt über all diese Eigenschaften, aber angesichts des Zeitrahmens, auf dem wir uns befinden, ist das vielleicht nicht der Fall.

Die beiden Prioritäten sind, wie ich bereits erwähnt habe, die Sicherheit und die Wirksamkeit des Impfstoffs. Da wir möglicherweise nicht die Zeit haben, mehrjährige Studien durchzuführen, müssen wir robuste Phase-1-Sicherheitsstudien durchführen und sicherstellen, dass wir über gute Beweise aus der Praxis verfügen, dass der Impfstoff völlig sicher in der Anwendung ist.

Bei der Wirksamkeit haben wir etwas mehr Spielraum. Ich vermute, dass ein Impfstoff, der zu mindestens 70 Prozent wirksam ist, ausreichen wird, um den Ausbruch zu stoppen. Ein zu 60 Prozent wirksamer Impfstoff ist verwendbar, aber wir könnten immer noch einige lokal begrenzte Ausbrüche erleben. Alles unter 60 Prozent wird wahrscheinlich nicht genug Herdenimmunität schaffen, um das Virus zu stoppen.

Die große Herausforderung wird darin bestehen, sicherzustellen, dass der Impfstoff bei älteren Menschen gut wirkt. Je älter man ist, desto weniger wirksam sind Impfstoffe. Ihr Immunsystem – wie der Rest Ihres Körpers – ist älter und kann Eindringlinge langsamer erkennen und angreifen. Das ist ein großes Problem für einen COVID-19-Impfstoff, da ältere Menschen am anfälligsten sind. Wir müssen sicherstellen, dass sie geschützt sind.

Der Gürtelrose-Impfstoff – der sich auch an ältere Menschen richtet – bekämpft dies, indem er die Stärke des Impfstoffs erhöht. Es ist möglich, dass wir etwas Ähnliches für COVID tun, auch wenn es mit mehr Nebenwirkungen verbunden sein könnte. Die Gesundheitsbehörden könnten auch Menschen ab einem bestimmten Alter auffordern, eine zusätzliche Dosis zu erhalten.

Über die Sicherheit und Wirksamkeit hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Faktoren zu berücksichtigen:

Wie viele Dosen werden es sein? Ein Impfstoff, den man nur einmal erhält, ist einfacher und schneller zu verabreichen. Möglicherweise brauchen wir jedoch einen Impfstoff mit mehreren Dosen, um eine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen.

Wie lange wirkt er? Im Idealfall bietet Ihnen der Impfstoff einen lang anhaltenden Schutz. Aber es könnte sein, dass wir am Ende einen Impfstoff haben, der Sie nur für ein paar Monate vor der Erkrankung bewahrt (wie der Impfstoff gegen die saisonale Grippe, der Sie etwa sechs Monate lang schützt). Wenn das passiert, könnte der Kurzzeitimpfstoff verwendet werden, während wir an einem haltbareren Impfstoff arbeiten.

Wie wird er gelagert? Viele gängige Impfstoffe werden bei 4 Grad Celsius aufbewahrt. Das entspricht etwa der Temperatur eines durchschnittlichen Kühlschranks, so dass die Lagerung und der Transport einfach ist. Aber RNA-Impfstoffe müssen bei viel kälteren Temperaturen – bis zu -80 Grad Celsius – gelagert werden, wodurch es schwieriger wird, bestimmte Teile der Welt zu erreichen.

Meine Hoffnung ist, dass der Impfstoff, der uns in 18 Monaten zur Verfügung steht, so gut wie möglich „perfekt“ ist. Selbst wenn er es nicht ist, werden wir weiter daran arbeiten, ihn zu verbessern. Ich vermute, dass der COVID-19-Impfstoff danach Teil des routinemäßigen Impfplans für Neugeborene werden wird.

Wenn wir erst einmal einen Impfstoff haben, haben wir aber noch riesige Probleme zu lösen. Das liegt daran, dass…

Wir mindestens 7 Milliarden Dosen des Impfstoffs herstellen und verteilen müssen.

Um die Pandemie zu stoppen, müssen wir den Impfstoff fast allen Menschen auf der Welt zur Verfügung stellen. Wir haben noch nie etwas in jeden Winkel der Welt geliefert. Und, wie ich bereits erwähnt habe, sind Impfstoffe besonders schwierig herzustellen und zu lagern.

Über die Herstellung und Verteilung des Impfstoffs können wir vieles erst dann herausfinden, wenn wir wissen, womit genau wir arbeiten. Werden wir zum Beispiel in der Lage sein, bestehende Impfstofffabriken für die Herstellung des COVID-19-Impfstoffs zu nutzen?

Was wir jetzt tun können, ist, verschiedene Arten von Impfstofffabriken zur Vorbereitung aufzubauen. Jeder Impfstofftyp erfordert eine andere Art von Fabrik. Wir müssen über Einrichtungen verfügen, die jeden Typ herstellen können, damit wir so bald wie möglich mit der Herstellung des endgültigen Impfstoffs (oder der Impfstoffe) beginnen können. Dies wird Milliarden von Dollar kosten. Die Regierungen müssen schnell einen Mechanismus finden, um die Mittel dafür zur Verfügung zu stellen. Unsere Stiftung arbeitet derzeit mit dem CEPI, der WHO und den Regierungen zusammen, um die Finanzierung zu klären.

Ein Teil dieser Diskussionen dreht sich darum, wer den Impfstoff wann bekommt. Die Realität sieht so aus, dass nicht alle den Impfstoff zur gleichen Zeit erhalten können. Es wird Monate – oder sogar Jahre – dauern, um 7 Milliarden Dosen herzustellen (oder möglicherweise 14 Milliarden, wenn es sich um einen Multi-Dosis-Impfstoff handelt), und wir sollten mit der Verteilung beginnen, sobald die erste Charge fertig ist.

Die meisten Menschen sind sich einig, dass das Gesundheitspersonal zuerst den Impfstoff erhalten sollte. Aber wer bekommt ihn als nächstes? Ältere Menschen? Lehrerinnen und Lehrer? Beschäftigte in wichtigen Berufen?

Ich denke, dass Länder mit niedrigem Einkommen zu den ersten gehören sollten, die den Impfstoff erhalten, da die Menschen dort einem viel höheren Risiko ausgesetzt sind, zu sterben. COVID-19 wird sich in armen Ländern viel schneller verbreiten, weil Maßnahmen wie die physische Distanzierung schwieriger umzusetzen sind. Mehr Menschen haben einen schlechten grundlegenden Gesundheitszustand, der sie anfälliger für Komplikationen macht, und schwache Gesundheitssysteme werden es ihnen schwerer machen, die benötigte Versorgung zu erhalten. Die Verbreitung des Impfstoffs in Ländern mit niedrigem Einkommen könnte Millionen von Menschenleben retten. Die gute Nachricht ist, dass wir mit Gavi, der Vaccine Alliance, bereits eine Organisation mit Fachwissen darüber haben, wie dies geschehen kann.

Bei den meisten Impfstoffen unterzeichnen die Hersteller einen Vertrag mit dem Land, in dem sich ihre Fabriken befinden, so dass dieses Land als erstes die Impfstoffe erhält. Es ist unklar, ob das hier der Fall sein wird. Ich hoffe, dass wir einen Weg finden, es auf einer gerechten Basis an die ganze Welt herauszugeben. Die WHO und die nationalen Gesundheitsbehörden werden einen Verteilungsplan entwickeln müssen, sobald wir ein besseres Verständnis dafür haben, womit wir arbeiten.

Letzten Endes werden wir diese Sache jedoch ausweiten, so dass der Impfstoff für alle verfügbar ist. Und dann werden wir in der Lage sein, zur Normalität zurückzukehren – und hoffentlich Entscheidungen zu treffen, die verhindern, dass wir jemals wieder in diese Situation geraten.

Es mag im Moment etwas schwer zu erkennen sein, aber es gibt ein Licht am Ende des Tunnels. Wir tun die richtigen Dinge, um so schnell wie möglich einen Impfstoff zu bekommen. In der Zwischenzeit fordere ich Sie dringend auf, sich weiterhin an die von Ihren lokalen Behörden festgelegten Richtlinien zu halten. Unsere Fähigkeit, diesen Ausbruch zu überstehen, wird davon abhängen, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt, sich gegenseitig zu schützen.

(Bill Gates, gatesnotes.com 2020)