Neustart aus der Aussichtslosigkeit


Männlich, abgebrochene Berufsausbildung.

Spielsucht,
ungesunde Lebensweise,
Tage ohne Schlaf und
starkes Übergewicht,
mühevoll überwunden.
Neustart mit 26.

So, oder so ähnlich, sehen Lebensläufe aus, die auf dem ersten Blick kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen. Welcher Arbeitgeber ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen, und dem jungen Mann eine Chance zu geben? Die Prognose erscheint düster, die Lage aussichtslos. Und wer weiß schon, welche Hindernisse noch im Spiel sind?  

Aber es gibt Wege aus dem Dilemma. Die beste Möglichkeit ist es, schnell und gezielt zu arbeiten. Unterstützung, ja Mentoring ist notwendig. Vertrauen aufbauen; Ziele setzen; Ressourcen erkennen und ausbauen; Motivation. Coaching eben.
Was ist zu tun?

Zuerst einmal braucht es ein realistisches Ziel und eine Feststellung der vorhandenen Ressourcen. Wie stark ist die Motivation und das Durchhaltevermögen des jungen Mannes? Welche begrenzenden Glaubenssätze stehen ihm im Weg? Was passiert, wenn er wieder scheitert?
Was heißt eigentlich: Wieder? Der junge Mann hat seine Spielsucht und sein enormes Übergewicht erfolgreich bekämpft. Das ist ein deutliches Zeichen von Willen und Kraft. Nun gilt es die nächsten Hürden zu überwinden. Eine erneute Berufsausbildung ist möglich und wird voraussichtlich sogar durch das zuständige Jobcenter überstützt. Voraussetzung ist, dass der Mann es tatsächlich will und den Durchhaltewillen hat um die kommenden 3 Jahre mit aller Kraft zu lernen und zu arbeiten. Eine Begleitung durch einen kompetenten und einfühlsamen Coach ist aus meiner Sicht sinnvoll und notwendig. Es ist die Kostenfrage, die zuerst geklärt werden muss. Auch ein Coach muss von seiner Arbeit leben können. Wenn wir davon ausgehen, wie die Zukunft des jungen Mannes ohne eine derartige Unterstützung aussehen würde, treten derartige Fragen in den Hintergrund.

Ein anderer Fall, eine ähnliche Situation. Eine knapp dreißigjährige Frau hatte nach einem abgebrochenen Studium eine Weiterbildung absolviert. Der zuständige Landrat lehnte die Bewerbung der jungen Frau auf eine Stelle, die genau auf die Weiterbildung passen würde, ab. Er sei der Ansicht, dass die Qualifikation, die sie durch die Weiterbildung erarbeitet hatte, nicht für die Stelle passen würde. Es wäre ja nur eine minderwertige Weiterbildung, die er nicht anerkennen würde. Moment mal: Die junge Frau hat eine geförderte Weiterbildung absolviert, deren Ziele genau auf diese Stelle abgestimmt waren. Das kann doch nicht wahr sein! Die Frau ist verzweifelt und sie ist wütend. Mit Recht! Sie hat ihre Kraft und ihre Zeit investiert um am Ende zu realisieren, dass sie keinen Schritt weitergekommen ist. Wie geht es weiter? Ihre Motivation und ihre Kraft ist an einem kritischen Punkt angekommen. Wem soll sie noch glauben? Was wird die Zukunft bringen? Die Zeit rennt ihr davon. Von einem Jobcoaching hält sie überhaupt nichts. Was soll das bringen? Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen im Griff und auch sonst ist sie doch durchaus in der Lage, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Alles was sie stört ist die Abhängigkeit vom Jobcenter. Sie hat den Eindruck, dass man ihr dort nicht helfen kann. Die eigene Ohnmacht lähmt sie. Wenn jetzt jemand kommt und ihr erklärt, dass sie Hilfe braucht, würde sie unvermittelt ausflippen. Wer bildet sich denn ein ihr helfen zu können?`Was sollte psychologische Beratung helfen?`Sie ist doch nicht verrückt! Sie ist immer noch eine intelligente Frau, die sich selber helfen sollte. Die Angebote für JobCoaching sind doch nur Geldverschwendung für den Steuerzahler und nichts für sie.

Es wird eine Zeit lang dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Coaching helfen kann, wo und wie es wirkt. Es kommt auf die Qualifikation der Coaches an. Davon hängt sehr viel ab. Wenn der Coach es schafft, den Coachee zu knacken, also zu öffnen und in den Bereitschaftsmodus zu bringen, dann ist der Erfolg unvermeidbar.

Die oben beschriebenen Fälle sind lösbar. Der erste Schritt ist der schwerste: Vertrauen aufbauen und eigene Blockaden lockern. Das ist immer der erste Schritt.
Es sind nicht immer nur die Blockaden der Menschen, die sich in derart prekären Situationen (im mehrfachen Sinne) befinden. Viel zu oft sind es ganz reale Hindernisse, die von der Gesellschaft ausgebaut werden. Hier kann ein begleitender Coach als Begleiter und Anwalt des Neustarts aktiv werden.

Der Erfolg durch Coaching ist dann kaum noch aufzuhalten. Ich bin mir ganz sicher!

 

Vorteilsübersetzung JobCoaching


Vorteilsübersetzung JobCoaching

Vorteilsübersetzung ist ein Wort, dessen Ursprung vermutlich in der Agentur für Arbeit zu finden ist. Es wird im Führungskompass, dem Handbuch für Führungskräfte der Agentur, beschrieben.

Ein Blick in das Dokument ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen; zeigt es doch, wie professionell die oft kritisierte Behörde arbeitet. Eine Karriere bei der Agentur für Arbeit ist für junge Menschen durchaus empfehlenswert. Die meisten machen einen großen Bogen um die Agentur, wenn es um die Berufswahl geht. Warum auch immer.

https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mduy/~edisp/l6019022dstbai419862.pdf

Vorteilsübersetzung dient der zielgruppenorientierten Einwandbehandlung, wenn ich das richtig verstehe. Wenn man es einmal gehört hat, dann vergisst man es so schnell nicht wieder.

Oft stellen sich Arbeitssuchende die Frage, was JobCoaching für sie bringt. Die Frage ist berechtigt. Eine mögliche Antwort -Vorteilsübersetzung- ist die, dass sich mit einem JobCoaching Prozesse und Entscheidungen in Richtung Umorientierung und Neuorientierung sehr viel intensiver und schneller ablaufen, als wenn man sich nicht von einem Coach begleiten lässt. Eine hohe Qualität des gewählten Coach ist ebenso eine wichtige Voraussetzung, wie das Vertrauen, dass man in ihn setzt. Ein Erstgespräch mit dem Coach kann erste Anhaltspunkte liefern. Stimmt die Chemie? Weiß der Coach, was er da macht? Welche Erfahrungen hat er bereits im Umgang mit den Vermittlern der Agentur?  

In den meisten Fällen ist JobCoaching tatsächlich empfehlenswert. Coaching beschleunigt den Zielfindungsprozess und führt zu einem detaillierten Fahrplan: Zurück in den Job!
Und zwar nicht in irgendeinen Job, etwa bei einer Zeitarbeitsfirma, sondern in den Beruf, der tatsächlich zum Bewerber passt. Der Coach stellt Ihnen genau die Fragen, die zum Kern Ihres Selbst führen. Was können Sie wirklich gut? Wovon sollten Sie lieber die Finger lassen? Was beinhaltet das Jobprofil wirklich? Ist das etwas für Sie? Ein JobCoach hilft Ihnen dabei eine Strategie zu erarbeiten, die zum Job führt. Wenn Sie zum Beispiel eine ganz spezielle Weiterbildung brauchen um eine nachhaltige Beschäftigung zu finden, dann wird sich der Mitarbeiter der Agentur gerne auf die Empfehlung des Coaches stützen. Es ist eine Steilvorlage, die dann einfach umgesetzt werden kann. Im Idealfall arbeiten JobCoach und Vermittler eng zusammen. Wenn Sie also einen Coach gefunden haben, dann fragen Sie Ihren Vermittler nach seiner Telefondurchwahl und seiner eMail Adresse. Das hilft beim Coaching wirklich weiter. Vorteilsübersetzung für den Mitarbeiter der Agentur: Sie können rechtzeitig Einfluss auf das Ziel und den Entscheidungsprozess nehmen.

 

 

 

Moderne Zeiten: Das Coach Prekariat


Der mittellose Coach

Es ist ein Widerspruch in sich. Aber es gibt sie, die Selbständigen, die kaum von ihrer Arbeit leben können und es trotzdem jeden Tag neu versuchen. Es sind die stillen Helden, die kaum an die Öffentlichkeit treten und doch so wichtig für die Wirtschaft sind. Wer sie fragt, wie es ihnen geht und was sie tun, wird kaum eine ehrliche Antwort bekommen.

„Man sieht nur die im Licht,
die im Dunkeln sieht man nicht.“ /Berthold Brecht/

Arztgespräch in einer REHA-Klinik. Der Mann hatte einen Herzinfarkt. Er ist 66 Jahre alt und er will unbedingt weiter arbeiten. Der Arzt ist erstaunt. Es ist zwar sehr gut, dass der Mann sich fit fühlt und weiter am Berufsleben teilnehmen will, aber viele Patienten glauben immer noch, dass sie in der Rente am besten aufgehoben sind. Die Deutsche Rentenversicherung und die Agentur für Arbeit unterstützen ältere Arbeitnehmer, die nach dem Erreichen des Rentenalters weiterarbeiten, über das neue “Flexirentengesetz”. Es soll dabei helfen, den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente selbstbestimmter zu gestalten. Der Hintergrund ist unter anderem der, dass Arbeit und die damit verbundene soziale Bindung wichtig für die psychische Gesundheit sind.
Der Mann erzählt, dass er in den vergangenen Jahren als freiberuflicher Coach gearbeitet hat. Der Arzt ist hellwach. Das Thema interessiert ihn brennend. Seine Freundin ist in einer ganz ähnlichen Situation. Sie hat zwar noch einen versicherungspflichtigen Job, redet sich aber ein, dass sie mit entsprechenden weiteren Zertifikaten, Prüfungen und der Mitgliedschaft beim größten Coachingverband der Welt doch eine gute Chance hat als Coach zu arbeiten und gutes Geld zu verdienen. Es gibt ja berühmte Coachs, die Bücher verkaufen, große Hallen füllen und mehr als 1000 EURO pro Sitzung verlangen können. Außerdem gibt es Coachings, die durch die Agentur für Arbeit oder die Deutsche Rentenversicherung bezahlt werden können. Coaching ist, so scheint es, der Beruf der Zukunft.
Der Mann ist ein Realist. Er ist gut, aber nun muss er auch weiter arbeiten, weil er annimmt, dass seine Rentenansprüche nur sehr bescheiden sind. Er wird niemals davon leben können. Es klingt sehr ernüchternd, was er zu erzählen hat. Er muss weiterarbeiten, obwohl er ein guter Coach ist:

“Ich bin ein richtig guter Coach. Glauben Sie mir. Ich habe jede Menge Geld investiert; für Ausbildung und um auf dem Laufenden zu bleiben. Man kennt mich und man schätzt mich. Aber ich kann trotzdem nicht davon leben. Wenn Sie zwei oder drei Aufträge im Monat generieren können und insgesamt 2000 EURO damit verdienen, dann sind Sie gut im Geschäft….”

Vielmehr muss der interessierte Arzt nicht hören. Das klingt nicht gut und das macht ihm das Herz schwer.

Der Mann ist in einem Alter, in dem man in die Rente gehen sollte. Aber er kann nicht, weil er lange selbständig war und praktisch nichts beiseite legen konnte. Es geht ihm wie vielen prekär beschäftigten Selbständigen. Er würde vermutlich nur etwa 300 EURO Rente erhalten. Davon kann er nicht leben. Das würde ihn augenblicklich in die Grundsicherung zwingen. Er hat sein ganzes Leben gearbeitet und um Aufträge gekämpft. Am Ende steht er vor einem Scherbenhaufen. Er hat Existenzängste. Das ist überhaupt nicht gut für seine Gesundheit. Der Mann sagt ganz deutlich wie er die Situation sieht:  

“Coaching ist vielleicht ein tolles Hobby. Aber vergessen Sie es! Das ist eine Illusion. Weiter ist es nichts. Ein Job an der Kasse bei einem Supermarkt ist sicherer als das. Sorry! Aber so ist es!”

Der Arzt ist nachdenklich geworden. Die Situation ist wirklich sehr ernüchternd. Er wird das seiner Freundin erzählen. Sie wird nicht begeistert sein, wenn sie das hört.  Der mittellose Coach hatte, wie viele andere ambitionierte und fähige Selbständige, irgendwann einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Er hatte geglaubt, dass virtuelle Teams und Arbeit die man sich freiwillig aussuchen kann, Freiheit und Glück bedeuten würden. Er hatte nicht mit dem Sozialsystem in Deutschland gerechnet, das nicht auf diese moderne Form der Arbeit vorbereitet ist. Der Selbständige Alleinunternehmer hat keinerlei Sicherheit und er wird von allen Seiten so ausgebeutet, wie es die Gesellschaft erlaubt. Er hat kaum Urlaub, weil das verlorene Tage für ihn sind. Und selbst, wenn keine Aufträge hereinkommen, lebt er unter einem permanenten Druck. Das ist weder gesund noch befreiend. Es ist eine Revolution in die falsche Richtung. Die Revolution frisst ihre Kinder. Auf der einen Seite stehen Arbeitnehmer, die bei den großen DAX-Unternehmen angestellt sind. Sie werden von starken Gewerkschaften vertreten, die dafür sorgen, dass Gehälter und Löhne steigen und die Jobs auf einem hohen Niveau sicher sind. Dann folgen die Arbeitnehmer in mittelständischen Unternehmen. Sie arbeiten ebenfalls sehr hart, arbeiten aber mit größeren Risiken. Das Prinzip Hoffnung ist dort weit verbreitet.
Dann gibt es Mediziner, Rechtsanwälte, Beamte, Banker, Steuerberater und Angestellte im öffentlichen Dienst.
An der untersten Stufe der Nahrungskette stehen viel kleine Selbständige und Unternehmer, die ein hohes Risiko eingehen und von der Hoffnung leben eines Tages den Break Even zu erreichen. Viele sind erfolgreich. Viele müssen nach vielen Jahren des Kampfes aufgeben. 

Coach ist ein unglaublich befriedigender Beruf mit Zukunft. Flexible Arbeitszeiten und die permanente Erreichbarkeit über Internet und Smartphone sind bereits heute ein wichtiger Teil unsere Arbeitslebens.

Selbständige sollten als das anerkannt werden, was sie sind. Mutige Unternehmer, die bereits heute austesten, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen könnte, die aber selten in der Gewinnzone arbeiten. Wir brauchen sie, und deshalb sollte es einen Mechanismus geben, der diese Menschen aktiv unterstützt bei Grundsicherung, Krankenversorgung, Altersvorsorge und Bildungsphasen. Das wäre ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft.
Diese Unternehmer müssen ohnehin beim Finanzamt Rede und Antwort über ihr Tun, ihr Einkommen und ihre Zukunftspläne stehen. Wir können diese Probleme lösen und so Möglichkeiten und Ressourcen eröffnen, die uns tatsächlich voranbringen können.


In welchem Parteiprogramm steht denn so etwas? Ich weiß es nicht.

IAS Integrationsassessment – Inspirierend Anregend Sinnvoll


Sie fragen sich sicher, was IAS bedeutet. Ganz unromantisch steht IAS für Integrations-Assessment. Das versteht kein Mensch.

Ich erkläre IAS gerne mit Interessant-Anders-Schnell. Oder auch mit INSPIRIEREND-ANREGEND-SINNVOLL

Auf den ersten Blick handelt es sich um eine ganz normale AVGS-Maßnahme eines Bildungsträgers. Nach meinen Erfahrungen und Erlebnissen handelt es sich um eine ganz bemerkenswerte Maßnahme, die es tatsächlich schafft Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen lange arbeitslos geblieben sind, wieder zu aktivieren und auf ein selbstbestimmtes Leben neugierig zu machen. Das ist genau das, was auch die Vermittler der Agentur für Arbeit und der Jobcenter wollen. Letztendlich geht es darum die Menschen wieder in Arbeit zu bringen; und zwar in eine Arbeit, die zu ihnen passt und die sie gerne machen.

Das IAS beinhaltet eine ABC-ANALYSE mit ausgebildeten ABC-Coachs, Gruppencoaching-Elemente in denen mit den Teilnehmern über Kommunikationspsychologie, Selbstbild, Fremdbild, das Verhalten in Unternehmen und das Verständnis für innerbetriebliche Kommunikation gearbeitet wird. Gesundheitliche Aspekte können mit einem Arzt besprochen werden. Es ist auch möglich, einen Psychologen mit an Bord zu holen. Weiterhin werden Aspekte wie Motivation und Lebensführung bearbeitet. Die Teilnehmer an einem IAS erfahren in einer Woche Anregungen und Impulse, die sie möglicherweise so noch nie erhalten haben. Das IAS ist sehr kompakt und kommt schnell auf den Punkt. Das eingespielte Team von Coaches und einem Sozialmediziner aktiviert die Menschen auf eine einzigartige Art und Weise.
Das IAS ist eine Feststellungsmaßnahme mit Motivationscharakter. Am Ende gibt es ein Gespräch zwischen Kunden, Vermittler und Coach. Der Kunde hat nach 5 Tagen einen belastbaren  Integrationsfahrplan in der Hand, den er dem Vermittler vorstellen kann. 

Ich bin mir sicher, dass das IAS eine große Zukunft hat.

IAS kann auch bedeuten: Interesse erwecken – Aufbrechen – Starten

Neustart mit Ü58


Neustart mit 58?

Ein Berufskraftfahrer kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Rolf K. ist 58 und hat über 25 Jahre “auf dem Bock” gesessen. Als er seine 50 überschritten hatte traten körperliche Probleme immer stärker in den Vordergrund. Es folgte eine lange Krankheitsphase mit 54. Krankenhaus, REHA, Arbeitslosigkeit,  Hartz IV. Das war alles wie ein unsichtbarer Fahrplan abgelaufen. Er war arbeitsfähig entlassen worden. Eine anstrengende Arbeit auf einem LKW mit zusätzlichen schweren Tätigkeiten war aber nicht mehr empfohlen worden. Das Problem lag auf der  Hand. Rolf konnte nur LKW fahren. Etwas Anderes hatte er nie gelernt. Mit Computern konnte er nicht umgehen.

Das Mantra seiner Zukunft lautete: ich kann nicht mehr LKW fahren, ich bin zu alt, ich bin zu krank, ich habe keine Chance, niemand will mich, ich kann nichts Neues mehr lernen, ich kann nur fahren. Ich habe keine Chance auf eine versicherungspflichtigen Job.

Alle drei Monate musste er sich beim Jobcenter melden.  Die Gespräche mit dem Vermittler waren ähnlich. Sie wiederholten sich regelmäßig.  Fazit: “Es hat alles keinen  Sinn mehr. Hartz IV bis zur Rente und dann schau’n wir mal…..”

Dann wurde er in ein Coaching geschickt. Das Jobcenter wollte wissen,  wie der weitere Weg aussehen würde. Rolf K. hatte keine Lust auf psychologische Beratung. Eigentlich war ihm doch klar, warum er sich in dieser Situation befand. Hilfe erwartete er nicht.  Außerdem war er zu stolz um sich helfen zu lassen.

Rolf hatte lange Haare mit grauen Strähnen und einen Schnurrbart. Ganz offen: Er sah etwas ungepflegt aus. Wir sind darauf geschult, jeden Teilnehmer vorurteilsfrei und wertschätzend anzunehmen. Dazu gehört auch achtsames Feedback. Er wirkte genau so auf mich, wie er sich fühlte. Er machte genau den Eindruck, den er selbst beschrieb. Er hatte sich aufgegeben. Sein Äußeres war ihm egal.

Auf dem ersten Blick hatte er recht. Keine Chance, keine Zukunft, Ende und fertig, Schluß.

Er hatte die Wahl an unserem Workshop teilzunehmen oder Zuhause zu bleiben und die Zeit mit sich zu verbringen. Gruppenarbeit, Einzelcoaching, Kompentenzanalyse oder einfach nichts. Es gibt viele Möglichkeiten sein Leben zu verbringen. Nichtstun macht nur im Bundle mit etwas tun, einen Sinn. Nur nichts tun an sich, ist keine gute Idee.

Nun ergab sich für ihn die Möglichkeit, ja die Chance, an einem Workshop teilzunehmen, ohne auch nur einen einzigen Euro in die Hand zu nehmen. Manch ein Angestellter in einem mittelständischen Unternehmen würde sich freuen wie ein Schneekönig. Rolf hatte nur das Gefühl es lieber nicht zu tun. Was würde es für ihn bringen?

Ich bemerkte, dass es in ihm arbeitete. Ich sprach ihn an. “Wie wäre es, wenn wir nur eine einzige neue Idee miteinander entwickeln würden? Sie allein entscheiden,  wie es danach weiter geht!”

Rolf fasste sich ein Herz und sagte seine Teilnahme zu. Er war neugierig geworden. Ich hatte sein Interesse geweckt.

Es stellte sich heraus, dass er immer noch gerne Auto fuhr, sich aber lange keines mehr leisten konnte. Gesundheitlich war er besser drauf, als er gedacht hatte. Eine REHA würde ihm helfen können, sein Leben neu zu gestalten. Er würde seine Ernährung umstellen und etwas Sport treiben, weniger Rauchen und weniger Alkohol trinken. Rolf hatte noch mehr als 20 Jahre vor sich. Diese Zeit würde er nutzen. Es wurde ihm klar, was ihm noch möglich war.

Ich stellte ihm das Jobnetzwerk vor und wir suchten nach Berufen, die ehemalige Berufskraftfahrer mit gesundheitlichen Einschränkungen gefunden hatten. Unsere Erfahrungsdatenbank wächst monatlich. Big Data kann Dinge, die wir langsam erkennen und uns nicht vorstellen konnten.

Wir fanden tatsächlich eine Stelle als Fahrer eines Shuttlebusses in einer Klinik. Rolf bewarb sich für den Job und war am Ende sehr glücklich damit. Die REHA-Klinik, für die er arbeitete, organisierte ein begleitendes Gesundheitsprogramm für ihn. Er durfte in den Pausen und nach der Arbeit an den Programmen teilnehmen. Der Arbeitgeber legte einen großen Wert auf die Zufriedenheit seiner Kunden und Mitarbeiter. Rolf hatte einen Job gefunden, den er bis über die Altersgrenze hinaus ausüben würde. Der Arbeitgeber war natürlich damit einverstanden, dass Rolf an Maßnahmen zur Verbesserung und Stabilisierung seines Gesundheitszustandes wahrnahm. Auch der Kostenträger war schnell gefunden. Die Deutsche Rentenversicherung bezahlt neuerdings derartige Programme. Es geht um Teilhabe am Arbeitsleben über das gesetzliche Rentenalter hinaus.

Auch sein Äußeres hat sich verändert. Ich hatte ihn gespiegelt und gefragt, wie er auf andere Menschen wirken wolle und ob er einverstanden wäre, wenn ich ihn ein wenig beraten würde. Auch ein weiblicher Coach wurde einbezogen. Stilberatung. Er wollte aussehen wie ein Musketier, eine Kreuzung aus Anwalt Lentzen und Kardinal Richelieur, aber gepflegt. Vor dem Coaching hatte er nie über diesen Wunsch gesprochen. Auch darauf bin ich stolz. Er fühlt sich sehr wohl in seiner Haut und er trägt genau die Sachen, die zu ihm passen und seinen Typ unterstreichen. Er ist ein auffälliger Mann. Das ist genau das, was zu ihm passt.

Rolf K. hat etwas geschafft, was viele schaffen können. Einen persönlichen und beruflichen Neustart mit Ü58. Das macht doch Mut! Oder?

Gründercoaching


Gründercoaching – so geht es besser

Es gibt Gründercoaching (Zuschüße für professionelle Beratung) und es gibt Coaching für Gründer, die nicht nur Beratung brauchen, sondern echtes, ergebnisoffenes  Coaching. Wenn Sie mich fragen, dann würde ich vor einer Gründung immer ein Coaching mit Kompetenzfeststellung, psychologischer Beratung und einem realistischen ÖkoCheck empfehlen. Nicht jeder Gründer ist für eine Selbständigkeit geeignet. Es gibt Vorteile und es gibt Nachteile. Wenn ich mich “als Unternehmer” betrachte, so klingt das zuerst einmal sehr positiv. Die negativen Aspekte werden ausgeblendet und man fühlt förmlich den Wind unter den Flügeln. Wir lesen Startup-Literatur und wir lernen, dass in Zukunft sehr viel mehr projektorientiert gearbeitet werden wird. In Zukunft wird es kaum noch Festanstellungen geben, so liest man. Projektorientierte Arbeit mit selbständigen Spezialisten im IT Bereich sind eine logische Entwicklung. Es klingt alles sehr modern. Die Entwicklung ist längst Realität. Journalisten, Reporter, Regisseure, IT Spezialisten, Projektmanager in unterschiedlichen Bereichen, Coaches, Berater sind heute selbstverständlich als Selbständige unterwegs und die Schattenseiten werden sichtbar. Viele Selbständige leben in prekären Verhältnissen. Manch eine(r) kann sich nicht einmal die Krankenversicherung leisten. Von einer Einzahlung in die Rente kann überhaupt keine Rede mehr sein. Das selbständige Leben ist hart und nur noch von vagen Hoffnungen geprägt.

Wie wäre es mit einem Gründercoaching, dass seinen Namen voll und ganz verdient? Ich habe da eine Idee. So etwas gibt es nämlich schon. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einer Coach (einem weiblichen Coach), die mir genau so etwas erzählte. Sie hatte einen Syrer gecoacht, der sich als Ingenieur selbständig machen wollte. Sein Sprachlevel war in Ordnung. Er hatte die B2 Sprachprüfung bestanden und tendierte in Richtung C1. Als Ingenieur hatte er bereits gearbeitet und das, was er erzählte klang schlüssig und logisch. Nun wollte er sich selbständig machen, hatte aber keine Vorstellung, wie das gehen könnte. Die Coach hatte auf Grund ihrer eigenen Selbständigkeit professionelle Kenntnisse und konnte dieses Wissen mit einbringen. Die Gespräche bekamen beratenden Charakter, aber auch das ist ein normaler Prozess. Als die vom JobCenter bestätigte Stundenzahl erreicht war, beantragte der Teilnehmer weitere Stunden, die er auch bekam. Mein Eindruck ist klar. Wenn Gründercoaching, dann gekoppelt mit einem richtigen Integrationscoaching. Ich bin mir sicher, dass es sich hier um eine zielgerichtete Maßnahme handelt, die allen Beteiligten helfen kann.  

Mach was! (aus Dir)


Mach was! (aus Dir)

“macht!, macht! macht! – macht irgendwas! aber macht was!” brüllte der Feldwebel die Rekruten an. Ich musste mir diesen Satz in den unterschiedlichsten Variationen seiner Stimme unendlich oft anhören. Aber es hat uns nicht geschadet.

Was machen! ist besser als Nichts machen!

Ein 48jähriger selbstbewusster Mann kam in eine REHA-Klinik. Das unvermeidliche Gespräch mit dem Arzt gipfelte in der Aussage des Mannes: “Ja, Ja! Das kenne ich schon. Und nun wollen Sie mich zwingen zu arbeiten!” Der Arzt wunderte sich. Der Mann hatte tatsächlich noch nie in seinem Leben eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Er erzählte dem Arzt von seiner Freiheit und dass er sich eingerichtet hatte und sehr gut damit leben konnte. Seine Wohnung wurde bezahlt. Er hatte keine hohen Ansprüche und er lebte halt ein erwerbsarbeitsfremdes Leben. Dieser Mann war sich nicht einmal sicher, ob er besser leben würde, wenn er einer Arbeit nachgehen würde. Außerdem wäre ja wohl alles längst zu spät. Was solle er denn machen? Mit dem Lebenslauf würde er niemals auch nur den Hauch einer Chance auf einen vernünftigen Job haben. Der Arzt scannte den Mann und der kam ihm überhaupt nicht unintelligent vor. Mit einem vernünftigen Ziel würde dieser Mann noch einmal durchstarten können. Soviel schien klar zu sein. Der Arzt empfahl dem Mann ein Coaching und er fragte mich, was ich mit “so einem Kandidaten” anstellen würde.

Ich würde mich auf jeden Fall mit dem Mann unterhalten, im Rahmen eines Coachings versuchen festzustellen, was seine Interessen und Stärken sind und welche Möglichkeiten sich für die Zukunft öffnen können, so dass er “sein Leben wieder in die eigenen Hände nehmen kann”. Die Hitliste von Ausreden kennen wir bereits:

  • es gibt keine geeigneten Unternehmen in der Region, die mich einstellen würden
  • die interessierten Unternehmen zahlen nicht gut
  • ich habe nicht die gesuchte Ausbildung
  • mir fehlen aktuelle Fähigkeiten und Kenntnisse
  • ich bin durch verschiedene Krankheiten behindert

Dann würde ich mich mit ihm über seinen Tagesablauf unterhalten. Wie verbringt der Mann sein Leben wirklich? Was ist ihm wichtig? Welche Fähigkeiten braucht er dazu? Menschen, die tatsächlich nichts machen, gibt es kaum. Und wenn, dann stelle ich oft eine Behinderung fest, die Hilfe verlangt. In vielen Fällen sind die Menschen zu stolz, um Hilfe zu bitten. Der regelmäßige Gang zum Jobcenter gehört für sie bereits zu den unvermeidlichen Pflichten, die notwendig sind um Leistungen zu erhalten. Mit dieser Energie könnten viele auch etwas völlig anderes tun.

Es ist meine Aufgabe als Coach herauszufinden, wo die versteckte Energie und die Interessen meines Coachee liegen. Wenn wir das gemeinsam erarbeitet haben, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt in Richtung Zukunft und Selbstbestimmung. In vielen Fällen ist ein Ehrenamt ein erster Schritt. Ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen soziale Wesen sind, die nicht alleine vor sich her leben sollten. Alle unsere Kraft, unsere Energie, unsere Zuversicht und unser Mut kommt aus unseren sozialen Kontakten, aus Anerkennung und dem Erreichen von Zielen. Wer wollen wir sein, wenn wir eines Tages als alter Mensch auf unser Leben zurückblicken?

“Ich bin der Mann, der es geschafft hat niemals zu arbeiten und frei zu sein…..”? Das könnte etwas wenig sein für ein erfülltes Leben.

Coaching Kernkompetenz: Thema wechseln


Es gibt Coaches, die alles Mögliche machen, aber kein klassisches Coaching. Begleiter und Lebensberater würde ich das mal nennen. Coaching, so wie ich es verstehe ist zielgerichtet schnell und präzise. Jedesmal wenn der Coachee beginnt sich in seiner traurigen Vergangenheit zu verlieren und in einen endlosen Teufelskreis zu gleiten, ist es die Pflicht eines Coaches den Abwärtsprozess unverzüglich zu beenden und das Thema zu wechseln. Das ist eine KERNKOMPETENZ von Coaches! Jede Coach kennt das so genannte Kochplattenmodell. Wenn ein Thema hochkocht, dann muss man diese Platte sofort abkühlen und eine andere Zone aufwärmen.

Diesen Break muss jeder Coach perfekt beherrschen.

“Auf dem Mond ist das auch so: Jedesmal wenn man ins Freie will, bleibt einem doch glatt die Luft weg!”

Lächeln. Weiter!

Wir arbeiten gerade an der Professionalisierung von IAS – Integrationsassessment für Menschen, die sehr schnell eine neue Perspektive brauchen. Langzeitarbeitslose. Menschen, die aus der REHA kommen und möglicherweise ihren alten Job nicht mehr ausüben können. Jugendliche, die in ihrem erlernten Beruf nicht zurechtkommen und sich als Versager fühlen. Jeder hat eine Chance, wenn es gelingt herauzufinden, was sie oder er am besten kann und dann kommt es darauf an eine neue Perspektive so zu beleuchten, dass die Vorteile einer Umorientierung die Potentiale der betreffenden Person freisetzen.

IAS bedeutet eine blitzschnelle Kompetenzfeststellung durch ABC-Messung und ABC-Coaching, ein ärztliches Gespräch und ein Überblick über persönliche und berufliche Kompetenzen. Es gibt so viele Menschen, die sich abgehängt fühlen und die dringend persönliche Zuwendung, achtsame Gespräche und neutrales Feedback brauchen um aus ihrem Teufelskreis herauszufinden. Ein Coach, der wie oben beschrieben, nicht in der Lage ist genau diesen Kreis zu durchbrechen, hat seinen JOb nicht richtig gelernt. Das erinnert mich an schlechte Therapeuten, die ihre Patienten über Jahre begleiten und fleißg Geld verdienen, sie aber niemals loslassen können. Coaching – und das ist der entscheidende Unterschied – funktioniert anders.

Abkühlen von liebgewonnenen Argumenten und Problemen – Erwärmen für neue Aspekte, die der Coachee bisher so noch nicht kannte.

Was bedeutet eine Woche IAS bei GFN? Was ist der entscheidende Unterschied gegenüber dem Wettbewerb? Das kann ich Ihnen sagen: Der Unterschied ist tatsächlich der, dass wir uns nicht mit Endlosschleifen beschäftigen, sondern blitzschnell das Thema wechseln und die Vorteile von Möglichkeiten und Ressourcen in den Mittelpunkt stellen. Das funktioniert nur, wenn das Team ABC-Coach, MasterCoach, GruppenCoach und Arzt perfekt zusammenarbeiten. Das funktioniert bereits sehr gut. Aber es wird besser werden. Darauf können Sie sich verlassen!

 

Nur in Deinem Kopf!


Coaching ist ein professionelles Gespräch mit einem neutralen Gesprächspartner. Wer schon einmal einen Coach aufgesucht hat, sollte das bereits verinnerlicht haben. Ein Coach ist eine Persönlichkeit, die absolut in der Lage ist, Feedback ohne Wertung zu geben. Das ist sehr wichtig für die Beziehung zum Coach. Der Coach führt das Gespräch und die Interventionen. Ich habe gerade ein Buch über eine ganz bestimmt Therapie gelesen, die Coaches unbedingt anwenden sollten. Sie Coaches können sich zertifizieren lassen um die Therapie anzuwenden und “Patienten zu heilen”!

Vorsicht! Das passt nicht zusammen. Ein Coach heilt nicht! Er darf keine Heilung versprechen. Und er wird Dich niemals als Patient bezeichnen oder behandeln.

Natürlich kann ein Coach helfen, Deine Gedanken und Dein Leben zu sortieren. Ja: Coaching hilft Dir, schneller und gründlicher an Deine Ziele zu kommen. Coaching gibt Dir mehr Klarheit und Coaching kann (indirekt) krankhafte Gedanken vermeiden und somit auf natürliche Art und Weise Krankheit zu bekämpfen. Ja: Coaching kann sehr helfen, aber heilen: NEIN!

Wenn ein Personal Trainer Dir hilft ein optimales Training am Rande Deines optimalen Pulses zu finden, dann ist das sehr klug und sehr gesund im medizinischen Sinne. Der PT ist aber noch lange kein Arzt und schon lange kein Kardiologe.

Ein Coach arbeitet ganz ähnlich. Er baut eine professionelle Beziehung auf und Du kannst sicher sein, dass Du Dinge in einem anderen Licht zu sehen lernst und begreifst, dass Deine Probleme aus einer anderen Perspektive völlig anders aussehen.

Alles was Dich hemmt und Dir im Wege steht, befindet sich nur in Deinem Kopf! Du bist arbeitslos und fühlst Dich hilflos und nicht gebraucht? Dann sage ich Dir: Das ist nur in Deinem Kopf! Du kannst das loswerden, wenn Du Dir einen Coach suchst.

Du kannst Dir keinen Coach leisten? Das stimmt auch nicht!

Gehe einfach zu Deinem Vermittler oder Fallmanager und frage ihn nach Coaching. Er wird Dir weiterhelfen. Oder schau mal im Internet nach:

https://www.gfn.de/berufscoaching

Stichwort Berufscoaching und Gesundheitscoaching. Alles klar? Worauf wartest Du noch?

Coaching: Fahrplan fürs Leben


Fahrplan fürs Leben

Ich lese Lebensläufe von jungen Leuten um die 30 und stelle immer wieder fest, dass bei vielen von ihnen irgendetwas schief gelaufen ist. Oft haben einige von ihnen halbherzig einen Beruf erlernt und sogar einen Abschluß gemacht. Dann stellen sie überrascht fest, “der Job passt nicht zu mir”. Einige sind tapfer und versuchen durchzuhalten um dann nach einigen sinnlos vergeudeten Jahren festzustellen, dass sie im falschen Zug sitzen. Wenn sie jetzt arbeitslos werden, dann passiert Folgendes: Sie müssen sich schnell und massiv auf genau den ungeliebten Job bewerben, den sie gerade verloren haben. Die Motivation das zu tun ist sehr beschränkt und so kommt es, dass sie wieder wertvolle Zeit verlieren.

Erst nach frühestens einem Jahr kommen diese jungen Leute in den Genuß eines Coachings. Wenn sie Glück haben. Die wenigsten Vermittler erkennen, dass ein Perspektivwechsel, ein Motivationsschub, eine Umorientierung jetzt genau die richtige Antwort auf die Fragen der jungen Leute wäre. Vermutlich wäre es besser gewesen, sich vor der beruflichen Orientierung genauer mit der angestrebten Karriere zu beschäftigen. Augen auf bei der Berufswahl! Leider ist es immer noch so, dass die Eltern die Jugendlichen mit dem Spruch: “Kind! Lerne was Vernünftiges! Dann kannst Du immer noch was Anderes machen!” Das ist gefährlich und die Wirklichkeit zeigt, dass man genau das nicht tun sollte. Es ist unglaublich, aber aus Sicht der Agentur ist es besser für eine Umorientierung, wenn der Mensch keinen Abschluß hat. Aber das ist ein anderes Thema.

Am Anfang eines Lebens sollte ein Coach zur Verfügung stehen. Es wäre gut, wenn ein Familienmitglied, Mutter, Vater, Onkel, Tante diese Rolle übernehmen könnte. Ein guter Lehrer, eine gute Lehrerin vielleicht. Früher gab es in jedem Dorf eine Kirche in der Männer als Pfarrer oder Pastor ihren Dienst taten. Diese Männer hatten in der Regel Theologie und angrenzende Fächer studiert. Sie waren als Seelsorger Vertrauensperson und Respektsperson in einem. Ich gehe nicht davon aus dass die Kirche flächendeckend Macht- oder sonstigen Missbrauch betrieben hätte. Ich denke, dass es sich bei diesen Männern, so wie bei engagierten Coaches um Menschen mit Verantwortungsbewusstsein und einer Mission handelt.

Wie wäre es also mit einem Coach als Steuermann und Lotse durch das Leben? Eine Idee, die mich immer wieder fasziniert. Wie anders wäre mein Leben verlaufen, wenn ich in der Vergangenheit keine Lehrer gehabt hätte, denen ich nachfolgen konnte? Wie viel besser wäre mein Leben verlaufen, wenn ich die Besten der Besten gehabt hätte. Leider ist es ja in der Realität immer so, dass unsere Lotsen meist viel zu unerfahren sind um uns wirklich professionell coachen zu können.

Eltern erziehen zum ersten Mal ein Kind. Junge LeherInnen sind neu und unerfahren. Viele Jahre Erfahrung machen den Anfänger zu einem Profi.

Coaches gehen oft einen anderen Weg. Erst kommt ganz viel Erfahrung und dann die Begeisterung und dann die Profession. Das ist nicht die schlechteste Variante.

Wenn es darum geht einen Fahrplan für das Leben aufzustellen, dann ist ein professionelles Coaching, eine Kompetenzanalyse und der Aufbau eines Fahrplanes eine der besten Investitionen, die man machen kann. Und das Beste ist: Die Agentur für Arbeit hilft sogar dabei. Fragen Sie einfach den Vermittler Ihres Vertrauens! Sie ersparen sich jede Menge falsche Wege und vermeiden Sackgassen. Finden Sie heraus, was zu Ihnen passt und was Sie wirklich gerne machen wollen!

Warum Sieze ich Dich eigentlich? Es geht doch um Dich!

Pass mal auf: Du kannst mit einem Coaching herausfinden, was wirklich zu dir passt und was du richtig gut kannst. Stell dir vor, du findest genau den Job der dir richtig viel Spass macht und in dem du richtig gut sein kannst! Stell dir vor, was du gerne machen möchtest und dann suche dir einen Coach, der dich dabei unterstützt. Es kann auch sein, dass herauskommt, dass du möglicherweise falsche Vorstellungen hast. Aber das findest du mit einem Profi sehr schnell heraus!

Merke dir nur:

Ein Coach ist immer auf deiner Seite! Du kannst nur profitieren! Nutze die Chance!

Perspektivwechsel und Ängste


Perspektivwechsel und Ängste

Ich verstehe Menschen, die Angst vor sozialem Abstieg haben. Ein ehemaliger Bankdirektor (57) ist seit vier Jahren arbeitslos. Ein böses Wort, aber ich will es nicht umschreiben. Fakt ist, dass er eine gute Abfindung und eine Übergangszeit bekommen hatte. Der Bankdirektor ist seit 5 Jahren Zuhause und seine Ehefrau fährt jeden Tag zur Arbeit. Es liegt auf der Hand, dass der Ex-Bankdirektor nie wieder als Bankdirektor arbeiten wird.
Ich habe den Mann in einer Coaching-Beratung kennengelernt. Natürlich hatte ich sofort ein paar Ideen. Aber ich blieb ruhig und schwieg. Das Coaching Thema ist Angst vor Veränderung, Angst allgemein. Der Mann kann nur gewinnen, wenn er irgendetwas macht. Er kann jederzeit wieder aussteigen aber er sollte etwas tun. Sein Erfahrungshorizont als Führungskraft ist vorhanden und er versteht wirklich etwas von Bankgeschäften. Einen Job als Bankdirektor bekommt er im Leben nicht mehr. Das ist so ein Vorurteil von mir. Schuldig! Ich gebe es zu.
Der Banker wird ein Coaching bei uns absolvieren und ich habe eine Idee, wer sein Coach sein wird. „Machen wir ein Probecoaching?“, fragte der Mann, „ich würde gerne wissen wie das bei Ihnen abläuft und ob der Coach zu mir passt.“ Die Frage nach Probecoachings kenne ich sehr genau. Ein Kurzzeitcoaching kann bereits eine Menge bewegen. Wenn ich meine Coachs zu Probecoachings einladen müsste, dann wäre das für uns ein erheblicher Kostenfaktor. Die Leute haben keine Ahnung. Sie denken nicht darüber nach, was sie da verlangen. Aber bitte: Wenn sie das Probecoaching pauschal bezahlen, dann machen wir das natürlich gerne. Ich verstehe das ganze Hickhack sowieso nicht. Wir arbeiten mit den besten Coaches, die wir bekommen können. Zudem ist das Coaching für diesen Klienten völlig kostenlos. Er bekommt sehr viel angeboten zum Nulltarif. So günstig kann Coaching sein! Das ist den Leuten nicht klar. Im Gegenteil: Sie stellen Forderungen. Sie wissen genau, dass unser Geschäftsmodell auch auf dieser individuellen Förderung beruht. Ein Dilemma: Ich muss den Leuten Coaching erklären, sie werben und auch noch dafür sorgen, dass sie tatsächlich aktiv mitarbeiten. Das ist nicht immer ganz einfach. Manchmal müssen wir das Coaching abbrechen. Es gibt Klienten, die sind definitiv nicht coachbar. 

Dieser Mann ist nicht beratungsresistent. Er weiß im Grunde sehr genau, wohin die Reise gehen wird. Der Coach wird ihn begleiten und ihm Türen öffnen, durch die er auch gehen möchte.

Was sind seine Fähigkeiten und Stärken? Was sind seine Wünsche? Was sind seine Ziele? Wer will er sein?

Ich bin mir sicher, dass er all das herausfinden wird. Sein Status als ehemaliger Bankdirektor wird ihm für immer erhalten bleiben. Aber alles was er von heute an tun wird, wird zu seinem Leben dazu gehören. Ich bin mir sicher, dass seine Ehefrau ebenfalls sehr glücklich sein wird, wenn dieser Mann wieder eine Aufgabe übernimmt, die ihn ausfüllt und erfüllt. Wie wäre es mit einer neuen Berufung? Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird.
In fünf Jahren wird er sich fragen, warum er in Rente gehen sollte und in zehn Jahren wird er immer noch seiner neuen Berufung nachgehen. Er weiß es nur noch nicht. Aber er wird sich ein besseres Leben aufbauen. Ich bin mir ganz sicher. Aber zuerst wird er sich seinen Ängsten stellen. Das ist der erste Schritt.

 

Coaching setzt tiefer an als Training und Beratung


Coaching, wie ich das verstehe, setzt tiefer an als auf dem ersten Blick zu erkennen ist. Jobcoaching ist ein Angebot für Menschen, die multiple Probleme zu lösen haben. Der Gang zur Arbeitsagentur oder dem Jobcenter verursacht bei den meisten Betroffenen ein ungutes Gefühl. Viele haben den Eindruck, dass der Vermittler nur einen Aspekt ihres Lebens betrachtet. Dieser Aspekt ist das Bewerberverhalten und eine möglichst schnelle Aufnahme eines versicherungspflichtigen Jobs. Jobcoaching erscheint zunächst als Intensivierungsmaßnahme des Jobcenters. Integrationsferne Personen sollen besser an den Arbeitsmarkt herangeführt werden.
Viele Ursachen für den Verlust der Arbeit und Problemen beim Finden geeigneter Jobs liegen tiefer. Hier setzt echtes Coaching an. Der Mensch im 360 Grad – Panorama. Wie ist sein soziales Umfeld und seine psychische Konstitution? Es liegt auf der Hand, dass es nicht zielführend ist, einen Akademiker in ein für ihn fremdes Berufsfeld zu orientieren. Der erfahrene “Aussendienstmitarbeiter mit Herz und Seele”, der nach langer Tätigkeit seine Arbeit verliert, ist in den meisten Fällen nicht darauf vorbereitet, sich neu zu orientieren. Oft haben wir es mit Menschen zu tun, die genau zu wissen glauben, dass der Beruf den sie jahrelang ausgeübt haben, keine richtige Perspektive mehr bietet. Sie wollen weg davon. Nach einem Coaching kann es durchaus sein, dass dieser Beruf genau der richtige ist und sie wieder Kraft und Ressourcen benötigen um diesn Beruf wieder aufzunehmen. Oberflächliches Jobcoaching hilft diesen Menschen nicht weiter. Sie wissen oft selbst, was zu tun ist. Sie wissen nur nicht, warum sie das tun sollten. Und genau darum geht es. Motivation und Zielsicherheit sind wesentliche Aspekte, die beim Coaching eine Rolle spielen müssen. Ich möchte Klartext reden: Ein Jobcoaching mit Stundensätzen von maximal 40 EURO ist aus meiner Sicht eine vollkommen sinnlose Aktion. Das ist Mindestlohn für Spezialisten. Gute Coachs kosten mehr. Das ist kein Geheimnis. Stundensätze ab 90 EURO sind da realistischer, wenn der Coach als Freiberufler unterwegs ist.

 

In unübersichtlichen Zeiten sehnt sich der Mensch nach Halt. So mancher sucht sie in Ideologien oder in Filterblasen, wo alle einer Meinung sind – oder er orientiert sich an besonderen Menschen. /BRANDEINS ONLINE 2016/

Ein Coach ist immer ein besonderer Mensch. Das ist wie ein guter Lehrer, ein Motivator und Vorbild. Ein Coach lehrt nicht nur wie man etwas macht, er ist nicht nur Trainer. Ein Coach öffnet Horizonte, ändert Sichtweisen und zeigt neue Aspekte. Ein Coach verursacht Sehnsucht nach Veränderung.  

Ich schreibe diese Sätze als vertiefendes Mantra. Auch eine Möglichkeit Glaubenssätze zu vertiefen. Und ich treffe jeden Tag Menschen, die genau so denken und handeln. Das sind die Coachs, die bereit und in der Lage sind Dinge und Ansichten zu ändern, die Menschen daran hindern ihren Weg zu gehen und das zu tun, was zu ihnen passt.
 

Coaching – nichts für Feiglinge


Nur wenige Menschen, denen ich begegne, bleiben wirklich in meinem Gedächtnis hängen. Es sind die Menschen, die mir aufgefallen sind, mit denen ich mich wirklich beschäftigen musste. Oft sind es Menschen mit einem besonderen Lebenslauf. Nennen wir es Schicksal. Oder es sind Menschen, die mich wirklich aufgewühlt haben. Was wühlt mich auf? Vielleicht eine sinnlose Opposition, kontraproduktiver Widerspruch. Ja genau! Das ist es. Ich hatte vor einigen Tagen mit einer Gruppe von Leuten zu tun, die sich über Coaching informieren wollten. Das Beste an diesem Coaching ist, dass diese Menschen keinen Pfennig dafür bezahlen müssen. Es ist für sie komplett kostenlos und sie müssen wirklich nichts mitbringen als etwas Zeit. Und Zeit ist für diese Menschen momentan nicht das Problem. Ich bin von unseren Coachings absolut überzeugt. Wir sind in der Situation, tatsächlich die besten Coaches auf dem Markt zu verpflichten. Die Auswahl ist groß und wir haben die Wahl und das Urteilsvermögen. Die Voraussetzungen für erfolgreiche Coachings sind also vorhanden. Kein Zweifel! Und dann treffe ich auf einen “Vertriebsprofi mit Herz und Seele”, der seit Jahren keinen Job mehr findet. Der Mann fällt mir sofort auf. Es ist seine Körperhaltung und sein Gesichtsausdruck. Ich erkenne Abwehrverhalten ohne genau hinsehen zu müssen. Es drängt sich mir auf. Dieser Mann wird, mit diesem Verhaltensmuster, nie wieder einen Job als “Vertriebsprofi mit Herz und Seele” finden. Es hat nicht einmal mit seinen Einschätzungen zum Coaching zu tun. Er hält das für absolut überflüssig. Er fühlt sich durch das Angebot eher belästigt. Ich habe professionellen Abstand, zumal ich die Coachings nur einleite und manage. Die Coachs, die wir einsetzen, sind – ich wiederhole mich – wirklich ausgesuchte Spezialisten. (ja man kann das Plural sowohl mit und ohne ein e schreiben: Coaches und Coachs ist gleichwertig zu verwenden)

Der Vertriebs-Profi hat ein akutes Problem mit seinem Selbstbild. Er wird es wissen, wenn er in sich geht. Und er bringt es bereits in unserem kurzen Dialog auf den Punkt: “Ich bin noch nicht alt genug, um mich umzuorientieren.” Es stimmt. Er ist noch nicht 60. Aber selbst in diesem Alter wäre er nicht alt genug um sich neu zu orientieren. Sein Problem ist eine selbstgemachte innere Blockade. Es ist pure Angst. Es ist die Angst sich selbst zu erkennen und sich neu zu orientieren. Das ist das Problem vieler Menschen, die sich an einer völlig anderen Stelle sehen. Menschen, die deplatziert wirken und es tatsächlich auch sind. Ein Mann, der irgendwann mal bei IBM oder SIEMENS gelandet war und mit diesem Ritterschlag auf der Vita beeindrucken kann, wird immer wieder bei Jobs landen, die darauf reflektieren. Es ist schade, wenn der Mann oder die Frau nicht wirklich zu dem angestrebten Job passen. Diesen Menschen nahezubringen, dass ein 100.000 EURO Job nicht wirklich zu ihnen passt, zumal ihre Halbwertzeit längst überschritten ist, kann schwer werden. Es ist nicht der Job des Coachs ihnen die unangenehme Wahrheit aufzudrängen. Das müssen sie selbst herausfinden. Und was dann? Macht es sie zu schlechteren Menschen, wenn sie herausfinden, dass es auch ein Leben jenseits der 100.000 EURO pro Jahr gibt? Ist es besser ohne Einkommen dazustehen und zu warten, bis ein Wunder geschieht? Oder sollte man über seinen Schatten springen und etwas tun? Für mich ist es völlig klar: Coaching ist eine gute Entscheidung. Wer sich gegen Coaching entscheidet, ist zu feige gegen seine Ängste anzugehen.

Coaching ist nichts für Feiglinge.

Gruppencoaching


Gruppencoaching – was die Klienten darüber sagen

Zugegeben, Gruppencoaching wirkt auf unvorbereitete Teilnehmer zunächst, etwas gewöhnungsbedürftig. Stuhlkreise, Flipcharts, ein Coach (Frau oder Mann).
“Das ist nichts für mich”, denken viele Teilnehmer, wenn sie zum ersten Mal in so eine Situation kommen. Ein paar Tage später ergeben sich andere Aussagen.

Oft hat eine einzige, intensive Woche einen großen Einfluß auf das gesamte weitere Leben. Es geht aktuell natürlich zuerst um -Integration in den Arbeitsmarkt-. Aber das ist nicht möglich, wenn nicht viel tiefer angesetzt wird. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Es geht um die Sinnhaftigkeit des Lebens. Die Idee ist, dass Menschen das was sie tun, gerne tun und dafür brennen. Es geht um Motivation.

“Jede Arbeit ist spannend, wenn man sie richtig macht!”, hat eine kluge Frau einmal gesagt. Und das stimmt. Selbst eine scheinbar langweilige Arbeit im Büro kann effizient und verantwortungsvoll ausgeübt werden. Es gibt keine langweiligen Jobs mehr auf dem Arbeitsmarkt. Wer mit solchen Ideen herumläuft, braucht dringend einen Perspektivwechsel.

Zum Gruppencoaching: Die Fragen, die gestellt werden drehen sich immer um diese Themen. Diese eine Woche ist eine Wanderung in die mögliche Zukunft der Teilnehmer. Es wird tatsächlich alles möglich.
Ein Realitätscheck ist Bestandteil des Coachings. Ohne tiefenpsychologisch auf die Teilnehmer einzuwirken, werden automatisch Fragen in den Raum gestellt, die Blockaden lösen und Ressourcen sichtbar machen. Sehr oft drehen sich die beruflichen Vorstellungen um das scheinbar Bekannte. Allzuoft handelt es sich um völlig falsche Glaubenssätze, die unser Denken limitieren.

 

Das geht nicht.

Das hat noch niemand geschafft.

Das kannst du nicht erreichen.

Du bist zu alt.

Das ist Unsinn. Denk nicht darüber nach.

Das macht man nicht.

Niemand hat Interesse an mir.

Das kann ich nicht.

Und dann erleben wir, das auch andere Menschen ähnliche Einschränkungen einfach so akzeptieren. Und wir erkennen, das diese Leute es schaffen können. Und es liegt auf der Hand, dass wir das auch schaffen können. Niemand wartet auf uns. Aber viele warten auf Menschen, die optimistisch und voller Optimismus in die Zukunft gehen möchten.

Es gibt immer eine sinnvolle Zukunft. Es gibt immer etwas, was wir gerne und voller Hingabe tun. Eine Woche kann die Zukunft eines Menschen verändern. Es geht immer um neue Impulse. Es geht immer um IMPACT (Einfluss)   

Es ist interessant, wie Teilnehmer auf eine Woche Gruppencoaching reagieren. Die meisten sind absolut begeistert, weil sie „So etwas nicht erwartet“ haben. Sie werden in einer Woche an Fragen herangeführt, die sie selbst beantworten lernen. Und zwar an jedem Tag ihres weiteren Lebens. Sie haben gelernt, dass es auch anderen Menschen so geht wie ihnen. Sie haben gelernt sich anderen Menschen zu öffnen und sie haben beobachtet, wie sich andere Menschen ihnen öffnen. Eine achtsame Atmosphäre, völlig ohne Druck und Hintertürchen, haben viele Menschen noch nie erlebt. Hier wird so etwas möglich. Sie lernen Kommunikationsregeln und sie begreifen, wie Kommunikation funktioniert. Es ist nie zu spät, die „Vier-Seiten-einer-Nachricht“ (Schulz von Thun) zu begreifen.

Ein Coaching hat immer eine Wirkung für den Rest des Lebens. Voraussetzung ist immer ein sehr guter Coach, dem es gelingt, Menschen zu öffnen und ihnen Vertrauen und Akzeptanz zu schenken.

Coaching – Neustart


Coaching für Langzeitarbeitslose – Eine Herausforderung

Es ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Sehen wir es realistisch. Die Lage ist hoffnungslos. Es gibt Menschen, die einfach nur Pech hatten. Insbesondere, wenn sie den brutalen Strukturwandel in den 1990ern überstanden und es nicht geschafft haben eine nachhaltige Festanstellung zu bekommen. Es gibt auch eine große Zahl an begabten Menschen, die große Pläne hatten und sich nach dem politischen Umbruch auf den Weg gemacht hatten. Oft übernahmen sie Verantwortung und arbeiteten sich hoch. Irgendwann ging das Unternehmen wirtschaftlich kaputt und alle Versuche wieder die Füße auf die Erde zu bekommen sind gescheitert. Was macht ein ehemaliger Geschäftsführer, dessen Ehefrau einen gut bezahlten Job im öffentlichen Dienst oder in einer begehrten Berufsgruppe gefunden hat? Umziehen geht nicht, weil die Frau an den Arbeitsplatz gebunden ist. Was macht er? Zunächst einmal Pläne. Hartz IV beantragen geht auch nicht, weil die Bedarfsgemeinschaft zu viel Geld verdient.
Es ist ein scheinbar unauflösliches Dilemma. Der arbeitslose Mann, oder die arbeitslose Frau mit einem mehr oder weniger gut verdienenden Ehemann hat eine Reihe von Problemen zu lösen gehabt um bis heute zu überleben. Große Sprünge sind nicht möglich. Also richtet man sich ein und versucht mit dem zu leben, was man hat. Vielleicht gibt es ja auch ein geerbtes Grundstück und es ist immer viel zu tun.

Man kann sich so einrichten. Eine Rückkehr in das aktive Berufsleben scheitert immer wieder. Es fehlt aktuelle Berufserfahrung und inzwischen arbeiten die Computer völlig anders und es fehlt ein konkretes Ziel. Es ist nicht schwer einen schlecht bezahlten Job in Brandenburg zu bekommen. Ein 450 EURO Job vielleicht.Aber das ist keine Option. Oder?

Und selbst wenn “Fachleute händeringend gesucht werden”, ist das keine gute Nachricht für einen Menschen, der bereits seit einigen Jahren vom Arbeitsmarkt abgekoppelt ist. So etwas nennt man, auch wenn es unangenehm ist, Langzeitarbeitslosigkeit.

Ich bin davon überzeugt, dass hier Schätze schlummern, die ausgegraben werden müssen. Aber vorher ist einiges zu tun.  

Ist das Alter ein Hindernis? Ja sicher. Aber meine Erfahrung ist, dass gut motivierte und ausgebildete Mitarbeiter immer eine Chance bekommen. Eine selbst beobachtete Erfolgsstory: Ein Mann, der eine IT-Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen hatte, kam mit 58 sofort in den Job. Inzwischen leitet er ein Team von jüngeren Mitarbeitern. Als ich den Mann zum ersten Mal traf, glaubte er keine Chance zu haben. Nach einem intensiven Einzelcoaching erarbeitete er sich gemeinsam mit dem für ihn passenden Coach einen Weg aus der scheinbaren Chancenlosigkeit.
Es hat sich bereits oft gezeigt, dass viele Ausreden eine Rolle spielen. Wenn die Motivation nicht vorhanden ist, oder wenn Menschen ein psychosoziales Problem haben, wenn die knappen Mittel eine Famile über einen längeren Zeitrau zermürben, dann ist es schwierig einen Weg zu finden.
Worauf kommt es an? Zuerst ist da die Erkenntnis, dass Menschen durch Arbeit den sozialen Kontakt zu anderen finden, den sie unbedingt brauchen. Der Mensch ist zuerst einmal ein soziales Wesen. Einsamkeit und das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, sind Gift für die psychische Gesundheit. Die Flucht in eine Traumwelt oder in die Vergangenheit ist eine typische Reaktion. Ein offenes Gespräch mit der Ehefrau, dem Ehemann ist nicht realistisch und oft überhaupt nicht zielführend. Natürlich hat der Partner Verständnis und hilft gerne. Aber es gibt Dinge, die kann man scheinbar nur mit sich alleine ausmachen.

Und hier setzt Coaching an. Ein Gespräch mit einem neutralen Gesprächspartner, der in der Lage ist professionell auf jede Situation zu reagieren, ist sehr viel wert.

Es gibt Dinge, die kann man nicht alleine schaffen. Für diese speziellen Probleme gibt es immer einen passenden Coach. Es ist gut, dass es die Möglichkeit gibt, auch als sogenannter Nichtleistungsempfänger, über die Agentur für Arbeit, einen Coach zu finden. Es zeigt deutlich, dass niemand aufgegeben wird.

Mein Tipp: Weitersagen und die Angebote nutzen! Es gibt immer einen Weg…..

Bildung ist wichtiger als Grundeinkommen


Parallel mit der schnellen Unterstützung von Geflüchteten sollen Langzeitarbeitslose in Deutschland besonders gefördert werden. Die Agentur für Arbeit arbeitet sehr eng mit dem BAMF zusammen, was kein Wunder ist. Es ist kein Zufall, warum der Chef der Agentur für Arbeit auf als Leiter des BAMF berufen wurde. Eine enge Zusammenarbeit des Bundesamtes für Migration und der Agentur für Arbeit ist sinnvoll und politisch gewollt. Langzeitarbeitslosigkeit im Schatten von Hartz IV ist ein großes Thema. Besonders in den ostdeutschen Flächenländern, als auch in strukturschwachen Regionen Westdeutschlands hat sich Langzeitarbeitslosigkeit breit gemacht. Der deutsche Sozialstaat zahlt Unsummen für die Menschen, die kaum eine Chance am ersten Arbeitsmarkt haben. Ungelernte und Schulabrecher ohne Perspektive auf wirtschaftlichen Aufstieg sind ein akutes Problem. Die Arbeitslosigkeit ist zwar auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen. Allerdings sind es besonders Jobs in Niedriglohnsektoren, die Menschen in Arbeit halten. Viele müssen zusätzlich zum Jobcenter gehen um aufzustocken. Das heisst, sie brauchen Geld vom Steuerzahler um sich eine Wohnung leisten zu können.
Es gibt auch eine Schattenseite eines starken Sozialstaates. Die Menschen werden gezwungen von der Alimente des Staates zu leben. Das entmündigt und erniedrigt Menschen. Freiheit ist ein hohes Gut. Es ist aber nur ein Wort, wenn man am wirtschaftlichen Rand leben muss. Die Alimentierung einer großen Gruppe der Gesellschaft ist auf lange Sicht kontraproduktiv. Ein bedingunsloses Grundeinkommen ist ein sehr interessanter Ansatz um Menschen aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Allerdings ist das Konzept noch nicht zuende gedacht.

Sabine Bendiek, die Chefin von Microsoft Deutschland, hat kürzlich in einem Interview auf SPIEGEL ONLINE die Meinung vertreten, dass Bildung wichtiger ist, als ein Bürgergeld. Das ist richtig. Gut gebildete und ausgebildete Menschen werden immer in der Lage sein einen guten Job zu bekommen und auszufüllen. Es ist nicht ganz richtig, wenn der Eindruck besteht, dass gut ausgebildete und erfahrene Spezialisten keine Chancen haben nach einer Arbeitslosigkeit wieder in den Job einzusteigen.

Ein guter @Arzt ist ein guter @Arzt, ist ein guter @Arzt.

Dasselbe gilt für @IT-Spezialist, @Programmierer, @Maschinenbauingenieur, @Mechatroniker, @Kaufmann, @Steuerberater, @Assistent, @Sachbearbeiter……

Die Liste läßt sich endlos weiterführen

Wenn ein guter @Arzt Probleme hat einen neuen Job zu finden, dann hat das nichts mit dem Arbeitsmarkt zu tun. Ein klassisches CoachingThema.

Die Angst vor sozialem Absturz breitet sich vor allem im Mittelstand aus. Der Mindestlohn spielt keine Rolle für Menschen, die über Ausbildung, Wissen und Erfahrungen verfügen. Ein @Arzt wird niemals für den Mindestlohn arbeiten, egal was er tut. Ein @Machinenbauingenieur ist da auch keine Ausnahme, egal on er Mitte 30 oder Ende 50 ist. Aber fragen wir heute einen Mitte50Jährigen Ingenieur, dann werden wir interessante Gespräche führen. Ich habe oft mit genau diesen Menschen zu tun.
Die Agentur für Arbeit fördert Akademiker, die ihren Job verloren haben, ganz besonders gut. Sobald diese Gruppe nach spätestens einem halben Jahr keine neue Arbeit gefunden hat, setzt eine sehr intensive Förderung ein. Insbesondere ein individuelles Coaching ist das Mittel der Wahl um gezielt zu unterstützen. Niemand kann nur auf Grundlage des Lebenslaufes eine Prognose für die Chancen eines Wiedereinstieges abgeben. Es gehören viele weitere Faktoren dazu. Der Arbeitsmarkt, die Persönlichkeit des Klienten, die körperliche, geistige, seelische Verfassung, die Famile, Glaubenssätze und die Bereitschaft nochmal von vorne anzufangen, spielen eine große Rolle.

Manager, die lange in Führungspositionen tätig waren, wollen natürlich wieder genau dort einsteigen. Wenn das nicht nahtlos möglich ist, dann wird ein radikales Umdenken nötig. Neue Strategien und Ziele müssen durchgespielt und blitzschnell an die Wirklichkeit angepasst werden. Und genau da setzt Coaching an. Es ist gut, dass die Agentur für Arbeit das erkannt hat.

 

Coaching für Nichtleistungsempfänger


https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Veroeffentlichungen/Weisungen/Arbeitslosenversicherung/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI778683

Nichtleistungsempfänger im Sinne des SGB III sind alle Personen, die keinen Anspruch auf Leistungen des SGB III (mehr) haben. Sie sind aber ansonsten den Leistungsberechtigten gleichgestellt. Das bedeutet, dass die Agentur für Arbeit diesen Personenkreis in den kompletten Vermittlungsprozess nach dem sogenannten 4PM-Schema einbeziehen muss. Im Klartext bedeutet es, dass geprüft wird, welche Unterstützung gegeben werden muss um die betroffene Personengruppe wieder in eine versicherungspflichtige Tätigkeit vermitteln zu können.

Das bedeutet, dass PersonalCoaching mit dem Fokus auf Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt sowie daraus erwachsene Weiterbildungsmaßnahmen von der Agentur für Arbeit bezahlt werden kann.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein 50jährige Frau war viele Jahre selbständig. Sie ist verheiratet und betreut zwei inzwischen erwachsene Kinder. Der Ehemann hatte ein sehr gutes Einkommen und es ergab sich keine Notwendigkeit für die Frau eine versicherungspflichtige Tätigkeit auszunehmen. Es gibt auf dem ersten Blick keinen Grund sich an die Agentur für Arbeit zu wenden. Es kann sich aber lohnen, darüber ernsthaft nachzudenken. Wenn zum Beispiel die Selbständigkeit für sich alleine nicht (mehr) tragfähig ist, dann muss über Alternativen nachgedacht werden.

Die Agentur für Arbeit kann in einem solchen Fall durch Leistungen unterstützen, die jedem arbeitssuchenden Bürger der Bundesrepublik Deutschland zustehen. Ein Integrationscoaching kann der erste Schritt sein um eine neue Zieldefinition zu entwickeln.

Ein 45jähriger Mann. Kunst- und Medienwissenschaftler. Philosoph. Viele Jahre selbständig im Kreativbereich sucht erstmals eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Die vielen unsicheren Projekte kann und will er nicht mehr als Selbständiger durchführen. Bei ihm ist “die Luft raus”, wie er es ausdrückt.

Er braucht dringend eine Weiterbildung im IT-Bereich. Auch dieser Mann kann auf eine massive Unterstützung durch die Agentur für Arbeit hoffen. Ein zielführendes Coaching vor einer Weiterbildung kann helfen Klarheit über die Ziele und Möglichkeiten, Bewerbungsstrategien und Erfolgsaussichten zu schaffen. Auch das wird von der Agentur für Arbeit unterstützt.

Fazit: Jeder, Arbeitssuchende, mit dem Ziel einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt, der Weiterbildungsbedarf hat, kann mit Leistungen der Agentur für Arbeit rechnen. Leistungsempfänger und Nichtleistungsempfänger sind in dieser Hinsicht gleichgestellt. Weiterbildung und IntegrationsCoaching kann leicht eine 5stellige Summe kosten. Es lohnt sich, auf diese Möglichkeit zurückzugreifen.

Auch hier gilt: Fragen Sie den Coach Ihres Vertrauens!