Industriephilosophie – MacCoach


Industriephilosoph in Zeiten der Digitalisierung

Ein Industriephilosoph ist ein ähnlicher Anachronismus wie der Begriff Arbeiterklasse. Industrie im klassischen Sinne kann man längst nicht mehr von Entwicklungen wie Digitalisierung, Forschung, Lehre trennen. Die klassische Industrie gibt es so nicht mehr. Alles durchdringt und überschneidet sich. Medizin, IT, Künstliche Intelligenz, Virtuelle Realität, Militär, Spionage, Verwaltung. Alles. Ein Arbeiter ist heute entweder ein hochspezialisierter Techniker mit multiplen Fähigkeiten oder ein Mensch mit multiplen Vermittlungshemmnissen. Das passt nicht zusammen.

Philosophen denken über die Gesellschaft, den Sinn des Daseins, über Realität und Wahrnehmung nach. Industrie funktionierte noch nie nach einem demokratischen Prinzip. Selbst wenn man von flachen Strukturen spricht, steht am Ende immer ein Entscheider an dem man nicht vorbei-entscheiden darf. Banken sind nicht demokratisch und Verwaltungen sind es auch nicht. Die Vorstellung, dass sich Manager wie Politiker die Gefolgschaft ihrer Untergebenen irgendwie demokratisch verdienen müssten ist so romantisch wie falsch. Ich rede hier nicht von der Tatsache, dass ein Leader Eigenschaften aufweisen sollte, die es seinen Mitarbeitern erleichtern ihm oder ihr zu folgen. Das wirkt sich zweifellos positiv auf die Zusammenarbeit aus. Demokratisch ist das aber nicht. Industrie funktioniert im Grunde genau wie eine mittelalterliche Gesellschaft. Es gibt einen König, den Chef, der wiederum dem Kaiser und dem Papst untersteht. Das sind dann Besitzer und Shareholder. Es gibt Ritter und Verwalter. Es gibt Handwerker und abhängige Bauern, die ihre Abgaben machen müssen. Es gibt den Lehnsherren und seine Vasallen, die ihm treu ergeben sind. Klassische Industrie und große Teile der Gesellschaft funktionieren noch immer genau so. Die Politik in den westlichen Ländern funktioniert nach dem demokratischen Prinzip der Gewaltenteilung, nach dem Vorbild der amerikanischen Verfassung. In allen Gesellschaften steckt römisches Recht. Die Macht hat immer noch der Stärkere; und sei es der mit dem meisten Geld. Damit kann Realität erschaffen werden, nach dem Prinzip des Seins, das Bewusstsein schafft.
Die Macht hat der, dem die Mehrheit folgt. Digitalisierung und der unaufhaltsame Daten-Tsunami sind wieder eine völlig andere Dimension der Entwicklung. Niemand weiß heute wo die Entwicklung hinführen wird. Klar ist nur, dass es immer komplexer und unübersichtlicher wird. In China scheint so etwas wie Kommunismus zu funktionieren, während in Russland immer noch die Gene der Sowjetunion in den Köpfen der Menschen steckt, inklusive der kommunistischen Vorstellungen, wie Kapitalismus funktioniert. Populisten in vielen Ländern erobern die Herzen der Menschen, deren Köpfe wissen, dass auch sie keine Lösungen bringen werden.
Industrie ist nur eine Seite eines mehrflächigen Körpers. Industrie ist die Klammer die fast überall gleich funktioniert. Selbst in China erleben wir einen industriellen Boom, weil dort Planwirtschaft genauso funktioniert, wie sich es Walter Ulbricht für die DDR gewünscht hätte. Überholen ohne einzuholen auf chinesisch, sozusagen.
Was die Demokratie in den entwickelten demokratischen Staaten betrifft, so ist sie ein zartes Pflänzchen, das sorgfältig gepflegt und gehegt werden muss. Die meisten Menschen würden auf Demokratie verzichten, wenn es ihnen besser gehen würde; und sie keine Angst vor der Zukunft haben müssten. Zugehörigkeit und Identität spielen eine große Rolle im Leben eines Menschen.
Die Digitalisierung ist wie ein Tsunami, der nicht aufgehalten werden kann. Die Zukunft wird ganz anders aussehen, als wir uns das auch nur vorstellen können. Erste Beschreibungen und der Begriff des Digitalen Feudalismus sind bereits aufgetaucht.
Die Zukunft sieht immer ganz anders aus, als es sich die Zeitgenossen aus ihrer Perspektive heraus vorstellen können. Die Menschen konnten sich 1945 nicht ansatzweise vorstellen, das dieses kaputte Deutschland jemals wieder aufgebaut werden würde. Sie konnten nicht ahnen, dass es in Westdeutschland ein unglaubliches Wirtschaftswunder geben würde. Die Menschen der 1980er Jahre konnten sich nicht vorstellen, dass die Mauer einmal fallen würde. An eine Wiedervereinigung glaubte niemand. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus glaubte man an das Ende der Geschichte. Aber Geschichte ist auch immer Industriegeschichte. Faustkeil, Rad, gebrannte Ziegel, Bronzewerkzeuge, Eisen, Stahl, Beton, Dampfmaschine, Kommunikationstechnologie, Telefon und Netzwerke spielen eine entscheidende Rolle. Und dann gibt es natürlich das Militär, dass alle diese technologischen Möglichkeiten für sich beansprucht und perfektioniert um pure Macht zu konzentrieren. Und dann gibt es diesen alarmierenden Satz, der durch die Medien ging: Putin weiß, was Google weiß……
Wir leben immer noch in einem römischen Zeitalter. Es hat sich nicht viel geändert; außer den technologischen Möglichkeiten. Daher ist Industriephilosophie eine interessante Betrachtungsweise.     

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Usus, fructus, abusus – Thema der Woche – MacCoach


Digitale Teilhabe – Das unentdeckte Land – Eine Rechtslücke – Ahnungslose Politiker

Ich fahre durch Berlin und Google fragt mich, wie es mir da und dort gefallen hat. Ich brauche eine neue digitale Identität. Aber was nützt es? Spätestens, wenn ich als reale Person Geld abhebe, eine Restaurantrechnung zahle, oder mein Chip für die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel registriert wird, stimmen die Profile wieder überein. Ich tanke und bezahle mit der Karte. Wieder ein Datensatz. Oder ich hebe nur einmal im Monat Bargeld ab. Ich mache mich verdächtig. Die Behörden dürfen meine Daten nicht auswerten. Google, Facebook, die NSA und vermutlich auch der russische Geheimdienst schon. Sie machen es einfach. Weil sie es können. Der Mossad und der chinesische Geheimdienst sowieso.

Es sind nicht nur Klicks, es ist unser ganzes Leben. Historiker in hundert Jahren werden in der Lage sein, ein ganzes Leben minutengenau zu analysieren.

Unternehmen wie Google bieten ihren Kunden scheinbar kostenlos einen eMail-Zugang und die Möglichkeit Daten zu verwalten und abzulegen. Es gibt Google-Maps und Calendar, Drive und Docs. Wer ein Smartphone besitzt, braucht einen Google-Account um überhaupt damit arbeiten zu können. Oder man hat ein iPhone. Das ist dasselbe auf Apple-Art.

Es wird alles gesammelt, was denkbar ist. Bewegungsprofile offenbaren sogar den Gang zum Bankautomaten oder den Besuch des Fitness-Studios. Wie lange verweilt der Nutzer in einem Supermarkt? Aldi, REWE oder Edeka? Nach welchen Begriffen suchen wir? Wie lange halten wir uns in einer Klinik auf? Sind wir Arzt oder Patient? Google und Apple wissen das. Die NSA und die anderen Geheimdienste sowieso.

Daten verraten alles. Wenn es eine Grippeepidemie gibt, kann genau verfolgt werden wo sie begann und wie sie sich ausbreitet. Big Data ist nicht nur Fluch, sondern auch Chance im Kampf gegen Krankheiten und anderen Verwerfungen. Big Data sieht sofort,wo der Nutzer wohnt und wo er arbeitet. Oder eben nicht arbeitet. Wir sind da einfach hineingezogen worden, ohne eine Ahnung wohin das führen wird. Und wir können uns kaum noch verweigern.

Es kommt einzig und allein darauf an, wie rechtlich damit umgegangen wird. Stichwort Vorratsdatenspeicherung. Der Staat, wie wir ihn kennen, darf das eigentlich nicht. Wenn Terror droht, werden Ausnahmen gemacht. Der mündige Bürger hebelt seine Rechte freiwillig aus um sich sicher zu fühlen. Sicherheit bringt das noch lange nicht.

Die Politik beschäftigt sich nur am Rande mit diesen essentiellen Fragen. Sie beschäftigt sich mit dem Tagesgeschäft und vor allem mit sich selbst. Die Ahnungslosigkeit nimmt fast kriminelle Züge an. Die Entschuldigung liegt auf der Hand. Es ist alles so kompliziert und schwer zu handhaben.

Das Feigenblatt wird immer größer.

Eine moderne Gesellschaft kann auf die Dauer nicht auf Grundlage von kostenlosen Angeboten funktionieren. Alles hat einen Preis. Die Daten der Bürger sind ein hohes Gut. Wir kennen den Wert nur noch nicht. Ein Beispiel: Ich publiziere im Internet und bekomme für jeden Klick einen Cent. Das würde inzwischen ausreichen um davon gut leben zu können. Jedes Foto das ich nutze wird automatisch dem Rechteinhaber gutgeschrieben. Jeder Datensatz,den ich erzeuge, bewirkt einen hundertstel Cent. Jedes publizistische Angebot wird direkt nach Nutzungsgrad honoriert. Wenn es einen Mechanismus geben wird um so etwas zu realisieren, dann funktioniert der digitale Markt. Die digitale Gesellschaft hat sich dann neu aufgestellt. Aber soweit ist es noch lange nicht. Es fehlt das Bewusstsein und der politische Wille. Es wird nicht einfach so vom Himmel fallen. Wir müssen das auf die politische Agenda setzen. Politiker müssen das Thema verstehen und umsetzen.  Es wird nicht ohne Verwerfungen und Rückschritte einfach passieren. Was passieren wird, ist höchstwahrscheinlich etwas ganz anderes. Weitermachen wie immer. Unscharfe Vorstellungen. Immer mehr Druck, der irgendwann revolutionäre Auswege finden wird.
Was würde passieren, wenn die Nutzung von Google in Europa verboten werden würde? Ich selbst nutze Google jeden Tag, nicht nur als Suchmaschine. Ich weiss ziemlich genau was das für mich bedeuten würde. Es gibt keine handhabbare Alternative in Deutschland. Noch nicht. Wenn von Digitalisierung geredet wird, dann muss auch darüber nachgedacht werden, wie ein Aufholprozess finanziert werden kann. Machen wir uns nichts vor. Das Silicon Valley ist technisch viel weiter, als die meisten von uns ahnen. Es wird nicht reichen es einfach nur zu adaptieren. Wir brauchen hier und jetzt neue Ideen und neue Ansätze. Wir brauchen eine Unterstützung für Unternehmen, die die Aufholjagd aufnehmen und das geht nur mit sehr viel Geld und klaren Regeln. Die Technologie ist da.

Die Regeln müssen aufgestellt, diskutiert und durchgesetzt werden. Unbürokratisch und visionär. Das Ziel ist eine Digitalisierung der Gesellschaft, die für und mit den Menschen arbeitet. Es geht um Rechte und es geht um die Zukunft der Menschheit. Usus, fructus, abusus im 21.Jahrhundert, also die Theorie der Verfügungsrechte spielt eine zentrale Rolle dabei. Das neu zu definieren und umzusetzen, verlangt nach einer machtvollen Politik, die von Europa ausgehen muss. Natürlich müssen die Amerikaner mit dabei sein, und die Russen, die Chinesen, die Afrikaner. Es ist eine globale Aufgabe. Die Diskussion ist eröffnet.

Big Data ist nicht nur Fluch, sondern auch Chance. Allein in der Medizin ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Es gibt komplexe Zusammenhänge, die auf dem ersten Blick überhaupt keinen Sinn ergeben. Wir denken in Kategorien des 19. Jahrhunderts. Um 1870 war der Beruf eines Ingenieurs klar definiert. Ein guter Ingenieur konnte alles wissen, was es auf dem Gebiet zu wissen gab. Ich selbst habe noch in der Schule gelernt, dass man alles erklären kann mit Ursache und Wirkung. Viele Menschen sind so sozialisiert. Sie glauben an die vollkommene Erklärung aller Dinge. Und damit liegen sie völlig falsch. Komplexe Systeme neigen immer zum Chaos. Lineares Denken ist falsch und gefährlich.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Die Welt ist reicher geworden mit dem Zugriff auf das gesamte Wissen der Menschheit. Auch die massenhaften Datenströme sind im Grunde eine Chance für die Zukunft. Es ist aber gefährlich alles wild wuchern zu lassen. Neue Regeln, neue Gesetze müssen her.

Einzig die 10 Gebote sind gültiger ethischer Standard. Aber schon bei der Frage, wie lange wir todkranke Menschen am Sterben hindern dürfen, scheiden sich die Geister. Darf der Mensch Menschen clonen? Dürfen wir tatsächlich jeden Embryo im Mutterleib auf Perfektion checken um ihn bei Nichtgefallen umgehend dem Schöpfer zurückzugeben? Wie viele Nanoroboter dürfen in unseren Körpern arbeiten?

Die Zukunft wird digital in einem Ausmaß, das sich kaum jemand auch nur vorstellen kann. Wir stecken mitten drin.

Der moderne Mensch braucht dringend eine völlig neue Bildung. Mathematik und Musik sind extrem wichtig. Mathematik, weil das die einzige exakte Wissenschaft ist. Musik, weil eine Welt ohne Musik kalt und leer wäre. Mozart, Bach, die Beatles, Jazz und Abba. Das sind Werte für die Ewigkeit. Es ist nachgewiesen, dass Menschen, die ein Musikinstrument beherrschen, ihr Gehirn besser im Griff haben. Tanz, Musik, Sport, Bildung, Ethik, Philosophie werden bleiben. Egal wie digital unser Leben wird.

Wo fangen wir an? Mit Aufklärung und Verbreitung der Möglichkeiten, Chancen und der Gefahren. Wissen und Aufklärung ist wichtig. Bildung sowieso.  

 

Die Farbe der Seele – MacCoach


„Nach der Beschaffenheit der Gegenstände, die du dir am häufigsten vorstellst, wird sich auch deine Gesinnung richten; denn von den Gedanken nimmt die Seele ihre Farbe an.“ /Marc Aurel/

 

Es geht nicht nur um Gegenstände.

Stell Dir vor – Die Frau, die Du liebst; oder einmal geliebt hast.

Ein Haus in den Bergen oder am Meer.

Atme tief durch und rieche die reine Luft und schmecke den Geschmack des frischen Morgens.

Welche Farben bevorzugst Du?

Was ist dein liebstes Urlaubsziel?

Welchen Sport möchtest Du gerne betreiben?

Wer willst Du sein? Wer sind Deine Vorbilder? Was ist deine liebste Arbeit?
Stell Dir Deine Lieblingsmusik vor.

Welche Bilder liebst Du?

Gehst Du gerne in ein Museum?

Schmecke einen einzigartigen Wein, einen besonderen Whisky. Dein Lieblingsessen.

Wer ist dein bevorzugter Mentor?

Lass alles an Dir vorüberziehen und schau, wer du bist.

Du wirst der werden, der du sein willst.

Willst Du diese Frau, dieser Mann sein?

Wenn ja, dann lass das alles auf dich einwirken und alles wird auf dich einwirken und deine Seele färben.

Wenn dir nicht gefällt, was du siehst, hörst, schmeckst und riechst,

dann fliehe vor dem Unangenehmen und Hässlichen.

Es ist ganz einfach.

Du kannst es jeden Tag tun. Am Morgen, wenn du aufwachst und am Abend, wenn du schlafen gehst.
Räume dich und dein Leben auf.

Werde der, der du sein willst. /MacCoach/

Lego Homage Mondrian DeStijl — Bauhaus Movement


Lego Homage Mondrian DeStijl

über Lego Homage Mondrian DeStijl — Bauhaus Movement

The Wassily Chair — Bauhaus Movement


The Wassily Chair, designed at the Bauhaus in 1926 by Marcel Breuer and produced today by Knoll, marks the beginning of modern furniture #design. One of the first furniture designs to make use of steel tubing the Wassily Chair’s elaborately shaped frame is combined with a leather upholstery that forms the seat and backrest. Breuer’s […]

über The Wassily Chair — Bauhaus Movement

Wassily Kandinsky, Shallow-Deep, 1930. — Bauhaus Movement


Wassily Kandinsky, Shallow-Deep, 1930.

über Wassily Kandinsky, Shallow-Deep, 1930. — Bauhaus Movement