Coach als Chefberater und Motivator


Coach als Chefberater und Motivator

Manchmal komme ich mir vor wie ein vergessener Rockstar aus längst vergangenen Zeiten, der immer noch Tantiemen von ein paar Hits aus den 1970er Jahren bekommt, aber ansonsten nichts mehr auf die Beine bringt. Aber holen Sie den Rockstar mit dem OneHit Wonder auf die Bühne und lassen ihn das machen, was er natürlich immer noch sehr gut kann. Sie werden sich wundern, das da zum Vorschein kommt! Einmal Rockstar – Immer Rockstar. Und das gilt für beinahe jede Profession, die man sich vorstellen kann. Ärzte, Lehrer,  Trainer, Spitzensportler und Psychologen können ein Lied davon singen. Bestimmte Dinge verlernt man niemals. Das ist wie Schwimmen und Fahrradfahren.

Wenn man mich fragt, was mich beruflich ausmacht, dann erkläre ich oft, dass ich lange als IT Manager, Programmierer, Projektmanager und IT Chef in mittelständischen Unternehmen gearbeitet habe. Ich bin Diplom-Ingenieur (FH) für Industrielle Elektronik, so der offizielle Titel. Das ist die technische Seite meines Jobs. Aber ich habe viel mehr getan als das. Es dauert eine Zeit, bis ich alles aufgezählt habe, was meine Arbeit beschreibt. Ich war im Change Management tätig, bevor ich den Begriff überhaupt kannte und ich war der Mann, der sich darum kümmerte, dass auch die Menschen an der Basis in der Produktion Veränderungen begriffen und aktiv mit-arbeiteten. Ich war der, der der Chefetage Wege zeigte, wie es gehen könnte und ich war immer auf der Suche nach neuen technischen Möglichkeiten um das Unternehmen voranzubringen. Zugegeben, das war sehr viel für einen einzigen Menschen, aber ich war hochmotiviert und ich war und bin neugierig auf die Zukunft. Vielleicht hätte ich mich auf eine einzige Sache konzentrieren sollen. Aber das war glücklicherweise nicht möglich. Selbst wenn ich es gewollt hätte; man hätte mich nicht gelassen. Die Versuche, mich auf eine Sache professionell zu konzentrieren, verliefen immer wieder im Sande und scheiterten. Ich wollte mich auf meine Arbeit als Programmierer konzentrieren. Aber in einem mittelständischen Unternehmen brauchte man keine Programmierer. Vorstand und Controller waren nicht bereit einen reinen Programmierer zu beschäftigen. Es gab keine Bereitschaft eine Kostenstelle dafür einzurichten. Auch die Konzentration auf reine Administration im Bereich Netzwerkmanagement war in diesen Unternehmen einfach noch nicht möglich. IT Security war in den frühen 2000er Jahren noch ein Fremdwort und ein eMail-Postfach für jeden Mitarbeiter erschien vielen exotisch und unnötig. Was heute Standard ist, stand damals gerade in den Kinderschuhen.

Überflüssig zu bemerken, dass ich damals natürlich ziemlich genau wusste, wohin die Reise gehen würde. Ich interessierte mich für die Zukunft und ich kannte die technologischen Rahmenbedingungen. Es war ja bereits alles vorhanden, was wir heute benutzen. Vieles hatte seinen Anfang in den 1980er und 1990er Jahren. Allerdings konnte ich nicht ahnen, dass heute jedes Kind mit einem internetfähigen Smartphone herumlaufen würde und dass Serverfarmen keine Investitionsfallen für den Mittelstand mehr sein würden, sondern Clouddienste, die man wie Strom aus der Steckdose beziehen kann.

Ich machte meine Arbeit und nahm mir Zeit für die Zukunft. Viel meiner Freizeit; Nach Feierabend las ich viel und machte große Teile der Projektarbeit, die im Tagesgeschäft auf der Strecke geblieben war.

Und dann entwickelte ich die Fähigkeit Projekte zu verkaufen und voranzubringen. Die Einführung von integrierten ERP-Systemen verlangt einen langen Atem. Manche Projekte müssen über Jahre vorbereitet, angepasst und weiterentwickelt werden. Das Budget für Projekte muss genau passen und den Entscheidern verkauft werden. Projektteams müssen aufgebaut und bei Laune gehalten werden. Das Projekt muss im Unternehmen einen sicheren Stand haben.
So etwas funktioniert nur, wenn man die richtigen Leute überzeugt und hinter sich bringt. Es ist interessant wie Entscheidungsprozesse in mittelständischen Unternehmen funktionieren. Ich habe damals eine Menge über Kommunikation gelernt. Vieles habe ich später in einer Coachingausbildung vertieft und professionalisiert.

Es gibt Dinge und Fähigkeiten, die man entwickelt und nie wieder verlernt. Das ist wie Schwimmen und Fahrradfahren.
In meinen technischen Meetings hatte ich sehr oft die Gelegenheit mit leitenden Managern über Dinge zu reden, die überhaupt nichts mit dem Geschäft zu tun hatten. Die Leute begannen mir zu vertrauen (oder auch nicht) und öffneten sich mir auf ungeahnte Art und Weise (oder eben nicht). Manchmal konnte ich durch Gestik und Mimik meines Gegenübers erraten was in ihm oder ihr vorging. Und immer war ich ein Resonanzboden für versteckte Ängste oder auch Desinteresse an Veränderungen. Ich war als Berater und Motivator tätig und ich zeigte, wie bestimmte Arbeitsschritte einfacher funktionieren würden. Ich war kein Freund von Aussagen wie: Das geht nicht; Das haben wir noch nie/immer so gemacht. Ich war immer jemand, der gerne alles in Frage stellt und Räume für neue Möglichkeiten eröffnet.

Es ist gut, dass ich die Gelegenheit ergreife und einfach mal aufschreibe, was mein Beruf, meiner Berufung ist.

Es ist eine interessante Übung um mir klar zu machen, wohin meine Reise in der Zukunft gehen kann und was meine favorisierten Tätigkeiten sein könnten.
In den letzten 10 Jahren habe ich mich mit dem Vertrieb von Ideen beschäftigt. Zuerst Beratung und Coaching. Dann die Idee von sehr guten Beratungsprodukten für die nachhaltige Integration von Arbeitslosen. Auch Ideen können dankbare Produkte sein. Im Beratungsgeschäft verkauft man immer zuerst eine Idee.

Nachdem der Arbeitsmarkt sich in den vergangen Jahren sehr gut entwickelt hatte, brach der Markt für derartige Beratungsmodelle – Coaching für Arbeitslose – ein. Die Revolution frisst ihre Kinder. Heute kann ich mir vorstellen, dass Coaching direkt am Arbeitsplatz greifen muss. Die erste Frage ist: Was bringt es? Und dann kommt auch schon die nächste Frage: Wer bezahlt das? oder Wie soll es bezahlt werden?
Der Bedarf an Begleitung und Beratung ist vorhanden. Immer mehr Unternehmen stehen vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe Mitarbeiter nachhaltig zu binden und langfristig zu entwickeln. Das erinnert mich ein wenig an meine ersten Firmen. Damals gab es einen unglaublichen Mangel an Personal und die Unternehmen waren interessiert junge Menschen zu finden, auszubilden und weiterzubilden. Facharbeiter wurden nach einer kurzen Einarbeitungsphase direkt zum Studium geschickt mit der Gewissheit nach abgeschlossenem Studium in dem Unternehmen einen sicheren Job auszunehmen. Ich will hier kein Loblied auf den Sozialismus oder die DDR singen. Das liegt mir nun wirklich fern. Aber der Fachkräftemangel damals war ebenso real wie die Möglichkeiten, die daraus entwickelt wurden. Und das war in der real existierenden Mangelwirtschaft durchaus sinnvoll und gut. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Die Abwesenheit von Angst vor Arbeitslosigkeit war ebenso real, wie die geringen Gehälter und die begrenzten Reisemöglichkeiten. Aber das ist ein anderes Thema. Ich habe den größten Teil meines beruflichen Lebens ohnehin in einem Umfeld erlebt in dem Umbruch, Abbau von Arbeitsplätzen und der Zusammenbruch ganzer Industriezweige Tagesgeschäft war. Heute sieht das anders aus. Die Situation hat sich stabilisiert und insbesondere in Berlin und Brandenburg kann es tatsächlich nur in eine Richtung gehen. Und zwar vorwärts.
Jetzt geht es wieder um Erneuerungsprozesse und die Nutzung von neuen Ideen um Logistikketten zu optimieren, die Mitarbeiter zu motivieren und neue Wege der Kundenakquise zu gehen.

Wie überzeugt man ältere Mitarbeiter von der Notwendigkeit neue Prozesse zu erlernen und andere technische Möglichkeiten zu nutzen? Warum sollte ein 60Jähriger mit vernetzten Tablets, ohne Stücklisten und Zeichnungen aus Papier mit einer Augmented Reality Briller arbeiten, wenn es doch nachweislich immer auch anders gegangen ist? Wie bringt man die Leute dazu Wissen zu bewahren und für Neues offen zu sein?
Ich bin Coach. Ich weiß, wie das geht.

 

Wenn man mich fragt, was mich beruflich ausmacht, dann erkläre ich oft, dass ich lange als IT Manager, Programmierer, Projektmanager und IT Chef in mittelständischen Unternehmen gearbeitet habe. Ich bin Diplom-Ingenieur (FH) für Industrielle Elektronik, so der offizielle Titel. Das ist die technische Seite meines Jobs. Aber ich habe viel mehr getan als das. Es dauert eine Zeit, bis ich alles aufgezählt habe, was meine Arbeit beschreibt. Ich war im Change Management tätig, bevor ich den Begriff überhaupt kannte und ich war der Mann, der sich darum kümmerte, dass auch die Menschen an der Basis in der Produktion Veränderungen begriffen und aktiv mit-arbeiteten. Ich war der, der der Chefetage Wege zeigte, wie es gehen könnte und ich war immer auf der Suche nach neuen technischen Möglichkeiten um das Unternehmen voranzubringen. Zugegeben, das war sehr viel für einen einzigen Menschen, aber ich war hochmotiviert und ich war und bin neugierig auf die Zukunft. Vielleicht hätte ich mich auf eine einzige Sache konzentrieren sollen. Aber das war glücklicherweise nicht möglich. Selbst wenn ich es gewollt hätte; man hätte mich nicht gelassen. Die Versuche, mich auf eine Sache professionell zu konzentrieren, verliefen immer wieder im Sande und scheiterten. Ich wollte mich auf meine Arbeit als Programmierer konzentrieren. Aber in einem mittelständischen Unternehmen brauchte man keine Programmierer. Vorstand und Controller waren nicht bereit einen reinen Programmierer zu beschäftigen. Es gab keine Bereitschaft eine Kostenstelle dafür einzurichten. Auch die Konzentration auf reine Administration im Bereich Netzwerkmanagement war in diesen Unternehmen einfach noch nicht möglich. IT Security war in den frühen 2000er Jahren noch ein Fremdwort und ein eMail-Postfach für jeden Mitarbeiter erschien vielen exotisch und unnötig. Was heute Standard ist, stand damals gerade in den Kinderschuhen.

Überflüssig zu bemerken, dass ich damals natürlich ziemlich genau wusste, wohin die Reise gehen würde. Ich interessierte mich für die Zukunft und ich kannte die technologischen Rahmenbedingungen. Es war ja bereits alles vorhanden, was wir heute benutzen. Vieles hatte seinen Anfang in den 1980er und 1990er Jahren. Allerdings konnte ich nicht ahnen, dass heute jedes Kind mit einem internetfähigen Smartphone herumlaufen würde und dass Serverfarmen keine Investitionsfallen für den Mittelstand mehr sein würden, sondern Clouddienste, die man wie Strom aus der Steckdose beziehen kann.

Ich machte meine Arbeit und nahm mir Zeit für die Zukunft. Viel in meiner Freizeit; Nach Feierabend las ich viel und machte große Teile der Projektarbeit, die im Tagesgeschäft auf der Strecke geblieben war.

Und dann entwickelte ich die Fähigkeit Projekte zu verkaufen und voranzubringen. Die Einführung von integrierten ERP-Systemen verlangt einen langen Atem. Manche Projekte müssen über Jahre vorbereitet, angepasst und weiterentwickelt werden. Das Budget für Projekte muss genau passen und den Entscheidern verkauft werden. Projektteams müssen aufgebaut und bei Laune gehalten werden. Das Projekt muss im Unternehmen einen sicheren Stand haben.
So etwas funktioniert nur, wenn man die richtigen Leute überzeugt und hinter sich bringt. Es ist interessant wie Entscheidungsprozesse in mittelständischen Unternehmen funktionieren. Ich habe damals eine Menge über Kommunikation gelernt. Vieles habe ich später in einer Coachingausbildung vertieft und professionalisiert.

Es gibt Dinge und Fähigkeiten, die man entwickelt und nie wieder verlernt. Das ist wie Schwimmen und Fahrradfahren.
In meinen technischen Meetings hatte ich sehr oft die Gelegenheit mit leitenden Managern über Dinge zu reden, die überhaupt nichts mit dem Geschäft zu tun hatten. Die Leute begannen mir zu vertrauen (oder auch nicht) und öffneten sich mir auf ungeahnte Art und Weise (oder eben nicht). Manchmal konnte ich durch Gestik und Mimik meines Gegenübers erraten was in ihm oder ihr vorging. Und immer war ich ein Resonanzboden für versteckte Ängste oder auch Desinteresse an Veränderungen. Ich war als Berater und Motivator tätig und ich zeigte, wie bestimmte Arbeitsschritte einfacher funktionieren würden. Ich war kein Freund von Aussagen wie: Das geht nicht; Das haben wir noch nie/immer so gemacht. Ich war immer jemand, der gerne alles in Frage stellt und Räume für neue Möglichkeiten eröffnet.

Es ist gut, dass ich die Gelegenheit ergreife und einfach mal aufschreibe, was mein Beruf, meiner Berufung ist.

Es ist eine interessante Übung um mir klar zu machen, wohin meine Reise in der Zukunft gehen kann und was meine favorisierten Tätigkeiten sein könnten.
In den letzten 10 Jahren habe ich mich mit dem Vertrieb von Ideen beschäftigt. Zuerst Beratung und Coaching. Dann die Idee von sehr guten Beratungsprodukten für die nachhaltige Integration von Arbeitslosen. Auch Ideen können dankbare Produkte sein. Im Beratungsgeschäft verkauft man immer zuerst eine Idee.

Nachdem der Arbeitsmarkt sich in den vergangen Jahren sehr gut entwickelt hatte, brach der Markt für derartige Beratungsmodelle – Coaching für Arbeitslose – ein. Die Revolution frisst ihre Kinder. Heute kann ich mir vorstellen, dass Coaching direkt am Arbeitsplatz greifen muss. Die erste Frage ist: Was bringt es? Und dann kommt auch schon die nächste Frage: Wer bezahlt das? oder Wie soll es bezahlt werden?
Der Bedarf an Begleitung und Beratung ist vorhanden. Immer mehr Unternehmen stehen vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe Mitarbeiter nachhaltig zu binden und langfristig zu entwickeln. Das erinnert mich ein wenig an meine ersten Firmen. Damals gab es einen unglaublichen Mangel an Personal und die Unternehmen waren interessiert junge Menschen zu finden, auszubilden und weiterzubilden. Facharbeiter wurden nach einer kurzen Einarbeitungsphase direkt zum Studium geschickt mit der Gewissheit nach abgeschlossenem Studium in dem Unternehmen einen sicheren Job auszunehmen. Ich will hier kein Loblied auf den Sozialismus oder die DDR singen. Das liegt mir nun wirklich fern. Aber der Fachkräftemangel damals war ebenso real wie die Möglichkeiten, die daraus entwickelt wurden. Und das war in der real existierenden Mangelwirtschaft durchaus sinnvoll und gut. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Die Abwesenheit von Angst vor Arbeitslosigkeit war ebenso real, wie die geringen Gehälter und die begrenzten Reisemöglichkeiten. Aber das ist ein anderes Thema. Ich habe den größten Teil meines beruflichen Lebens ohnehin in einem Umfeld erlebt in dem Umbruch, Abbau von Arbeitsplätzen und der Zusammenbruch ganzer Industriezweige Tagesgeschäft war. Heute sieht das anders aus. Die Situation hat sich stabilisiert und insbesondere in Berlin und Brandenburg kann es tatsächlich nur in eine Richtung gehen. Und zwar vorwärts.
Jetzt geht es wieder um Erneuerungsprozesse und die Nutzung von neuen Ideen um Logistikketten zu optimieren, die Mitarbeiter zu motivieren und neue Wege der Kundenakquise zu gehen.

Wie überzeugt man ältere Mitarbeiter von der Notwendigkeit neue Prozesse zu erlernen und andere technische Möglichkeiten zu nutzen? Warum sollte ein 60Jähriger mit vernetzten Tablets, ohne Stücklisten und Zeichnungen aus Papier mit einer Augmented Reality Briller arbeiten, wenn es doch nachweislich immer auch anders gegangen ist? Wie bringt man die Leute dazu Wissen zu bewahren und für Neues offen zu sein?

Ich bin Coach. Ich weiß, wie das geht. Also, wenn Sie Fragen haben……

 

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Gregory Porter – Eine Verneigung vor Nat King Cole


Ich hatte schon darauf aufmerksam gemacht. Das Ausnahmetalent Gregory Porter präsentiert auf seiner neuen LP! die Songs des unvergessenen Nat Cole. Unbedingt hören!

Der Vinylist

Enwie Kej – translate in englishAm 27.10. erscheint mit NAT KING COLE & ME das neue Album von Gregory Porter. Für die Musikwelt ist Nat “King” Cole einer der größten Musiker und Sänger, der je zwischen Jazz und Pop wandelten. Für den jungen Gregory Porter war er aber noch mehr: eine Vaterfigur. Jetzt dankt Porter es ihm mit einem musikalischen Tribut, das unter die Haut geht: Auf seinem neuen Album NAT KING COLE & ME präsentiert Gregory Porter insgesamt zwölf der schönsten und erfolgreichsten Songs von seinem Idol Nat „King“ Cole mit so viel Soul und Gefühl, dass man meinen könnte, diese Evergreens das erste Mal im Leben zu hören.

Eines dieser Lieder war der von Charlie Chaplin 1936 für den Stummfilmklassiker „Moderne Zeiten“ geschriebene Song Smile, mit dem Cole 1954 einen riesigen Erfolg feierte. Porter hatte die Nummer 1998 erstmals für ein Nat-King-Cole-Tribute-Album des Flötisten Hubert Laws eingesungen. Nun wird…

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Business Coaching vs.Coaching


Business Coach vs. Coaching

Es gibt viele Ansätze und Ideen, was Business Coaching ist und wie es funktionieren kann. Um es ganz klar zu sagen: Die meisten Ansätze haben nicht viel mit Coaching zu tun. Ein Business Coach ist, nach Auffassung von Anbietern und Kunden, häufig ein Spezialist auf einem ganz bestimmten Gebiet, der dem Unternehmen hilft bestimmte Abläufe  oder Veränderungen umzusetzen. Ja, man könnte es als Coaching im Sinne von anlaßbezogenen Lernen betrachten. Aber es ist etwas Anderes.

Business Coaching ist vor allem Beratung und Change-Management. Das hat sehr viel mit Business zu tun; Es ist kein ausgesprochenes Coaching.

Nach meiner Auffassung funktioniert Coaching anders. Der Coach ist ein Spezialist für Beziehungsaufnahme, Kommunikation und Kommunikationsprozesse. Es geht um unausgesprochene Dinge, die in Unternehmen meist unter der Oberfläche brodeln. Niemand, der seine Sinne beisammen hat, wird die Autorität der Chefs öffentlich und vor Publikum in Frage stellen. Aber genau darum geht es oft. Ungeschriebene Gesetze sind viel stärker als klare Abläufe, die offiziell bekannt und klar formuliert sind. Es verwirrt Menschen, wenn die Diskrepanz offensichtlich ist. Das kann krank machen.
Und genau an dieser Stelle braucht es eine Entlastung. Man muss darüber reden können. Das funktioniert nicht am Stammtisch oder Zuhause in der privaten Umgebung. Dazu braucht es jemand, der professionell damit umzugehen versteht. Und genau das kann ein Coach leisten. Er kennt die Beteiligten, er hat einen Auftrag und er unterliegt der Schweigepflicht. Alles, was in einem Coaching gesagt wird, bleibt beim Coach. Das der Coach sich ein objektives Bild macht, liegt auf der Hand. Eine Einschätzung der Gesamtsituation ist möglich und denkbar.

Unternehmen brauchen das. Ich bin mir ganz sicher. Das hat ein wenig was von Feelgood-Management. Und was ist dagegen zu sagen, wenn es den Mitarbeitern tatsächlich Entlastung, und das Unternehmen voran bringt?

 

Industriephilosoph#Neue Ideen für Unternehmen


Neue Ideen für Ihr Unternehmen

Industrie 4.0. Der Weg in die Zukunft. Neue Ideen sind gefragt. Aber woher sollen sie kommen, die neuen Ideen? Wo sind die Experten, die über genügend Wissen und Know-How verfügen, um ein ganz spezielles Unternehmen voranzubringen?

Ganz einfach: Sie selbst haben dieses Wissen; Ihre Mitarbeiter sind genau sie Spezialisten, die befragt werden müssen um weitergehen zu können.

Das Wissen ist da. Nur der Blick ist verstellt. Es geht nur darum die richtigen Fragen zu stellen und eine Reihe von Weichen zu stellen. Wenn das Ziel klar definiert ist, werden Projekte definiert und budgetiert.

Wer macht so etwas für Unternehmen? Sie werden lachen: Ein Coach oder besser noch eine gut eingespielte Gruppe von Coachs. Fragen Sie den Coach Ihres Vertrauens. 

Ein Coach ist ein Gesprächspartner,
der aufmerksam zuhört und
die richtigen Fragen stellt.
Keine Ratschläge,
keine vorgefertigte Meinung.
Sie können sich nicht vorstellen, 
was durch Coaching möglich wird.
/Ralf Zöbisch 2017/

Coaching für Mitarbeiter


Coaching für Mitarbeiter

Unternehmer müssen sich heute Herausforderungen stellen, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Ich rede ganz bewusst nicht von Problemen, denn es handelt sich nicht um unlösbare Aufgaben, sondern um Themen, die man in den Griff bekommen kann. Vorausgesetzt, man findet die richtigen Ansatzpunkte um den Hebel anzusetzen.

Ich arbeite seit einigen Jahren mit Coaches zusammen, die im Bereich Karrierecoaching und Integrationscoaching viel Erfahrung gewonnen haben. Wir haben insbesondere mit der Agentur für Arbeit und regionalen Jobcentern zusammengearbeitet. Unsere Coaches haben fast durchweg einen akademischen Hintergrund.

Bei Supervisionen tauschen wir uns über anonymisierte Fälle aus. So bleiben wir auf dem neuesten Stand und finden immer die richtigen Werkzeuge um für unsere Klienten sehr effektiv zu arbeiten.

Ich selbst habe schon in Unternehmen gecoacht. Ein Auftrag führte mich vor einiger Zeit in die IT-Abteilung einer Bundestagsfraktion.

Ich bin davon überzeugt, dass begleitendes Coaching in Unternehmen eine enorme Ressource darstellt.
Sie werden lachen, aber immer mehr ernst zu nehmende Unternehmen beschäftigen heute sogenannte Feelgood-Manager. Wir arbeiten mit einem ausgewählten Coach-Pool für Unternehmen, die unabhängige, freiberuflich tätige Coaches bevorzugen. Das hat eine Reihe von Vorteilen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Sie wissen genau, welche Vorteile das sind.

Aber warum sollten Sie einen oder mehrere Coaches in Ihrem Unternehmen einsetzen? Was bringt das? Und: Funktioniert das tatsächlich?

Finden Sie es heraus! Ich bin gerne bereit Sie zu besuchen und über ganz konkrete Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen zu sprechen. Das beginnt bei der Mitarbeiterzufriedenheit und endet nicht zuletzt bei der Senkung von Ausfallzeiten.

 

Six-Sigma – Revolution in Marketing und Vertrieb


Six-Sigma – Revolution in Marketing und Vertrieb

AMAZON und eBay haben den Vertrieb revolutioniert. Kaum ein Anbieter kommt an eCommerce vorbei. Das Internet hat hierarchisch geprägte Vertriebskanäle durch Wertschöpfung und Kundenorientierung abgelöst. Es geht nicht nur um neue Produkte und neue Märkte, sondern um eine völlig neue Wirksamkeit und Produktivität der Absatzwirtschaft.

Hinter diesen Entwicklungen steht konsequente Prozessorientierung, die durch das Internet ermöglicht und erzwungen wurde. Es führt kein Weg daran vorbei. Durch den Vertriebskanal Internet hat sich die Prozessorientierung von Unternehmen stark verbessert. Das Auffinden von Produkten erfolgt heute ausschließlich über Suchmaschinen. Jedes Produkt ist nur einen Klick entfernt. Produkte, die nicht mit einer Suchmaschine gefunden werden, gibt es faktisch nicht. Wer heute eine Hochglanzbroschüre auf den Tisch bekommt, sucht automatisch nach der Internetadresse. Der Vertriebskanal Internet funktioniert nur durch absolute Prozessorientierung. Verhandlungen werden heute einfach durch Online-Auktionen abgelöst. Landingpages sind heute eine wichtige Möglichkeit der Kundengewinnung.

Erfolgreiche Unternehmen setzen bei der Entwicklung und Optimierung von Geschäftsprozessen konsequent auf Six-Sigma.

Diese Unternehmen nutzen relevante Prozessvorteile, die sich durch diese Methode ergeben.

 

Genau das ist ein guter Grund sich mit Six-Sigma zu beschäftigen.

 

Neustart aus der Aussichtslosigkeit


Männlich, abgebrochene Berufsausbildung.

Spielsucht,
ungesunde Lebensweise,
Tage ohne Schlaf und
starkes Übergewicht,
mühevoll überwunden.
Neustart mit 26.

So, oder so ähnlich, sehen Lebensläufe aus, die auf dem ersten Blick kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen. Welcher Arbeitgeber ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen, und dem jungen Mann eine Chance zu geben? Die Prognose erscheint düster, die Lage aussichtslos. Und wer weiß schon, welche Hindernisse noch im Spiel sind?  

Aber es gibt Wege aus dem Dilemma. Die beste Möglichkeit ist es, schnell und gezielt zu arbeiten. Unterstützung, ja Mentoring ist notwendig. Vertrauen aufbauen; Ziele setzen; Ressourcen erkennen und ausbauen; Motivation. Coaching eben.
Was ist zu tun?

Zuerst einmal braucht es ein realistisches Ziel und eine Feststellung der vorhandenen Ressourcen. Wie stark ist die Motivation und das Durchhaltevermögen des jungen Mannes? Welche begrenzenden Glaubenssätze stehen ihm im Weg? Was passiert, wenn er wieder scheitert?
Was heißt eigentlich: Wieder? Der junge Mann hat seine Spielsucht und sein enormes Übergewicht erfolgreich bekämpft. Das ist ein deutliches Zeichen von Willen und Kraft. Nun gilt es die nächsten Hürden zu überwinden. Eine erneute Berufsausbildung ist möglich und wird voraussichtlich sogar durch das zuständige Jobcenter überstützt. Voraussetzung ist, dass der Mann es tatsächlich will und den Durchhaltewillen hat um die kommenden 3 Jahre mit aller Kraft zu lernen und zu arbeiten. Eine Begleitung durch einen kompetenten und einfühlsamen Coach ist aus meiner Sicht sinnvoll und notwendig. Es ist die Kostenfrage, die zuerst geklärt werden muss. Auch ein Coach muss von seiner Arbeit leben können. Wenn wir davon ausgehen, wie die Zukunft des jungen Mannes ohne eine derartige Unterstützung aussehen würde, treten derartige Fragen in den Hintergrund.

Ein anderer Fall, eine ähnliche Situation. Eine knapp dreißigjährige Frau hatte nach einem abgebrochenen Studium eine Weiterbildung absolviert. Der zuständige Landrat lehnte die Bewerbung der jungen Frau auf eine Stelle, die genau auf die Weiterbildung passen würde, ab. Er sei der Ansicht, dass die Qualifikation, die sie durch die Weiterbildung erarbeitet hatte, nicht für die Stelle passen würde. Es wäre ja nur eine minderwertige Weiterbildung, die er nicht anerkennen würde. Moment mal: Die junge Frau hat eine geförderte Weiterbildung absolviert, deren Ziele genau auf diese Stelle abgestimmt waren. Das kann doch nicht wahr sein! Die Frau ist verzweifelt und sie ist wütend. Mit Recht! Sie hat ihre Kraft und ihre Zeit investiert um am Ende zu realisieren, dass sie keinen Schritt weitergekommen ist. Wie geht es weiter? Ihre Motivation und ihre Kraft ist an einem kritischen Punkt angekommen. Wem soll sie noch glauben? Was wird die Zukunft bringen? Die Zeit rennt ihr davon. Von einem Jobcoaching hält sie überhaupt nichts. Was soll das bringen? Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen im Griff und auch sonst ist sie doch durchaus in der Lage, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Alles was sie stört ist die Abhängigkeit vom Jobcenter. Sie hat den Eindruck, dass man ihr dort nicht helfen kann. Die eigene Ohnmacht lähmt sie. Wenn jetzt jemand kommt und ihr erklärt, dass sie Hilfe braucht, würde sie unvermittelt ausflippen. Wer bildet sich denn ein ihr helfen zu können?`Was sollte psychologische Beratung helfen?`Sie ist doch nicht verrückt! Sie ist immer noch eine intelligente Frau, die sich selber helfen sollte. Die Angebote für JobCoaching sind doch nur Geldverschwendung für den Steuerzahler und nichts für sie.

Es wird eine Zeit lang dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Coaching helfen kann, wo und wie es wirkt. Es kommt auf die Qualifikation der Coaches an. Davon hängt sehr viel ab. Wenn der Coach es schafft, den Coachee zu knacken, also zu öffnen und in den Bereitschaftsmodus zu bringen, dann ist der Erfolg unvermeidbar.

Die oben beschriebenen Fälle sind lösbar. Der erste Schritt ist der schwerste: Vertrauen aufbauen und eigene Blockaden lockern. Das ist immer der erste Schritt.
Es sind nicht immer nur die Blockaden der Menschen, die sich in derart prekären Situationen (im mehrfachen Sinne) befinden. Viel zu oft sind es ganz reale Hindernisse, die von der Gesellschaft ausgebaut werden. Hier kann ein begleitender Coach als Begleiter und Anwalt des Neustarts aktiv werden.

Der Erfolg durch Coaching ist dann kaum noch aufzuhalten. Ich bin mir ganz sicher!

 

Vorteilsübersetzung JobCoaching


Vorteilsübersetzung JobCoaching

Vorteilsübersetzung ist ein Wort, dessen Ursprung vermutlich in der Agentur für Arbeit zu finden ist. Es wird im Führungskompass, dem Handbuch für Führungskräfte der Agentur, beschrieben.

Ein Blick in das Dokument ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen; zeigt es doch, wie professionell die oft kritisierte Behörde arbeitet. Eine Karriere bei der Agentur für Arbeit ist für junge Menschen durchaus empfehlenswert. Die meisten machen einen großen Bogen um die Agentur, wenn es um die Berufswahl geht. Warum auch immer.

https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mduy/~edisp/l6019022dstbai419862.pdf

Vorteilsübersetzung dient der zielgruppenorientierten Einwandbehandlung, wenn ich das richtig verstehe. Wenn man es einmal gehört hat, dann vergisst man es so schnell nicht wieder.

Oft stellen sich Arbeitssuchende die Frage, was JobCoaching für sie bringt. Die Frage ist berechtigt. Eine mögliche Antwort -Vorteilsübersetzung- ist die, dass sich mit einem JobCoaching Prozesse und Entscheidungen in Richtung Umorientierung und Neuorientierung sehr viel intensiver und schneller ablaufen, als wenn man sich nicht von einem Coach begleiten lässt. Eine hohe Qualität des gewählten Coach ist ebenso eine wichtige Voraussetzung, wie das Vertrauen, dass man in ihn setzt. Ein Erstgespräch mit dem Coach kann erste Anhaltspunkte liefern. Stimmt die Chemie? Weiß der Coach, was er da macht? Welche Erfahrungen hat er bereits im Umgang mit den Vermittlern der Agentur?  

In den meisten Fällen ist JobCoaching tatsächlich empfehlenswert. Coaching beschleunigt den Zielfindungsprozess und führt zu einem detaillierten Fahrplan: Zurück in den Job!
Und zwar nicht in irgendeinen Job, etwa bei einer Zeitarbeitsfirma, sondern in den Beruf, der tatsächlich zum Bewerber passt. Der Coach stellt Ihnen genau die Fragen, die zum Kern Ihres Selbst führen. Was können Sie wirklich gut? Wovon sollten Sie lieber die Finger lassen? Was beinhaltet das Jobprofil wirklich? Ist das etwas für Sie? Ein JobCoach hilft Ihnen dabei eine Strategie zu erarbeiten, die zum Job führt. Wenn Sie zum Beispiel eine ganz spezielle Weiterbildung brauchen um eine nachhaltige Beschäftigung zu finden, dann wird sich der Mitarbeiter der Agentur gerne auf die Empfehlung des Coaches stützen. Es ist eine Steilvorlage, die dann einfach umgesetzt werden kann. Im Idealfall arbeiten JobCoach und Vermittler eng zusammen. Wenn Sie also einen Coach gefunden haben, dann fragen Sie Ihren Vermittler nach seiner Telefondurchwahl und seiner eMail Adresse. Das hilft beim Coaching wirklich weiter. Vorteilsübersetzung für den Mitarbeiter der Agentur: Sie können rechtzeitig Einfluss auf das Ziel und den Entscheidungsprozess nehmen.

 

 

 

Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen


Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen

Was passiert eigentlich beim Business Coaching? Wie genau passiert es und was kann damit erreicht werden?
Es lohnt sich, Coaching in Unternehmen zu etablieren. Und da ich nicht ständig und gleichzeitig überall sein kann, sollten Sie sich einen Coach in der Nähe suchen, der so ähnlich denkt und arbeitet, wie ich es hier beschreibe.

Es könnte eine Blaupause sein, um Ihr Unternehmen ganz nach vorne zu bringen. Sie glauben es nicht? Probieren geht über studieren. Es handelt sich nur um eine kleine Investition für Sie.

Im Coaching redet der Coachee idealerweise 80 Prozent der Zeit, während der Coach in den 20 verbleibenden 20 Prozent die Beziehung aufbaut und Fragen stellt. Ich gebe es zu; Ich bin ein neugieriger Mann, der sich sehr für Technik und die Möglichkeiten, die moderne Technologie zu bieten hat, interessiert; Nichts ist spannender als das. Selbst in traditionellen Gewerben funktioniert kaum etwas ohne ERP-Systeme, digitales Marketing, CRM, automatische Abrechnungsverfahren und CLOUD-Technologien.  
Wenn ich mit Unternehmen zu tun habe, die ganz fest glauben, dass sie “das alles nicht brauchen”, wird es ebenfalls interessant. Dann sammle ich die Probleme und Möglichkeiten und präsentiere im Anschluss einen Lösungsansatz, den ich gerne begleite. Es gibt Lösungen, die sich viele Unternehmer nicht einmal vorstellen können.
Elon Musk ist ein Unternehmer, der höchst komplexe Lösungen gefunden hat, die in Zukunft überraschend effektiv realisiert werden. Batteriebetriebene Fahrzeuge – vor 10 Jahren war das noch völlig undenkbar. Man wusste ja, was Batterien leisten konnten, oder eben nicht leisten konnten. Eine Rakete, die unbeschädigt auf einer Plattform landen kann? Science Fiction, ganz real.. Tunnel, die einen Großteil des Verkehrs aufnehmen können? Alles das wird möglich, wenn man so denkt wie Elon Musk. Und so zu denken, ist erlernbar.  
Coaching ist anlassbezogenes Lernen. Der Anlass: Permanente Optimierung und Verbesserung von Strukturen und das Finden neuer Ideen und Möglichkeiten, die ein Unternehmen einzigartig machen. Man kann es auch Change Management nennen. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich stelle Fragen, die dazu dienen, Freiräume zu schaffen, die im Tagesgeschäft verloren gegangen sind. Sehr oft liegt die Lösung für ein scheinbar unlösbares Programm darin, einfach die kommende Technologie abzuwarten und nicht Zeit und Geld in vorhandene, ineffektive Technik zu versenken. Eine zielgerichtete Planung verkürzt komplexe Projekte. Wenn Sie zum Beispiel planen, Ihre IT auf den neuesten Stand zu bringen und gleichzeitig Ihre Flexibilität nicht auf’s Spiel setzen wollen, lohnt es sich die Abläufe zu visualisieren, kritisch zu betrachten und zu optimieren. Sie erhalten einen Überblick über Ihr Unternehmen, ohne dass bereits ein ganz spezielles System geplant ist. Eine Ist-Aufnahme der Prozesse, und nicht zu unterschätzen: der relevanten Dokumente ist die einzige Voraussetzung um die wachsende Komplexität in den Griff zu bekommen. Was nützt ein ausgeklügeltes System, wenn die Sonderfälle, die außerhalb des Systems gelöst werden müssen, überhand nehmen? Die Flut von Excel Tabellen in den meisten Unternehmen ist längst unüberschaubar und kaum mehr zu handhaben. Sie sind ein eindeutiges Indiz für die Ressourcen, die in den Mitarbeitern stecken; aber auch für die wachsende Unübersichtlichkeit und steigende Fehleranfälligkeit.

Sie werden staunen, was Ihre eigenen Mitarbeiter alles wissen und welche Ressourcen in Ihrem Unternehmen stecken. Sie wissen es oft nur noch nicht, weil sie keine Zeit haben mit den  Mitarbeitern zu reden und weil sie oft in eigenen Vorurteilen und begrenzenden Glaubenssätzen feststecken. Das Offenlegen unausgesprochener, nicht schriftlich fixierter Regeln, ist ein Möglichkeit, die durch Coaching herausgearbeitet werden kann.
Mitarbeiter, die in einer Unternehmensstruktur fest verankert sind, arbeiten immer in ihrem eigenen Interesse. Auch wenn sie vorgeben, die vorgegebenen Leitlinien zu verfolgen. Sie stabilisieren das System und halten an Gewohnheiten fest. “Das haben wir immer schon so gemacht!” Engagierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource in jedem Unternehmen.
Ein kritischer Blick eines externen Coach ist unbezahlbar; und auch gerade deswegen wert, ihr oder ihm ein Mandat zu geben.     

Wege zum Coaching


Wege zum Coaching

Der deutsche Coaching-Pionier Dr. Wolfgang Looss veröffentlichte 1991 Jahre ein Buch mit dem bezeichnenden Namen: “Coaching für Manager – Problembewältigung unter vier Augen”. 1986 veröffentlichte er einen Beitrag im “Manager Magazin”: “Partner in dünner Luft”. Looss erläuterte in einem Interview die Geschichte seiner “Erfindung”. Er war seit den frühen 1980er Jahren als Management-Trainer unterwegs…. Es kam häufiger vor, dass nach dem Abendessen Teilnehmer auf ihn zu kamen, die ihn noch einmal unter vier Augen sprechen wollten. Das zeigte ihm, so Looss, eine enorme Bedürftigkeit, mal mit jemand über ungewohnte Themen – oft an der Schamgrenze und um Ausdruck ringend – zu reden. Themen wie unaussprechliche Dinge wie steigender Stress, Leistungsverschärfung, Uni-Absolventen, die gegen alte Hasen aufgestellt wurden und die weit verbreitete Kommunikationslosigkeit im Unternehmen. Das waren Themen, für die Looss damals noch keinen Ort fand um sie weiterzubearbeiten. (Looss und Webers 2008, S.7)

Eberhard Hauser, ein weiterer deutsche Coaching-Pionier wurde direkt nach dem Studium beim nordamerikanischen Computerhersteller Digital Equipment in Augsburg HR-Spezialist. Dort versuchte er ein Format zu implementieren, “um Managern zu helfen, über sich selbst zu reflektieren – ähnlich wie Therapie, aber mit einem anderen Fokus” (Hauser und Webers, 2012, S.11)

Genau das ist die Idee, die mich seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr beschäftigt hat. Ich war damals IT Spezialist in einem mittelständischen Unternehmen und ich war offen für neue Ideen. Meine Beobachtung war, dass Manager oft einfach zu überheblich waren um sich selbst zu reflektieren und wenn, dann versteckten sie es gerne unter einer undurchdringlichen, harten Schale. Das tat den Tätern, wie ich sie damals oft empfand, selbst nicht gut. Aber sie wollten keine Weicheier sein und viele der Manager die ich damals kennenlernen musste, waren geprägt durch die Kaderpolitik der kommunistischen Einheitspartei der ehemaligen DDR. Ich spürte, dass sie ein Klima von Geheimniskrämerei und inneren Zirkeln – Seilschaften – sowie eine eigenartige konspirative Atmosphäre förderten, die auf keinen Fall zielführend sein konnte. Sie hatten diese Führungsform so verinnerlicht, dass keine anderen Methoden für sie in Frage kamen. Schließlich hatten sie es weit damit gebracht und sogar die Wende überstanden, weil sie von ihren westdeutschen Managementkollegen als die einzig kompetenten Ansprechpartner wahrgenommen wurden. Sie waren geeignet für den Job, weil sie ihn machten ohne zu fragen und weil sie gelernt hatten, wie man Karriere machte. Zur Not gingen sie auch über Leichen. Von Coaching waren wir damals noch Lichtjahre entfernt. Ich selbst hatte noch einige lange Jahre als IT-Chef vor mir, die mir deutlich machten, dass Management nicht nur das kalte Abarbeiten von Projektaufgaben ist, sondern vor allem die Arbeit mit Menschen. Kommunikation und Zieldefinition. Projektmanagement im weitesten Sinne.

Der ehemalige britische Rennfahrer Sir John Whitmore lernte am Esalen-Institute in Kalifornien den Tennislehrere Tim Gallway und dessen “Inner Game” kennen. Withmore ware fasziniert. Als er nach England zurückkehrte gründete er eine Tennis- und eine Ski-Schule. “Und dann geschah es, dass Geschäftsleute in meine Schulen kamen, mich fragten, ob ich nicht auch in deren Unternehmen tätig werden könnte” (Whitmore und Webers 2009, S. 13)

Coaching als Variante der Positiven Psychologie war im Gespräch. Ich selbst hatte mein Erweckungserlebnis in Sachen Coaching nach einer Begegnung mit einem Coach bei den Toast Masters in Berlin. Ich fragte ihn nach dem Abend, was ich tun müsse um dahin zu kommen, wo er meiner Meinung nach schon wäre. Er lud mich ein, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren; was ich dann auch tat.   

 

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

Du bist Choleriker?


Du bist Choleriker?

Das hast Du gerade gesagt. Genauer gesagt, hast Du es in eine Suchmaschine, höchstwahrscheinlich Google, eingegeben. Die Aussage lautet: “Ich bin Choleriker.”

Gut. Das ist eine Ansage. Warum sagst Du das? Wie kommst Du darauf? Was ist – wieder – passiert?  Willst Du das loswerden? Vielleicht kannst Du ja gar nicht dafür. Eine falsche Erziehung, ein Trauma in der frühen Kindheit, Medikamente, Eisenmangel könnten Gründe sein, die Du vorschieben könntest. Ausserdem hast Du das bisher erfolgreich trainiert, dass ein cholerischer Ausraster wie eine Bombe funktioniert. Peng! Und alle sind froh wenn es nicht ganz so schlimm war. Ist es so?
Was veranlasst Dich, nach den Ursachen zu suchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Menschen Dich verlassen haben. Sie haben erkannt, dass man nicht gut mit einem Choleriker leben kann.

Tief in Deinem Inneren weißt Du, dass sie recht haben. Und nun willst Du Dich ändern. Du willst es, glaubst aber nicht, dass es funktioniert. Du denkst: “Ich bin halt wie ich bin. Das kann man nicht verändern.” Das ist der erste Schritt, den du tun musst. Du musst davon überzeugt sein, dass Du Dich doch ändern kannst. Wenn Du das geschafft hat, dann kommen alle weiteren Schritte. Dann geht es um das Überschreiben Deiner cholerischen Festplatte durch ein anderes Verhalten. Das ist nicht einfach, aber es geht. Kennst Du den Satz: Der Glaube versetzt Berge? – Steht in der Bibel. Echt! Und genau das ist damit gemeint. Unmögliche Dinge sind machbar. Auch den Choleriker in Dir bekommen wir klein und dann ist er nicht mehr da. Am Ende wirst Du Dich wundern, wie sich Choleriker aufführen. Es wird Dir eigenartig vorkommen und Du wirst wissen und davon erzählen können, wie man damit fertig wird.

Es gibt viele Ursachen für cholerisches Verhalten. Eine Ursache ist Unsicherheit und Angst unter einem harten Panzer. Traust Du Dich wirklich, das alles über Dich herauszufinden? Dann hast Du wirklich eine Chance, dass alles in den Griff zu bekommen und ein neuer Mensch zu werden.

“Choleriker? Bleib mir weg mit diesen Cholerikern! Das war ich auch einmal!”

UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis


UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis

Ich stelle Ihnen heute einen Coach vor, der für mehrere Unternehmen arbeitet.

Frank Hammerschmidt* ist Mitarbeitercoach.  Er ist der Mann, der sich Zeit für Ihre Mitarbeiter nimmt. Dafür bezahlen Sie ihn. Er hat ein Ohr für die Menschen und er ist dazu verpflichtet, vertrauliche Gespräche vertraulich zu halten. Hammerschmidt steht den Mitarbeitern und den Führungskräften bis hin zu den Besitzern von Unternehmen zur Verfügung. Man kann mit ihm Termine vereinbaren. Einmal in der Woche ist der Coach vor Ort im Unternehmen ansprechbar. Er arbeitet für mehrere mittelständische Unternehmen. Damit sichern sich die Unternehmen für die Hammerschmidt arbeitet, einen überschaubarer Kostenrahmen.

Die Unternehmen, die Hammerschmidt gewinnen konnte, sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für einen unabhängigen Gesprächspartner.
Ein Berliner Dienstleister ist eines der Unternehmen für die Hammerschmidt tätig ist.
Die interne HR-Abteilung hat sich auf administrative und juristische Themen konzentriert. Der Aufgabenbereich ist komplex genug geworden. Für regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern gibt es kaum noch Zeit. Die Kosten, um einen einzigen Mitarbeiter für diese Aufgaben einzustellen, sind einfach zu hoch. Es ist schwer, einen kompetenten Coach zu finden und angemessen zu bezahlen. Das Teilzeitmodell von Hammerschmidt kam dem Unternehmen entgegen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Hammerschmidt sehr gezielt und professionell arbeiten kann und nicht nur auf die internen Probleme eines einzigen Unternehmens fokussiert ist. Das schützt ihn vor der berühmten Betriebsblindheit. Die Vielfalt der betreuten Unternehmen ermöglicht ihm Erfahrungen, die er in einem einzigen Unternehmen nie machen könnte. Hammerschmidt hat gelernt, dass die angesprochenen Themen in den unterschiedlichen Branchen oft sehr ähnlich sind.
Der Anfang ist immer am schwersten. Es kommt zuerst immer darauf an sich den Mitarbeitern vorzustellen und zu vermitteln, welche Ziele die Geschäftsführung, Arbeitnehmervertreter und die Personalabteilung, aber auch die Leiter einzelner Betriebsbereiche mit dem Einsatz des Coaches erreichen wollen. Es geht um Mitarbeiterzufriedenheit und Optimierung von Prozessen. Der Coach fragt nach, wenn Dinge nicht rund laufen und geht den angestauten Problemen auf den Grund. Hammerschmidt weiß, welche Fragen er stellen muss. Zuerst tasten sich die befragten Mitarbeiter vorsichtig voran. Wenn sie aber merken, dass sie es mit einem vertrauenswürdigen Gesprächspartner zu tun haben, der auch ihre Interessen versteht und der Schweigepflicht unterliegt, tauen sie sehr schnell auf. Tatsächlich ist Hammerschmidt als Coach sehr darauf bedacht, sich nicht in arbeitsrechtliche Themen einzumischen. Er kennt das schon. Irgendwann kommt ein Entscheider auf ihn zu und fragt direkt, wer in der Abteilung das Problem sein; welchen Mitarbeiter man denn nun rauswerfen müsse. Auf diese Frage wird Hammerschmidt niemals eine Antwort geben, denn dann würde sein gesamtes Geschäftsmodell auseinanderbrechen. Das würde sich herumsprechen. Er hat diesen Punkt in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert. Hammerschmidt ist nicht der Mann, der vor ein Arbeitsgericht gezerrt werden will.  

Der Mehrwert für Arbeitnehmer und Arbeitgeber liegt auf einer anderen Ebene. Hammerschmidt ist der Profi, der sozusagen das Ohr am Puls des Unternehmens hat. Er hört das Gras wachsen und er vernimmt ein Grummeln schon, wenn es ganz langsam beginnt. Er weiß genau, dass moderne Unternehmen einem schnellen Wandel unterworfen sind und welche Kosten durch Unzufriedenheit und innere Kündigung anfallen. An der Oberfläche sieht alles sehr ordentlich aus, aber im Inneren von Strukturen beginnt es bereits zu faulen.

Ein Beispiel: Hammerschmidt hatte vor einigen Jahren den Auftrag, die IT Abteilung in einem Unternehmen zu coachen. Die Personalleiterin schickte ihn einfach in die Abteilung um selbst und ohne Vorurteile herauszufinden, wo die versteckten Probleme liegen würden. Sie wusste natürlich schon eine Menge über die mangelnde Leistungsbereitschaft einzelner Mitarbeiter und den klagenden Leiter der Abteilung. Die Situation war bereits ziemlich verfahren, dass man sich einen Coach leisten wollte um das Thema ein für alle Mal zu erledigen.
Hammerschmidt erledigte die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit. Zuerst sprach der mit dem Chef der IT und dessen Projekte. Dann ließ er sich die Abläufe und Aufgabenverteilung erklären. Dann erst sprach er mit jedem einzelnen Mitarbeiter. In mehreren Meetings schaffte er ein vertrauensvolles Klima und dann tauten die Mitarbeiter auf und sprachen auch über Dinge, die ihnen nicht gefielen und von denen sie glaubten, dass sie anders laufen müssten.  Es stellten sich mehrere Punkte heraus. Auf der einen Seite waren die Projekte des Chefs sehr ambitioniert und sehr speziell, wenn nicht überambitioniert. Hammerschmidt wies vorsichtig darauf hin, das Konzept nochmals auf den Prüfstand zu stellen. So hatte der IT Leiter es sich in den Kopf gesetzt, eine komplette virtuelle Serverumgebung zu brtreiben, was für sich genommen eine lobenswerte Initiative war. Die Probleme traten aber auf, als sich herausstellte, dass er damit gefährliche Flaschenhälse produziert hatte, die sich sehr negativ auf die Performance des gesamten Unternehmens auswirkte. Die Nutzer waren absolut unzufrieden mit der IT-Abteilung. Eine klassische Lösung, wie sie von einigen erfahrenen Mitarbeitern favorisiert wurde, war für ihn zu einfach. Er löste die innere Verweigerung der erfahrenen Kollegen, indem er frische IT Systeminformatiker einstellte und ihnen die Administration übertrug. Die Abteilung war kurz vor dem Auseinanderbrechen. Die älteren Mitarbeiter hatten seit Jahren keine aktuellen Schulungen mehr machen können und infolgedessen keine gültigen Zertifikate vorzuweisen. Das machte ihnen große Angst und sie begannen sich mit Mitteln zu wehren, die nicht ignoriert werden konnten. Hammerschmidt hatte in einen Bienenhaufen gestochen. Es gelang ihm aber die Situation zu versachlichen. Er vertrat die Auffassung, dass gut ausgebildete Mitarbeiter jederzeit in der Lage sein müssen, sich auch in anderen Unternehmen zu bewerben. IT Fachleute sind sogenannter Goldstaub. Wenn sie allerdings keine aktuellen Zertifikate und Fähigkeiten vorweisen können, haben sie es schwer einen neuen Job zu finden. Es ist die Aufgabe von Unternehmen ihre Leistungsträger entsprechend auf dem Laufenden zu halten. In diesen Unternehmen gibt es keinen aufgestauten Frust, sondern nur professionelle Zusammenarbeit. Sobald man es einzelnen Personen gestattet, an der falschen Stelle zu sparen, gibt es automatisch Probleme, wie in diesem Unternehmen. Am Ende wurde auch das Projekt angepasst und gerade gezogen. Hammerschmidt hatte wieder einmal als Feuerwehrmann gewirkt und er hatte eine Menge neuer Aspekte gelernt. Das Unternehmen hatte eine Reihe von kaum lösbar gehaltenen Problemen durch den Einsatz eines Mitarbeitercoach gelöst. Hammerschmidt erzählt diese Geschichte gerne um potentiellen Interessenten klarzumachen, worum es geht und wie es gehen kann.

 

(* der Name ist frei erfunden und dient nur der Verständlichkeit)  

Neustart


Neustart – alles auf Anfang!

Ich bin ein ziemlich bester Freund von Neuanfängen. Das sagt vielleicht etwas über mich; es ist aber nicht ganz klar, was. Das hat vielleicht mit meiner Begeisterung für Computer und Programmierung zu tun. Die Branche lebt geradezu vom permanenten Neubeginn. Neue Technologien, neue und schnellere Hardware, schnelle Netze, Neuer Markt, Dot-Com-Blase, Zusammenbruch – NEUSTART!

Die IT Branche ist ein Abbild der Zeit in der wir leben (werden).

Ein Neustart in Beziehungen funktioniert meistens überhaupt nicht, weil sich die Beteiligten ganz genau zu kennen glauben und weil der Zauber des Anfangs völlig fehlt. Nur wenn dieser Zauber wieder entsteht, kann man einen Neustart wagen. Aber wie schon gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass da noch etwas passiert.
In Unternehmen ist das ganz ähnlich. Die Gründerpersönlichkeiten sind entweder bereits im Ruhestand und haben ihren Nachfolgern teilweise unlösbare Aufgaben hinterlassen oder das Tagesgeschäft ist derartig aufreibend, dass keine Zeit und keine Kraft mehr für irgendwelche neumodischen Ideen bleibt. Der Laden scheint zu laufen und die Zahlen sind gar nicht mal so schlecht. Aber ganz ehrlich (wir sind ja unter uns): Es macht irgendwie keinen Spaß mehr. Dieses Unternehmen ist reif für den Verkauf. Wenn es nur jemand für einen angemessenen Preis haben wollte.
Und spätestens hier wird es Zeit über einen Neuanfang nachzudenken. Erinnern Sie sich noch, als alles neu und interessant war? Damals, als sich jeden Tag erfreuliche Überraschungen, zufriedene Kunden und unglaubliche neue Möglichkeiten auftaten?

Heute haben wir es mit komplizierten Mitarbeitern zu tun, die allzu oft “keine Ahnung” haben und mit anspruchsvollen Kunden und diesen furchtbaren Nachahmern, die alles viel schneller und viel billiger liefern können. Der Traum des Anfangs ist einem lähmenden Alptraum gewichen. Es ist wie bei unserem beliebten Studienobjekt Donald T.: Er hat auch keine rechte Lust auf den Job mehr. Lieber geht er zum Golfen.
Das geht mir auch manchmal so. Warum sollte ich mich mit diesem Unternehmen herumschlagen und ständig an irgendwelche Grenzen stoßen, wenn ich doch etwas ganz anderes machen kann? Das Leben ist zu kurz um sich mit mittelmäßigen Plänen und Aufgaben zu beschäftigen!

Jeder Unternehmer, der den Namen wirklich verdient hat, wird spätestens hier hellwach werden. Yes! Neustart! Dieses schöne deutsche Wort gehört auch in den angloamerikanischen Sprachraum! Und es gehört zu jedem, der etwas auf sich hält.

Gehen wir davon aus, dass das Unternehmen läuft und wir es einfach laufen lassen können. Managen können ja die Manager. Zeit für neue Ideen!

Zeit für ein ausgiebiges Coaching! Finden Sie nicht auch! Brainstorming. Frische Luft. Lust auf was Neues! Aber was? Sie ahnen es bereits: Es steckt schon tief in Ihnen. Sie haben da so bestimmte Ideen. Aber das ist ja alles noch nicht spruchreif. Wer weiß, ob…..? Genau das ist ja meine Rede. Es wird Zeit mehr und intensiver darüber nachzudenken. Ohne die alltäglichen Probleme und Aufgaben. Neustart ist ein schönes Wort! Und es ist gut, wenn man der Erste ist, der auf diese Idee gekommen ist und sie rechtzeitig realisiert.

Lust auf NEUSTART? Dann fragen Sie doch einfach den Coach Ihres Vertrauens. Kennwort: NEUSTART!

Agiles Coaching: Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten entdecken


Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten erkennen

Viele Unternehmen haben ein Produktportfolio entwickelt, das hauptsächlich auf Erfahrungen und Möglichkeiten aufbaut, die historisch gewachsen sind.

Ein klassisches Maschinenbauunternehmen entwickelt keine Elektronik. Mit Softwareentwicklung oder gar Spieleentwicklung haben diese Unternehmen nichts zu tun. IT ist Sache von IT-Spezialisten. Es ist offensichtlich: Es handelt sich hier um Vorurteile und versteckte Glaubenssätze, die in Frage gestellt werden müssen. 

Der Unterschied von Führung und Management spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Führung bedeutet, den größeren Kontext zu erkennen und zu entwickeln. Es geht darum das Feld und den Raum für das Erreichen von Zielen vorzubereiten. Die Aufgabe der Führung ist es, eine klare Richtung vorzugeben und die Durchführung der eindeutigen Anweisungen zu kontrollieren. Richtungsvorgabe und Kontrolle. Angesichts der immer komplexeren, dynamischen Arbeitsfelder stößt Richtungsvorgabe und Kontrolle als Führungsinstrument immer schneller an ihre Grenze. Die Instabilität der Arbeitsumfelder ist ein großes Problem. Besonders, weil die wichtigsten Ziele, neue Hindernisse und Chancen weitgehend unbekannt sind und ständig neue Risiken und Chancen auftauchen. Eine statisch gewachsene Organisation läuft zunehmend Gefahr in eine Sackgasse zu laufen.

Die einzige Antwort auf die gestiegene Komplexität von Führungsverantwortung sind Dezentralisierung und Delegierung der Verantwortung und völlig neue Lernprozesse, die sich nicht aus der Vergangenheit erklären lassen, sondern auf die zukünftigen Ziele ausrichten müssen. MitarbeiterInnen müssen zwingend in diesen Prozess der Führung integriert werden. Genau das ist der Kernpunkt von agilen Strukturen.

Zuerst müssen Führungskräfte lernen, wie das zu realisieren ist. Ein weiterer Schritt ist es die ganze Organisation, zumindest die mittleren Führungskräfte, in den Zielsetzungs- und Richtungs -prozess mit einzubeziehen.

Um Höchstleistungen zu vollbringen müssen Unternehmen Bedingungen schaffen, die es ermöglichen die Kraft ihrer MitarbeiterInnen freizusetzen. Es geht nicht nur um Führung oder Management. Es geht um Inspiration.

Apple, mit seinem charismatischen Chef Steve Jobs, ist ein typisches Beispiel für die Kraft der Inspiration. Ohne sie geht gar nichts. Das ist in diesem Fall ganz deutlich zu erkennen.

Und spätestens an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, mit dem ich mich seit einiger Zeit vorwiegend auseinandersetze. Es geht um Coaching von Führungskräften. Ein Coach ist ein neutraler Kommunikationsprofi, der mit allen Beteiligten in einem Unternehmen oder einer Organisation reden kann, ohne zunächst Konflikte zu thematisieren. Die Konflikte, die ein Coach erkennt, sind ohne Zweifel wichtig um ein Unternehmen stark zu beeinflussen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es legitim über die Wünsche und Zielvorstellungen von einzelnen Beteiligten zu sprechen. Das ist übrigens auch ein Kernpunkt der BIG FIVE OF LIFE.

Ein guter Coach erkennt das Potential von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Er oder sie ist in der Lage zu erkennen wo die Reise hingehen kann und wo die Risiken und Sackgassen zu finden sind. Er erkennt versteckte Vorurteile und Bremsen in einem Unternehmen. Und das kann zum Beispiel auch direkt in der Führungsebene zu finden sein.  Um eine Unternehmen für die Zukunft aufzustellen ist der agile Ansatz extrem wichtig.
Das verstehe ich unter Strategisch planen – Ressourcen checken und Möglichkeiten entdecken.

Fangen Sie heute noch an und reden Sie mit geeigneten Coaches über Ihr Unternehmen. Sie werden sich wundern, was alles geht!

Unser Unternehmen funktioniert ganz anders!


Unser Unternehmen funktioniert ganz anders!

Eingefahrene Strukturen sind die DNA von Unternehmen. Eingefahren bedeutet nicht grundsätzlich: schlecht und unflexibel. Es lohnt sich, einen zweiten und dritten Blick zu wagen. Jedes Unternehmen ist historisch gewachsen. In den 1980er Jahren galt IT besonders in deutschen Unternehmen als ein schwarzes Loch für Investitionen.  Im Mittelstand nutzte man vermutlich eine teure IBM AS/400 oder eine MicroVAX von DIGITAL. Der Siegeszug der Personalcomputer führte zuerst in die Finanzabteilungen (Multiplan und Excel) und mit ersten CAD-System in die Entwicklungsabteilungen.  

Today only a few proprietary minicomputer architectures survive. The IBM System/38 operating system, which introduced many advanced concepts, lives on with IBM’s AS/400. Realising the importance of the myriad lines of ‚legacy code‘ (programs) written, ‚AS‘ stands for ‚Application System‘. Great efforts were made by IBM to enable programs originally written for the System/34 and System/36 to be moved to the AS/400. The AS/400 was replaced by the iSeries, which was subsequently replaced by the System i. In 2008, the System i was replaced by the IBM Power Systems. By contrast, competing proprietary computing architectures from the early 1980s, such as DEC’s VAX, Wang VS and Hewlett Packard’s HP3000 have long been discontinued without a compatible upgrade path. OpenVMS runs HP Alpha and Intel IA64 (Itanium) CPU architectures. https://en.wikipedia.org/wiki/Minicomputer#Mid-1980s.2C_1990s:_The_minis_give_way_to_the_micros

In den 1990ern eroberten vernetzte PC-System die mittelständischen Unternehmen. Novell, VAX Pathworks und seit dem Erscheinen von Microsoft Windows NT waren die ersten beeindruckenden Ergebnisse einer immer leistungsfähiger werdenden IT Infrastruktur. SUN Microsystems warb mit dem Slogan: Das Netz ist der Computer!

Damals war das ein revolutionärer Gedanke. Ich erinnere mich noch ganz genau an die eigenartigen Vorstellungen von Vorständen, was den Einsatz von PC’s betraf. In ihrer Welt gab es nur die teuren IBM Computer und sie hatten verinnerlicht, dass man mit denen nicht so viel erreichen kann. IT war vor allem teuer und unflexibel. Währenddessen gab es in jedem Vorzimmer eine Sekretärin mit einer Schreibmaschine und in den Finanzabteilungen konnte man sehr viele SachbearbeiterInnen bestaunen, die Akten aus Papier (so was gibt es heute noch!) pflegten.
Personalcomputer waren eine Rarität und wurden nur für besondere Mitarbeiter als Auszeichnung verteilt. Die selbe Mentalität führte in den späten 1990er Jahren dazu, dass eMail-Accounts sehr sorgfältig verwaltet wurden, da ein Lotus-Notes Client 150 DM kostete. Und das wollte man sich nicht für jeden Mitarbeiter leisten.
Ich habe eine Menge derartiger skurriler Geschichten erlebt. Aber glauben Sie mir. Es ist immer dieselbe Geschichte, nur in anderer Verpackung. Versuchen Sie mal über DIE CLOUD! zu reden. Oder über hochsichere und hochflexible Data-Center, mit denen man via Internet VPN verbunden ist. Alle paar Jahre sollte man sich die technologische Entwicklung ansehen und schauen, wo Geld und Zeit zu sparen ist. Aber genau das ist das Problem.

Was passiert, wenn ein Entscheider vor 20 Jahren ein ganz bestimmtes Softwareprogramm hat entwickeln lassen? Richtig: Das Programm ist inzwischen eine Kröte mit vielen häßlichen Ausbeulungen und Anpassungen und es ist: UNVERZICHTBAR! Niemand kann genau sagen, was das Programm alles kann und es ist langsam und fehleranfällig. Aber es hat viel Geld gekostet und wird erst dann verschwinden, wenn dermaleinst der Entscheider das Unternehmen verlassen hat. Vermutlich, wenn er in den Ruhestand gegangen ist. Und dann steht das Problem immer noch: Man kann das System nicht einfach ablösen, weil niemand genau weiß, was alles damit gemacht werden kann. Das ist unflexibel und alt und überhaupt nicht agil. Es ist das Gegenteil davon.

Was ich machen würde? Ganz einfach! Ich würde mir das Geschäftsmodell des Unternehmens ansehen und mir erst einmal einen Überblick über die verwendeten Systeme verschaffen. Dann würde ich das Geschäftsmodell auf ein gängiges System adaptieren und die Exoten ganz genau analysieren. Um es ganz klar zu sagen: Wenn ich heute ein ausgefeiltes ERP System einsetze, dann geht es immer um Produkte, Dienstleistungen, Verkauf, Einkauf, Materialwirtschaft, HR. Selbst Bildungsträger haben Produkte, die man relativ leicht in ein gängiges ERP implementieren kann. Glauben Sie es oder nicht. Ich weiß, was Sie jetzt sagen werden und Sie haben Recht: “Unser Unternehmen funktioniert ganz anders!”

Natürlich!

Versager


Versager

Am Ende sind wir alle irgendwie Versager. Es ist das Leben an dem wir verzweifeln können. Kein Problem.

“Das Leben ist hart und ungerecht. Am Ende sind wir tot.”

Was ist der Unterschied zwischen einem Gewinner und einem Verlierer? Manchmal gibt es keinen Unterschied. Es gibt Menschen, die alles erreicht haben was sie sich gewünscht hatten und am Ende fühlen sie sich trotzdem einsam und verloren. Sie haben sich auf dem Weg zu falschen Zielen aufgerieben und sie haben sich verloren. Was treibt den Chef einer Bank dazu sich umzubringen? Was ist das Leben für diesen Mann gewesen? Warum sind wohlhabend geborene Jugendliche nicht glücklich? Warum ruinieren sie ihr Leben durch sinnloses Genussleben und durch Drogen und Alkohol? Warum sind Menschen, die alle Möglichkeiten haben, nicht in der Lage ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen? Warum träumen reiche Kinder von der Armut? Wir sind entweder alle Versager oder wir lernen die Welt mit anderen Augen zu betrachten.

Eine alte Frau erzählt mir eine traurige Geschichte. Die Dame ist über 70 und sie ist immer noch eine attraktive Frau. Man sieht ihr an, dass sie Geld hat. Die ist Selbstzahler. Zum Coaching kam sie durch eine Empfehlung einer Ärztin. Ich sehe, dass Sie einen großen Gesprächsbedarf haben. Darf ich Ihnen einen guten Coach empfehlen? Der wird gerne mit Ihnen einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren.

Ich wusste, dass eine lange, interessante und letztendlich traurige Lebensgeschichte auf mich wartete. Wie so oft. Sie wurde von ihrer langjährigen Lebensgefährtin verlassen und war ganz alleine. Ihr einziger Sohn hatte sich von einem Hochhaus gestürzt. Er war ein sehr begabter junger Mann gewesen, der ein Einser Abitur und ein sehr gutes Jurastudium hingelegt hatte. Er hatte einen guten Job und die Welt lag ihm zu Füßen. Er verdiente sehr gut und hatte keine Sorgen. Und dann plötzlich schrieb er einen Abschiedsbrief und überwies sein ganzes Geld an seine alte Mutter und sprang aus dem Fenster. Ich Lauf des Coachings wiederholte die Dame mehrmals, dass ihr Sohn einen Coach wie mich gebraucht hätte. Vielleicht hätte er dann offen reden und es sich nochmal überlegen können. Ehrlich gesagt, bin ich nicht besonders scharf auf Suizid Kandidaten. Auf der anderen Seite kann ich mir sehr gut vorstellen, dass derartige Gedanken auf den Tisch müssen und ausgesprochen ganz anders wirken, als wenn man sie ganz alleine für sich selbst gleich einem Teufelskreis immer wiederholt. Die Frau war schockiert und hatte den Tod des Sohnes vor mehr als zwei Jahren immer noch nicht verarbeitet. Was folgte war Trauerarbeit, bei der ich sie begleiten durfte. Was geht in einem jungen und erfolgreichen Mann vor, der sich entschließt seinem, Leben ein Ende zu bereiten? Ich rede nicht von den verblendeten Versagern, die keine andere Möglichkeit mehr sehen irgendwie auf sich aufmerksam zu machen und wenigstens einmal im Leben eine Art Bedeutung zu erlangen. Was ist es, dass die Menschen empfänglich für Suizid macht? Der Glaube an eine jenseitige Welt ist es nicht, denn wir wissen zu wenig darüber. Es kann alles möglich sein; aber es kann auch alles ganz anders sein, als wir es uns vorstellen. Das Leben auf diesem Planeten, mit diesen ganzen wundervollen Menschen ist doch einzigartig und wert jeden Augenblick gelebt zu werden. Was gibt es alles zu entdecken! Sich selbst zum Beispiel.

Wenn dieser junge Mann gewusst hätte wie sehr ihn seine Mutter liebt und vermissen würde, hätte er es sich anders überlegt? Wusste er es nicht? Sie war oft unterwegs in der Welt. Sie gab mir ein paar sehr interessante Reisetipps. Wir hatten viel zu besprechen. Das heißt: Sie hatte viel Redebedarf. Sie reflektierte ihr Leben und nutzte das Coaching um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Ich erfuhr sehr viel von ihr und über sie und ihren sozialen Kosmos. Sie erfuhr sehr viel mehr über sich und ihre Umgebung. Auch das kann Coaching leisten. Ich habe kein Problem damit, mir lange Lebensgeschichten anzuhören; und zwar aktiv anzuhören. Das Ergebnis ist eine vertiefende Selbsterkenntnis meiner Klienten. Ich habe mir mehrfach die Erlaubnis eingeholt mir Notizen zu machen um diese Erlebnisse in veränderter Form weiter zu verarbeiten. Es ist wunderbar diese vielen kleinen Geschichten voller Überraschungen und Wendungen zu hören. Und dann sehe ich auch immer wieder diese zwei Grundhaltungen. Auf der einen Seite sind da Menschen mit einer großen Selbsterkenntnis, die mit einem gewissen Humor und Witz durch das Leben gehen. Sie nehmen sich nicht allzu ernst und sie wissen, dass das Leben manchmal skurril und komisch sein kann. Und dann gibt es die Menschen, die sich wirklich zu ernst nehme, obwohl sie ständig von einem Fettnapf zum nächsten stolpern und sich so unglaublich albern verhalten, dass es zum Schreien komisch ist. Wenn wir die Augen öffnen und einfach mal aussprechen, was wir denken und wie wir denken, wird vieles klarer. Ein Coaching kann genau das sein. Eine Selbstreflektion der anderen Art mit einem neutralen Schiedsrichter oder Sparringpartner.

Das kann dann so aussehen:

“Ich bin ein Versager. Das ist völlig okay! Weil die meisten Menschen Versager sind; Auch die angeblichen Gewinner. Alles Arschlöcher. So wie ich. Das Leben ist sowieso Scheiße! Oder siehst Du das anders? Ich habe alles versucht um Geld zu machen und tolle Autos zu fahren und schöne Frauen zu begeistern. Heute habe ich eine gelangweilte zwanzig Jahre jüngere Frau, die es mit mir nicht mehr machen will. Sie ist wunderschön, genauso wie eine Frau sein muss und sie ist unglaublich abweisend. Mist! Ich bin ein Versager. Ich habe gearbeitet und geackert um mir das Leben leisten zu können, das ich mir heute leisten kann. Im Job kann ich nicht weiter kommen. Nur noch die Leiter herunter fallen. Es gibt nur noch eine Richtung: Abwärts!  Meine schöne Frau wird mich dann mit Sicherheit einfach verlassen und sich einen anderen Mann suchen. Das hat sie im Grunde schon längst getan; aber mein Geld und der Lebensstandard hat sie bisher immer noch daran gehindert, mir offen zu sagen, was sie von mir denkt.”

oder so:

“Ich bin doch kein Versager. Ich bin mit mir zufrieden. Ich bin vollkommen okay! Weil mich andere Menschen akzeptieren und lieben. Weil andere Menschen mich vermissen, wenn ich nicht da bin; Weil ich etwas zu sagen habe und weil ich immer ein freundliches Lächeln und ein aufmunterndes Kopfnicken übrig habe.
Das Leben ist aufregend und jeden Tag neu! Ich liebe es, an einem regnerischen Tag durch Berlin zu laufen und einfach die Zeit verrinnen zu lassen. Ich kann es mir leisten! Ich mag das! Ich spüre, dass ich am Leben bin. Ist das Leben nicht wunderbar?
Ich habe einiges versucht und nicht alles ist mir gelungen. Aber es geht mir gut. Ich habe auch aus Fehlschlägen gelernt. Ich rede mir mein Leben nicht nur schön; Es ist wunderbar! So wie es ist, ist es völlig in Ordnung. Manchmal stelle ich mir vor, dass ich mal sehr viel Geld hatte und alles verloren habe. Na und?! Was für ein Glück, dass ich der Mensch bin, der ich bin! Trotz allem. Man muss nur die Augen öffnen um die Wunder zu erkennen, die um uns herum passieren.”

Oder ganz anders.

Versucht es doch einfach selbst einmal! Es ist erfrischend, wenn man in der Lage ist, sich selbst auf die Schippe zu nehmen oder sich mit den Augen eines Anderen zu sehen. Coaching ist die Kunst anders und besser zu leben, als man es bisher kannte.

Am Ende sind wir alle so wie Woody Allen oder besonders berühmte und wichtige Männer, die durch dumme Fehler ums Leben kommen, auf falschen Landebahnen landen wie Harrisson Ford oder einfach vom Pferd fallen oder von einer Klippe springen und dann querschnittsgelähmt aufwachen und uns fragen, warum wir das denn tun mussten. Aber so ist das Leben und am Ende werden wir uns über verpasste Gelegenheiten ärgern und nicht über das Erreichte freuen.  

IAS Integrationsassessment – Inspirierend Anregend Sinnvoll


Sie fragen sich sicher, was IAS bedeutet. Ganz unromantisch steht IAS für Integrations-Assessment. Das versteht kein Mensch.

Ich erkläre IAS gerne mit Interessant-Anders-Schnell. Oder auch mit INSPIRIEREND-ANREGEND-SINNVOLL

Auf den ersten Blick handelt es sich um eine ganz normale AVGS-Maßnahme eines Bildungsträgers. Nach meinen Erfahrungen und Erlebnissen handelt es sich um eine ganz bemerkenswerte Maßnahme, die es tatsächlich schafft Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen lange arbeitslos geblieben sind, wieder zu aktivieren und auf ein selbstbestimmtes Leben neugierig zu machen. Das ist genau das, was auch die Vermittler der Agentur für Arbeit und der Jobcenter wollen. Letztendlich geht es darum die Menschen wieder in Arbeit zu bringen; und zwar in eine Arbeit, die zu ihnen passt und die sie gerne machen.

Das IAS beinhaltet eine ABC-ANALYSE mit ausgebildeten ABC-Coachs, Gruppencoaching-Elemente in denen mit den Teilnehmern über Kommunikationspsychologie, Selbstbild, Fremdbild, das Verhalten in Unternehmen und das Verständnis für innerbetriebliche Kommunikation gearbeitet wird. Gesundheitliche Aspekte können mit einem Arzt besprochen werden. Es ist auch möglich, einen Psychologen mit an Bord zu holen. Weiterhin werden Aspekte wie Motivation und Lebensführung bearbeitet. Die Teilnehmer an einem IAS erfahren in einer Woche Anregungen und Impulse, die sie möglicherweise so noch nie erhalten haben. Das IAS ist sehr kompakt und kommt schnell auf den Punkt. Das eingespielte Team von Coaches und einem Sozialmediziner aktiviert die Menschen auf eine einzigartige Art und Weise.
Das IAS ist eine Feststellungsmaßnahme mit Motivationscharakter. Am Ende gibt es ein Gespräch zwischen Kunden, Vermittler und Coach. Der Kunde hat nach 5 Tagen einen belastbaren  Integrationsfahrplan in der Hand, den er dem Vermittler vorstellen kann. 

Ich bin mir sicher, dass das IAS eine große Zukunft hat.

IAS kann auch bedeuten: Interesse erwecken – Aufbrechen – Starten

Mitarbeitercoaching



Mitarbeitercoaching – Was ist, was soll, wie funktioniert es?

Was kann man sich konkret darunter vorstellen? Was bringt es? Wie funktioniert es praktisch? Das sind Fragen, die uns bei der Entwicklung eines greifbaren Modells begleitet haben.

Am Anfang stand die Überzeugung, dass Mitarbeitermotivation, Feel-Good-Management und eine optimale Arbeitsatmosphäre sich positiv auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern und letztendlich auch auf die Qualität und Quantität der Arbeit auswirken müssen. Es gibt keinen Zweifel; Kundenzufriedenheit beginnt immer mit Mitarbeiterzufriedenheit.

Aber was sind die wesentlichen Bausteine für die zielgerichtete Arbeit in mittelständischen Unternehmen? Es genügt ganz sicher nicht, wenn man einfach ein paar Coaches engagiert und sie dann im Unternehmen Mitarbeiter coachen lässt. Was soll das bringen? Was sind die Vorteile für die Mitarbeiter? Bleiben die gewonnenen Informationen wirklich beim Coach, oder werden sie brühwarm mit Namen und Adressen an den Auftraggeber weitergeleitet?
Was bringt das Coaching dem Mitarbeiter? Was bringt es für das Team? Was bringt es dem Unternehmen?

Coaching beginnt aus unserer Sicht immer mit einer Feststellungsrunde. Man kennt die Birkmann-Methode zu Persönlichkeitsfeststellung oder die ABC-Methode im Jobcoaching. Das Coaching-Dashboard der Jobnet.AG ist eine konsequente Weiterentwicklung der ABC-Methode. Es werden Fragen durch den Klienten beantwortet, die dann zu einem grundlegenden Portfolio für das individuelle Coaching genutzt werden können. Eher introvertierte Denker werden anders auf Veränderungsprozesse reagieren als extrovertierte, explosive Macher. Entscheidend ist ein intelligenter Abgleich und die zielführende Zusammensetzung der Menschen, die miteinander arbeiten.

Zugegeben: Das ist leicht gesagt und schwer zu realisieren.

Ein zentrales Thema bei Mitarbeitercoaching ist das der Bedeutung. Robert Kegan schreibt in seinen ENTWICKLUNGSSTUFEN DES SELBST: “Keine Bedeutung haben heißt,wie wir es definieren, völlig einsam sein. Auch wenn wir wohlgenährt, warm und körperlich gesund sind, können wir dennoch körperlich zugrunde gehen, wenn wir nichts ‘bedeuten’. Ich habe das Thema ‘Bedeutung’ oft im Zusammenhang mit ‘innerer Kündigung’, ‘Dienst nach Vorschrift’ und Burnout-Episoden beobachten müssen. Es ist aus meiner Sicht sehr wichtig, jedem Mitarbeiter möglichst die Bedeutung zuzuschreiben, die für ihn wichtig ist um sich optimal zu entwickeln und in ein Team hineinzupassen. Eine gute und fleißige Verkäuferin sollte niemals auf ihre Kerntätigkeit reduziert werden und sich austauschbar fühlen. Es geht auch darum, dass sie es ist, die den Kunden ein Gefühl von Sicherheit gibt. Sie repräsentiert das Unternehmen in der ersten Reihe. Das ist ein Grund, warum Verkäufer besonders geschult werden müssen. Das ist allerdings kein Kernthema für Coaching. Coaching macht etwas anderes. Ein guter Coach ‘bringt die Dinge auf den Punkt’. Er fragt nach allen Aspekten, die das Leben eines Klienten ausmachen und er fragt natürlich auch nach der Bedeutung. Wenn hier keine befriedigende Antwort gefunden werden kann, wird das ein wichtiges Coachingthema. Ich selbst habe mir diese Frage im Laufe meines Berufslebens immer gestellt und ich habe, nachdem ich sie beantworten konnte, immer eine neue Richtung eingeschlagen. Hätte ich meine eigene Bedeutung auf das reduziert, was andere in mir gesehen haben oder was andere von mir erwarteten, wäre ich vollkommen andere Wege gegangen. Es hätte die enorme Gefahr der gefühlten Bedeutungslosigkeit gedroht; mit allen begleitenden Wirkungen bis hin zu Depression und schweren Magengeschwüren. Ich selbst habe gelernt, wie man nicht nur ausweicht, sondern aktiv an der Lösung der eigenen Bedeutung arbeiten kann. Als Coach spüre ich regelrecht, dass ich an einer großen Aufgabe mitarbeiten darf. Es geht um nichts anderes als Coaching groß zu machen und so de Coach zu einem aktiven Gestalter zu machen. Das ist Bedeutung genug für mich und immer wenn ich an einer Stelle tätig war, wo das möglich war, konnte ich richtig gute Ergebnisse erzielen.

Also: Die Frage nach der Bedeutung ist essenziell im Coaching. Aber nicht nur das.
Coaching ist achtsames Feedback, die Möglichkeit das Handeln von Klienten unter anderen Gesichtspunkten sichtbar zu machen und Veränderungen zu bewirken, die nicht nur für das Unternehmen wichtig sind, sondern auch für jeden Einzelnen. Das Gesamtpaket ermöglicht positive Veränderungsschritte. Auch das Akzeptieren von Anweisungen einer Führungspersönlichkeit in einer Hierarchie gehört dazu. Wenn wir uns alle nur als absolute Individualisten verstehen, dann ist die Zusammenarbeit innerhalb von Teams und Institutionen kaum möglich. Das andere Extrem, die innere Kündigung, ist eine logische Folge.

Wie funktioniert also ein sinnvolles Mitarbeitercoaching?

Sie suchen sich einen Coach, mit dem Sie über das Thema reden können. Der Coach unterbreitet Ihnen ein Angebot. Und dann kann es auch schon losgehen. Der oder die Coaches können zum Beispiel mit Mitarbeitergesprächen in der Führungsriege beginnen. Die Schweigepflichtserklärung der Coaches ist eine wichtige Grundlage.

Am Ende kann es Empfehlungen geben, wie Teams besser zusammengesetzt werden könnten oder welcher Mitarbeiter Potentiale entwickelt, die eine zielgerichtete Förderung nach sich ziehen können. Alles läuft unter dem Aspekt: Erweiterung der Kompetenzen von Mitarbeitern und Teams.

Was spricht eigentlich dagegen, mit einem Coach über das Thema Mitarbeitercoaching zu reden?  

Coachbar? Zielgruppen für Coaching


Coachbar?

Eine interessante Frage, die sich jeder Coach immer wieder stellt, ist die Frage nach der Zielgruppe, die er ansprechen möchte. Für wen soll das Coaching einen Mehrwert bringen? Wer will sich überhaupt coachen lassen? Hat Coaching eine Perspektive? Ist der Beruf Coach mehr, als reines Wunschdenken? Ist es realistisch und sinnvoll als Zielgruppe zum Beispiel Anwälte, Ärzte, Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen zu definieren, wenn der Coach bisher hauptsächlich als Pädagoge oder Psychologe unterwegs war? Was bringt einen Chefarzt dazu, sich einem Coach anzuvertrauen, der selbst keinen medizinischen Hintergrund nachweisen kann? Warum sollte sich ein Steuerberater von einem Coach mit Schwerpunkt IT ins Vernehmen setzen? Macht das Sinn? Oder heißt es auch hier: Schuster bleib bei deinen Leisten?

Ich denke, dass ein guter Coach vor allem ein guter Gesprächspartner sein muss, der den Coachingprozess versteht und der in der Lage ist, Klienten aus unterschiedlichen Zielgruppen zu coachen.

Es geht hier nicht darum Netzwerke zu erweitern oder mit einem Spezialisten über ganz spezielle Problemstellungen zu reden. Es geht auch nicht um Projektmanagement oder Unternehmensentwicklung. Coaching ist eine 360° Sicht auf den ganzen Menschen, also eine ganzheitliche Angelegenheit.

Coaching und Therapie haben sehr viel mehr gemeinsam, als man zu wissen glaubt. Wenn ein Manager genügend Leidensdruck aufgebaut hat, wird der Gang zum Therapeuten für ihn ein logischer Schritt sein. Er hat Schmerzen und er geht zum Spezialisten. Wer Zahnschmerzen hat, geht zum Zahnarzt, auch wenn der Zahnarzt keinerlei Ahnung von der Tätigkeit eines Politikers, Forschers, Soldaten oder Managers hat. Logisch; Der Zahnarzt wird dafür sorgen, dass die Ursachen für die Schmerzen beseitigt werden. Er packt die Angelegenheit sozusagen an der Wurzel. Wer zum Therapeuten geht will keinen neuen Businessplan oder ein Konzept zur besseren Personalführung oder eine Expertise zu einem gescheiterten Projekt.

Coaching ist – niederschwellige – Therapie. Nicht jeder psychische Druck oder Schmerz hat seine Ursache in einer krankhafte Veränderung der Persönlichkeit oder einer psychische Krankheit. Coaching ist sehr nahe an der Therapie und der oder die Coach ist erwiesenermaßen gut in der Gesprächsführung. Ein Coach stellt Fragen, führt Perspektivwechsel, ist offen für neue Lebensansichten und Probleme. Ein Coach ist jemand, mit dem man reden kann, wenn man keinen anderen Gesprächspartner findet. Die Ursachen dafür, dass kein anderer Gesprächspartner in Frage kommt sind so vielfältig wie die möglichen Klienten eines Coachings.

Der Coach ist ein Resonanzboden, ein Sparringpartner, ein Drehbuchautor, ein Regisseur. Ich wiederhole mich.

Ich behaupte, dass ein Coach im Grunde nichts vom professionellen Leben eines Klienten wissen muss. Der Klient ist der Chef in seinem Leben. Er weiß am besten, wie der Hase läuft oder wie man Menschen dazu bringt, ihm zu folgen. Es ist durchaus möglich, dass der Manager etwas über Führung dazulernen möchte. Auch hier wäre ein neutraler Coach mit anderem Lebens- und Erfahrungshorizont ein sehr guter Ansprechpartner.
Ein Coach muss, wie ein Therapeut sehr viel über die menschliche Seele, Entwicklungsstufen und Ängste wissen. Coaching, Seelsorge, Therapie haben sehr viel miteinander zu tun. Daher plädiere ich für Coaching als Profession mit therapeutischen Ansätzen und Wissen. Das macht den Beruf eines Coach zu einem der spannendsten Feldern, die es gibt. Ich bin mir sicher, dass Coaching eine große Zukunft haben wird.

Die 7 Rollen des Coach


Die 7 Rollen des Coach

Ein Coach muss in der Lage sein, den Coachingprozess zu führen. Er ist ein Multitalent, der blitzschnell unterschiedliche Rollen annehmen kann. Abhängig von der Situation und vom Prozessschritt ist er väterlicher Freund, Resonanzkörper, Gegenspieler, Spiegel, Assistent, Kumpel, positiver Verstärker, “des Teufels Advokat”, Ratgeber, Katalysator, Projektmanager, Visionär, Stichwortgeber, Seelsorger, Begleiter, Bergführer oder Lehrer und Trainer. Wir sehen also, dass eine Einschränkung auf nur 7 Rollen nicht zielführend zu sein scheint.  

Babak Kaweh hat in seinem COACHING HANDBUCH* die 7 Rollen des Coachs wie folgt zusammengefasst:

7 Rollen eines Coach

  • Regieassistent
  • Ratgeber
  • Mitspieler
  • Resonanzkörper
  • Transformator
  • Reflektor
  • Provokateur

Die Rolle des Regieassistenten ist aus meiner Sicht die herausragende Rolle. Nach dem Erstkontakt wird sozusagen geklärt, ob der FILM ein gutes Drehbuch hat und wie er am besten umzusetzen ist. Zielklärung und Meilensteine in Form von Kapiteln werden abgestimmt. Die Bühnenbilder werden gemalt und die weiteren Figuren benannt und beschrieben. Dann folgt ein genau auf den Coachee abgestimmter Ablauf und es wird immer wieder ganz genau geklärt, ob er sich in seiner (neuen) Rolle wirklich wohlfühlt, oder ob weitere Anpassungen ausprobiert werden müssen. Coaching hat eine Menge mit der Arbeit eines Regisseurs zu tun. Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, dass es für den klassischen Regisseur im Deutschen Fernsehen immer schwieriger wird, Aufträge zu bekommen. Warum auch immer. Das will ich hier nicht mutmaßen. Aber Regisseure können mit Sicherheit auch die Rollen eines Coach übernehmen, wenn sie gut sind.

Die Rolle als Ratgeber gehört meiner Meinung nach noch weiter nach hinten. Ein Coach agiert eher als aktiver Zuhörer, hier als Resonanzkörper, Reflektor, Transformator.

(*Das COACHING HANDBUCH von BABAK KAWEH ist ein sehr gutes und kompaktes Nachschlagewerk für Coaches)

Mein XXXX ist Choleriker – Was kann ich tun?


Mein XXXX ist Choleriker – ich brauche Hilfe!

Choleriker sind eine schlimme Plage. Die Situation eskaliert. Was ist zu tun? Wer versteht dich, wenn du es mit einem richtigen Choleriker zu tun hast und unter ihm leidest? Wer gibt dir die richtigen Tipps? Es ist eine unangenehme Wahrheit, dass das Leiden unter einem Choleriker krank machen kann. Psychosomatische Störungen sind an der Tagesordnung.
Ein Coaching hilft dir, die Situation zu entwirren und einen Exit-Plan zu entwickeln. Exit bedeutet nicht in jedem Fall die Flucht aus der Beziehung. Exit bedeutet unter Umständen ein achtsames “STOP!” ohne den Choleriker noch mehr zu reizen. Exit bedeutet: Eine Unterbrechung dieses “Spiels der Erwachsenen”.
In den meisten Fällen versuchen wir, den Choleriker nicht zu reizen. Wir akzeptieren sein Verhalten und fühlen uns hilflos ihm Grenzen zu setzen. Wir sind durch jahrelange Wiederholungen darauf konditioniert, das Spiel mitzuspielen und wissen nicht, wie wir es unterbrechen und in andere Bahnen lenken können.

Im privaten Umfeld, wenn es sich um den cholerischen Ehemann handelt, hilft möglicherweise ein “Schatz! Ich liebe Dich! Und darum muss ich Dir jetzt sagen, wie es mir geht. Ich will bei Dir bleiben. Du musst mir aber helfen!”.

Es ist aber auch durchaus möglich, dass wirtschaftliche Zwänge dich daran hindern, dieses Thema überhaupt anzusprechen. Also leidest du still vor dich hin, weil du keinen Ausweg aus der Situation erkennen kannst.

Wie es auch sei: Du brauchst einen Menschen, mit dem du offen über deine Zweifel und Ängste reden kannst. Es sollte jemand sein, der in der Lage ist, wertfrei und achtsam zu kommunizieren. Du brauchst jemand, der in der Lage ist dich aufzufangen und mit dir über alles zu reden, was dich beschäftigt.
Ein Coaching ist die beste Möglichkeit genau das zu tun. Ob nun eine weibliche Coach oder ein männlicher Coach der Gesprächspartner deiner Wahl ist, musst du entscheiden. Du solltest dich auf jeden Fall einem Coach anvertrauen. Die Wahl des richtigen Coach kann nach einem ersten Termin erfolgen, wenn die Chemie stimmt.

/Wenn hier vom Choleriker in seiner männlichen Form die Rede ist, dann trifft das auf die meisten Fälle zu, die mir bekannt sind.  Von cholerischen Frauen hört man sehr selten und wenn, dann häufig im beruflichen Umfeld./

Sinn und Bedeutung vs. Burnout


Sinn und Bedeutung

“Kann der Mensch seinen Willen zum Sinn in der Lebenspraxis nicht zur Geltung bringen, entstehen bedrückende Sinn- und Wertlosigkeitsgefühle. Die existentielle Frustrierung des Sinnbedürfnisses kann psychische Erkrankungen auslösen oder verstärken. So spielt in der angewandten Logotherapie und Existenzanalyse das Herausheben der geistigen Dimension eine zentrale Rolle, etwa indem sie dem leidenden Menschen existenzielle Handlungs- und Erlebensfreiräume gegenüber somatischen oder psychischen Erkrankungen aufzuschließen versucht und ihm durch die Differenzierung von (psychophysischem) Symptom und (geistiger) Person einen entscheidenden Teil seiner Selbstbestimmungsfähigkeit und Würde zurückgibt.” /WIKIPEDIA 07.03.2017/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Logotherapie_und_Existenzanalyse

 

Ich schreibe es mal in meinen eigenen Worten, um es besser zu verstehen:

Sinn und Wert haben eine hohe Stellung in unserem Leben. Unsere eigene Bedeutung spielt eine extrem große Rolle. Wenn wir unsere eigene Bedeutung und den Sinn unserer Existenz nicht mehr spüren, ist unser Tun sinnlos. Wir brauchen Bedeutung um allem einen Sinn zu geben. Wenn wir das nicht mehr erkennen, dann bekommen wir unsere Kraft nicht auf die Straße und laufen Gefahr, psychisch zu erkranken. Diesen Ansatz habe ich in einem Buch von Steven R. Covey gefunden: “Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für den persönlichen und beruflichen Erfolg” Es stimmt. Die Bedeutung unseres Tuns hat direkt mit psychischer Gesundheit oder Burnout zu tun. Wenn wir in einem Job gefangen sind, der uns innerlich nicht ausfüllt, dann werden wir ausbrennen und einbrechen.

Wer von uns hat das noch nicht am eigenen Leib verspürt? Und weil wir gerade an diesem Punkt sind: Wer hat sich an bestimmten Punkten seines Arbeitslebens nicht nach einem Leiter gesehnt, der in der Lage war zu erkennen, was in einem steckt und der einfach nur unterstützen wollte und es auch konnte?

Ich kann mich genau an Ereignisse in meinem früheren Berufsleben erinnern, wo mir genau diese Führungsstärke gefehlt hatte. Entweder ich hatte es mit Erbsenzählern oder Karrieristen zu tun. Nur ganz wenige waren wirklich in der Lage zu führen. Oft waren es nicht einmal gute Manager. Ich kann mich aber auch an Führungskräfte erinnern, die eindeutig gute Leadereigenschaften hatten. Diese Führungspersönlichkeiten waren aber sehr oft in anderen Unternehmen tätig. Natürlich hatten wir auch charismatische Selbstdarsteller und Solokünstler. Aber das ist wieder ein anderes Thema.  

Wenn ich es recht erinnere, war meine stärkste Motivation tatsächlich der Sinn des Ganzen. Ich war für die IT eines mittelständischen Unternehmens verantwortlich und musste mich ständig gegen die Kaufmänner, Contoller und andere Sparfüchse rechtfertigen. Dabei hatten die lange Zeit nicht erkannt, dass wir auf einem viel zu niedrigen Niveau arbeiteten und unsere Kraft in sinnlosen Sparmaßnahmen vergeudeten. Ich erinnere mich an die unseligen Diskussionen über den Preis von Windows und Office-Lizenzen. Das gipfelte in der Entscheidung des Vorstandes endlich ein unternehmensweites eMail-System einzuführen. Im Angesicht der “Koschten” wurde dann sehr viel Aufwand getrieben um die wichtigen Personen zu bestimmen, die durch eine Lotus-Notes Lizenz geadelt werden durften. Ich setzte eine Open Source Lösung für meinen Bereich durch, da wir damals als eigenständige Unternehmen noch Entscheidungen treffen konnten. Das bedeutete: „eMail für alle“, zu einem Bruchteil der Kosten. Aber auch das hatte mir nicht nur Freunde gebracht. Ich weiß es doch. Jahre später kostete mich mein Rebellentum den Job, aber ich hätte es nicht ertragen können, es nicht versucht zu haben.  

Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Meine berufliche Vergangenheit hat mir einen Schatz an Erfahrungen geschenkt. Es ist ein wahrer Steinbruch, den ich immer noch ausbeuten kann. Das gibt der Sache sogar noch im Nachhinein Sinn und Bedeutung.

 

Was macht ein Coach? /wenn er nicht coacht/


Was macht ein Coach, wenn er nicht coacht?

Hier eine kleine Liste*

denken, lesen, schreiben, reisen, beobachten, hinterfragen, lernen, lernen, lernen, positiv denken, fotografieren, studieren, zeichnen, im Internet surfen, recherchieren, sortieren, hinterfragen, reden, zuhören, fernsehen, Musik hören, Konzerte besuchen, Sport treiben, Rad fahren, laufen, Fitnesstudio, telefonieren, Zeitungen lesen, DIE ZEIT lesen (DigitalABO), Sauna besuchen, in der Therme entspannen und lesen und Musik hören, Freunde und Bekannte besuchen, an Geburtstage denken, telefonieren, feiern, sich zurückziehen, die Sonne genießen, ausgiebig spazieren gehen, ins Museum gehen – Tipp: Classic PLUS Jahreskarte, Urlaub planen, Urlaub machen, Berlin entdecken, in Brandenburg Wölfe suchen, mit dem Rad zur Ostsee fahren, Musik machen, singen, tanzen, lieben, Artikel für einen Blog schreiben……

* kann jederzeit erweitert werden – zweckdienliche Hinweise bitte an meine eMail Adresse oder als Kommentar auf diesen BLOG

Das alles und noch viel mehr gehört zum Profil eines Coach. Wenn mich jemand fragt, was ein Coach macht, dann kann ich nur antworten: Es ist Arbeit und pures Vergnügen! Es ist alles, was ich mir immer gewünscht habe.
Für Coaches gilt das, was auch für andere sogenannte brotlose Künste** gilt:

Es gibt wenige Stars und sehr viele Kleindarsteller.

** Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Journalisten, Fotografen, Philosophen, etc.

Coaching ist Arbeit. Eine einzige Stunde mit einem richtig guten Coach kann das Leben eines Menschen grundlegend verändern. Ich glaube ganz fest daran, dass Coaching eine konzentrierte Beziehungstat ist. Da passiert was. Oder es passiert nichts. Das kommt auch immer auf die Bereitschaft des Klienten an, sich zu öffnen und sich zu verändern.  Wenn ein Coach coacht, dann muss Energie fließen; und zwar von der positiven Sorte. Alles wird möglich im Augenblick des Coachings. Ängste und Belastungen verschwinden für diesen unendlich wichtigen Augenblick. Eine einzige Stunde kann alles Hemmende beseitigen und einen Blick auf ein anderes Leben öffnen. Nennen wir es Coaching; Therapie darf es nicht sein. Aber es macht etwas mit uns, wenn wir uns einem verantwortungsvollen Coach öffnen. Ängste und schlechte, uns hemmende Angewohnheiten können verschwinden, wenn wir es zulassen.
Es gibt viele Menschen, die eine Stellung in der Gesellschaft haben, die Kompetenz und Wissen impliziert. Viele dieser Menschen sind trotzdem – oder gerade deshalb – einsam und ängstlich. Sie lähmen sich mit ihrer eigenen und eingebildeten Bedeutung und sie haben Angst vor der Wahrheit. Die Wahrheit ist: Sie sind sterbliche und fehlerhafte Menschen. Wer diese Wahrheit erkennt und fühlt, ist bereit für einen guten Coach.
Spürst Du das? Es wird Zeit einen Coach zu suchen. Einen Menschen, der Deine Seele lesen kann ohne das, was er erkennt, gegen Dich zu verwenden. Jemand, der Dich reden lässt und der dich trotzdem achtet und achtsam behandelt. Stell Dir vor: Du kannst wirklich alles sagen und mit einem Menschen laut denken. Es ist egal ob Du ein Vorstandsvorsitzender oder ein Präsident oder ein Bischoff oder der Inhaber eines der größeren Unternehmen dieser Welt bist. Mit einem Coach musst du nicht klug reden. Du kannst einfach du sein ohne wenn und aber. Ein Coach ist die beste Wahl für dich.
Und ja: Du kannst es Dir leisten. Du solltest es Dir leisten. Es ist genau das, was du brauchst.

Es gibt nur ein Problem: Du musst den richtigen Coach finden, der zu Dir passt. Das muss nicht ich sein, aber ich kenne ein paar richtig gute, die ich gerne weiterempfehle.

Neustart mit Ü58


Neustart mit 58?

Ein Berufskraftfahrer kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Rolf K. ist 58 und hat über 25 Jahre “auf dem Bock” gesessen. Als er seine 50 überschritten hatte traten körperliche Probleme immer stärker in den Vordergrund. Es folgte eine lange Krankheitsphase mit 54. Krankenhaus, REHA, Arbeitslosigkeit,  Hartz IV. Das war alles wie ein unsichtbarer Fahrplan abgelaufen. Er war arbeitsfähig entlassen worden. Eine anstrengende Arbeit auf einem LKW mit zusätzlichen schweren Tätigkeiten war aber nicht mehr empfohlen worden. Das Problem lag auf der  Hand. Rolf konnte nur LKW fahren. Etwas Anderes hatte er nie gelernt. Mit Computern konnte er nicht umgehen.

Das Mantra seiner Zukunft lautete: ich kann nicht mehr LKW fahren, ich bin zu alt, ich bin zu krank, ich habe keine Chance, niemand will mich, ich kann nichts Neues mehr lernen, ich kann nur fahren. Ich habe keine Chance auf eine versicherungspflichtigen Job.

Alle drei Monate musste er sich beim Jobcenter melden.  Die Gespräche mit dem Vermittler waren ähnlich. Sie wiederholten sich regelmäßig.  Fazit: “Es hat alles keinen  Sinn mehr. Hartz IV bis zur Rente und dann schau’n wir mal…..”

Dann wurde er in ein Coaching geschickt. Das Jobcenter wollte wissen,  wie der weitere Weg aussehen würde. Rolf K. hatte keine Lust auf psychologische Beratung. Eigentlich war ihm doch klar, warum er sich in dieser Situation befand. Hilfe erwartete er nicht.  Außerdem war er zu stolz um sich helfen zu lassen.

Rolf hatte lange Haare mit grauen Strähnen und einen Schnurrbart. Ganz offen: Er sah etwas ungepflegt aus. Wir sind darauf geschult, jeden Teilnehmer vorurteilsfrei und wertschätzend anzunehmen. Dazu gehört auch achtsames Feedback. Er wirkte genau so auf mich, wie er sich fühlte. Er machte genau den Eindruck, den er selbst beschrieb. Er hatte sich aufgegeben. Sein Äußeres war ihm egal.

Auf dem ersten Blick hatte er recht. Keine Chance, keine Zukunft, Ende und fertig, Schluß.

Er hatte die Wahl an unserem Workshop teilzunehmen oder Zuhause zu bleiben und die Zeit mit sich zu verbringen. Gruppenarbeit, Einzelcoaching, Kompentenzanalyse oder einfach nichts. Es gibt viele Möglichkeiten sein Leben zu verbringen. Nichtstun macht nur im Bundle mit etwas tun, einen Sinn. Nur nichts tun an sich, ist keine gute Idee.

Nun ergab sich für ihn die Möglichkeit, ja die Chance, an einem Workshop teilzunehmen, ohne auch nur einen einzigen Euro in die Hand zu nehmen. Manch ein Angestellter in einem mittelständischen Unternehmen würde sich freuen wie ein Schneekönig. Rolf hatte nur das Gefühl es lieber nicht zu tun. Was würde es für ihn bringen?

Ich bemerkte, dass es in ihm arbeitete. Ich sprach ihn an. “Wie wäre es, wenn wir nur eine einzige neue Idee miteinander entwickeln würden? Sie allein entscheiden,  wie es danach weiter geht!”

Rolf fasste sich ein Herz und sagte seine Teilnahme zu. Er war neugierig geworden. Ich hatte sein Interesse geweckt.

Es stellte sich heraus, dass er immer noch gerne Auto fuhr, sich aber lange keines mehr leisten konnte. Gesundheitlich war er besser drauf, als er gedacht hatte. Eine REHA würde ihm helfen können, sein Leben neu zu gestalten. Er würde seine Ernährung umstellen und etwas Sport treiben, weniger Rauchen und weniger Alkohol trinken. Rolf hatte noch mehr als 20 Jahre vor sich. Diese Zeit würde er nutzen. Es wurde ihm klar, was ihm noch möglich war.

Ich stellte ihm das Jobnetzwerk vor und wir suchten nach Berufen, die ehemalige Berufskraftfahrer mit gesundheitlichen Einschränkungen gefunden hatten. Unsere Erfahrungsdatenbank wächst monatlich. Big Data kann Dinge, die wir langsam erkennen und uns nicht vorstellen konnten.

Wir fanden tatsächlich eine Stelle als Fahrer eines Shuttlebusses in einer Klinik. Rolf bewarb sich für den Job und war am Ende sehr glücklich damit. Die REHA-Klinik, für die er arbeitete, organisierte ein begleitendes Gesundheitsprogramm für ihn. Er durfte in den Pausen und nach der Arbeit an den Programmen teilnehmen. Der Arbeitgeber legte einen großen Wert auf die Zufriedenheit seiner Kunden und Mitarbeiter. Rolf hatte einen Job gefunden, den er bis über die Altersgrenze hinaus ausüben würde. Der Arbeitgeber war natürlich damit einverstanden, dass Rolf an Maßnahmen zur Verbesserung und Stabilisierung seines Gesundheitszustandes wahrnahm. Auch der Kostenträger war schnell gefunden. Die Deutsche Rentenversicherung bezahlt neuerdings derartige Programme. Es geht um Teilhabe am Arbeitsleben über das gesetzliche Rentenalter hinaus.

Auch sein Äußeres hat sich verändert. Ich hatte ihn gespiegelt und gefragt, wie er auf andere Menschen wirken wolle und ob er einverstanden wäre, wenn ich ihn ein wenig beraten würde. Auch ein weiblicher Coach wurde einbezogen. Stilberatung. Er wollte aussehen wie ein Musketier, eine Kreuzung aus Anwalt Lentzen und Kardinal Richelieur, aber gepflegt. Vor dem Coaching hatte er nie über diesen Wunsch gesprochen. Auch darauf bin ich stolz. Er fühlt sich sehr wohl in seiner Haut und er trägt genau die Sachen, die zu ihm passen und seinen Typ unterstreichen. Er ist ein auffälliger Mann. Das ist genau das, was zu ihm passt.

Rolf K. hat etwas geschafft, was viele schaffen können. Einen persönlichen und beruflichen Neustart mit Ü58. Das macht doch Mut! Oder?

Traumata – “Fight, Flight, Freeze”


Traumata – “Fight, Flight, Freeze”

Die meisten Menschen haben im Leben traumatische Erlebnisse zu bewältigen. Sie lernen, mit dem Trauma umzugehen. Daher hat nicht jede traumatische Erfahrung schwerwiegende psychische Folgen. Traumata sind ganz normal im Leben jedes Menschen.

Die richtige Bewältigungsstrategie ist der Schlüssel zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Ein Trauma ist eine schwere Verletzung der Seele. Es wird durch das Erleben von Kontrollverlust oder Lebensgefahr ausgelöst. Gesunde und gut eingestellte Menschen verfügen über ein Repertoire von Bewältigungsstrategien, die Verletzungen durch Traumata reparieren können.  

Traumatische Erlebnisse, die aus unterschiedlichen Gründen verdrängt werden müssen, also aus dem Bewusstsein verbannt werden, bevor die Bewältigung greifen konnte, führen unweigerlich zu Belastungsstörungen, die sehr tief sitzen und sehr schwer kontrolliert werden können.

Psychische und körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch und Verlusterfahrungen oder schwere Erkrankungen können traumatische Ereignisse sein, die einen Triggerpunkt setzen. Irgendwann im Laufe des Lebens werden ungelöste traumatische Erlebnisse wiederaufgerufen und in das Bewusstsein geschwemmt. Sie kommen an die Oberfläche. Je nachdem wie schnell das Auftauchen vor sich geht, ist die Reaktion auf ein nicht bewältigtes Trauma mittelschwer oder katastrophal.

Es hängt von der Persönlichkeit des Menschen ab, ob ein Trauma psychische Probleme verursacht, anhaltende Angst, Depressionen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung etabliert.

In Gefahrensituationen reagiert ein Mensch mit einem Notprogramm, das tief in uns verankert ist: Fight-Flight-Freeze.

Kämpfen, fliehen oder erstarren. Das ist fast selbsterklärend. Wer sich an JurassicPark erinnert, weiß, dass Dinosaurier nur sich bewegende Objekte verfolgen. Ein erstarrtes Opfer kann der Dino nicht erkennen und aus diesem Grund ist “Freeze” eine durchaus vernünftige Strategie. Wie gesagt, es steckt tief in unseren Genen und jeder verfügt über das kleine aber wirksame Unterprogramm namens Fight-Flight-Freeze.

“Neben den Stressreaktionen Kampf oder Flucht kann es also auch zu einer Art Erstarrung kommen. Auf psychischer Ebene kann das zu einer veränderte Wahrnehmung führen. Die sogenannte „Dissoziation“  ist ein mentaler Schutzmechanismus, der bewirkt, dass die Betroffenen sich fühlen, als würden sie „neben sich stehen“. Diese Wahrnehmung macht es schwieriger, ein Trauma zu verarbeiten und es als Teil des eigenen Lebens anzunehmen.”

Dissiziation kann direkt in eine Posttraumatische Belastungsstörung führen. Sie entsteht, wenn das natürliche Bewältungssystem überlastet wird.

Symptome einer Postraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind zum Beispiel:

  • Konzentrationsstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Übererregbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Alpträume, wiederkehrende Bilder des Erlebten
  • Interessenverlust und Abgestumpftheit

Wenn diese Symptome kurz nach dem auslösenden traumatischen Erlebnis auftreten, werden sie als akute Belastungsreaktion identifiziert. Wenn diese Beschwerden länger als vier Wochen anhalten, kann man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen.

Es handelt sich um ein Trauma, das unbedingt behandelt werden muss. Die Behandlung muss von einem Spezialisten durchgeführt werden. Das geht weit über Coaching hinaus. Der Coach ist in diesem Fall nur ein Begleiter, der den Coachee zum behandelnden Arzt begleitet.

Wichtig ist vor allem, dass der oder die Betroffene das Erlebnis und das Trauma als solches begreift und akzeptiert – Coaching.

Der Coach lässt sich und dem Klienten viel Zeit und drängt nicht auf eine schnelle Lösung. Der nächste Schritt ist die Aufnahme sozialer Aktivitäten. Es geht vor allem darum, wieder aus der depressiven Erstarrung herauszukommen. Medikamente, Drogen und Alkohol wirken kontraproduktiv und sind in diesem Stadium unbedingt zu vermeiden.

Professionelle Hilfe durch einen Arzt ist zwingend erforderlich.

 

Angst ist kein guter Berater


Mögen Deine Entscheidungen
Deine Hoffnungen widerspiegeln,
nicht Deine Ängste.
/Nelson Mandela/

Nelson Mandela sagte einmal, dass wir wir unsere Taten nicht an unseren Ängsten, sondern an unseren Hoffnungen orientieren sollen. Das leuchtet ein. Jemand, der ängstlich ist, versteckt sich und versucht unsichtbar zu bleiben und unauffällig zu leben. Dann, so glaubt der Ängstliche, wird ihm schon nichts passieren.  
Wir leben bereits in einer Zeit in der es wieder sehr gefährlich scheint, Dinge beim Namen zu nennen. Wer weiß, welcher politisch getriebene Datensammler uns auf eine schwarze Liste setzen und verfolgen wird? Es ist alles möglich. Datenbanken sammeln Daten und jeder, der auf Datenbanken zugreifen kann, ist in der Lage zum Beispiel, alle Namen auf “Christ” oder “Jude” oder “Links” oder “Rechts”, zu filtern. Es ist möglich und es ist machbar. Es ist real.
Bist du “intellektuell” oder “harmlos”, ein Einzelgänger oder ein geselliger Mensch? Sagst du wirklich, was du denkst? Wie alt bist du? Wo wohnst du? Wer sind deine Freunde auf Facebook oder Google+? Wie viele richtige Freunde hast du?

Die Gefahren der heutigen Welt werden deutlich, wenn man sich mit den Möglichkeiten beschäftigt. Für die meisten Zeitgenossen ist das undurchsichtig und beängstigend. Zurecht. Tekkies erkennen auf Grund der Komplexität der Möglichkeiten, dass die Probleme beängstigend komplex geworden sind.

“Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.” /Nelson Mandela/

Es gibt viele Menschen, die sich instinktiv vor der Freiheit fürchten. Sie sind auf Angst konditioniert. Es ist vorhersehbar wie sie reagieren, wenn etwas ihre antrainierten Ängste auslöst. Psychologie pur.  

Die Konditionierung betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Haben wir einmal JA! gesagt und fühlen wir uns von nun an verpflichtet? Stimmt es, dass wir einmal NEIN! sagen und dann wieder ganz von vorn anfangen müssen oder ganz aus dem Rennen sind? Ist das so? Hast du Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit? Was würdest du eigentlich tun, wenn du eines Tages nicht mehr VERPFLICHTET wärst?

Glaube mir bitte! Ich weiß genau, was das bedeutet. Und ich habe mir dir Freiheit genommen, mich zurückgezogen und mir einen Perspektivwechsel gegönnt. Das ging, weil es noch nicht zu spät war. Es funktionierte, weil ich durch äußere Umstände dazu gezwungen wurde. Es war eine Chance, kein Unglück.
Ich frage mich, wie Menschen, die eine höhere Karrierestufe erreicht haben, auch nur einen kleinen Persepektivwechsel wagen könnten. Es ist gefährlich, weil der Fall zu tief sein könnte. Wer aus großer Höhe fällt, braucht ein Sprungtuch und sehr viel Mut. Er (meistens ist es in diesen Fällen ein Er) braucht verständnisvolle Begleitung, wenige Beratung. Ein guter Coach ist in solchen Fällen ein guter Begleiter. Angst ist genau das Gegenteil davon.

Ein Film von Rainer-Maria Fassbinder heißt: ANGST ESSEN SEELE AUF. Muss ich noch mehr dazu sagen? Das kann ja nicht der Sinn der Sache sein, sich von Angst steuern zu lassen.

Eine Angst, die existenziell wirkt, ist die Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit.

Hast du Angst vor Bedeutungslosigkeit? Worin besteht deine Bedeutung? Wer oder was definiert deine Bedeutung? Ist das wirklich so? Bist du dir sicher?

Angst ist niemals ein guter Begleiter. Meinst du nicht auch? Wie wirst du deine Ängste los? Was wird dir möglich, wenn du dich in eine angstfreie Zone begibst? Hast du Angst, auch nur darüber nachzudenken? Hast du Angst, deine Ängste zu reflektieren? Warum ist das so? Was wird dir möglich, wenn du deine Angst besiegen kannst? Denk darüber nach und stell es dir vor. Ein Leben ohne Zwang und ohne Angst. Es ist möglich!

 

Gründercoaching


Gründercoaching – so geht es besser

Es gibt Gründercoaching (Zuschüße für professionelle Beratung) und es gibt Coaching für Gründer, die nicht nur Beratung brauchen, sondern echtes, ergebnisoffenes  Coaching. Wenn Sie mich fragen, dann würde ich vor einer Gründung immer ein Coaching mit Kompetenzfeststellung, psychologischer Beratung und einem realistischen ÖkoCheck empfehlen. Nicht jeder Gründer ist für eine Selbständigkeit geeignet. Es gibt Vorteile und es gibt Nachteile. Wenn ich mich “als Unternehmer” betrachte, so klingt das zuerst einmal sehr positiv. Die negativen Aspekte werden ausgeblendet und man fühlt förmlich den Wind unter den Flügeln. Wir lesen Startup-Literatur und wir lernen, dass in Zukunft sehr viel mehr projektorientiert gearbeitet werden wird. In Zukunft wird es kaum noch Festanstellungen geben, so liest man. Projektorientierte Arbeit mit selbständigen Spezialisten im IT Bereich sind eine logische Entwicklung. Es klingt alles sehr modern. Die Entwicklung ist längst Realität. Journalisten, Reporter, Regisseure, IT Spezialisten, Projektmanager in unterschiedlichen Bereichen, Coaches, Berater sind heute selbstverständlich als Selbständige unterwegs und die Schattenseiten werden sichtbar. Viele Selbständige leben in prekären Verhältnissen. Manch eine(r) kann sich nicht einmal die Krankenversicherung leisten. Von einer Einzahlung in die Rente kann überhaupt keine Rede mehr sein. Das selbständige Leben ist hart und nur noch von vagen Hoffnungen geprägt.

Wie wäre es mit einem Gründercoaching, dass seinen Namen voll und ganz verdient? Ich habe da eine Idee. So etwas gibt es nämlich schon. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einer Coach (einem weiblichen Coach), die mir genau so etwas erzählte. Sie hatte einen Syrer gecoacht, der sich als Ingenieur selbständig machen wollte. Sein Sprachlevel war in Ordnung. Er hatte die B2 Sprachprüfung bestanden und tendierte in Richtung C1. Als Ingenieur hatte er bereits gearbeitet und das, was er erzählte klang schlüssig und logisch. Nun wollte er sich selbständig machen, hatte aber keine Vorstellung, wie das gehen könnte. Die Coach hatte auf Grund ihrer eigenen Selbständigkeit professionelle Kenntnisse und konnte dieses Wissen mit einbringen. Die Gespräche bekamen beratenden Charakter, aber auch das ist ein normaler Prozess. Als die vom JobCenter bestätigte Stundenzahl erreicht war, beantragte der Teilnehmer weitere Stunden, die er auch bekam. Mein Eindruck ist klar. Wenn Gründercoaching, dann gekoppelt mit einem richtigen Integrationscoaching. Ich bin mir sicher, dass es sich hier um eine zielgerichtete Maßnahme handelt, die allen Beteiligten helfen kann.